ich hab mich vor einer Weile hier angemeldet, kurz vorgestellt viewtopic.php?f=2&t=18541 und hie und da auch schon ein paar Zeilen hinterlassen...
In diesem Fred werd ich - unter dem gleichen Titel, den auch in einem anderen Forum verwende(t habe) - meine Empfindungen / Wahrnehmungen und Gedanken für mich festhalten.
Aaaaalso.......
Die Postings in meinen bisherigen 'Heimatforen' unter diesem Thema hatten bisher immer eher den Charakter eines 'Quartalsberichtes'. Sie waren, zeitlich verzögert niedergeschriebene Reflektionen der Erlebten_Wahrgenommenen, die ich mir bewahren wollte. In diesem Stil wird's wohl auch bleiben.
Wesentliches hatte ich ja in meiner Vorstellung schon geschrieben und sieben Jahre Transition, geschweige denn die Analyse eines langen Lebens ist in drei Sätzen oder auch auf fünf Seiten eher nicht zusammenzufassen, deswegen steige ich hier in meiner aktuellen Situation ein.
Den Faden nehme ich beim letzten Punkt der 'Kurzvorstellung' auf:
- Herbst 2019 Termin GaOP
Der Termin hat sich nur wenige Tage nach meinem Vorstellungsposting in Form eines Anrufs der Klinik konkretisiert.
Wir hatten Urlaub und waren zwischen zwei Festivalbesuchen für ein paar Tage Zuhause. Ich stand gerade mit ein paar Alltagseinkäufen im Supermarkt an der Kasse als das Handy klingelte. Kurz auf die Anrufer- Info geguckt und gesehen, dass die Klinik anruft und ob der ungünstigen Situation erst mal durchklingeln lassen.
So ein Anruf ist schon eine ziemliche Ausnahmesituation, der ich so 'zwischen Tür und Angel' erst mal nicht gewachsen war.
Noch während das Handy ausklingelte hat es bei mit schon zu rattern begonnen, dass ich ja in zehn Minuten zuhause sein würde, wo meine Frau relaxed im Garten sitzt und auf mich wartet. Wenn es sich schon so gefügt hat, dass der Anruf meines Lebens genau im Urlaub kommt, dann wollte ich in diesem besonderen Augenblick auch meine Frau an meiner Seite wissen.
Im Garten angekommen hab ich mich mit meinen Stuhl neben meine Frau gesetzt, ihr mit den Worten "München hat angerufen" das Handy mit der Anruferinnerung gezeigt und ohne weiteren Wortwechsel den Rückruf gestartet.
Nach kurzem Klingeln wurde abgehoben und das Sekretariat der Praxisklinik Schaff/Morath hat mir den 26.09.19 als Termin angeboten. Wir, respektive meine Frau haben in unseren Kalender geguckt und den Termin bestätigt.
Nach gut fünf Minuten war das weitere Procedere besprochen und das Telefonat auch schon wieder zu Ende.
Puh
Ich hatte bereits vor dem Anruf geplant gehabt nach dem Einkauf im Supermarkt beim Baustoffhändler ein paar Kleinigkeiten für eine Umgestaltung eines Beetes zu holen.
Unfähig, auch nur ein Wort zur OP Thematik zu sagen, bin ich da dann hin gefahren.
Das musste erst einmal 'sacken' und dafür brauchte ich Abstand. (Meiner Frau ging es, wie sich herausstellte, genauso)
Nach gut einer halben Stunde war ich wieder Zuhause, umarmte meine Frau für eine gewisse Zeit, dann haben wir geredet.
Ich / wir haben uns die letzen Jahre sehr intensiv mit meiner - und damit unmittelbar verbunden - unser beider Entwicklung auseinandergesetzt und sind daran in allen Facetten unseres Lebens gewachsen.
Auch die OP war da immer wieder einmal ein Aspekt der Betrachtung.
Trotz allem ist frau aber dann, wenn aus einem 'Fernziel' plötzlich ein konkreter Termin wird, nicht auf die Intensität der auf die Gefühlswelt herabprasselnden Impressionen vorbereitet.
Nach einem langen Abend mit guten Gesprächen sind wir dann beide immer noch total aufgewühlt, ja überwältigt, schlafen gegangen.
Am nächsten Morgen sah die Welt dann schon völlig anders aus.
Ich hatte ja im Sommer 2018 das OP- Vorgespräch, bei Frau Dr. Morath.
Da hatte ich aber, als es um die Terminierung ging, geäussert, dass ich, was die OP anbelangt, eigentlich 'noch gar nicht so weit bin'. (Da schreib ich mal noch extra was dazu)
Wir verblieben, dass ich mich melden solle, wenn ich in meiner Transition soweit bin.
Das hab ich dann Anfang Januar 2019 getan und wurde nach meinem Anruf auf die Liste gesetzt.
Und das Warten begann.....
Nach dem Anruf zur Terminvereinbarung und 'eine Nacht drüber schlafen' war ich völlig euphorisiert, da das zermürbende Warten ein Ende gefunden hatte.
So.
Ich könnt hier noch lang und viel weiterschreiben, werd's aber in Anbetracht der Uhrzeit und der Gesamtsituation (Textlänge)
Zwei Tage später kam das Organisatorische auch noch in Briefform.
Der "Ästhetikzuschlag" kostet € 2.950, (2.500 netto).
Für die OP- Vorbereitung soll ich am 25.09. vor 12 h in der Klinik sein.
Für EKG, Labor etc. war ich bereits gestern bei meiner Hausärztin.
Androcur und Gynokadin hab ich vor drei Wochen abgesetzt.
Liebe Grüße
Nikola