Doch nur "STRAPSPAPS?"
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Anne-Mette
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Doch nur "STRAPSPAPS?"

Post 1 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,

ich bin überhaupt nicht auf die Idee gekommen, dass man es auch so sehen könnte wie in diesem Artikel:
Kennt Ihr den Text? Was sagt Ihr dazu?

Gruß
CPG
Regina
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Re: Doch nur "STRAPSPAPS?"

Post 2 im Thema

Beitrag von Regina »

Hi CPG,

das ist ja eine Menge Lesestoff. Da muss ich erst einmal durch.

Gruß, Regina CD
Die höchste Form des Glücks ist ein Leben mit einem gewissen Grad an Verrücktheit. (Erasmus von Rotterdam)
Anne-Mette
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Re: Doch nur "STRAPSPAPS?"

Post 3 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

das ist ja eine Menge Lesestoff
Moin,

das ist wahr - einiges gab mir schon zu denken...

Gruß
CPG
Mark&Suse

Re: Doch nur "STRAPSPAPS?"

Post 4 im Thema

Beitrag von Mark&Suse »

Hallo CP,

also ich hab ca. ein Drittel geschafft und hab mich entschlossen, mir den Rest aufzuheben, falls ich mal einen extrem guten Tag hab und schnell mal für irgendeinen Anlass schlechte Laune brauche...oder aber für ein pädagogisches Elterngespräch noch ganz viele neue tolle Fachbegriffe brauche...oder falls ich mal irgendwann suizidgefährdet bin und noch den letzten Grund brauche, um aus dem Fenster zu springen :lol:...ansonsten fallen mir nicht wirklich viele Gründe ein, das zu Ende zu lesen...es ist schon erstaunlich, dass der Mensch so ca. 1,5 (?) Kilo Hirnmasse hat und so verschwenderisch damit umgeht.

Grüße von Suse
Anne-Mette
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Re: Doch nur "STRAPSPAPS?"

Post 5 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Lassen wir es uns nicht verdrießen und leben wir unser Leben!
Moin,

das ist sicherlich eine gute Reaktion :)
Ich komme nur manchmal ins Grübeln - es ist zur Zeit etwas stressig, den Alltag (Kind(er) in den "Pflegeljahren") zu gestalten. Da will ich mich selbst als eventueller "Verursacher" natürlich nicht vollkommen ausschließen.
Meistens geht es mir sehr gut als "ALLTAGSCROSSDRESSER" - aber wenn mir so ein Text unterkommt, dann komme ich doch ins Grübeln.
- Zumal auch schon hier im Forum geäußert wurde, dass für einige Leute "so etwas" (z.B. Crossdresser als Partner/Vater/Freund) "das Schlimmste ist", noch schlimmer als Frauen und Kinder misshandeln.

Nun gut - der heutige Tag wird bestimmt besser :)

Viele Grüße
CPG
Anne-Mette
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Re: Doch nur "STRAPSPAPS?"

Post 6 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,

es gibt ja auch andere Meinungen über uns; den Artikel hatte ich nur zufällig entdeckt und wollte hier zeigen, wie manche Leute denken...

Gruß und schönes Wochenende
CPG
Anne-Mette
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Re: Doch nur "STRAPSPAPS?"

Post 7 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Guten Abend,

ja, es gibt schon merkwürdige Leute. Ich hatte eben auch ein AHA-Erlebnis.
Wir waren auf einer größeren Veranstaltung in Flensburg am Hafen und standen vor einer Bühne, auf der eine Oldie-Band spielte.
Neben uns standen Leute, ich denke mal ein älteres Ehepaar mit erwachsener Tochter.
Ich hatte eine Hose an - auf Bitten meiner Frau - hätte ich aber sowieso gemacht; denn Veranstaltungen mit möglicherweise angetrunkenen Leuten sind immer mit Vorsicht zu genießen.
Ich hatte aber Männersandalen an. Eine der drei Personen entdeckte meine lackierten Fußnägel, musste das dermaßen laut kommentieren...
... also kein Benehmen die Leute :((a

Naja, Schwamm drüber. Ich habe auch Leute gesehen, die ich vielleicht lustig fand. Aber so zu reagieren, das ist schon arg.

Gruß
CPG
Anne-Mette
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Re: Doch nur "STRAPSPAPS?"

Post 8 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,

nein, die Umfrage sollte nach innen gerichtet sein :)

Tendenziell ist Crossdressíng nicht so besonders hoch angesehen. Du würdest sicherlich viele negative Antworten bekommen, die Dich noch weiter ins Grübeln bringen.

Ich beteilige mich gerade an einem Thema in der Brigitte. Eine Frau hat durch Zufall Utensilien im Auto entdeckt, sodass sie zuerst davon ausging, ihr Mann würde "fremdgehen".
Als sie ihn "zur Rede stellte", kam jedoch heraus, dass er seit 20 Jahren Crossdresser war.
Sie hat ihn dann erst einmal mehr oder weniger abgeschoben, um in Ruhe nachzudenken und dann mit ihm Gespräche zu führen.
Die Reaktionen darauf waren durchaus unterschiedlich.
Weil sie sich nun ein wenig mit dem Thema befasst hat, hat sie ein Thema mit einer Umfrage erstellt. In dieser Umfrage sollen die Leute ankreuzen, ob sie einen Crossdresser als Partner akzeptieren, ob sie vielleicht selbst Crossdresser sind...
Naja, verschiedene Sachen eben. Wenn sich ein paar Leute eingetragen haben, sende ich Dir den Link.
Aber selbst wenn man positive und negative Beispiele für eine Partnerinnen-Akzeptanz benennen kann, so ist die persönliche Erfahrung eben ganz persönlich und kann u.U. sehr dramatisch Ausfallen. ...es kann aber auch wesentlich besser laufen, als man es vermutet hat.
Bei mir war es so, dass es Lebensabschnitt erreicht war, der das Crossdressing erleichtert hat. Unsere Kinder sind fast erwachsen.
Ich weiß nicht, ob ich für das Crossdressing die Beziehung aufgeben würde. Aber ich würde selbstbewusster sagen: "das gehört zu mir, versuche doch bitte, damit klarzukommen!"
Wie ich schon in vielen kleinen Antworten geschrieben habe: unsere Beziehung hat das Crossdressing erweitert. Wir können zusammen einkaufen und uns austauschen. Meine Frau findet einige Sachen an mir richtig gut und sagt: "Das steht Dir, das gehört zu Dir!"
Einige Sachen mag sie nicht so, wie z.B. ein geblümtes Kleid. Aber so lange ich es nur zu Hause anziehe, ist es für sie ok so.
Ich habe einen Jeansrock an und wir werden gleich zusammen einkaufen gehen, zu Aldi und so - und treffen meistens dabei Leute, die wir kennen. Bisher gab es kaum Probleme!

Ich kann noch einmal meine Empfehlung wiederholen, mal einen Film gemeinsam anzusehen, der sich mit unserer Thematik in spielerischer Weise auseinandersetzt. ... und dann vorsichtig noch einmal ein Gespräch zu beginnen.

Viel Erfolg dabei
Gruß
Anne-Mette
Anne-Mette
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Re: Doch nur "STRAPSPAPS?"

Post 9 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,
Aber es gab schon Probleme? Das man es nicht alle recht machen kann, ist mir schon klar. Die Frage und meine Angst ist halt nur die Größe und der Umfang der Probleme.
Ja, aber die Probleme waren ganz geringer Natur.

Einmal bemerkte eine "bürgerliche Familie" meine lackierten Fußnägel (ansonsten war ich "normal" gekleidet). Sie unterhielten sich lautstark darüber und machten sich etwas lustig.

Am FKK-Strand erschien ich in einem kurzen Jeansrock. Einer der Volleyball-Spieler musste sich relativ lautstark gegenüber seinen Mitspielern äußern "... bei mir ist die Geschlechtszuordnung eindeutig...". Schön für ihn :)

Hin und wieder sind mir (und meiner Frau) noch tuschelnde Leute aufgefallen. Ach ja, einmal beim Einkaufen machte eine Frau ihren Mann auf mich aufmerksam: "Hast Du das gesehen?" ... und als ihm das sichtlich unangenehm war, zog sie noch an seiner Jacke und zeigt auf mich. Ihm schien das Verhalten seiner Frau sehr peinlich zu sein.

So, das war's!!!
Ich bin nun schon über ein Jahr so unterwegs - und nur noch selten in Hosen. Ich gehe im Rock zum Einkaufen, habe heute wieder Papier auf den Recyclinghof gebracht, fahre so zur Post, zu DPD, gehe so in die Bücherei...

Negative Kommentare hätte ich mir vielleicht auch ohne Rock eingefangen... Selbst ein Kunde, der an einem Wochenende überraschend hier auftauchte (ich habe allerdings kein Ladengeschäft) sagte nur: "Ach, heute im Rock?"

Gruß und schönes WE
CPG
Gerdi55
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Re: Doch nur "STRAPSPAPS?"

Post 10 im Thema

Beitrag von Gerdi55 »

Hallo,

ich habe mir die Mühe gemacht, den Artikel und die Kommentare zu lesen bzw. zu überfliegen. Ich fand es eigentlich traurig, darin so viel Intolleranz gegenüber dem Anderssein zu finden, wobei das Gesetz, welches der Auslöser der ganzen Diskussion ist, hinten runterfällt.

Die Gesellschaft in der wir heute Leben ist tolleranter als vo einigen Jahrzehnten ..., Trotzdem werden auf unserer Erde immer noch Menschen hingerichtet, weil sie unbequem für die dort herrschende Ordnung sind. (Auch der Mörder ist durch seine Existens unbequem; aber wenn ich ihn hirichte bin ich auch ein Mörder, dies will ich nicht sein). Durch die Globalisierung der Gesellschaft wächst aber auch der Druck auf die mordenden Gesellschaften sich zu ändern.

In diesem Sinne sehe ich auch mein ureigenste Problem, mich mit schöner Kleidung des anderen Geschlechts zu schmücken, welches unsere Gesellschaft an Mann nicht akzeptiert. Hier ist Mann in unserer Gesellschaft, der am Pranger gestellte (gut daß es keine Steinigung bei uns gibt).

Ich habe mit diesem Wunsch und das meine Gedanken dorthin gehen schon meine Probleme. Dieses Forum hilft mir, aber mich nicht zu sehr auf die Kliedung zu fixieren, sondern über das warum ich dies möchte. Ich mach es, weil es mich fröhlich stimmt und auch äußerlich der Alltagssteß abgeschaltet ist. Ich genieße einfach das Glück diese Kleider auch in der Gegenwart meiner Partnerin und bei den Tätigkeiten in der Wohnung tragen zu dürfen. Wenn ich zurückblicke, dann sehe ich, daß ich diesen Wunsch nur in entspannten Zeiten habe.In Zeiten, wo ich Probleme mit meiner Ex-Partnerin oder im Beruf habe war dieser Wunsch nicht stark.Das Thema wurde von mir in meiner Ehe nicht offensiv vertreten, damit es nicht ein zusätzliches Konfliktpotential aufbaute. Trotzdem hatte ich zumindest drüber geredet und mal heimlich die Kleider meiner Frau probiert.

Ich sehe mich nicht in der schrillen Szene der Travestiten und Dark Queens. Jedoch akzeptiere ich, daß es Menschen gibt, die ihr schrilles Sein ausleben möchten und daran ihren Spaß haben, sich vor den Mikrofonen zu präsentieren. Ebenso verstehe ich die Verbitterung der Menschen mit einem Geschlechtsproblem (M2F, F2M) bei der Betrachtung der bunten Szene . Das Zwittersein kann ich nicht nachempfinden. Ich gebe der Autorin des Artikels recht, daß die Geschlechtsumwandlung ein Weg ist den die Gesellschaft nicht zu leicht begehbar gestalten sollte. Denn wenn der Kandidat am Ziel seines Weges mit dem Ergebnis nicht leben kann, dann muß die Gesellschaft auch mit seinem Unglück klarkommen. Unglück heißt meißt Krankheit (auch Suizid ist krank).

Der Artikel spiegelt die Verbitterung der Autorin über ein Gesetzgebungsverfahren wieder. Ich kann aber ihre Äußerungen in diesem Zusammenhang nicht verstehen,die sie allgemein zum Ausleben des Andersseins insbesondere des Tragens von Damenkleidung durch Männer äußert. Damit stärkt sie die Intolleranz in unserer Gesellschaft zu diesem Problem.

Mir macht sie nicht Angst. Ich sage mir, für mich arbeitet die Zeit. Ist mein Bedürfnis, mich in der der Öffentlichkeit zu zeigen, so stark und das Partnerschaftsklima so tollerant, daß dieser Gang die Beziehung zu meiner Frau nicht beschädigt, können die anderen ruhig lachen, wenn ich mich In Rock und Bluse zeige. Je öfter ich den Weg gehen werde, desto leiser wird das Lachen sein. Der nächste Mann im Kleid wird schon mit weniger Spott konfrontiert, weil der Mann im Kleid zur Normaltät wird.(s.h. Laufstege dieser Welt) In diesem Sinne wünsche ich uns Mut, uns so in der Umwelt zu geben, wie wir uns innerlich und äußerlich am glücklichsten fühlen.
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