Toni Smith hat geschrieben: Fr 17. Mai 2019, 07:59
Die HRT hat nicht das passing verbesserr. Ich vermute eher das es die Kleidung zusammen mit der Frisuer und der Brille sowie der Epilation war. Denn immer wenn ich Mütze oder Schal getragen hab wurde das passing schlagartig besser. Mein Gesicht ist eh etwas androgyn mit der neuen Brille wurde dies auf die weibliche Seite gekippt.
Danke für ein kleines Schmunzeln, das sogar mir diese Erklärung entlockt hat! Wenn ein obendrein bebrilltes Gesicht bis zur Nasenspitze durch Mütze und Schal vermummt wird, kann man dahinter so ziemlich alles vermuten - vom Insekten-Alien über Zombie bis hin zu einem Menschen jeglichen Geschlechts ... super!
Toni Smith hat geschrieben: Fr 17. Mai 2019, 08:46
Mir geht halt diese regelrechte Transwerbung auf den Keks. Wo dann ein Bild vermittelt wird als wäre alles toll und das auch über Jahre hinweg.
Ich kenne nur Werbung von
Trans-portfirmen, Speditionen.
Transition wird m.E. nirgends beworben. Oder meinst du die Schönfärberei in Foren? Selbst das würde ich nicht als Werbung, sondern eher als Selbtsbetrug bezeichnen. Vielleicht solltest du nicht nur die ersten Google-Treffer anklicken. Es gibt jede Menge sehr differenzierte, kritische und realistische Blogs von Menschen in Transition.
Toni Smith hat geschrieben: Fr 17. Mai 2019, 08:46
Die wenigsten sehen so aus wie auf Instagramm oder auf Youtubetimelines. Und wenn sie gut aussehen dann nur weil sie massig an Geld für nicht enden wollende OPs hingeblättert haben. Oder sie retuschieren was das Zeug hält.
Da brauchst du gar nicht anderswo zu schauen. Wenn hier Modell-like Avatars eingestellt werden, während die Betroffene zugleich postet, wie sie draußen ständig angepöbelt, ausgelacht und mit dem Handy gefilmt wird, erscheint mir das gelinde gesagt - suspekt.
Toni Smith hat geschrieben: Fr 17. Mai 2019, 08:46
Der Transweg kann einen kaputt machen. Er kann dein sozial Leben zerstören, deine Finanzpolster und deine Gesundheit. Eine Happyness Garantie gibt es nicht.
Ja - ja und nochmals ja. Aber: Wer zum Henker gibt denn eine 'Happyness Garantie'? Ich kenne niemanden. Im Gegenteil wird allerortens gewarnt und ständig betont, dass sämtliche Maßnahmen von HET bis OP's maximal
unterstützen können. Eine Erfolgsgarantie gibt keine(r). Nicht umsonst unterschreibst du im Krankenhaus allerlei Zeug, bei dem unterm Strich rauskommt, dass dich auch ein dressierter Schimpanse zerlegen könnte und du verzichtest auf sämtliche Rechtsmittel und Forderungen, wenn's schief geht. Alle sind abgesichert, nur du nicht.
Toni Smith hat geschrieben: Fr 17. Mai 2019, 08:46
Viele Trans Personen müssen ihr leben lang mit körperlichen Merkmalen leben die sie immer wieder auf den Boden der Tatsachen zurückholt (Stimme, Schultern etc.). Selbst nach rechtlicher Angleichung und kompletter Verleugnung der Vergangenheit durch Umzug und anderen Maßnahmen (eine Freundin wollte ihre Biografie im transgeschlecht unschreiben) kann der alte Name irgendwo wieder auftauchen und das holt ein dann wieder zurück in die Realität.
Streiche das letzte Wort 'Realität' und ersetze es durch 'Vergangenheit'! Es geht nicht darum, die gelebte Realität zu verleugnen, sondern nicht ständig - meist völlig überflüssig - mit der Vergangenheit konfrontiert zu werden.
Das ist der Knackpunkt, den niemand begreift, den ich kenne. Die erfolgreich transitionierte Person steht meist durchaus zu ihrer Vergangenheit, nur kann die Umwelt damit größtenteils nicht umgehen und ändert ihr Verhalten radikal. Die Folge ist, dass die Vergangenheit besser im Verborgenen bleibt, weil KollegInnen, FreundInnen und potentielle PartnerInnen damit Probleme haben,
nicht die Trans*Person! Hier wird die 'Schuld' nur allzu gerne umgedreht und der bösartige Vorwurf geäußert: 'Du stehst nicht zu deiner Vergangenheit!'
Stehen denn die 'normalen' Menschen dazu? Wird bei ihnen bei jeder Gelegenheit verbreitet, dass sie z.B. bis zur 3. Klasse Bettnässer waren, heimlich gekokelt haben usw.? Wahrscheinlich eher nicht.
Toni Smith hat geschrieben: Fr 17. Mai 2019, 08:46
Wenn man darüber stehen kann und seinen Weg dennoch geht, Hut ab, das sibd Leute die sind angekommen und die gehen den Weg auf einer realistischen Basis. Wer aber meint auf dem Regenbogenpfad ins rosarote glitzer Land zu sein, der wird ne fette Überraschung erleben.
Den realistischen Weg zu gehen, stellt eine Lebensaufgabe dar. Schade nur, dass dieser ohnehin schwere Weg von Seiten der Politik und aktuellen sowie geplanten Gesetzen sowie der (Un-)Rechtssprechung kräftig bombardiert wird.
Aber jetzt kommst du schon wieder mit maßlosen Übertreibungen: Wer hat dir denn ein 'rosarotes Glitzerland'
versprochen? War das etwa Lexi? (Spaß im Zusammenhang mit dieser Assoziation:)
lexes hat geschrieben: So 24. Mär 2019, 00:03
... wenn dann aber Lexi-Zeit ist schlage ich mental immer über die Stränge und möchte gleich 100 Einhörner, meine pinken Gedanken und eine Wahenladung Glitzer-Glimmer-Sternen-Staub....
Toni Smith hat geschrieben: Fr 17. Mai 2019, 11:01
Transwerbung findet ja auch nicht aktiv sondern passiv statt. Stichwort Influenca. Influence bedeutet beeinflussen und genau das passiert, wenn trans. Leute über sich berichten. Man ist fasziniert vom Thema und schaut sich die Videos und Beiträge an und irgendwann sickert es dann langsam in einen ein.
Hab zwar schon 2003 in einer Doku was über Transgender erfahren, habe da aber noch gedacht, betrifft mich nicht. Dann 2016 haben sich immer mehr auf Youtube gezeigt. Als dann eine Person die ich Jahre vorher verfolgt habe, plötzlich nach einem Jahr Youtubeabstinenz wieder gemeldet hat und verkündete, dass sie nun ein Transition macht. Ab da an habe ich mir auch so gedacht, ok wenn die das machen, kann ich das ja auch mal versuchen.
Ja, dann schau dir nicht nur die extrem positiven Berichte an! Es gibt genug kritische Stimmen, auch wenn diese sogar in diesem Forum oftmals ignoriert werden. Aber
du musst sie nicht ignorieren. Alles hat zwei Seiten.
Dein letzter Satz klingt, als würde sich jemand dazu entscheiden, ab morgen nur noch 2 unterschiedliche Schuhe links und rechts anzuziehen, weil es ein Influencer so gemacht und 1 Milliarde Likes dafür bekommen hat. Irgendwo (ich bin jetzt leider zu faul, den Post zu suchen) hast du mal geschrieben, dass die Tendenz bestünde, für jedes Scheitern die Schuld bei anderen zu suchen. Mir scheint, du bist momentan selbst nicht völlig frei von dieser Tendenz.