Mutter eines Crossdressers...wie unterstütze ich mein Kind
Mutter eines Crossdressers...wie unterstütze ich mein Kind - # 2

Henning
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Re: Mutter eines Crossdressers...wie unterstütze ich mein Kind

Post 16 im Thema

Beitrag von Henning »

Moin erstmal,

ich finde es total schön, dass du deinen Sohn da so unterstützt.
Auch finde ich es gut, dass du gefragt hast wie du ihn ansprechen bzw, nennen sollst.
Sowas ist für die Person selbst glaube ich ziemlich wichtig.
Ich freue ich z.B. auch immer sehr wenn jemand fragt : wie soll man dich ansprechen?
Dann weiß ich dass die Person mich respektiert und ich ihr wichtig bin.

Was das mit der Kleidung betrifft ist selbst nähen, bzw. schneidern sicher eine gute Lösung wenn es um die Passform geht.
So kann man die Schnitte sehr gut anpassen. Einkaufen gehen wäre aber glaube ich auch eine sehr gute und schöne Sache vorallem wenn es vielleicht auch um Bhs geht, Schuhe oder ähnliches.

Ich gehe auch immer gerne auf den Kleidertausch bei mir in der Stadt (da kostet allein einfach nix, ich weiß nicht ob ihr sowas auch habt ) oder schaue Second Hand, da findet man oft total coole Sachen die nicht so teuer kommen und man kann sich dann manchmal sogar gleich eine ganze Tüte voll Zeug leisten mit Sachen die sonst so gut wie niemand sonst hat.

Zum Entfernen der Körperbehaarung kann man unterschiedliches versuchen. Manches tut weh anderes nicht.
Rasieren müsste man denke ich recht oft , Wachs oder Epilation tut weh.
Ich hatte früher mal Enthaarungscreme. Ist allerdings ziemliche Chemie und man muss schauen ,wie man es verträgt.
Das entfernt die Haare dann doch recht gründlich und es wächst auch nicht sofort wieder nach. War zumindest ei mir so aber ich bin auch versehentlich als Bio-Frau auf die Welt gekommen.

( mittlerweile Behalte ich meine Haare überall aufgrund meinens männlichen Ichs und bin froh das alles nicht mehr machen zu müssen aber das ist ja jetzt hier erstmal egal. Darum geht es ja nicht :) )

Liebe Grüße, Maverick
Let's get one thing straight: I'm not !
rhoody
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Re: Mutter eines Crossdressers...wie unterstütze ich mein Kind

Post 17 im Thema

Beitrag von rhoody »

Hallo Ihr Lieben, danke für Eure Antworten.
Es bewegt sich so einiges , langsam, aber kontinuierlich.
Die Wahngeschichte scheint abgehakt zu sein.
Allerdings wird er jetzt seine Lehrstelle aufgegeben. Ich habe nun alles in Bewegung gesetzt um einen Teilzeitausbildungsplatz zu bekommen. Behörden....🙄🙄🙄
Natürlich, aber auch das wird noch überwunden. Er kann dann auf halbe Kraft weiterhin seine Ausbildung machen. Ich hoffe, das klappt. Gesundheit geht vor.

Ihr hattet recht, dass mit Weihnachten war keine gute Idee.
Wir waren aber neulich einkaufen, bei einem Discounter. Eigentlich nur Lebendsmittel, aber da gab es runtergesetzt so einiges. Damenshirts, lange Röcke, Strumpfhosen usw. Er hat dann so einiges in den Wagen gelegt.
Er war da sehr aufgeregt. Ich habe das nicht so bemerkt. Hatte die Sachen rausgekommen und mir angehalten und ihm gesagt, ob es passen würde oder nicht. (Also was mir passt , passt ihm auch)
An der Kasse, hat er dann Lebendsmittel und Nonfood getrennt. Zählt seine Lebendsmittel und ich Pack so weiter ein. Die Kassiererin sagt den Betrag für die Klamotten und er lässt mich da stehen. 🤔🤔 Ich habe es im ersten Moment gar nicht gecheckt, dass ich bezahlen sollte.... ich hab dann nach dem es Klick gemacht habe bezahlt.
Ich war total irirritiert . Hää....wieso das denn. ....
Also manchmal bin ich auch ein Trampel.
Im Auto habe ich ihm nochmal gesagt, dass wenn er im Discounter was kauft, niemand darüber nachdenkt, für wen das ist. Kann ja für Freundin, Schwester oder sonst wen sein.
Aber er war da natürlich aufgeregt. War ja sein erstes mal Frauenkleidungskauf. Ich habe mir ihm im Laden über Strumpfhosen gesprochen, die Größen, da war eine in M. Ich habe Gr. 38 und trage aber lieber eine Nr. größer. Da war eine in 44 und ich fand die Farbe toll. Und fragte, ob die mir wohl passen würde. (So haben wir immer miteinander gesprochen) er dachte aber, ich meinte, die sollte für ihn sein. War ihm unangenehm. Er packte sie schnell in den Einkaufswagen. Mist....nun hat er die und ich nicht. 😭 klares Komunikationsproblem...die wollte ich...
Nun denn, er hat jetzt ein paar schöne Sachen (und meine Strumpfhose) . Hoffentlich passen sie ihm.

Nun meine nächste Frage an Euch:

Ist es wichtiger oder schöner für Euch Kleidung zu kaufen, oder wäre es genauso schön, wenn die Sachen genäht werden?
Ich habe so das Gefühl, dass er Damenkleidung eher als Damenkleidung empfindet, wenn er sie kauft, anstatt dass sie selbstgemacht werden.
Der Rock....war okay ...aber von der Qualität...knistert leicht und wird sich schnell verwaschen...
🤭meine Schneiderseele quietscht...

Liebe Grüße
Helga
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Re: Mutter eines Crossdressers...wie unterstütze ich mein Kind

Post 18 im Thema

Beitrag von Helga »

Hallo Rhoody,
Kleidung kaufen ist immer schöner, auch wenn die Qualität teilweise sehr zweifelhaft ist. Allein die Anprobe im Laden ist ein besonderes Erlebnis.
Aber wieder die Bitte: nicht drängen, die Initiative muss bei ihm bleiben. Nach deiner Erzählung glaube ich aber nicht dass er tatsächlich schon soweit ist. Strumpfhosen und Rock sind völlig ausreichend für die ersten Versuche und Erfahrungen. Dass der Rock raschelig ist eher von Vorteil, steigert das sinnliche Empfinden, ob er so oft getragen wird dass tatsächlich mehrere Wäschen notwendig werden steht in den Sternen.
Wenn ihr die gleiche Größe habt bietet sich folgendes an: Miste einfach mal deinen Kleiderschrank aus, steck die aussortieren Klamotten in einen Muellsack und bitte ihn diesen in einen Altkleidercontainer zu werfen. Falls so ein Container direkt vor deinem Haus steht gib ihm eine Begründung warum die Kleider dort nicht hinein sollen (der Aufsteller ist in schräge Machenschaften verwickelt, der Container wird von komischen Typen durchwuehlt...) dein Sohn soll einen Grund haben den Sack ins Auto zu werfen oder im Bus mitzunehmen. Was er dann damit macht kann er frei entscheiden, ebenso frei entscheiden kann er ob du jemals erfährst was er mit dem Sack gemacht hat. Sei aber bitte nicht enttäuscht wenn die Kleider tatsächlich im Container landen.
Dies wäre ein Weg ihn zu unterstützen, ihm aber gleichzeitig die Initiative zu lassen.
Einschub: Als ich Mitte 20 war hat meine Mutter, die damals auf dem Lande wohnte mir drei Säcke mit Altkleidern mitgegeben mit dem Auftrag diese in der Stadt in einen Container zu werfen. Leider waren die Sachen entweder zu eng oder fürchterlich altbacken, so dass ich nur ein einziges Kleid und einen Rock behalten habe. Aber immerhin. Allein die Anprobe war ein tolles Erlebnis.
Liebe Grüße
Helga
Was bin ich?- Zunächst einmal bin ich ein Mensch!
Meistens bin ich ein Mann.
Wenn mir danach ist bin ich eine Frau.
Ich muss mich nicht festlegen.
rhoody
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Re: Mutter eines Crossdressers...wie unterstütze ich mein Kind

Post 19 im Thema

Beitrag von rhoody »

Danke Helga🤗
Ja. Ich will nicht drängen. Und ich habe das mit dem Kaufen schon vermutet. Ich meinte nicht knistern sondern knittern. Autokorrektur...

Ich habe auch nicht gefragt, ob die Sachen passen. Ich will nicht neugierig oder so erscheinen. Vielleicht erzählt er mir das ja von sich aus irgendwann. Da er so aufgeregt war, werde ich noch viel behutsamer umgehen müssen.
Ich hoffe, er wird dahingehend selbstbewusster.

LG rhoody
ExuserIn-2019-12-18
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Re: Mutter eines Crossdressers...wie unterstütze ich mein Kind

Post 20 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2019-12-18 »

rhoody hat geschrieben: Sa 12. Okt 2019, 19:36 Nun meine nächste Frage an Euch:
Ist es wichtiger oder schöner für Euch Kleidung zu kaufen, oder wäre es genauso schön, wenn die Sachen genäht werden?
Ich habe so das Gefühl, dass er Damenkleidung eher als Damenkleidung empfindet, wenn er sie kauft, anstatt dass sie selbstgemacht werden.
Der Rock....war okay ...aber von der Qualität...knistert leicht und wird sich schnell verwaschen...
🤭meine Schneiderseele quietscht...
Hallo,

aus meiner Perspektive gehört das "eigenständige kaufen" von Frauensachen mit zu der Persönlichkeitsentwicklung und ich stimme Anne-Mette zu, dass dies eine Erfahrung ist, die Dein Kind wohl erst einmal für sich machen muss. Ich weiß, das es schwierig ist, dies zu akzeptieren, bedeutet es doch auch loslassen.
Es ist aufregend und eine innere Hürde, Dinge im Supermarkt mit auf das Bad zu legen. Ich habe da deutliche Erinnerung an den Kauf von Strumpfhosen im Kindesalter. Später war die Hürde einen BH oder Wäsche zu kaufen und die Kür schließlich als "Mann" in einer Boutique offen auszusprechen, was ich möchte. Das alles sind, waren Entwicklungsschritte und immer begleitet von der Erfahrung: Das geht - das ist ja "ganz" normal. Diese Mutproben stärken pö á pö das eigene Selbstbewusstsein. Und mit Dir im Rücken, wird das sicher auch immer etwas selbstbewusster gehen ...

Ich persönlich habe mich immer sehr gefreut, wenn meine Frau etwas für mich genäht hat, bzw. wir etwas zusammen genäht haben. Schnittmuster und Stoff aussuchen waren schöne gemeinsame Unternehmungen. Leider passen mir die Sachen alle nicht, aber sie hängen oder liegen bei mir im Schrank und ich trenne mich nur schwer von ihnen.

Lange Rede, kurzer Sinn: Ich glaube, dass Dinge selber kaufen und einen eigenen Geschmack entwickeln, wichtige Erfahrungen sind. Doch, etwas genäht zu bekommen ist nochmal etwas ganz anderes, ist ein ganz persönliches Geschenk. Beides hat seinen Stellenwert und ist so erst mal nicht gegeneinander zu stellen.

Liebe Grüße
Vanessa
Joe95
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Re: Mutter eines Crossdressers...wie unterstütze ich mein Kind

Post 21 im Thema

Beitrag von Joe95 »

Ich kann mir auch vorstellen das es viel schöner ist die Sachen zu kaufen.
Erst einmal ein paar Erfahrungen sammeln, mal feststellen was man überhaupt will.
Ein Kleidungsstück, das man günstig im Discounter kauft, lässt sich viel leichter als Geschmacksverirrung entsorgen als etwas speziell für einen genähtes.
Sei vorsichtig mit deinen Wünschen, sie könnten in Erfüllung gehen.
Natürlich ist das wahr, es steht doch im Internet!

Du hast ne Frage, brauchst Rat oder Hilfe?
Ohren verleih ich nicht, aber anschreiben darfst du mich jederzeit...
Regina
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Re: Mutter eines Crossdressers...wie unterstütze ich mein Kind

Post 22 im Thema

Beitrag von Regina »

Hallo Rhoody,

mach es bitte nicht so kompliziert wie Helga es vorschlug. Damit bringst Du ihn wieder in diese heimlich Ecke.
Meine Mutter hat mir auch diverse Stücke aus ihrem Kleiderschrank angeboten. Es machte mir viel Spaß die Sachen anzuprobieren und ich habe auch einiges davon genommen. Es gab aber auch Stücke die ich nicht nehmen konnte, da ich sie mit besonderen Ereignissen verbinde. Zum Beispiel das Kleid welches sie auf ihrer Silbernen Hochzeit trug. Sie hat es zwar seit dem nicht mehr getragen und hätte sich sicher gefreut wenn ich es genommen hätte. Das konnte ich aber nicht.
Dennoch war es für mich schön von meiner Mutter diese Sachen angeboten zu bekommen.

Übrigens. Meine Mutter war zu dem Zeitpunkt 82 und ich 60 Jahre alt.

Liebe Grüße,
Regina
Die höchste Form des Glücks ist ein Leben mit einem gewissen Grad an Verrücktheit. (Erasmus von Rotterdam)
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Re: Mutter eines Crossdressers...wie unterstütze ich mein Kind

Post 23 im Thema

Beitrag von rhoody »

Hallo Ihr Lieben, ich bin ja nicht so oft online, aber möchte doch auch mal wieder berichten.

Erstmal Danke für die Antworten. Ich werde meinen Sohn bei seinem nächsten Besuch bei mir fragen, ob er etwas von meinen Kleidern gebrauchen kann.

Wir waren letzten Freitag nach seiner Therapie kurz bei Lidl einkaufen. Er hat sich verschiedene Kleidungsstücke gekauft. Dieses mal brauchte ich diese nicht zu kaufen, sondern er hat sie bei sich aufs Band gepackt und selber bezahlt. Das fand ich sehr mutig. Die Kassiererin hat ihm dann noch den Bon in die Hand gedrückt, mit der Bemerkung Bitte nehmen Sie ihn mit, falls die Sachen dann doch nicht gefallen.

Ich glaube, da hat er einen kleinen Schreck bekommen. Oh weh...
Ich hab ihn dann gefragt, wie es nun für ihn war, diesmal alleine das zu kaufen. Er meinte ach, ich war einfach zu müde als dass ich da noch was hin und her lege.

Im Laden selber hat er sich ein viel zu großes Kleid in den Wagen gelegt. Ich hab dann (und ich schwöre es war keiner in der Nähe, wir standen abseits) zugeflüstert, dass dieses Kleid mind 3 ! Nummern zu groß sein wird. Das war schon wieder grenzwärtig. Er sagt: Mama, ich möchte Dich bitten nicht im Laden mit mir darüber zu sprechen. Ich weiß was ich tue. Das ist gewollt...

Okay...ich hab mich entschuldigt und ihm gesagt, dass ich nur dachte er habe sich vergriffen.
Nun denn, es war zu groß, aber aus Erfahrung lernt man :-)

Es ist also sehr aufregend für ihn, aber er ist schon mehr selbstbewusst dabei. Das freut mich sehr.

Am Freitag beginnt er seine Ausbildung bei mir in der Firma in Teilzeit. Ich hoffe, das er und ich da richtig entschieden haben.

Liebe Grüße
rhoody
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Re: Mutter eines Crossdressers...wie unterstütze ich mein Kind

Post 24 im Thema

Beitrag von rhoody »

Hallo Ihr Lieben,

ich möchte doch mal berichten, wie es weiterging und geht..

Das Selbstbewusstsein steigt stetig. Wir reden ganz offen über Kleidung und auch sehr persönliches. Im Laden selber wird nun auch offener gesprochen. So...meinst Du das passt mir? Meinst Du das steht mir? Usw. Das ist eine enorme Entwicklung in dieser kurzen Zeit.
Letzte Woche hat er ein Antrag bei der Behörde gestellt. Die Beraterin hatte alles ausgefüllt, er liest es durch und sagt: Entschuldigung, Sie haben die verkehrte Anrede gewählt. Bitte ändern Sie die Anreden von Herr auf diverse um, und gibt Ihr die Unterlagen zurück...
Boah !! Ich war mal sowas von Stolz ! Und die Beraterin hat sich kurz entschuldig und es sofort gemacht. Wieder ein Schritt in die richtige Richtung. (Ich war nur als Fahrerin still in der Ecke dabei und freu mich...)
Jetzt haben wir Mietanträge ausgefüllt und es geht ab 01.3.20 in die eigene Wohnung. Mietbürge bin ich, da er ja Auszubildendengehalt bekommt.
Ich freu mich sehr über diese Fortschritte. Schritt für Schritt.....nur nichts übereilen....Es sind so viele Baustellen, die noch angegangen werden. Aber laaaaangsam und nicht alles auf einmal.

Natürlich, Angst, dass er verletzt wird, die habe ich immer. Dennoch, diese Angst muss bei mir bleiben.

Liebe Grüße
rhoody
Engelchen
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Re: Mutter eines Crossdressers...wie unterstütze ich mein Kind

Post 25 im Thema

Beitrag von Engelchen »

Liebe Rhoody
schön zu lesen wie behutsam du ihm hilfst.
Sein Tempo ist das was es ausmacht und die Persönlichkeit stärkt.
Macht weiter so

Liebe Grüße
Lisa
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Re: Mutter eines Crossdressers...wie unterstütze ich mein Kind

Post 26 im Thema

Beitrag von rhoody »

Hallo Ihr Lieben,

ich möchte einfach mal weiter berichten:
Wohnung ist leider abgesagt. Er ist wieder bei mir eingezogen. Dadurch, dass wir viel reden und er nun ganz frei sich ausleben kann, klappt es sehr gut. Ein halbes Jahr hat er ja woanders gewohnt. Das hat ihn um einiges umsichtiger in Haushaltsdingen gemacht. Auch vermute ich, dass er, dadurch dass ich nun vieles über/von ihm weiß, und er auch weiß, was ein Haushalt für Arbeit und Kosten bedeutet, sich und mich in einer andere Position sieht.
Auch in Kleidungsfragen wird er immer selbstsicherer. Trägt zu Hause alles was ihm gefällt. Er richtet sich auch betont weiblicher ein.
Besonders glücklich bin ich, dass er sich demnächst mit einem Gleichgesinnten/in trifft.
Also, wie Ihr seht...der Weg öffnet sich für ihn.
Mit freudigen Grüßen
rhoody
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Re: Mutter eines Crossdressers...wie unterstütze ich mein Kind

Post 27 im Thema

Beitrag von Ulrike-Marisa »

Hallo Rhoody,

...ich kann mich nur Lisas Worten anschließen.
Jeder Weg beginnt mit dem ersten Schritt, dem weitere folgen können. Für einen jungen Menschen heute ist es gut, dass so eine Entwicklung möglich geworden ist und Eltern zunehmend die Entwicklung erkennen und begleiten können. Ich habe von meiner Mutter vor 55 Jahren noch eine Backpfeife bekommen, als ich mit der Idee vorsprach, doch einen weiblichen Vornamen zu bekommen. Das ist heute Gott sei Dank anders; alles gute für euch und euren weiteren Weg.

Grüße, Ulrike-Marisa :wink:

...ich bin das, was ich bin und nicht das, was andere in mir zu sehen glauben... ))):s
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Re: Mutter eines Crossdressers...wie unterstütze ich mein Kind

Post 28 im Thema

Beitrag von Theresa »

Hallo zusammen,

es ist schön zu lesen wie vertraut ihr miteinander umgeht. Hätte ich das damals gehabt, ich hätte das Angebot aus Scham nicht angenommen. Ich bin mir heute nicht sicher ob meine Mutter von meiner Mieder und Strumpfhosensammlung gewusst hat. (Ich hatte ein eigenes Zimmer außerhalb der Wohnung)

Was ich aber eigentlich sagen wollte: Was hältst du davon deinem Sohn von diesen Forum zu berichten und die Möglichkeit zu bieten hier mit zu lesen und zu schreiben. Dein Sohn ist lange volljährig und manchmal liest es sich als würde man über einen 14jährigen schreiben.
Irgendwie haben wir, mehr oder weniger ähnliche Problem und sind damit so zu sagen, "unter uns".

Viele Grüße
Theresa
Beachten sie folgenden Hinweis:
-Hä?-
Vielen dank für ihre Aufmerksamkeit
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Re: Mutter eines Crossdressers...wie unterstütze ich mein Kind

Post 29 im Thema

Beitrag von rhoody »

Hallo Theresa, er war hier im Forum und hat sich umgeschaut. Aber er ist in anderen Foren unterwegs. Findet es aber gut, dass ich hier schreibe, weil er meint, dass es vielleicht gut für den/die eine ist, zu lesen, wie ein Elternteil sich dabei fühlt. Und wie es das eigene Kind wahrnimmt .
Deshalb bleibe ich hier. Und darum sind meine Berichte auch aus meinen Empfindungen heraus geschrieben.
Sicherlich könnte ich distanzierter schreiben. Aber warum? Kind ist Kind. Egal welchen Alter. Meine Söhne sind alle erwachsen. Und doch hab ich bei meinem Erstgeborenen immer das Gefühl, ich muss ihn an die Hand nehmen, wenn wie über eine Strasse gehen. Oder beim anderen Sohn mal nachfragen, ob er auch mal seine Wohnung aufräumt......😂😂😂 ..manche Dinge ändern sich einfach nicht. Als Beispiel jetzt. Naja, zur Zeit gibt es nichts Neues
Bleibt alle gesund
Liebe Grüße
Rhoody
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