Nicole Doll hat geschrieben: So 20. Okt 2019, 13:08
Hallo Marie,
dann drehen wir es doch noch einmal herum: Wenn ich das Gefühl habe in meinem Umfeld völlig fehl am Platze zu sein und keine Anerkennung zu erfahren, habe ich doch nur wenig oder keine Bereitschaft für irgend etwas in diesem Umfeld Verantwortung zu übernehmen. Dann sollen die anderen doch ihren Sch.. alleine machen. Für diese Einsicht wurde hier im Forum schon ADS "diagnostiziert". Von den Symptomen her ist es sicherlich ADS. Die Belange der Gemeinschaft gehen mir nur schrecklich auf die Nerven, und ich wende mich durch Unaufmerksamkeit von ihnen ab.
Wenn ich aber beispielsweise unter dem Druck der Allgemeinheit die Verantwortung auf mich nehme eine Familie zu Gründen, dieses Lebensmodell für mich aber nicht funktioniert, übernehme ich Verantwortung für etwas, das ich nicht verantworten kann. Folge: die Sache überfordert mich, ich halte den Druck nicht mehr aus, werde unaufmerksam und schiebe alles nur noch von mir weg. Ist es da nicht sinnvoller und verantwortungsvoller sich ein anderes Lebensmodell zu suchen? - Dumm ist es dann nur, wenn man keine Alternative kennt oder findet. Dann beginnt man nämlich sein ganzes Leben vor sich her zu schieben, bis man irgendwann panisch feststellt, dass einem bereits die meiste Zeit davon gelaufen ist.
Hallo Nicole,
ich möchte dir hier auch noch gerne antworten..
das mit der Anerkennung erfahren oder das Gefühl nicht wahrgenommen zu werden ist nicht schön,
gar nicht und ich habe mich da auch noch nicht ganz davon gelöst. Ob ich das jemals schaffe
weiss ich nicht mal, aber ich gebe mir deshalb darin Mühe weil mir so Leiden erspart bleibt.
Deswegen sind mir aber alle anderen die in dem gleichen Sumpf hängen nicht egal, sondern die
armen Wesen die nicht auf einem bestimmten Stand sind, haben einfach mein Mitgefühl.
Zu deinem 2ten Absatz-mir ging es nicht um Lebensmodelle die angenommen oder abgelehnt werden.
Ich würde auch niemand meines oder unseres (also das von meiner Liebsten und mir) überstülpen.
Dazu hab ich weder das Recht, noch das Wissen um die Person.
Die Sache mit der Zeit...ich hatte das Gedicht schon mal hier irgendwo gepostet..aber das macht nichts
Meine Seele hat es eilig
"‹"‹"Ich zählte meine Jahre und entdeckte, dass mir weniger Lebenszeit bleibt als die, die ich bereits durchlebte.
"‹Ich fühle mich wie jenes Kind, das eine Packung Süßigkeiten gewann: Die ersten aß es mit Vergnügen, doch als es merkte, dass nur noch wenige übrig waren, begann es sie wirklich zu genießen.
"‹Ich habe keine Zeit mehr für unendliche Konferenzen, wo man Statuten, Normen, Verfahren und interne Vorschriften diskutiert; wissend, das "‹nichts erreich"‹t wird.
"‹Ich habe keine Zeit mehr, absurde Menschen zu ertragen, die "‹ungeachtet ihres "‹Alters nicht gewachsen sind.
"‹Ich habe keine Zeit mehr, mit Mittelmäßigkeiten zu kämpfen.
"‹Ich will nicht in "‹Meetings sein, wo aufgeblähte Egos "‹aufmarschieren.
"‹Ich vertrage keine Manipulierer und Opportunisten.
"‹Mich stören die Neider, die versuchen, Fähigere in Verruf zu bringen, um sich ihrer Stellen, Talente und Erfolge zu bemächtigen.
"‹Die Menschen, die keine Inhalte diskutieren, sondern kaum die "‹Titel.
"‹Meine Zeit ist zu knapp, um Überschriften zu diskutieren.
"‹Ich "‹will das Wesentliche, denn meine Seele hat es eilig.
"‹Ohne viele Süßigkeiten in der Packung...
"‹Ich möchte neben Menschen "‹leben, die sehr menschlich sind.
"‹Die über ihre Fehler lachen können.
"‹Die sich auf ihre Erfolge nichts einbilden.
"‹Die sich nicht vorzeitig berufen fühlen.
"‹Die nicht vor ihren Verantwortungen fliehen.
"‹Die die menschliche Würde verteidigen.
"‹Und die nur an der Seite "‹"‹der Wahrheit und Rechtschaffenheit gehen möchten.
"‹Das Wesentliche ist das, was das Leben lohnenswert macht.
"‹Ich möchte mich mit Menschen umgeben, die das Herz anderer "‹zu berühren wissen.
"‹Menschen, denen die harten Stöße des Lebens beibrachten zu wachsen "‹"‹mit sanften Berührungen der Seele.
"‹Ja ... ich habe es eilig ... um mit der Intensität zu leben, die nur die Reife geben kann.
"‹Ich versuche, keine der Süßigkeiten zu verschwenden, die mir noch bleiben.
"‹Ich bin sicher, dass sie köstlicher sein werden als die, die ich bereits gegessen habe.
"‹Mein Ziel ist, das Ende zufrieden zu erreichen - in Frieden mit mir, meinen Liebsten und meinem Gewissen.
"‹Wir haben zwei Leben und das zweite beginnt, wenn du merkst, dass du nur eines hast."
Ricardo Gondim
Alles Liebe Marie

Fang an. Schritt für Schritt. Denn Mut wächst im Tun. Jeder kleine Schritt zählt – auch der unperfekte.