Mein Reise (MTF) / Gefühle / Gedanken / Entscheidungen - # 9
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ExuserIn-2019-12-22
Re: Mein Reise (MTF) / Gefühle / Gedanken / Entscheidungen
Siehst du, und so scheiden sich die Meinungen. Ich habe keinen Soll zu erfüllen.
Und ein adoptiertes Kind wird gleichwertig mein Kind sein. Auch wenn die Blutlinie eine Andere ist.
Ich würde meine Seele verkaufen um in mir ein Kind heranwachsen zu spüren.
Und ein adoptiertes Kind wird gleichwertig mein Kind sein. Auch wenn die Blutlinie eine Andere ist.
Ich würde meine Seele verkaufen um in mir ein Kind heranwachsen zu spüren.
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Astrid_M
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Re: Mein Reise (MTF) / Gefühle / Gedanken / Entscheidungen
Verstehe ich voll und ganz. Das mit der Abstammung wäre für mich auch Nebensache.Keks-Marie hat geschrieben: Di 15. Okt 2019, 01:00 Siehst du, und so scheiden sich die Meinungen. Ich habe keinen Soll zu erfüllen.
Und ein adoptiertes Kind wird gleichwertig mein Kind sein. Auch wenn die Blutlinie eine Andere ist.
Falls du diesen Seelenhändler triffst, gibt mir BescheidIch würde meine Seele verkaufen um in mir ein Kind heranwachsen zu spüren.
Obwohl: inzwischen fühle ich mich ein wenig zu alt für diese Aufgabe und ein verläßlicher Partner würde mir auch noch fehlen ...
Grüße,
Astrid
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Jaddy
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Re: Mein Reise (MTF) / Gefühle / Gedanken / Entscheidungen
Mein Bunny und ich haben uns gegen eigene Kinder entschieden. Irgendwann zwischendurch wären wir mal knapp soweit gewesen, aber nein, es entspricht uns einfach nicht.
Wir haben uns stattdessen auf "soziale Vererbung" verlegt
Wir haben uns stattdessen auf "soziale Vererbung" verlegt
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ExuserIn-2019-12-22
Re: Mein Reise (MTF) / Gefühle / Gedanken / Entscheidungen
Um meinen Nachlass mache ich mir erst Gedanken wenn ich Kinder habe.
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Lavendellöwin
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Re: Mein Reise (MTF) / Gefühle / Gedanken / Entscheidungen
Genauso ist es...besser hätte ich es in aller Kürze auch nicht schreiben können...Keks-Marie hat geschrieben: Di 15. Okt 2019, 01:00 ch würde meine Seele verkaufen um in mir ein Kind heranwachsen zu spüren.
..und hat mein Bruder schon, wenn du es so sehen möchtest, Elly.Elizabeth hat geschrieben: Di 15. Okt 2019, 00:45 Der "Generationenvertrag" wäre erfüllt...: Auch gegenüber Eltern,... hättet ihr "Euer Soll erfüllt"
Aber ich möchte das nicht so sehen, ich hab kein Soll und einen "Vertrag" zu erfüllen habe ich auch
nicht-denn die Vorgängergenerationen haben mir eine weitgehend "angegriffene" Umwelt hinterlassen,
soll ich mich dafür auch noch bedanken? Nööö...
versteh das bitte nicht falsch und es gehört im Grund auch nicht hier her, aber da bin ich etwas empfindlich.
Alles Liebe Marie
Zuletzt geändert von Lavendellöwin am Di 15. Okt 2019, 12:54, insgesamt 1-mal geändert.
Fang an. Schritt für Schritt. Denn Mut wächst im Tun. Jeder kleine Schritt zählt – auch der unperfekte.
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ExuserIn-2019-12-22
Re: Mein Reise (MTF) / Gefühle / Gedanken / Entscheidungen
Wir sind da in beiden Punkten auf einer Wellenlänge.
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Jaddy
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Re: Mein Reise (MTF) / Gefühle / Gedanken / Entscheidungen
Vererbung meint in unserem dem Fall auch weniger Geld und Gene, sondern mehr Welt und Meme.Keks-Marie hat geschrieben: Di 15. Okt 2019, 11:09Um meinen Nachlass mache ich mir erst Gedanken wenn ich Kinder habe.
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ExuserIn-2019-12-22
Re: Mein Reise (MTF) / Gefühle / Gedanken / Entscheidungen
For the memes!Jaddy hat geschrieben: Di 15. Okt 2019, 13:03Vererbung meint in unserem dem Fall auch weniger Geld und Gene, sondern mehr Welt und Meme.Keks-Marie hat geschrieben: Di 15. Okt 2019, 11:09Um meinen Nachlass mache ich mir erst Gedanken wenn ich Kinder habe.
Diese werde ich auch vererben.
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ExuserIn-2019-12-22
Re: Mein Reise (MTF) / Gefühle / Gedanken / Entscheidungen
Eintrag 21 "Hallo Gehirn, lass das!"
Samstag, 25.Oktober 2019
Gefühle: "frustriert"
Ich bin wütend und frustriert - in letzter Zeit häufiger, obwohl ich die meiste Zeit glücklich bin...
Ich bin wütend auf mich selber. Und der Grund dafür ist recht einfach.
Ich weiß nicht wie ich es nennen soll und das ich dafür keine wirkliche Lösung finde frustriert mich.
Ist es wirkliche Angst die ich habe? Ist es Intoleranz? Oder ist es wie Jaddy es nennt Fremdscham.
Es ist jetzt zum zweiten Mal vor gekommen, wie ich aus unterbewusstem Selbstschutz versuche die "Feindrolle" den falschen Personen in die Schuhe zu schrieben.
Fall Nummer eins war mein Beitrag zu allem Schrillen und Bunten auf dem CSD. Ich bin nicht schrill, ich bin nicht bunt. Und aus einem Grund den ich mir nicht erklären kann, hatte ich ein Problem damit, dass anhand der vielen negativen Kommentaren in den Medien, dies schlecht für die Akzeptanz von trans* ist. Und somit schlecht für mich. Man musste mir erst die Augen öffnen, damit ich erkenne, dass die Bunten & Schrillen Besucher des CSD tolle und nette Menschen sind. Die ein Recht darauf haben schrill und Bunt zu sein. Den Tag zu genießen, dem Alltag zu entfliehen. Ja, sogar auch bewusst zu provozieren.
Fall Nummer zwei war die Toilettenfrage. Es ist für mich immer wieder eine Stresssituation wenn ich in der Öffentlichkeit auf Toilette muss. Ich habe kein gutes Passing. Und habe damit normal auch kein Problem. Aber in dieser Situation schon. Selber hatte ich noch nie negative Erfahrungen. Noch keine Frau hat mich an geschrien, ihr Pfefferspray gezückt, die Polizei gerufen oder mich mit ihrer Handtasche aus der Toilette geprügelt. Der Zuspruch in meinem Umfeld ist eigentlich groß. Ich hatte letztens auf Twitter die Diskussion mit zwei Herren bezüglich der Toilettenfrage. Und da sind paar unschöne Sachen geäußert worden.
Und aus dem gleichen Grund wie bei Fall eins, schränkt die Angst vor Ablehnung in diesem Fall mein Denken derart ein, dass es mir gar nicht möglich war über den Tellerrand zu blicken. Nicht die Besuche von Crossdressern und Transvestiten auf Damentoiletten sorgen dafür, dass ich in der Hinsicht diskriminiert werde. Sondern es ist die Einstellung der intoleranten Menschen, die dazu führt. Auch hier musste man mir erst wieder die Augen öffnen um meine Sichtweise zu ändern.
Dabei stand doch sogar für Monate in meiner Signatur, dass man die eigene Perspektive ändern muss, um die eigene Realität zu beeinflussen.
Wieso kann ich das nicht von mir aus?
Wieso muss man mir immer wieder in den Hintern treten, damit ich mal klar denken kann?
Das macht mich wütend.
Es sind die Dämonen in mir, die mein Denken beeinflussen.
Und diese Eigenart stört mich, sie passt nicht zu mir. Ich bin doch sonst nicht so!
Ich brauche eure Hilfe! Ich schaff das irgendwie nicht alleine. Diese negative Denkweise muss weg!
Ende Eintrag 21
PS: Für alle die meine geistigen Ergüsse in den sozialen Medien verfolgen möchten:
https://twitter.com/Salzkoenigin
Samstag, 25.Oktober 2019
Gefühle: "frustriert"
Ich bin wütend und frustriert - in letzter Zeit häufiger, obwohl ich die meiste Zeit glücklich bin...
Ich bin wütend auf mich selber. Und der Grund dafür ist recht einfach.
Ich weiß nicht wie ich es nennen soll und das ich dafür keine wirkliche Lösung finde frustriert mich.
Ist es wirkliche Angst die ich habe? Ist es Intoleranz? Oder ist es wie Jaddy es nennt Fremdscham.
Es ist jetzt zum zweiten Mal vor gekommen, wie ich aus unterbewusstem Selbstschutz versuche die "Feindrolle" den falschen Personen in die Schuhe zu schrieben.
Fall Nummer eins war mein Beitrag zu allem Schrillen und Bunten auf dem CSD. Ich bin nicht schrill, ich bin nicht bunt. Und aus einem Grund den ich mir nicht erklären kann, hatte ich ein Problem damit, dass anhand der vielen negativen Kommentaren in den Medien, dies schlecht für die Akzeptanz von trans* ist. Und somit schlecht für mich. Man musste mir erst die Augen öffnen, damit ich erkenne, dass die Bunten & Schrillen Besucher des CSD tolle und nette Menschen sind. Die ein Recht darauf haben schrill und Bunt zu sein. Den Tag zu genießen, dem Alltag zu entfliehen. Ja, sogar auch bewusst zu provozieren.
Fall Nummer zwei war die Toilettenfrage. Es ist für mich immer wieder eine Stresssituation wenn ich in der Öffentlichkeit auf Toilette muss. Ich habe kein gutes Passing. Und habe damit normal auch kein Problem. Aber in dieser Situation schon. Selber hatte ich noch nie negative Erfahrungen. Noch keine Frau hat mich an geschrien, ihr Pfefferspray gezückt, die Polizei gerufen oder mich mit ihrer Handtasche aus der Toilette geprügelt. Der Zuspruch in meinem Umfeld ist eigentlich groß. Ich hatte letztens auf Twitter die Diskussion mit zwei Herren bezüglich der Toilettenfrage. Und da sind paar unschöne Sachen geäußert worden.
Und aus dem gleichen Grund wie bei Fall eins, schränkt die Angst vor Ablehnung in diesem Fall mein Denken derart ein, dass es mir gar nicht möglich war über den Tellerrand zu blicken. Nicht die Besuche von Crossdressern und Transvestiten auf Damentoiletten sorgen dafür, dass ich in der Hinsicht diskriminiert werde. Sondern es ist die Einstellung der intoleranten Menschen, die dazu führt. Auch hier musste man mir erst wieder die Augen öffnen um meine Sichtweise zu ändern.
Dabei stand doch sogar für Monate in meiner Signatur, dass man die eigene Perspektive ändern muss, um die eigene Realität zu beeinflussen.
Wieso kann ich das nicht von mir aus?
Wieso muss man mir immer wieder in den Hintern treten, damit ich mal klar denken kann?
Das macht mich wütend.
Es sind die Dämonen in mir, die mein Denken beeinflussen.
Und diese Eigenart stört mich, sie passt nicht zu mir. Ich bin doch sonst nicht so!
Ich brauche eure Hilfe! Ich schaff das irgendwie nicht alleine. Diese negative Denkweise muss weg!
Ende Eintrag 21
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ExuserIn-2019-12-18
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Re: Mein Reise (MTF) / Gefühle / Gedanken / Entscheidungen
Hallo Marie,Keks-Marie hat geschrieben: Fr 25. Okt 2019, 23:54 Es sind die Dämonen in mir, die mein Denken beeinflussen.
Und diese Eigenart stört mich, sie passt nicht zu mir. Ich bin doch sonst nicht so!
Ich brauche eure Hilfe! Ich schaff das irgendwie nicht alleine. Diese negative Denkweise muss weg!
cool down ....
Du versuchst etwas zu bekämpfen, dass jeder von uns in sich trägt.
Meiner Meinung nach verschwendest Du gerade sehr viel Energie auf der Suche nach einem ideal, satt anzunehmen, was vor Dir liegt.
Es geht vielleicht gar nicht darum, etwas abzuschaffen, sondern, sich etwas bewusst zu machen. "Et voila" ... das hast Du gerade hier gemacht.
Sei also nicht so streng mit Dir und reflektiere einfach öfter die Dinge. Das ist alles .... glaube ich.
Liebe Grüße
Vanessa
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ExuserIn-2019-12-22
Re: Mein Reise (MTF) / Gefühle / Gedanken / Entscheidungen
Ich danke dir für deine Antwort Vanessa,
Nur ich sehe da nicht die Lösung für mich.
Mir ist schon sehr lange bewusst was mein Problem ist.
Ich nenne sie Dämonen. Meine tiefsten Ängste und Sehnsüchte.
Und alle diese beeinflussen sich gegenseitig und verstärken sich.
Angst #1: Ablehnung
Angst #2: Einsamkeit
Sehnsucht #1: Liebe in all ihren Formen.
Mein Problem ist es nicht trans* zu sein. Sondern die Angst irgendwann einsam und alleine da zu stehen. Eine unbegründete Angst, wie ich selber weiß, denn ich bin kontaktfreudig und ich habe sehr enge Freunde und eine Familie die hinter mir steht. Aber ich verschließe mich vor schönen Momenten und mache mir damit selber das Leben schwer. Meine Ängste sorgten dafür, dass ich mich über 20 Jahre gequält habe. Das ich es gehasst habe trans* zu sein, dass ich "normal" sein wollte. Ich war so verbissen darin eine rationale Erklärung zu suchen um mich rechtfertigen zu können. Nur aus Angst auf Ablehnung zu stoßen. Das Freunde und Familie sich abwenden und ich am Ende alleine da stehe.
Ich habe meine Gefühle Jahrzehnte unterdrückt und nicht zugelassen. Ich musste den Mann spielen in meiner Ansicht. Und nur ganz wenige Menschen haben dann oft ganz viel Emotionen auf einmal bekommen, wenn es mir schlecht ging.
Ich habe mich distanziert von Personen die mir ihre Zuneigung gestanden haben. Ja sogar von meiner Familie. Das Verhältnis war kühl. Erst mein Outing brachte uns wieder zusammen...
Aber ich vermisse etwas, was Freunde und Familie mir in dieser Form nicht geben können. Oder nicht in der Intensität welche ich mir wünsche.
Ich habe keinen gegenseitigen Pol der mich anzieht, ich habe keinen sicheren Hafen in welchem in anlegen kann wenn es mir gerade mal wieder nicht gut geht.
Keine Schulter zum anlehnen. Ja, körperlicher Kontakt ist mir fremd. Ich wirke kalt und distanziert.
Ich brauche jemanden, der oder die mich an die Hand nimmt und mir einfach sagt: "Komm schon, wir machen das jetzt einfach!" Jemanden, der oder die mich in den Arm nimmt und einfach mal sagt: "Alles wird gut!"
Eine Person, welche mir das Gefühl gibt begehrenswert zu sein.
Aktuell werden diese Sachen teilweise von Freunden übernommen. Aber auch hier im Forum gibt es eine Person, welche immer ein offenes Ohr für meinen Bullshit hat, welche mir ab und an mal einen Tritt in den Hintern gibt, aber auch mal die Hand reicht und mir auf hilft, wenn mich negative Gedanken plagen.
Was erzeugt diese Ängste? Ist es fehlendes Selbstvertrauen, ein verzerrtes Selbstwertgefühl?
Aber ich habe doch Selbstvertrauen, Mut und ich kann auch im Mittelpunkt stehen.
Ich habe doch klare Ziele und arbeite auf diese hin. Ich habe Perspektiven und Möglichkeiten. Jetzt muss ich nur noch meine Dämonen besiegen.
Und dieser Kampf kostet mich sehr viel Energie. Energie welche ich zur Zeit nicht habe, weil ich mir auch Sorgen um gewisse Sachen mache und weil auch ich noch ein Leben zu managen habe. In der Sache gibt es keinen Kompromiss, kein miteinander klar kommen. Wenn ich diese Ängste nicht ablegen kann, werde ich nie richtig glücklich und zufrieden, weil auch in den vielen schönen Momenten die ich in letzter Zeit hatte sind es Kleinigkeiten, welche diese Dämonen aus ihrem Schlaf wecken. Und welche dann ein paar Stunden, oder auch Tage wieder mein denken, handeln und Leben beeinflussen.
Nur ich sehe da nicht die Lösung für mich.
Mir ist schon sehr lange bewusst was mein Problem ist.
Ich nenne sie Dämonen. Meine tiefsten Ängste und Sehnsüchte.
Und alle diese beeinflussen sich gegenseitig und verstärken sich.
Angst #1: Ablehnung
Angst #2: Einsamkeit
Sehnsucht #1: Liebe in all ihren Formen.
Mein Problem ist es nicht trans* zu sein. Sondern die Angst irgendwann einsam und alleine da zu stehen. Eine unbegründete Angst, wie ich selber weiß, denn ich bin kontaktfreudig und ich habe sehr enge Freunde und eine Familie die hinter mir steht. Aber ich verschließe mich vor schönen Momenten und mache mir damit selber das Leben schwer. Meine Ängste sorgten dafür, dass ich mich über 20 Jahre gequält habe. Das ich es gehasst habe trans* zu sein, dass ich "normal" sein wollte. Ich war so verbissen darin eine rationale Erklärung zu suchen um mich rechtfertigen zu können. Nur aus Angst auf Ablehnung zu stoßen. Das Freunde und Familie sich abwenden und ich am Ende alleine da stehe.
Ich habe meine Gefühle Jahrzehnte unterdrückt und nicht zugelassen. Ich musste den Mann spielen in meiner Ansicht. Und nur ganz wenige Menschen haben dann oft ganz viel Emotionen auf einmal bekommen, wenn es mir schlecht ging.
Ich habe mich distanziert von Personen die mir ihre Zuneigung gestanden haben. Ja sogar von meiner Familie. Das Verhältnis war kühl. Erst mein Outing brachte uns wieder zusammen...
Aber ich vermisse etwas, was Freunde und Familie mir in dieser Form nicht geben können. Oder nicht in der Intensität welche ich mir wünsche.
Ich habe keinen gegenseitigen Pol der mich anzieht, ich habe keinen sicheren Hafen in welchem in anlegen kann wenn es mir gerade mal wieder nicht gut geht.
Keine Schulter zum anlehnen. Ja, körperlicher Kontakt ist mir fremd. Ich wirke kalt und distanziert.
Ich brauche jemanden, der oder die mich an die Hand nimmt und mir einfach sagt: "Komm schon, wir machen das jetzt einfach!" Jemanden, der oder die mich in den Arm nimmt und einfach mal sagt: "Alles wird gut!"
Eine Person, welche mir das Gefühl gibt begehrenswert zu sein.
Aktuell werden diese Sachen teilweise von Freunden übernommen. Aber auch hier im Forum gibt es eine Person, welche immer ein offenes Ohr für meinen Bullshit hat, welche mir ab und an mal einen Tritt in den Hintern gibt, aber auch mal die Hand reicht und mir auf hilft, wenn mich negative Gedanken plagen.
Was erzeugt diese Ängste? Ist es fehlendes Selbstvertrauen, ein verzerrtes Selbstwertgefühl?
Aber ich habe doch Selbstvertrauen, Mut und ich kann auch im Mittelpunkt stehen.
Ich habe doch klare Ziele und arbeite auf diese hin. Ich habe Perspektiven und Möglichkeiten. Jetzt muss ich nur noch meine Dämonen besiegen.
Und dieser Kampf kostet mich sehr viel Energie. Energie welche ich zur Zeit nicht habe, weil ich mir auch Sorgen um gewisse Sachen mache und weil auch ich noch ein Leben zu managen habe. In der Sache gibt es keinen Kompromiss, kein miteinander klar kommen. Wenn ich diese Ängste nicht ablegen kann, werde ich nie richtig glücklich und zufrieden, weil auch in den vielen schönen Momenten die ich in letzter Zeit hatte sind es Kleinigkeiten, welche diese Dämonen aus ihrem Schlaf wecken. Und welche dann ein paar Stunden, oder auch Tage wieder mein denken, handeln und Leben beeinflussen.
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Jaddy
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Re: Mein Reise (MTF) / Gefühle / Gedanken / Entscheidungen
Das Wort Dämonen hat mich gleich aufmerksam gemacht. Es gibt einen Therapieansatz, der sich "Den Dämonen Nahrung geben" nennt. Hintergrund - und da sind sich die verschiedenen Therapieformen ziemlich einig: Alles, was du als unerwünschte, negative Aspekte an dir bewertest, war zu irgendeinem Zeitpunkt mal sinnvoll und der einzige, dir damals mögliche Weg, mit bestimmten Dingen umzugehen. Dieser Mechanismus, dieser "Dämon", hat sich eingerichtet und versucht immer noch, dich auf die gleiche Art und Weise zu beschützen. Sprich: Der Dämon will eigentlich ein guter Geist sein. So ein bisschen wie Dobby, der Harry beschützen möchte, ihn aber mit seinen Aktionen nur in noch größere Schwierigkeiten bringt, oder der Anstandsdroid in Spaceballs mit dem "Jungfrauenalarm".
("Dämon" mal in Tüddelchen gedacht, denn wir wissen, dass es kein "echter" Dämon ist. Aber das Konzept eignet sich, um aus dem abstrakten Ärgernis etwas greifbares zu machen)
"Den Dämonen Nahrung geben" und andere, ähnliche Methoden akzeptieren seine Existenz und seinen "Wunsch" erstmal und versuchen eine Kommuikation mit dem "Dämon". Im "Gespräch" mit ihm geht es dann darum, die gegenseitige Beziehung zu verstehen und quasi neu auszuhandeln. Das Ziel ist, aus dem vermeintlichen Gegner, der uns an unserem Glück hindert, einen Verbündeten zu machen.
Das ganze funktioniert in der Regel mit mehr oder weniger tranceartiger Aktivierung unbewusster Bilder und Gefühle, an die wir beim rationalen Denken nicht so herankommen. Es ist keineswegs esoterisch, keine Hypnose oder so, auch wenn man bei einigen Praktiker"¢innen etwas Schwurbelei überhören muss.
Vielleicht hilft dir die Idee ein bisschen. Praktiker"¢innen für diese und andere Methoden liessen sich finden, falls du Bedarf hast.
("Dämon" mal in Tüddelchen gedacht, denn wir wissen, dass es kein "echter" Dämon ist. Aber das Konzept eignet sich, um aus dem abstrakten Ärgernis etwas greifbares zu machen)
"Den Dämonen Nahrung geben" und andere, ähnliche Methoden akzeptieren seine Existenz und seinen "Wunsch" erstmal und versuchen eine Kommuikation mit dem "Dämon". Im "Gespräch" mit ihm geht es dann darum, die gegenseitige Beziehung zu verstehen und quasi neu auszuhandeln. Das Ziel ist, aus dem vermeintlichen Gegner, der uns an unserem Glück hindert, einen Verbündeten zu machen.
Das ganze funktioniert in der Regel mit mehr oder weniger tranceartiger Aktivierung unbewusster Bilder und Gefühle, an die wir beim rationalen Denken nicht so herankommen. Es ist keineswegs esoterisch, keine Hypnose oder so, auch wenn man bei einigen Praktiker"¢innen etwas Schwurbelei überhören muss.
Vielleicht hilft dir die Idee ein bisschen. Praktiker"¢innen für diese und andere Methoden liessen sich finden, falls du Bedarf hast.
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ExuserIn-2019-12-22
Re: Mein Reise (MTF) / Gefühle / Gedanken / Entscheidungen
Ich hoffe meine Dämonen verhungern!
Ich weiß meine Ängste sind unbegründet. Aber ich werde sie dennoch nicht los...
Ich weiß meine Ängste sind unbegründet. Aber ich werde sie dennoch nicht los...
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ExuserIn-2019-12-22
Re: Mein Reise (MTF) / Gefühle / Gedanken / Entscheidungen
Ungeordnete Gedanken:
Es ist ein Loch in mir, entstanden aus einer Zeit in der ein kleines verunsichertes Mädchen nicht die Fürsorge erhalten hat die es gebraucht hätte, stattdessen musste sie alles herunter schlucken, überspielen und schnell erwachsen werden.
ich fühle mich zunehmend unwohl... Nicht weil ich trans bin...
Ich habe mit besten Absichten versucht für die Allgemeinheit etwas zu machen. Schade wenn das so falsch verstanden wird und man in einem Forum nicht mehr seine Gedanken austauschen kann, ohne jedes Mal Angst zu haben auf Unverständnis zu stoßen.
Ich brauche Urlaub
Es ist ein Loch in mir, entstanden aus einer Zeit in der ein kleines verunsichertes Mädchen nicht die Fürsorge erhalten hat die es gebraucht hätte, stattdessen musste sie alles herunter schlucken, überspielen und schnell erwachsen werden.
ich fühle mich zunehmend unwohl... Nicht weil ich trans bin...
Ich habe mit besten Absichten versucht für die Allgemeinheit etwas zu machen. Schade wenn das so falsch verstanden wird und man in einem Forum nicht mehr seine Gedanken austauschen kann, ohne jedes Mal Angst zu haben auf Unverständnis zu stoßen.
Ich brauche Urlaub
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Engelchen
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- Registriert: Fr 7. Jun 2019, 17:03
- Geschlecht: Weiblich
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Re: Mein Reise (MTF) / Gefühle / Gedanken / Entscheidungen
Liebe Marie,Keks-Marie hat geschrieben: Fr 15. Nov 2019, 10:51 Ich habe mit besten Absichten versucht für die Allgemeinheit etwas zu machen. Schade wenn das so falsch verstanden wird und man in einem Forum nicht mehr seine Gedanken austauschen kann, ohne jedes Mal Angst zu haben auf Unverständnis zu stoßen.
Ich brauche Urlaub
wir alle brauchen ab und an eine Auszeit.
Aber nimm dir nicht immer alles so zu Herzen.
Du hast es immer gut gemeint und deine Meinung vertreten.
Dabei schießen wir (mich eingeschlossen) manchmal über das Ziel hinaus.
Und man muss auch akzeptieren das es andere auch anders sehen, dann ist es halt so.
Ich schätze dich und deine Beiträge
Liebe Grüße
Lisa
Liebe geben und offen sein für Neues