Moinsen
Aria hat geschrieben: Fr 25. Okt 2019, 18:20
Da ich dich aber nicht so gut kenne, wie besagte Frauen, ich dich aber nicht leiden sehen mag, rate ich dir genau das. Am Ende ist es aber immer noch deine Entscheidung: Ein Schrecken ohne Ende oder ein Ende mit Schrecken.
Naja, ich habe ja nun schon mehrmals darauf hingewiesen, das ich hochsensibel bin und meine Gefühle zeitlebens schlecht in den Griff bekommen habe. Deswegen bringen mir auch solche Ansätze wie "mach nen Haken dran" oder "deine Entscheidung.." nichts.
Es ist keine Entscheidung. Ich kann nicht entscheiden wie ich empfinde. Es kann ja sein, das die meisten Menschen ihre Gefühle derartig im Griff haben. Ich hab das aber nicht. Ich kann das nicht. Ich bin anders und das war schon immer so... Ich bin froh das ich mich inzwischen wieder halbwegs gefangen habe und mir nicht bei jedem Gedanken an sie die Tränen verkneifen muss.
Allerdings reicht der Flügelschlag eines Schmetterlings um mich emotional wieder völlig entgleisen zu lassen. Ich hab Freitag Abend noch kurz bei FB reingeschaut und blickte ihr plötzlich direkt in die Augen, da sie gerade ihr Profilbild aktualisiert hatte und dieses Bild nun ganz oben in meiner Timeline stand. Und das reichte schon aus, das ich die halbe Nacht nicht zur Ruhe kam.
Vielleicht habt ihr nun einen besseren Eindruck davon, wie ich ticke.
Lisa-Weber hat geschrieben: Fr 25. Okt 2019, 18:48
Ich muss sagen so weh es auch tut - Aria hat Recht.
Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.
Von dir hatte ich jetzt irgendwie mehr Verständnis erwartet, da du doch selbst gerade in so einem emotionalen Dilemma steckst... Oder kannst du diese Gefühle für Vanessa mal eben ausschalten?
Aria hat geschrieben: Fr 25. Okt 2019, 18:20
Genau, die haben dir das nicht gesagt, weil die wissen, wie du drauf reagieren wirst und, dass das bei dir wahrscheinlich nicht gut ankommt.
Das ist nicht der Grund. Ich hab ja in verschiedenen Threads schon mal drauf hingewiesen, das für mich die Sozialisation ein wichtiges Thema ist, deswegen "plaudere" ich jetzt mal aus dem Nähkästchen.
Frauen denken eher nicht lösungsorientiert, sie helfen einfach durch Zuhören, Zuspruch, versuchen einen emotional zu unterstützen und zu trösten. Einen wieder aufzubauen.
Einfach gesagt, sie lösen dein Problem nicht, aber sie helfen dir beim Tragen
Männer denken eher lösungsorientiert. Du leidest wegen Person X, dann trenn dich doch "einfach"! Fertig.
Das meine ich grundsätzlich, es kommt natürlich auf die Situation an, aber Ausnahmen bestätigen die Regel.
Wenn z.B. eine Frau einer anderen Frau erzählt, das sie sich immer über eine Kollegin ärgert, die sie jeden Tag zur selben Zeit in der Küche trifft, weil sie sich da immer einen Kaffee holt, würde die andere Frau auf den Ärger eingehen.
Erzählt die selbe Frau einem Mann, das sie sich immer über die Kollegin in der Küche ärgert, würde der Mann vermutlich antworten: Dann hol dir deinen Kaffee halt wann anders. Problem -> Lösung.
Frauen wollen aber häufig nicht, das jemand anders ihre Probleme löst. Sie möchten Verständnis für ihre Situation (in dem Fall ihren Ärger).
Ist meine persönliche Beobachtung. Ich habe diese "Denke" wenn mir eine Frau von einem Problem erzählt, ihr gleich mit nem Lösungsvorschlag zu kommen, inzwischen ganz gut abgestellt und konzentriere mich nun mehr auf Verständnis und Anteilnahme. Wenn diejenige dann nämlich einen Lösungsvorschlag haben möchte, äußerst sie das in der Regel von allein.
Jedenfalls ist aus meiner Sicht das der Grund, warum mir geborene Frauen eben nie mit solchen Vorschlägen kommen würden...
Sorry. Wie gesagt, meine persönliche Beobachtung.
Durch meine Hochsensiblität nehme ich meine Umwelt sehr viel detailierter wahr. Normalerweise filtert das Gehirn ja jede Menge selbständig raus. Das funktioniert bei mir nicht so gut, deswegen versuche ich z.B. mit Musik im Ohr wenn ich unterwegs bin, den äußeren Zufluss zu steuern. Das mache ich z.B. auch wenn ich mich auf etwas konzentrieren muss, damit ich nicht zu viel von außen abgelenkt werde.
Naja und deswegen fallen mir dann auch solche Unterschiede, wie oben beschrieben, auf. Hat eben nicht nur Nachteile meine Gabe
Und meine Beobachtungen nutze ich dann für meine eigene Sozialisation...
Grüße
die Anja