Erklimmen des 'heißen Stuhls'.
Der 'Eingeknöpfte' wurde im Rahmen einer großen Visite vom ltd. Oberarzt entfernt. Die Ärztin, bei der ich das Aufklärungsgespräch hatte, war direkt an meiner Seite, die 5 Anwesenden sind alle sehr einfühlsam mit meiner Situation umgegangen. Der lOA hat, obgleich er sehr auf sein Tun fokussiert war, immer darauf geachtet, dass das Lächeln nicht aus meinem Gesicht verschwindet. Das treibt mir jetzt, beim Schreiben, Tränen der Rührung und Dankbarkeit gegenüber allen Anwesenden in die Augen. Es war trotz der Anzahl der Anwesenden eine von sehr viel Empathie durchdrungene, Intimität wahrende Situation.
Die Chirurgen sind auch hier mit dem Ergebnis fürs Erste sehr zufrieden. Alles rosig, also gut angewachsen.
An ein paar Stellen blutete noch etwas, ist aber nichts Beunruhigendes.
Die nächsten sechs Tage wird täglich gespült.
....und:
Endlich nicht mehr herumlaufen wie John Wayne ohne Pferd
Heute, an Tag 8 darf ich erstmals duschen.
Danach ist Frau endlich wieder Mensch.
Beim anschließenden Verbinden beginnt ein erstes Heranführen an das eigenständige Versorgen des OP Bereichs.
Die Pflegenden auf dieser Station sind allegesamt sehr fürsorglich und gehen noch sehr viel einfühlsamer mit dieser besonderen Lebenssituation der PatientInnen um.
Die plastische Chirurgie umfasst 15 Betten, außer dem Oberarzt und dem Mann vom Schiebedienst ist frau nur von weiblichem Personal umgeben.
Von den bisher 9 Nächten war 4 vier Nächte alleine im 2-Bett-Zimmer, es gibt auch ein paar 3-Bett-Zimmer.
Mittlerweile hab ich mich, auch dank Rotkäppchen Saft für die Blutneubildung, recht gut erholt und die Verdauung kommt auch langsam wieder in Schwung.
Da dreh ich doch gleich wieder ein paar Runden um die Gänge....
