Und plötzlich brach meine Welt auseinander...
Und plötzlich brach meine Welt auseinander... - # 6

Intergeschlechtliche Menschen, Crossdresser, Transgender, Transidente: Diskussionen über partnerschaftliche Aspekte, Rat und Tat für PartnerInnen und Familie
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Jasmine
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Re: Und plötzlich brach meine Welt auseinander...

Post 76 im Thema

Beitrag von Jasmine »

MichiWell hat geschrieben: Do 28. Nov 2019, 23:16 ...............
Könntest du mal etwas genauer erklären, wie du das meinst, und wie diese echte, wahre Liebe deiner Meinung nach aussieht? :?
Ich bin der Meinung, man kann sie nicht beschreiben, meine Menalee und ich erleben sie.
Unsere wahre Liebe, unser Gefühl eins zu sein ist einfach unbeschreiblich schön.

Liebe Grüße Jasmine
ExUserIn-2026-04-08
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Re: Und plötzlich brach meine Welt auseinander...

Post 77 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

MichiWell hat geschrieben: Do 28. Nov 2019, 23:16
Carry hat geschrieben: Do 28. Nov 2019, 13:13 Aber ich weiß auch, dass wir, als betroffene Partnerinnen, eine unglaubliche Chance bekommen haben....nämlich vielleicht eine Einsicht in das wahre Wesen der echten, der wahren Liebe zu bekommen....
Könntest du mal etwas genauer erklären, wie du das meinst, und wie diese echte, wahre Liebe deiner Meinung nach aussieht? :?
Ich bin zwar nicht Carry, aber ich möchte trotzdem einen Versuch wagen. Die Basis steht in wunderbaren Worten, wie sie Khalil Gibran in seinem Gedicht, Von Der Liebe, beschreibt.

Der Kern liegt darin, dass die Liebe eben kein Ort des Wohlfühlens ist, wie sie so oft beschrieben wird. Es geht nicht um das Wohlfülen in Gemeinsamkeit. Zunächst geht es darum, sich selber zu stellen. Die Liebe und das damit verbundene Vertrauen bieten hierfür die Basis. Gibran schreibt von Verwundungen, die einem widerfahren. Es sind die eigenen Verletzungen, die man wieder hervorholt. Der oder die Andere ist hierfür der Spiegel. Je mehr ich mich öffne, um so mehr konfrontiere ich mich mit mir selber. Das kann sehr schmerzhaft sein. In der Psychologie ist das übrigens eine Methode zur Behandlung von Traumata. In diesem Vorgang befreie ich mich auch von Träumen, die meiner Entwicklung im Wege stehen. Z.B. von dem Traum einer romantischen Liebe (hier haben unsere Partnerinnen oftmals ihre Probleme) oder Träume von der eigenen Selbstherrlichkeit.

Die Liebe macht mich nackt. Ich stehe ohne irgendwelche Schutzmauer offen da. Alles was wir uns zu unserem Schutz selber aufgebaut haben, fällt von uns ab. Jetzt besteht die Chance, sich von den Dingen zu trennen, die wir eingegraben haben. Die Spreu trennt sich vom Weizen. Das Ergebnis ist ein reiner Mensch. Gibran schreibt von den "den Geheimnissen des Herzens".

Er warnt aber auch, wenn man nicht bereit ist, sich dem vollständig zu unterziehen, wird man sich nicht wirklich kennen lernen. Man wird nicht "seine ganzen Tränen weinen". Wenn man nur die Ruhe oder die Lust sucht, solle man den "Dreschboden" verlassen in die Welt ohne Jahreszeiten. In der von ihm beschrieben Liebe geht es auf und ab. Wir erfahren immer mehr über uns und finden aber auch Zeiten der Beflügelung, der Verzückung und der Danksagung.

Die Liebe lässt sich nicht lenken. Man gibt sich ihr hin und findet sich selber. Da gibt es nichts zu lenken und was folgt, kommt aus der Liebe heraus. Nicht mehr und nicht weniger.

Er schreibt mit keinem Wort über eine/n Partner/in. In seinen Worten geht es nicht darum, jemanden glücklich zu machen oder von jemand glücklich gemacht zu werden. In seiner Sicht, die ich teile, geht es nur darum, alles fahren zu lassen, was einen hemmt und sich voller Vertrauen hin zu geben und demüt das zu bekommen, was man selber braucht. Da ist kein Wort von Überfrachtung der Liebe, in dem Ansprüche von oder an jemanden zu lesen ist. Überfrachtung ist der Fehler, der in unserer üblichen Beschreibung von Liebe steckt. Und diese Überfrachtung hindert uns daran, die wahre Liebe zu erleben. Die Konzentration auf den Anderen hindert uns daran, uns selber zu entdecken. Es ist eine Möglichkeit sich vor den Erkenntnisse über sich selber zu drücken. Der Alruismus, der so häufig in der Beschreibung der Liebe gefordert wird, ist ein großer Verhinderer der Liebe. Die Liebe fordert etwas ? Es ist anders herum. Die Liebe zeigt mir den Weg, den ich gehen kann. Die Liebe fordert nicht, sie bietet an. Es liegt an mir, mich darauf einzulassen.

Und trotz der Beschreibung, die sich nur auf einen Menschen bezieht, ist diese Liebe im höchsten Grad nicht egoistisch. Die Liebe hat nur den Wunsch, sich zu erfüllen. Es geht nicht darum, mit jemanden zu verschmelzen, sondern im Gegenteil sich zu erkennen. Es geht darum, durch die Öffnung seine Ängste abzulegen. Was ist für mich schrecklicher als meine eigene Wahrheit ? Was macht mich ruhiger als meine eigene Wahrheit ? Nur durch die Liebe komme ich zu meiner eigenen Wahrheit. Die eigene Wahrheit ist die reine Selbstliebe. Und hier schließt sich der Kreis zu Charlie Chaplin mit seinem Gedicht, das ich ja auch immer wieder bemühe.

So sehe ich die Liebe und ich bin weit davon entfernt, diese Liebe zu leben zu können. Aber ich kann mich darum bemühen, Tag für Tag.
Viele Grüße
Vicky

Respekt ist nicht teilbar.
Carry
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Re: Und plötzlich brach meine Welt auseinander...

Post 78 im Thema

Beitrag von Carry »

MichiWell hat geschrieben: Do 28. Nov 2019, 23:16 Könntest du mal etwas genauer erklären, wie du das meinst, und wie diese echte, wahre Liebe deiner Meinung nach aussieht?
Uiiiiii.....liebe Michi,
das ist eine Frage, die nicht in ein paar Sätzen beantwortet werden kann...wenn ich versuchen würde, in meinen Worten zu
erklären, was ich für mich als "wahre Liebe" erkannt habe, dann wäre das wahrscheinlich ein Pamflait a lá "Krieg und Frieden" von Tolstoi - also von der Menge her :wink: ...aber im Ernst, ich fürchte, dass ich das nur schwer in Worte fassen kann, die dann auch richtig ankommen.
Aber.....die liebe #Vicky_Rose hat mir hier an anderer Stelle mal ein Gedicht von Khalil Gilbran ans Herz gelegt - und in diesen Worten kann ich sehr gut wiederfinden, was ich inzwischen für mich erfahren durfte. Vielleicht erklärt sich damit am besten, was ich meine ....?!

Von der Liebe

Wenn die Liebe dir winkt, folge ihr, sind ihre Wege auch schwer und steil.

Und wenn ihre Flügel dich umhüllen, gib dich ihr hin,
Auch wenn das unterm Gefieder versteckte Schwert dich verwunden kann.

Und wenn sie zu dir spricht, glaube an sie,
auch wenn ihre Stimme deine Träume zerschmettertn kann
wie der Nordwind den Garten verwüstetet.

Denn so, wie die Liebe dich krönt, kreuzigt sie dich.
So wie sie dich wachsen lässt, beschneidet sie dich.
So wie sie emporsteigt zu deinen Höhen
und die zartesten Zweige liebkost, die in der Sonne zittern,
steigt sie hinab zu deinen Wurzeln
und erschüttert sie in Ihrer Erdgebundenheit.

Wie Korngarben sammelt sie dich um sich.
Sie drischt dich, um dich nackt zu machen.
Sie siebt dich, um dich von deiner Spreu zu befreien.

Sie mahlt dich, bis du weiß bist.
Sie knetet dich, bis du geschmeidig bist;

Und dann weiht sie dich ihrem heiligem Feuer,
damit du heiliges Brot wirst für Gottes heiliges Mahl.

All dies wird die Liebe mit dir machen,
damit du die Geheimnisse deines Herzens kennenlernst
und in diesem Wissen ein Teil vom Herzen des Lebens wirst.

Aber wenn du in deiner Angst nur die Ruhe und die Lust der Liebe suchst,
dann ist es besser für dich, deine Nacktheit zu bedecken
und vom Dreschboden der Liebe zu gehen.

In die Welt ohne Jahreszeiten,
wo du lachen wirst, aber nicht dein ganzes Lachen,
und weinen, aber nicht all deine Tränen.

Liebe gibt nichts als sich selbst und nimmt nichts als von sich selbst.

Liebe besitzt nicht, noch läßt sie sich besitzen;

Denn die Liebe genügt der Liebe.

Und glaube nicht, du kannst den Lauf der Liebe lenken,
denn die Liebe, wenn sie dich für würdig hält, lenkt deinen Lauf.

Liebe hat keinen anderen Wunsch, als sich zu erfüllen.

Aber wenn du liebst und Wünsche haben mußt, sollst du dir dies wünschen:
Zu schmelzen und wie ein plätschernder Bach zu sein,
der seine Melodie der Nacht singt.

Den Schmerz allzu vieler Zärtlichkeit zu kennen.
Vom eigenen Verstehen der Liebe verwundet zu sein;
Und willig und freudig zu bluten.

Bei der Morgenröte
mit beflügeltem Herzen zu erwachen
und für einen weiteren Tag des Liebens dankzusagen;
Zur Mittagszeit zu ruhen
und über die Verzückung der Liebe nachzusinnen;
Am Abend mit Dankbarkeit heimzukehren;
Und dann einzuschlafen
mit einem Gebet für den Geliebten im Herzen
und einem Lobgesang auf den Lippen.

Khalil Gibran
(* 06.01.1883, "  10.04.1931)
"Wenn Du heute aufgibst, wirst Du nie wissen, ob Du es morgen geschafft hättest!"
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Re: Und plötzlich brach meine Welt auseinander...

Post 79 im Thema

Beitrag von Carry »

Vicky_Rose hat geschrieben: Fr 29. Nov 2019, 08:18 Ich bin zwar nicht Carry, aber ich möchte trotzdem einen Versuch wagen. Die Basis steht in wunderbaren Worten, wie sie Khalil Gibran in seinem Gedicht, Von Der Liebe, beschreibt.
Perfekt! Danke Dir, dass Du "eingesprungen" bist! (yes) Ich habe Deinen Post erst gesehen, nachdem ich meinen gerade verfasst habe...
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Re: Und plötzlich brach meine Welt auseinander...

Post 80 im Thema

Beitrag von Carry »

Vicky_Rose hat geschrieben: Fr 29. Nov 2019, 08:18 So sehe ich die Liebe und ich bin weit davon entfernt, diese Liebe zu leben zu können. Aber ich kann mich darum bemühen, Tag für Tag.
Vicky ....ich bin, und das kommt, wie Du weißt, sehr selten vor :wink: , sprachlos ob Deiner Worte...
Du hilfst SO SEHR - mir - und sicher auch vielen anderen!!!
Kann gar nicht mehr sagen, als D A N K E !!! (flo)
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Re: Und plötzlich brach meine Welt auseinander...

Post 81 im Thema

Beitrag von Carry »

AnnaJo hat geschrieben: Do 28. Nov 2019, 21:08 es ist in der Tat blöd, wenn er es ließt und dich nicht fragen kann, was, warum und wieso ...
Hey Newbie,

meinem Schatzispatzi und mir hat es sehr geholfen, dass er hier mitgelesen hat, was ich so alles geschrieben habe....abgesehen davon, dass ich ihm das sowieso auch alles persönlich gesagt habe (ich hatte auch Gelegenheit), ist es aber nochmal eine andere Sache, wenn man das alles schriftlich und nicht direkt an seine Adresse loswerden kann....uns hat es sehr geholfen - und hilft es noch - denn Fragen kommen auf, über die man dann in Ruhe reden kann und manches, was ich im persönlichen Gespräch nicht so ausrücken konnte, hat er dann besser verstanden, nachdem er es hier gelesen hat.
Nicht aufgeben!!! Ihr müsst euch in der ganzen Kommunikation auch jetzt erstmal neu finden! Das wird....ganz bestimmt! (dr)
LG, Carry
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Re: Und plötzlich brach meine Welt auseinander...

Post 82 im Thema

Beitrag von Veronika »

Was ist Liebe?

Liebe ist das, was ohne Bedingung, ohne Einschränkung und ohne Bedürfnis ist.
Weil es ohne Bedingung ist, erfordert es nichts, um es zum Ausdruck bringen zu können. Es verlangt nichts im Gegenzug. Und es entzieht nichts aus Vergeltung.
Weil es ohne Einschränkung ist, erlegt es einem anderen keine Begrenzungen auf. Es kennt kein Ende, sondern setzt sich ewig fort. Es erfährt keine Grenze ohne Barriere.
Weil es ohne Bedürfnis ist, ist es bestrebt, nichts zu nehmen, was nicht bereit willig gegeben wird. Es ist bestrebt, an nichts fest zu halten, was nicht festgehalten zu werden wünscht. Es ist bestimmt dreht, nichts zu geben, was nicht freudig willkommen geheißen wird.
Und es ist frei. Liebe ist das, was frei ist, denn Freiheit ist die Essenz dessen, was Gott ist, und liebe ist Gott zum Ausdruck gebracht.

Diese Definition von Liebe ist aus dem Buch, FREUNDSCHAFT MIT GOTT von Neal Donald Walsch entnommen.

Euch allen ein schönes Wochenende

Herzliche Grüße Veronika
ExuserIn-2019-12-18
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Re: Und plötzlich brach meine Welt auseinander...

Post 83 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2019-12-18 »

Veronika hat geschrieben: Fr 29. Nov 2019, 11:24 Was ist Liebe?

Liebe ist das, was ohne Bedingung, ohne Einschränkung und ohne Bedürfnis ist.
..... Liebe ist das, was frei ist, denn Freiheit ist die Essenz dessen, was Gott ist, und liebe ist Gott zum Ausdruck gebracht.
Wow ... aus einem Buch über Liebe zu Gott die Definition der Liebe zwischen zwei Menschen ableiten ......
Ich bin ja auch esoterisch angehaucht, aber hier zieh ich mal die Handbremse ....

Leute,
es geht um die Beziehung zwischen zwei sterblichen Menschen, die genauso fehlerbehaftet sind, wie die Schöpfung eben selbst .... und natürlich hat jeder Sehnsüchte, Wünsche und Hoffnungen. Und ganz klar suchen wir uns Menschen, mit denen wir zusammen sein wollen, danach aus.
Es geht doch nicht nur darum, wie ich mich selbst liebe (auch, wenn das eben für mich wesentliche Grundlage ist) sondern auch, wie der andere Mensch zu mir und meinen Vorstellungen über das Leben passt. Verändert Dich etwas, müssen wir herausfinden, ob noch die gleiche Basis besteht und wenn nein, ob wir diese wieder finden oder neu schaffen können. Dies sollte ganz sicher das Ziel sein, wenn man sich im Kern noch liebt....aber wenn nicht, gehört eben auch diese Ehrlichkeit dazu.... aber davor kann man noch eine ganze Menge über sich herausfinden ...

Alles Liebe
Vanessa
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Re: Und plötzlich brach meine Welt auseinander...

Post 84 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

VanessaL hat geschrieben: Fr 29. Nov 2019, 13:25 Es geht doch nicht nur darum, wie ich mich selbst liebe (auch, wenn das eben für mich wesentliche Grundlage ist) sondern auch, wie der andere Mensch zu mir und meinen Vorstellungen über das Leben passt.
Hallo Vanessa,

es gibt ein nettes Büchlein, das heißt "Liebe Dich selbst und es ist egal, wen Du heiratest". Ich würde das so interpretieren: Wenn Du Dich selber liebst, wirst Du den richtigen Menschen finden. Entscheidend ist mMn nicht, wer der Andere ist, sondern ob beide gewillt sind, eine offene, ehrliche und vertrauensvolle Beziehung zu leben. Verändert sich der Eine, hat das logischerweise Konsequenzen für den Anderen. Aber unter den genannten Randbedingungen wird genau über diese Punkte geredet. Die Beziehung verändert sich. Natürlich kann auch eine solche Beziehung auseinander gehen, aber sie ist nicht "gescheitert", sondern beide wissen, warum sie sich trennen. Gescheitert ist mMn eine Beziehung, wenn man sich nicht um die Beziehung bemüht hat. Darunter verstehe ich die Bereitschaft, sich selber zu betrachten und auf dieser Basis sich selber zu verändern. Nicht der Andere hat sich an mich anzupassen oder ich mich an ihn, sondern jeder hat sich selber zu entwickeln. Der Andere ist jeweils der Spiegel und Anlass. Ich erkenne mich durch den Anderen.

Mir ist die allgemein Sichtweise, dass der Andere in mein Leben zu passen hat, viel zu geschäftsmäßig. Es ist eine Abschätzung über den Wert des Anderen für mich. Das kann u.U. funktionieren, aber es wird nicht in die Tiefe gehen. Tiefe heißt hier, die eigene Tiefe.

Aber das ist nur meine Sichtweise. Es muss jede/r selber entscheiden, was er/sie will.
Viele Grüße
Vicky

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Re: Und plötzlich brach meine Welt auseinander...

Post 85 im Thema

Beitrag von ChristinaF »

Menalee hat geschrieben: Do 28. Nov 2019, 13:31
Carry hat geschrieben: Do 28. Nov 2019, 11:51 .....................
Wir Partnerinnen begraben ganz viele Träume/Wunschvorstellungen von der Zukunft - das ist so - ......................
Ich habe, als sich meine Jasmine mir gegenüber outete, keine Träume und Wünsche von der Zukunft begraben. Ich bin realistisch, positiv denkend und nach dem Outing begann ich mit meiner Jassi viel zu reden und wie alles weitergehen soll. Es ist meine Art und Weise wie ich mit Herausforderungen umgehe, zielorientiert. Emotionen spielen hier natürlich auch eine sehr große Rolle, aber wir versuchten alles um die Emotionen in eine positive Richtung zu lenken, negative Emotionen sahen wir nicht als zielführend an und bekämpften sie. Das ich mich mit dieser Herausforderung weiter entwickeln musste, war mir sofort klar. Die Wunschvorstellung oder unser Traum von einer gemeinsamen Zukunft in Liebe und Frieden konnte durchaus von uns bis heute gelebt werden. Ich erlebte wie eine Blume erblühte und unsere Liebe noch tiefer wurde. Dies hat meinen Traum von einer langen Partnerschaft in der meine Jassi und ich uns gegenseitig achten, lieben und ergänzen weit übertroffen. Sie ist heute kein Prinz der auf einem Pferd geritten kommt, sondern sie ist meine Frau die auf einem Unicorn über den Regenbogen zu mir kommt und die Glücksbärchi in meinem Bauch die Schmetterlinge fliegen lassen. Ich bin meiner Jassi unendlich dankbar das ich mit 51 Jahren, nach 26 gemeinsamen Jahren, das noch erleben darf. Aber auch wir leben in keinem Traumland, wir wissen beide das wir täglich an unserer Beziehung arbeiten müssen, um dieses Level bei zu behalten. Bei uns gibt es keinerlei Verlustängste, Eifersucht, Neid, Angst und Zank - wir sind eins und versuchen täglich positiv das Leben zu meistern.
Menalee

Ich finde diesen Beitrag von Menalee nur schön und sinnbringend. Wie schön ists doch, wenn es zwei Menschen gibt, die auf solch einer wunderbar harmonisch geführten Zweisamkeit ihr Leben leben wollen und auch können.
Einfach ganz lieben Dank Menalee für diese Zeilen. (he)
Liebe Grüße
Christina
ExuserIn-2019-12-18
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Re: Und plötzlich brach meine Welt auseinander...

Post 86 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2019-12-18 »

Vicky_Rose hat geschrieben: Fr 29. Nov 2019, 14:45 Mir ist die allgemein Sichtweise, dass der Andere in mein Leben zu passen hat, viel zu geschäftsmäßig. Es ist eine Abschätzung über den Wert des Anderen für mich. Das kann u.U. funktionieren, aber es wird nicht in die Tiefe gehen. Tiefe heißt hier, die eigene Tiefe.
Liebe Vicky,

ich glaube Du hast nicht ganz verstanden, verstehen können, worum es mir hier geht.

Daher frage ich Dich mal ganz direkt: Warum bist Du mit deiner Partnerin zusammen und nicht mit jemand anderem?
Du musst darauf nicht antworten, denn im Grunde geht es mir eher um die Frage an sich, als um eine konkrete Antwort. "Liebe Dich selbst und es ist egal, wen Du heiratest", war der Titel des Büchleins, oder?

Also, warum sind Newbie und Daniela zusammen? Und warum sollten sie das bleiben? Und wie können Sie das bleiben?
Sind das nicht die Kernfragen, die sich beide gerade stellen?

Ich bin völlig bei Dir, wenn es darum geht am Ende des Prozesses zu erkennen, das Selbstliebe Grundlage von allem ist.
Aber dieser Zustand ist ja hier nicht erreicht und es stellt sich die konkrete Frage, wie können die beiden miteinander umgehen? Natürlich sollte jeder ehrlich zu sich selber sein, seine Baustellen angehen und bearbeiten. Aber das ist doch ein Prozess ... und kein Schalter den ich einfach umlegen kann, oder? Was passiert in der Zwischenzeit? Wie kann der Prozess aussehen? Dabei meine ich nicht jeder für sich, sondern den Umgang miteinander .... Es wurde ein Keil in die gemeinsame Beziehung gesetzt, den es gilt es entweder herauszuziehen oder mit ihm die Beziehung zu trennen. Drinnenbleiben sollte er meines Erachtens auf keinen Fall.

Und damit verabschiede ich mich aus der Diskussion an dieser Stelle ...
vielleicht führen wir sie an einem anderen Ort weiter ...
Alles Liebe
Vanessa
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Re: Und plötzlich brach meine Welt auseinander...

Post 87 im Thema

Beitrag von Newbie »

Hallo ihr Lieben,

wow, wie spannend! Eure Definitionen und Auffassungen von Liebe sind so unterschiedlich, aber allesamt interessant und einfach so vielfältig, ich denke, so vielfältig, wie es auch wir Menschen nun mal sind. Auch, wenn das Thema etwas theoretisch und auch doch vielleicht philosophisch ist, fand ich den Austausch wirklich inspirierend. Ich genieße den Austausch hier mit euch wirklich sehr, denn ich merke innerlich, dass es etwas mit mir macht. Manchmal fange ich sofort an zu grübeln, manches "hallt" auch nach und ich zehre einige Wochen davon. Vielen herzlichen Dank dafür, es ist einfach eine Bereicherung.

Heute kam mein Schmus dann nach fünf Tagen dienstlicher Abwesenheit dann endlich zurück. Doch leider klang der gestrige Tag noch ordentlich nach und wie sollte es anders sein: natürlich zofften wir uns hier richtig weiter. Dinge wie "Hausverkauf" und "Trennung" sind gefallen. Ich versuchte mich stets an das unten genannte Bild von Frieda zu erinnern: wenn du aufgebracht bist, tue oder sage nichts. Ich versuchte meine Emotionen in Zaum zu halten und ich glaube Vanessa schrieb mal, dass es nichts bringt, sich Anschuldigungen und Vorwürfe um die Ohren zu hauen. An diese beiden Dinge musste ich denken und Ruhe bewahren, auch, wenn ich am liebsten richtig an die Decke gegangen wäre. Irgendwie konnten wir uns dann beruhigen, wie wir die Kurve bekommen haben, weiß ich letztendlich gar nicht mehr.

Daniela fühlte sich schlecht, weil sie sich als Grund für die Zerstörung meiner Träume sah und als Grund, warum ich meine Pferde verkaufe.
Ich fühlte mich in der heutigen Diskussion bevormundet und über den Mund gefahren, weil mir das Recht genommen wurde selbst zu entscheiden, wann es für mich zu viel ist.
Ich muss dazu sagen, dass wir uns für gewöhnlich wirklich, wirklich selten streiten. Na klar gibt es auch mal Diskussionen und Sprüche wie "Du bist doof" fallen mal, aber das ist dann ein kurzer Moment des Ärgerns und dann war auch schnell alles gut. Aber wenn wir uns fetzen, dann geht es immer ins Eingemachte.
Gestern habe ich gesehen, dass es am 13.12. in Flensburg wieder ein Gruppentreffen gibt und da möchte ich zusammen mit meinem Schmus hin. Ich glaube, das wird uns gut tun.
Wer mich nicht leiden mag, muss halt noch ein bisschen an sich arbeiten...
Michi
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Re: Und plötzlich brach meine Welt auseinander...

Post 88 im Thema

Beitrag von Michi »

Jasmine hat geschrieben: Fr 29. Nov 2019, 07:23
MichiWell hat geschrieben: Do 28. Nov 2019, 23:16 ...............
Könntest du mal etwas genauer erklären, wie du das meinst, und wie diese echte, wahre Liebe deiner Meinung nach aussieht? :?
Ich bin der Meinung, man kann sie nicht beschreiben, meine Menalee und ich erleben sie.
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Liebe Jasmine,

das glaube ich euch beiden ohne zu zögern, denn ich sehe das immer wieder in euren Beiträgen. Ihr seid euch ohne Bedingungen, Forderungen oder Selbstverleugnung aufrichtig zugetan. Das finde ich unglaublich schön und wertvoll. Lasst euch mal von Herzen drücken. (dr)


Liebe Grüße
Michi
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
Michi
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Re: Und plötzlich brach meine Welt auseinander...

Post 89 im Thema

Beitrag von Michi »

Vicky_Rose hat geschrieben: Fr 29. Nov 2019, 08:18
MichiWell hat geschrieben: Do 28. Nov 2019, 23:16
Carry hat geschrieben: Do 28. Nov 2019, 13:13 Aber ich weiß auch, dass wir, als betroffene Partnerinnen, eine unglaubliche Chance bekommen haben....nämlich vielleicht eine Einsicht in das wahre Wesen der echten, der wahren Liebe zu bekommen....
Könntest du mal etwas genauer erklären, wie du das meinst, und wie diese echte, wahre Liebe deiner Meinung nach aussieht? :?
Ich bin zwar nicht Carry,
... doch mir scheint, du gibst für sie den edlen Ritter, der sich mit gezogenem Schwert furchtlos und opferbereit vor sie stellt. Offenbar hast du ihr eine eigenständige Antwort auf meine Frage nicht zugetraut. :roll:
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
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Re: Und plötzlich brach meine Welt auseinander...

Post 90 im Thema

Beitrag von Michi »

Carry hat geschrieben: Fr 29. Nov 2019, 09:59
Vicky_Rose hat geschrieben: Fr 29. Nov 2019, 08:18 Ich bin zwar nicht Carry, aber ich möchte trotzdem einen Versuch wagen. Die Basis steht in wunderbaren Worten, wie sie Khalil Gibran in seinem Gedicht, Von Der Liebe, beschreibt.
Perfekt! Danke Dir, dass Du "eingesprungen" bist! (yes) Ich habe Deinen Post erst gesehen, nachdem ich meinen gerade verfasst habe...
(zeitung) Wer's glaubt --> (nico)
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
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