Die HRT hat nicht das passing verbesserr. Ich vermute eher das es die Kleidung zusammen mit der Frisuer und der Brille sowie der Epilation war. Denn immer wenn ich Mütze oder Schal getragen hab wurde das passing schlagartig besser. Mein Gesicht ist eh etwas androgyn mit der neuen Brille wurde dies auf die weibliche Seite gekippt. Mich schauen immer noch Leute fragend an. Beginne ich zu sprechen sind sie erleichtert und können mich einordnen. Und die Stimme wäre auch mein Passingkiller geblieben.Diva hat geschrieben: Do 16. Mai 2019, 19:26Das Thema wurde vor etlicher Zeit in epischer Breite an anderer Stelle auseinandergenommen. Der Alltagstest ist m.E. noch immer Bestandteil der uralten MDK-Richtlinien (korrigiert mich, wenn das inzwischen außer Kraft ist), nur richten sich die sog. 'transfreundlichen' Ärzte nicht danach, d.h. die psychologische Indikation wird ganz normal nach Abschluss der Probatorik getroffen. Und das sind 5 Termine, die kein Jahr dauern.Momo58 hat geschrieben: Mi 15. Mai 2019, 19:32 Ich habe meinen Alltagstest vor 3 Tagen begonnen. Die Therapeutin ist super, beachtet jedes Detail. Sie wird den Alltagstest ein Jahr mit mir durchführen, dann bekomme ich ein Gutachten für die Hormonbehandlung.
Die nicht 'transfreundlichen' Ärzte nutzen den Alltagstest oftmals als Sperrfeuer gegen Trans*, mit denen die PatientInnen meist erfolgreich vertrieben werden, weil sie das - wie hier geäußert - meist als Zumutung empfinden.
Ich war vor gar nicht so langer Zeit auch scharfe Gegnerin des Alltagstests. Inzwischen sehe ich das differenzierter, denn ich hielt es damals nicht mehr aus und begann bereits vor der HET mein Leben als 'Vollzeitfrau'. Insofern hab ich doch eine Art Alltagstest gemacht - einen zwangsläufig selbstverordneten. Ein Doppelleben erschien mir unerträglich. Ich musste ins kalte Wasser springen - und schwimmen. Allerdings gab es vorher ein paar Monate lang eine 'androgyne' Phase, sodass die äußerliche Frauengestalt - zuerst freilich mehr schlecht als recht - als eine Art logische Konsequenz gelten konnte. Aber meine Umgebung sah das alles andere als 'logisch' ...
Was ich aus heutiger Sicht dagegen halten muss: Kein noch so gründlicher 'Test' hätte mein aktuelles Scheitern an mir selbst und den Verhältnissen verhindern können. Der gepredigte 'Schutzeffekt' wäre ins Leere gegangen.
Denn wie innere und äußere Welt aussehen, wenn die Schmetterlinge nicht mehr fliegen, keine Blumen mehr blühen und nur noch Kälte herrscht, kann auch kein 'Alltagstest' vorwegnehmen ...
Ich mag nicht widersprechen, da ich dich nicht kenne, aber ein paar Zweifel tun sich schon auf, wenn ich das lese:Toni Smith hat geschrieben: Do 16. Mai 2019, 18:24 Durch die Hormontherpie veränderte ich mich und ich wurde auch in Männerkleidung als Frau gelesen. Das wollte ich zwar aber sobald ich, weiblichere Kleidung in der Öffentlichkeit trug, bekam ich Panikattacken. Zu dem war die Hormontherapie nicht die besagte Wunderkur.
Auf der einen Seite das angeblich derart 'perfekte' Passing, sogar in Männersachen eindeutig als geborene Frau gelesen zu werden, auf der anderen die Bemerkung, die HET sei keine Wunderkur. Wenn du das geschafft hättest, dann wäre es DIE Wunderkur ...
Ergänzend ein paar Zitate von dir, die m.E. zeigen, dass sich deine Erinnerungen an die Zeit der Transition offenbar leicht verschoben haben:
So isses - keine Frau in Männersachen.Toni Smith hat geschrieben: Di 2. Apr 2019, 15:27 Ebenfalls habe ich zum Schluss festgestellt, dass es halt keine soziale Anerkennung geben wird. Man wird immer der Mann bleiben der "nur in die Rolle der Frau wechselt". Zumindest für die die einen kennen. So hatte ich den Eindruck.
Eben - hätte - könnte - wäre - aber ist nicht. Was erreichbar gewesen wäre, wirst du wegen der Detransitionierung nie erfahren. Nichts für ungut - Erinnerungen trügen und werden oft schon nach kurzer Zeit komplett verfälscht im Hirn abgebildet - manchmal als eine Art Schutzmechanismus, um Probleme zu deckeln, an die sich noch gar nicht herangewagt wurde ...Toni Smith hat geschrieben: Do 4. Apr 2019, 09:46 Hätte ich die HRT weiter gemacht, hätte ich jetzt vermutlich bis auf die Stimme ein super passing. Rein Emotional hat es mich aber komplett fertig gemacht.
-Diva
Transition kann zu einer Sucht werden. Man wird süchtig nach Aufmerksamkeit.
Das mit dem Erinnerung drügen kann ich unterstreichen, darum halte ich auch nichts von der trans Anamnese. Da meist viel hinzugedichtet wird.