Valeries Welt
Valeries Welt - # 46

Crossdressing und selbst Erlebtes... Erdachtes
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Valerie Bellegarde
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Re: Valeries Welt

Post 676 im Thema

Beitrag von Valerie Bellegarde »

hallo Maria T,

bist du wieder vom Urlaub zurück? Wie war's in Italien?

L.G. Valerie
Maria T
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Re: Valeries Welt

Post 677 im Thema

Beitrag von Maria T »

Hallo Valerie,
Ja leider, war schön. Wetter war super, waren viel wandern und schwimmen. Gardasee ist halt was anderes als hier.
LG Maria
Einfach ist am schwersten.
Valerie Bellegarde
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Re: Valeries Welt

Post 678 im Thema

Beitrag von Valerie Bellegarde »

Liebe Leserinnen und Leser,

Heute sind es genau zwei Jahre dass ich an diesem Fortsetzungsroman schreibe. Der erste Teil von Valeries Welt startete am 2. September 2017 und umfasste 71 Episoden, die letzte davon wurde hier am 9. März 2018 veröffentlicht, der erste Teil lief also ein halbes Jahr.

Dann gab es erst mal 6 Monate Pause, danach startete am 8. September 2018 der zweite Teil von Valeries Welt, der inzwischen auch schon wieder ein Jahr lang läuft und bis heute schon wieder 60 neue Episoden umfasst.

Inzwischen gab es seit Start über 81 000 Zugriffe aus dem Forum auf Valeries Welt, ein paar Sachen an Valeries Persönlichkeit und ihrer Geschichte scheinen euch also ziemlich gut gefallen zu haben bzw. dem allgemeinen Geschmack im Forum hier nahezukommen.

Wie es jetzt weitergeht im dritten Jahr?

Ich persönlich hätte große Lust, an Valeries Welt weiterzuschreiben, denn das Schreiben und Fabulieren macht mir Freude. Natürlich lebt jeder, der schreibt, von den Rückmeldungen aus dem Publikum. Schon allein deshalb, um allfällige Sinn- und Logikfehler auszumerzen, die sich immer mal wieder einschleichen.

Würde mich also durchaus freuen, gelegentlich wieder von euch Leserinnen und Lesern zu hören. Das müssen keine ausgefeilten Rezensionen oder kluge Analysen sein, kleine Bemerkungen genügen, wenn sie von Herzen kommen, von solchen Statements habe ich immer am meisten gelernt...

Lieben Gruß

Valerie Bellegarde :()b
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Re: Valeries Welt

Post 679 im Thema

Beitrag von Dwt-Lilo-SL »

Hallo Valerie,
Ja wir haben ja schon regen Austausch auch über PN gehabt,
Und wenn sich Fehler mal einschleichen ist nur Menschlich.
Mache bitte weiter so.
DANKE lg LILO-GINA
Seufzer gleiten die Seiten des Herbstes entlang,
Treffen mein Herz mit einem Schmerz dumpf und bang
Valerie Bellegarde
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Re: Valeries Welt

Post 680 im Thema

Beitrag von Valerie Bellegarde »

Teil 2 Kapitel 61, Das Nagelstudio Kris ongles

Die Einladung des Bürgermeisters, einen Kurs für Deutsch-Konversation unter den Narbonner Rathausbediensteten durchzuführen hatte Valerie spontan angenommen. Denn natürlich fand sie sich erst mal geschmeichelt. Wie oft bekommt man schon eine derartige Einladung aus dem Rathaus? Sie war also nicht lange erschrocken, sondern sagte einfach mal zu.

Vielleicht gab es auch den ganz kleinen Hintergedanken, dass sie in dem Kurs eventuell Thierry Elouard wieder treffen würde. Sie hatte es aber nicht gewagt, nachzufragen, also blieb das erst mal offen.

Die Zahl der Offiziellen, die für die Weilheim-Reise vorgesehen waren, war von der Stadt aus auf 12 Personen begrenzt worden, Valerie war das sehr recht, denn erstens war sie keine professionelle Sprachlehrerin und zum Zweiten schien es ihr eine kleine Gruppe einfach überschaubarer, leichter im Handling.

Dann kamen aber auch gleich wieder diese Fragen auf, es waren Fragen an sich selbst. Oder waren es vielleicht mehr als Fragen? Waren es Zweifel?

Ein paarmal ertappte sie sich dabei, dass sich solche Fragen in den Vordergrund drängten, obwohl sie gerade an einer ganz anderen Sache dran war.

Wie gestalte ich das eigentlich vom Inhalt her?

Wie komme ich überhaupt an bei diesen Leuten"¦.? "¦.Und wie sehe ich überhaupt aus?

Die Fragen zeigen wieder, welch systematischer, aber auch unruhiger Geist in ihr steckte. Hier gab es eine neue Aufgabe, und gleich ging sie wieder auf die Suche nach dem besten Weg, diese Aufgabe zu bewältigen.

Die zweite und die dritte Frage zeigen aber etwas ganz anderes, nämlich wie weit sie innerlich, also in ihrem Wesen, schon fortgeschritten war auf dem Weg ihrer Transition vom Mann zur Frau.

"Wie sehe ich eigentlich aus, wenn ich vor die Gruppe trete?

Frauen wollen halt immer gut aussehen, man verzeihe mir die Platitude, aber hier trifft sie mal zu.

Ich habe es euch Lesern schon mehrfach gesagt im Verlauf dieser Fortsetzungsgeschichte, aber die Sache an sich ist so bedeutsam, dass man es gar nicht oft genug sagen kann: Valerie war bei all ihren widersprüchlichen Eigenschaften aber in erster Linie auch praktisch. Und man ist praktisch, wenn man kleine Probleme sofort angeht.

Folglich nahm sie die Sache gleich in die Hand. Griff also zum Telefonbuch, suchte ein Nagelstudio in der Nähe des Büros (Innenstadtlage) heraus und rief dort an, um einen Termin zu machen.

"Kris ongles manicure, qu"™est-ce-que puisse faire pour vous?

(das Nagelstudio meldete sich, eine Frau, sehr professioneller Auftritt)

Valerie nannte ihren Namen.

"Je voudrais laisser faire mes ongles chez vous, c"™est possible dans la semaine?
(Valerie hier, ich würde mir bei Ihnen gerne die Nägel machen lassen, geht das diese Woche?)

Aurelie war am anderen Ende, die Chefin. Offenbar eine ganz Herzliche, sie sprühte förmlich vor Charme. Ja gut, ob sie schon Kundin sei"¦ Nein?... Ja dann würde sie, Aurelie, erst mal die Basis-Therapie anbieten können, das machen wir immer so bei Neukundinnen, sie verstehen madame, die Grundtherapie, diese Session dauert so etwa ein Stündchen und kostet so cirka 50 Euro, danach sehe ich was bei Ihnen geht, und was ich Ihnen weiter empfehlen kann.

Valerie zögerte.

"Et combien des sessions dois-ja faire, madame"¦. environ?

(und wie viele Stunden wird das alles gehen, so ungefähr?)

Sie wolle das schon in etwa zeitlich einplanen, sie sei berufstätig.

Jetzt legte Aurelie auf der anderen Seite erst richtig los.

"Ja so einfach aus dem Stand könne sie das bestimmt nicht sagen. Es gebe ja so viele Möglichkeiten, Gel-Nägel mit Schablone und Hardi Hardener, Klebenägel (aber die würde sie nicht empfehlen bei Berufstätigen), nein, madame, die Maniküre ist fast eine Wissenschaft geworden heutzutage, bei all den tollen Produkten, die es heute gibt, aber schließlich wollen wir ja auch schön sein für die Männer, habe ich Recht?"

Eine völlig rhetorische Frage. Valerie gab ihr also sofort Recht und erntete ein glückliches Lachen auf der anderen Seite. Den Termin für die erste Session vereinbarten beide für die kommende Woche.



Kommende Woche geht auch die Geschichte weiter.

Lieben Gruß bis dann,

Eure Valerie :()b
Yvette.85C
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Re: Valeries Welt

Post 681 im Thema

Beitrag von Yvette.85C »

Hallo Valerie,

natürlich, unbedingt weitermachen, die Geschichten sind ein fester Bestandteil meines Lebens geworden. Vielleicht habe ich bisher zu wenig gelobt. Ich weiß aber nicht, was ich herausheben soll. Kritisieren fällt mir auch schwer, da ich ja nicht meine Gedanken im Text widerfinden will.

Da ich aber sonst auch keinen Quark lese, z. B. Süddeutsche Zeitung, Axel Hacke, Andrea Camilleri, Deon Meyer, Friedrich Ani, kann ich nur sagen, daß du dich wirklich nicht verstecken musst.

Ich schreibe ja auch ein bißchen, bisher aber nur für mich. Es sind auch teil-erotische Geschichten und mir es es noch zu viel, was sie über mich selbst aussagen.

Also weiter so, bitte. Das schwäbische "Ned g'schimpft, isch g'lobt gnua!" teile ich nicht!

LG Yvette
Yvette - I am my own wife and not a woman of compromise! Audrey Hellborn!
Valerie Bellegarde
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Re: Valeries Welt

Post 682 im Thema

Beitrag von Valerie Bellegarde »

Teil 2 Kapitel 62.

Vergiftete Komplimente.

Eine Woche darauf hatte Valerie ihren Termin im Nagelstudio Kris ongles, sie ließ sich dort etwa zweieinhalb Stunden lang Gelnägel machen, die anschließend knallrot lackiert wurden. Zur Erklärung für diejenigen, die nicht wissen was Gelnägel sind: Unter die vorhandenen Nägel (sie dürfen allerdings nicht ganz kurz geschnitten sein) wird eine Schablone aus Plastik geschoben, die den Finger fast umschließt und nur das Nagelbett frei lässt. Dann tupft die Maniküre mit einem kleinen Pinsel so lange Gelmasse auf den Nagel, die sie während des Aushärtens dann nach vorne zieht. Nach dem Aushärten wird der Vorgang ein paarmal wiederholt bis vorne am Nagel tatsächlich ein künstlicher Nagelfortsatz entsteht, der oval geschnitten, zurechtgefeilt und lackiert werden kann.

Oval geschnittene Nägel fand Valerie passender für sich als eckig geschnittene Nägel. Fand sie einfach schöner.

Sie war wirklich frappiert, wieviel Nagellack-Farben und Styles heutzutage auf dem Markt sind. Zuhause auf ihrem Badezimmerregal besaß sie drei Nagellack-Fläschchen in pink, sowie einem hellen und einem dunkleren Rot für den Abend.

Genau diese Abstufungen pink, rosa und burgunderrot liebte sie, nebenbei gesagt, auch bei ihren Lippenstiften. Insofern war ihr Geschmack in dekorativer Kosmetik also ziemlich konservativ, wenn man es ehrlich betrachtet.

Aber als Aurelie, die Kosmetikerin jetzt mit Nagellack in schwarz, grün, gelb, blau und so weiter ankam, war Valerie doch überrascht oder sagen wir es offen: Valerie war überfordert.

Zwar war sie auch bislang nicht mit geschlossenen Augen durch die Welt gegangen und hatte schon auch wahrgenommen, dass heutzutage manche der jungen Mädchen gerne diese etwas provokativen, aber auf jeden Fall neuen und extravaganten Farben spazieren tragen, aber instinktiv hatte Valerie stets gezögert, bei diesen neuen Moden selbst mitzumachen.

"Non madame, merci, mais ecoutez, j"˜ai trente-deux ans"
(nein danke, aber hören Sie mal, ich bin zweiunddreißig)

Valerie schüttelte energisch den Kopf und Aurelie, die Kosmetikerin lächelte verständnisvoll und stellte die jugendlichen Nagelstyles in grün und gelb wieder weg. Nicht aber ohne noch ein wenig zu protestieren, wobei sie noch ein kleines Kompliment loswurde:

"Mais vous etes encore jeune, madame"
(aber 32 Jahre ist doch noch kein Alter)

Ein vergiftetes Kompliment, wie sich später zeigen wird.

Nach etlichem Hin- und her und mehreren Farbversuchen in diversen Rottönen, die aber wieder verworfen wurden, einigte man sich auf ein knalliges Karmesinrot für ihre neuen Nägel. Eigentlich war es Valerie, die auf diesem Karmesin bestand. Sie handelte wie so oft nach dem Motto "wenn schon-denn schon", und karmesinrot fand sie schon immer sehr sexy. Und sexy wollte sie sein. Für Thierry, wenn sie ehrlich war.

Beim Rückweg zum Auto bemerkte sie an sich selbst, wie sie ihre Finger leicht gespreizt hielt, als müssten die Nägel noch trocknen, was natürlich völlig unnötig war, aber man sieht daran, dass sie ein klein wenig aufgeregt sie war, sie fand sich und ihre neuen Hände wirklich schön und attraktiv.

Bisher hatte sie die Nägel immer recht kurz getragen, was auch absolut praktisch ist, wenn man wie Valerie berufstätig ist und viel draußen zu tun hat bei Hausbesichtigungen und oft im Auto unterwegs ist.

Es würde noch ein klein wenig dauern, bis sie sich an das neue Gefühl gewöhnt hatte.

Bevor sie den Aufzug hinunter zur Tiefgarage an der Markthalle nahm, machte sie noch kurz Halt am Straßencafé "Estagnol", um dort einen kleinen Kaffee zu trinken. Sie schlürfte ihren Espresso, der tiefschwarz war, sehr klein und sehr heiß, betrachtete dabei ihre Hände und kam ins Sinnieren.
Was hatte Aurelie, die Kosmetikerin gesagt?

"Sie sind doch noch jung, Madame?" Nur Frauen können solch vergiftete Komplimente abgeben.

Was Aurelie aber sagen wollte war dieses: Eine neue Mädchengeneration hat die Nägel jetzt in buntem Design, wußten Sie das nicht? Blau und weiß und mit Rand und so weiter. Rot ist out, so etwas von out... Alles neu macht der Mai.

Valerie begann zu rechnen.

Wie lange war sie jetzt eigentlich schon in der Öffentlichkeit en femme unterwegs? Wie lange stylte sie sich jetzt als Frau?

Waren das jetzt schon drei Jahre, dass sie fest in Narbonne lebte? Und vorher in Deutschland? Wie lange war das her, dass sie sich hatte Brüste implantieren lassen? Lange war das her, sehr lange und im Einzelnen kaum mehr erinnerlich. Und noch davor? Die Zeit in der Marketingabteilung bei der Autofirma? Die alten Kollegen? Ihr outing in der Firma? Das kam ihr schon fast vor wie die ganz graue Vorzeit.

Sie rechnete erneut nach und korrigierte sich. Wenn man richtig überlegte, war sie jetzt vielleicht sechs Jahre oder etwas mehr als Valerie unterwegs, was konkret heißt: täglich 24 Stunden im Frauenmodus.

Und jetzt, mit ihren zweiunddreißig gehörte sie also nicht mehr zu den Jungen, was heißt, da draußen gab es schon eine neue Generation, und die machte sich die Nägel anders, malte sich die Lippen anders, und trug auch noch Hosen?

Allein der Gedanke an Hosen machte Valerie schaudern. Niemals würde sie Hosen tragen, no way, never, jamais, jamais, jamais..


Fortsetzung in etwa einer Woche.

Lieben Gruß,

Valerie :()b
Valerie Bellegarde
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Re: Valeries Welt

Post 683 im Thema

Beitrag von Valerie Bellegarde »

"Niemals Hosen".... eine steile Behauptung. Eines ist sicher: Jeans meinte sie damit nicht. Jeans liebte sie, Jeans hatte sie viele.

L. G. Valerie
Christiane04
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Re: Valeries Welt

Post 684 im Thema

Beitrag von Christiane04 »

Hallo Valerie
Würde mich also durchaus freuen, gelegentlich wieder von euch Leserinnen und Lesern zu hören. Das müssen keine ausgefeilten Rezensionen oder kluge Analysen sein, kleine Bemerkungen genügen, wenn sie von Herzen kommen, von solchen Statements habe ich immer am meisten gelernt...
Ich gebe gerne mal wieder einen Gedankenanstoß....
Wie wäre es, wenn die Protagonistin auch mal ein bisschen nagende Selbstzweifel plagen würden, so wie viele von uns! Gerade das herauf ziehende Thierry tete a tete könnte doch so etwas befördern ? Und Frauen zweifeln doch ständig an sich selbst, mindestens an ihrem Aussehen. Tatsächlich fände ich dann aber auch eine dauerhafte Beziehung zur Überraschung aller anderen Personen in deiner Geschichte auch sehr schön. :wink: Oder so wie du es gestaltest u es dir gefällt!
Weiter so - sehr schön.

Lg Christiane
"Ein Mann kann anziehen, was er will, er bleibt doch nur ein Accessoire der Frau. " Coco Chanel
Diva
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Re: Valeries Welt

Post 685 im Thema

Beitrag von Diva »

Valerie Bellegarde hat geschrieben: Mo 2. Sep 2019, 19:15 Liebe Leserinnen und Leser,
...
Natürlich lebt jeder, der schreibt, von den Rückmeldungen aus dem Publikum.
...
Das müssen keine ausgefeilten Rezensionen oder kluge Analysen sein, kleine Bemerkungen genügen, wenn sie von Herzen kommen, von solchen Statements habe ich immer am meisten gelernt...

Lieben Gruß

Valerie Bellegarde :()b
Liebe Valerie,

da du um Feedback bittest, nur ein paar Kleinigkeiten, weder klug noch ausgefeilt - lach:
Valerie Bellegarde hat geschrieben: Do 15. Aug 2019, 14:08 Teil 2, Kapitel 57 "¦. "Je nachdem, wie man es betrachtet""¦.

...
"Und warum steht dann hier ertwas von einem öffentliches Ärgernis?" kam aber sofort die Rückfrage.
...
"Wir haben ein wenig herumgeknutscht, Erwin und ich" gab Valerie zu.
...
"Die Wohnhäuser sind auf der anderen Seite des Kanals und über die Straße" warf Valerie ein.

"Das sind mindestens 100 Meter" fügte sie hinzu.
Wenn hier überall noch ein Komma nach dem letzten Anführungszeichen zur Abgrenzung des Inquits gesetzt wird, ist es perfekt ;-) Das sollte auch gelten, wenn deutsche Übersetzungen in Klammern folgen und danach ein Inquit.

z.B.
"Das sind mindestens 100 Meter", fügte sie hinzu.
Valerie Bellegarde hat geschrieben: Mo 9. Sep 2019, 18:22 Teil 2 Kapitel 62.

Vergiftete Komplimente.

Eine Woche darauf hatte Valerie ihren Termin im Nagelstudio Kris ongles, sie ließ sich dort etwa zweieinhalb Stunden lang Gelnägel machen, die anschließend knallrot lackiert wurden.
...
Beim Rückweg zum Auto bemerkte sie an sich selbst, wie sie ihre Finger leicht gespreizt hielt, als müssten die Nägel noch trocknen, was natürlich völlig unnötig war, aber man sieht daran, dass sie ein klein wenig aufgeregt sie war, sie fand sich und ihre neuen Hände wirklich schön und attraktiv.
Schachtelsätze sind als Häufung vielleicht nicht soo super chic. Inbesondere dann, wenn man verkürzen kann, indem einfach das Komma durch einen Punkt ersetzt wird. Das verschafft Leser*Innen eine Atempause:

z.B.
Eine Woche darauf hatte Valerie ihren Termin im Nagelstudio Kris ongles. Sie ließ sich dort etwa zweieinhalb Stunden lang Gelnägel machen, die anschließend knallrot lackiert wurden.

Oder die Entflechtung erfolgt durch eine kleine Wortumstellung:

z.B.
Beim Rückweg zum Auto bemerkte sie an sich selbst, wie sie ihre Finger leicht gespreizt hielt, als müssten die Nägel noch trocknen. Das war jedoch völlig unnötig, aber man sieht daran, dass sie ein klein wenig aufgeregt sie war, sie fand sich und ihre neuen Hände wirklich schön und attraktiv.

Mark Twain war ja derart extremistisch, dass er zur "Tötung" aller Adjektive aufrief. Leider fällt mir niemand ein, der das den Schachtelsätzen androhte.

LG
-Diva
Valerie Bellegarde
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Re: Valeries Welt

Post 686 im Thema

Beitrag von Valerie Bellegarde »

Liebe Diva,

Vielen Dank für deine beiden Anmerkungen, zum inquit und zu den Schachtelsätzen. Ich bin wirklich geschmeichelt, so professionell gelesen und beraten zu werden und freue mich, dass du dich so genau mit meiner Schreibe beschäftigst. Ist ja fast schon ein Lektorat (grins).

Du magst formal Recht haben, was die Kommasetzung angeht, allerdings gibt es zum Thema inquit auch andere Meinungen, dass es z.B. als Stilmittel weggelassen werden kann. (s. Wiki).

Was diese Schachtelsätze angeht, so werde ich das wahrscheinlich kaum oder nie ändern oder mich hier auch nur abbremsen können, denn das ist nun mal wirklich mein gewöhnlicher und eingefahrener Schreibstil, es fließt mir beim Schreiben so aus dem Finger in die Tastatur und du wirst z.B. sicher auch schon bemerkt haben, dass ich manche Dinge zweimal, dreimal sage, aber jeweils in einer anderen Formulierung, ich mag das einfach, diese langen Sätze, das ist Valeries Schreibe. Dass dann auch mal Kommas einfach unter den Tisch fallen, ist lässlich. Es kommt sogar vor, dass ich Sätze, die einmal geschrieben sind und beim Durchlesen eh' schon lang und gewunden wirken, durch die nachträgliche Einfügung eines Gedankens noch einmal verlängere.

Ich habe mich in letzter Zeit damit beholfen, dass ich beim Durchlesen nachträglich Absätze einfüge, das macht das Ganze leichter lesbar.

Ebenso die Adjektive. Schön, an Mark Twain gemessen zu werden. Aber ich liebe Adjektive wirklich, und weil sie so schön sind, streue ich sie reichlich in einen Text ein.

Überhaupt ist das Schreiben für mich eine sehr emotionale und intensive Angelegenheit, und wenn ich in gelöster Stimmung bin, fließt es mir halt quasi ungebremst aus der Feder und die deutsche Rechtschreibung fällt kurz ab und zu auch mal unter den Tisch. Natürlich hebe ich sie von dort auch wieder auf.

Lieben Gruß,

Valerie

Dann

Bitte um
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Re: Valeries Welt

Post 687 im Thema

Beitrag von Diva »

Valerie Bellegarde hat geschrieben: Di 10. Sep 2019, 19:21 Liebe Diva,

Vielen Dank für deine beiden Anmerkungen, zum inquit und zu den Schachtelsätzen. Ich bin wirklich geschmeichelt, so professionell gelesen und beraten zu werden und freue mich, dass du dich so genau mit meiner Schreibe beschäftigst. Ist ja fast schon ein Lektorat (grins).
Liebe Valerie,

mit dem "Lektorat" liegst du beinahe richtig. Wobei es in deinem Fall nur ansatzweise ein Korrektorat war. Ich hab jahrelang zig Prosa-Manuskripte unterschiedlicher Genre korrigiert und lektoriert. Deshalb sehe ich solche Dinge auf Anhieb, ohne mich wirklich genau mit einer Schreibe zu beschäftigen. Ich hoffe, dich jetzt nicht zu enttäuschen, denn inhaltlich hab ich keinen Schimmer von deinen Texten und kein einziges Kapitel in Gänze gelesen.
Valerie Bellegarde hat geschrieben: Di 10. Sep 2019, 19:21 Du magst formal Recht haben, was die Kommasetzung angeht, allerdings gibt es zum Thema inquit auch andere Meinungen, dass es z.B. als Stilmittel weggelassen werden kann. (s. Wiki).
Hm, andere Meinungen gibt es mehr als Menschen mit Meinungen, aber ich richte mich immer nach den geltenden Regeln. Die Autoren, für die ich damals arbeitete, haben alle ihr Zeug veröffentlicht und mussten sich den Regeln beugen. Wer formelle Fehler als "Stilmittel" rechtfertigen mag, hat auf dem Buchmarkt keine Chance, es sei denn, er / sie führt bereits einen bekannten Namen mit Stammleserschaft.

Aus dem Wiki ist mir nur Folgendes bekannt und dort entsprechen die Beispiele meinen Anmerkungen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Direkte_Rede
Valerie Bellegarde hat geschrieben: Di 10. Sep 2019, 19:21 Was diese Schachtelsätze angeht, so werde ich das wahrscheinlich kaum oder nie ändern oder mich hier auch nur abbremsen können, denn das ist nun mal wirklich mein gewöhnlicher und eingefahrener Schreibstil, es fließt mir beim Schreiben so aus dem Finger in die Tastatur und du wirst z.B. sicher auch schon bemerkt haben, dass ich manche Dinge zweimal, dreimal sage, aber jeweils in einer anderen Formulierung, ich mag das einfach, diese langen Sätze, das ist Valeries Schreibe. Dass dann auch mal Kommas einfach unter den Tisch fallen, ist lässlich. Es kommt sogar vor, dass ich Sätze, die einmal geschrieben sind und beim Durchlesen eh' schon lang und gewunden wirken, durch die nachträgliche Einfügung eines Gedankens noch einmal verlängere.
Ich versetze mich einfach in die Rolle einer Vorleserin und wenn mir die Puste zwischendurch ausgeht, ist der Satz zu lang. Eine Vorleserin mit Schnappatmung wäre bei einer Lesung keine schöne Vorstellung. Aber das ist reine Ansichtssache. Allerdings kann ich aus Erfahrung sagen, dass meine damaligen Kollegen ebenso korrigiert haben. Das Gehirn verarbeitet kurze prägnante Sätze besser. Eine ständige Konzentration darauf, den besagten Faden nicht zu verlieren, strengt Leser und Zuhörer gleichermaßen an. Das ist bei etlichen Fernsehaufzeichnungen gut zu beobachten.
Valerie Bellegarde hat geschrieben: Di 10. Sep 2019, 19:21 Ebenso die Adjektive. Schön, an Mark Twain gemessen zu werden. Aber ich liebe Adjektive wirklich, und weil sie so schön sind, streue ich sie reichlich in einen Text ein.
Das ist ein Missverständnis. Ich habe dich nicht an Mark Twain gemessen, sondern lediglich bedauert, dass mir in Bezug auf Schachtelsätze kein prominenter Kritiker einfällt. Adjektive sind m.E. gar nicht dein Problem, sondern eher Massen von Füllwörtern. Aber soweit wollte ich nicht gehen.
Valerie Bellegarde hat geschrieben: Di 10. Sep 2019, 19:21 Überhaupt ist das Schreiben für mich eine sehr emotionale und intensive Angelegenheit, und wenn ich in gelöster Stimmung bin, fließt es mir halt quasi ungebremst aus der Feder und die deutsche Rechtschreibung fällt kurz ab und zu auch mal unter den Tisch. Natürlich hebe ich sie von dort auch wieder auf.
Klar, das ist es für alle am Anfang. Aber wer die Sache ernsthafter betreiben will und z.B. veröffentlicht, kommt schnell dahinter, dass die Schreiberei harte Arbeit darstellt, falls der Text einem breiten Publikum zugemutet werden soll. Auch wird man nicht ohne Fremd-Lektorat auskommen, weil man für eigene Fehler meist blind ist.
Du kannst das locker sehen, wenn du keine solchen Ambitionen hegst, und musst keine professionalen Maßstäbe anlegen. Dem Stress braucht sich keine Hobby-Schreiberin auszusetzen. Das wäre ja so, als würde man beim Golf von Anfang an mit PRO-Handycap spielen und von ganz hinten abschlagen - lach. Also: Alles im grünen Bereich!

LG
-Diva
Valerie Bellegarde
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Re: Valeries Welt

Post 688 im Thema

Beitrag von Valerie Bellegarde »

Hallo, Ankündigung !
Die neue Episode aus Valeries Welt heißt "Retrospektive Maillol / Rodin und geht demnächst raus, spätestens aber am kommenden WE.

FF "¦ Valerie
Valerie Bellegarde
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Re: Valeries Welt

Post 689 im Thema

Beitrag von Valerie Bellegarde »

Teil 2 Kapitel 63:

Total Immersion

In der französischen Stadt Perpignan, die etwa eine halbe Autostunde südlich von Narbonne und unweit der spanischen Grenze gelegen ist, gibt es das regional gut bekannte Kunstmuseum Rigaud, eine halb von der Stadt und einem privaten Sponsor unterhaltene Organisation, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Werke von bildenden Künstlern auszustellen, die in der Region gearbeitet haben und die es auch heute noch reichlich gibt hier unten im französischen Süden.

Aktuell sind dort im Musée Rigaud auf mehreren Etagen einige schöne Arbeiten der Bildhauer Maillol und Rodin ausgestellt. Das Konzept der Ausstellung ist spektakulär, denn jeder Figur von Maillol steht etwas Entsprechendes von Rodin gegenüber, also ein Portrait einem Portrait, eine liegende Figur einer liegenden Figur, und eine Gruppe von Rodin einer anderen Gruppe von Figuren, wie sie Maillol darstellt. Dieses Konzept macht die Sache für den Betrachter außerordentlich interessant.

Valerie besaß einen ausgeprägten Sinn für Ästhetik und schöne Dinge. Sie wohnte ja nun schon eine Weile in der Stadt, also kannte in der Region bereits ein paar Museen und hatte auch das Geburtshaus von Maillol in der Nähe des Dorfes Colliure bereits einmal besucht, das heute ebenfalls Museum ist, unter anderem hat sich der Künstler in seinem eigenen Garten begraben lassen, damals war das wohl noch möglich, aber vielleicht ist es damals auch nur eine zeitweilige Mode gewesen in diesen Kreisen oder eine persönliche Macke der Künstler, denn auch der große Salvador Dali ruht ja nicht auf dem städtischen Friedhof, sondern mitten im Zentrum seiner geschäftigen Heimatstadt Figueres (Catalunya) unter einem Sarkophag, der unten im Keller des nach ihm benannten Museums steht und ebenfalls zu besichtigen ist.

Inzwischen hatte Valerie das Sprachtraining für deutsche Konversation mit der Narbonner Rathausdelegation erfolgreich hinter sich gebracht. Die Damen und Herren Stadträte hatten sich reichlich Mühe gegeben, ihr in der Schule erworbenes-Deutsch aufzupolieren, was natürlich nicht jedem gleichgut gelang, zu lange lag der Schulunterricht für die meisten zurück. Valerie ihrerseits hatte nicht die geringste Ahnung von Fremdsprachen-Didaktik und auch keinerlei Ehrgeiz als Deutschlehrerin, also zog sie die Konversationsabende nach ihrer persönlichen Methode durch: Total immersion.

Total immersion wurde von der Sprachschule Berlitz erfunden und bedeutet auf Deutsch so etwas wie "völliges Eintauchen". Es wurde also von Anfang bis zum Ende der Stunde nur die Fremdsprache Deutsch gesprochen, eine für die französischsprachigen Teilnehmer recht anstrengende Lehrmethode. Man könnte diese didaktische Methode, so brutal, wie sie von Valerie angewendet wurde, auch bezeichnen als die Methode "Friß, Vogel, der stirb". Das klingt weniger nett aber trifft den Kern der Sache recht genau. Jedenfalls kam ihre Art, den Kurs durchzuziehen ihrer Persönlichkeit am nächsten, denn sie ist immer ins kalte Wasser gesprungen ohne viel zu planen und zu überlegen, und hat sich neue Dinge immer selbst erarbeitet. Das Gleiche erwartete sie auch von anderen.

Thierry Elouard war übrigens an keinem einzigen der Konversations-Abende anwesend gewesen. Eigentlich hatte sie es auch nicht erwartet, denn als Notar war er zwar Kommunalbeamter, gehörte aber nicht zum Gemeinderat. Trotzdem, auch wenn es unlogisch war, irgendwie rechnete sie schon damit, ihrem Thierry dort im Rathaus irgendwie, irgendwann über den Weg zu laufen, allerdings erfüllt sich diese Hoffnung nicht.

Im Grunde war es also völlig unnötig gewesen, sich für den Kurs aufzuhübschen und sich für fast hundert Euro bei Aurelie, der Maniküre, schöne lange Gelnägel machen zu lassen. Auch ihre neue Business-Hochsteckfrisur, die sich eigens für die Einsätze im Narbonner Rathaus beim Friseur hatte machen lassen, schien auf den ersten Blick rausgeschmissenes Geld zu sein, so blieb zu befürchten. Trotzdem trug sie ihre neue Hochsteckfrisur im Geschäft noch weiter, denn die Mädels im Büro fanden ihren neuen hairstyle toll und absolut businesslike, und auch und auch ihre Freundin Delphine sparte nicht mit Komplimenten, als sie Valeries neue Haare zum ersten Mal sah.

Allmählich schien er dann wieder einzukehren in Valeries Leben, der gleichförmige Büroalltag. Wenn Termine für Kundenbesuche in ihrem Kalender vermerkt waren, musste sie oft längere Strecken mit dem Auto zurücklegen, die Nachmittage und Abende verbrachte sie dann meistens allein am Schreibtisch, um das abzuarbeiten, was ihr die Mädels auf den Tisch gepackt hatten.

Dann, als sie eigentlich nicht mehr ständig daran dachte, kam er aber doch, der Anruf aus dem städtischen Notariat. Thierry lud sie zu dieser Retrospektive Maillol / Rodin nach Perpignan ein und hatte sich sogar den ganzen kommenden Sonntag dafür reserviert, man könnte ja eventuell später noch gemeinsam Essen gehen in Perpignan, ob sie dafür wohl Zeit und Lust hätte, also zuerst Kunstmuseum und dann Restaurantbesuch, nur sie beide?

Valerie freute sich wirklich, man konnte es am Klang ihrer Stimme bemerken, aber auch an ihrer Herzschlagfrequenz, die sich sofort erhöht hatte, nachdem Josette, ihre Sekretärin, den Anruf aus der Rue Gambetta durchgestellt hatte.

"Ohhh"¦ ja, dort wollte ich sowieso schon immer mal hin, in diese Ausstellung", sagte sie.

"Gut, dann passt das ja", antwortete er am anderen Ende der Leitung. "Und vergiss nicht, es in deinem Kalender einzutragen, 10.00 Uhr am kommenden Sonntag, ich hole dich mit dem Auto ab", setzte er noch hinzu.

"Ist gebongt", antwortete Valerie.

Er würde sie dann also zuhause abholen. Aber"¦ so fiel es ihr dann ein"¦. Wußte er überhaupt wo sie wohnte? Hatte er eigentlich ihre Adresse?



Fortsetzung demnächst, hier in diesem Theater.

Lieben Gruß

Valerie :()b
Christiane04
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Re: Valeries Welt

Post 690 im Thema

Beitrag von Christiane04 »

Hallo Valerie,

Schöne Folge mit einem netten Cliffhanger. Bemerkungen zur Satzgestaltung fände ich jetzt nicht nötig :D
Bitte weiter so, ich mag unheimlich die detaillierten Umgebungsbeschreibungen und die französischen
Einsprengsel. Gerne mehr davon!

Danke Christiane
"Ein Mann kann anziehen, was er will, er bleibt doch nur ein Accessoire der Frau. " Coco Chanel
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