Mysterium HRT
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Lebensplanung, Standorte
ExuserIn-2020-07-10
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Mysterium HRT

Post 1 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2020-07-10 »

Auf dem Weg die optimale HRT zu finden hab ich folgende Erkenntnisse gewonnen und die möchte ich mit euch teilen.

Zur Wirkung von HRT, nach meinen Erfahrungen.

Wohin mit dem Fett?
Bessere Wirkung erreicht man durch:
Wenn man dünn ist, durch kurzfritistige Gewichtszunahme.
Wenn man dick startet, durch Gewichtsabnahme.

Ohne Fett kann auch nichts umverteilt werden. Fett bindet Östrogen daher sollte auf langesicht Fett abgebaut werden. Das setzt bereits gebundenes Östrogen frei.

Mit der HRT hatte ich zugenommen aber nicht abgenommen. Als ich mit der HRT pausierte nahm ich ab und hatte dadurch nachweislich nach 1 Monat ähnliche Werte Östrogen im Blut wie mit HRT.

Die anderen Hormone?

Wie sind deine SHBG und DHEA Werte und wie haben die sich entwickelt? Meine blieben gleich und und sind auch mit HRT unverändert geblieben. Diesen Umstand mache ich auch für die mangelnde Veränderungen verantwortlich.

Im normalfall reduziert sich DHEA (Vorläufer von Testo) und SHBG steigt (macht Testo unschädlich), bei HRT.
Ich habe dazu bis zu 10 verschiedene trans Frauen um ihre Blutbilder gefragt und bei allen ist der Normalfall eingetreten.

Zyklus HRT?

Was ebenfalls ganz gut sein kann ist nicht mit zuviel Östrogen starten. Manche nehmen zu hohe Anfangsdosen und zerhauen sich damit die Rezeptoren. Diese müssen soch dann erst wieder erholen. Wenn also der Wert zu hoch ist und man keine Veränderung sieht kann das an diesen Effect liegen. Daher sollte man dann entweder die HRT reseten (neustarten mit kurzer erholungspause) oder Progesteron nehmen (allerdings habe ich damit keine Erfahrungen gemacht).

Östrogen hält sich länger im Körper (als Testo) und kann dadurch sich anreichern. Zuviel Östrogen blockiert sich selbst, daher braucht der Körper regelmäßige Pausen, eben ein Zyklus.


Die beste HRT?

Ich habe in Facebookgruppe-Umfragen nach der HRt gemacht und die mit der Wirkung verglichen.

Die besten Resultate hatten die mit Gynokadin und unter 10 mg Androcur. (Von Androcur rate ich aber ab).
Allerdings gibt es auch viele die auf Tabletten besser reagieren als auf Gel oder Pflaster.

Zur Wirkung von Injektion kann ich mangels Vergleiche nichts sagen.

Ich hoffe ich konnte vielleicht helfen.

Wichtig ist zu wissen die HRT ist kein Zaubertrank und die meisten trans Frauen werden gerade von alten Bekannten immer als Mann in Frauenkleidung gesehen werden. Das wird sich manchmal nie ändern. Wenn man das weiß und dennoch den Weg weitergehen will für den sind die oberen Tipps vermutlich gar nicht so wichtig. ;)
ExuserIn-2020-07-10
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Re: Mysterium HRT

Post 2 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2020-07-10 »

Langzeitwirkung von HRT oder was tue ich meinen Körper damit an?

Ich habe versucht Studien zur langzeitwirkung von HRT zu finden. Wie es so mit der Transition ist, gibt es nur wenige Studien und zur Langzeitbehandlung gibt es noch weniger.

Die wenigen Studien sagten ein gestiegenes Herz-Kreislauf Riskio voraus.Unbestritten ist das Risko für Lebererkrankung durch Tablettennahme.

Da sowohl Gehirn als auch Nieren durch die HRT egal welcher Form angesprochen werden (Hormonkreislauf) kann es auch hier zu erhöhten Risiko kommen.

Man kann sagen, durch lebenslange Nahme von Medikamenten kann es zu steigender Beeinträchtigung kommen. Das Risiko steigt mit den Jahren stärker als das derer ohne Medikamente.

Risiko ist hier vor allem akutes Nierenversagen.


Die philosophische Frage die sich hier aber gestellt werden sollte, ist die HRT verbunden mit einer Lebensqualitätssteigerung sollte man dann das Risiko eingehen? Denn in einem Zeitraum von 10 bis 20 Jahren kann auch ohne HRT viel pasieren welches gesundheitliche Risiken birgt. Vielleicht sollte man sich auch Fragen, ist die Qualizätssteigerung verbunden mit der HRT oder mit dem veränderten "freieren" Verhalten?
Whoopy Highfly
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Re: Mysterium HRT

Post 3 im Thema

Beitrag von Whoopy Highfly »

Hallo Toni,
Falls das alles so stimmt (jeder Körper ist anders), wird es mir auch alles klarer.

Vielen Dank

LG
Bin auf dem Weg. Bitte sucht mich nicht.
Melde mich demnächst wieder.

Bye
Joe95
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Re: Mysterium HRT

Post 4 im Thema

Beitrag von Joe95 »

Erst mal danke für das Thema.
Bei mir stellt sich nicht die Frage ob Hormone oder nicht, sondern nur wie ich die optimale Wirkung erreiche und, was mir fast noch wichtiger ist, auf welche Werte muss ich wirklich achten?
Bei den meisten Berichten weiß ich beim zweiten Satz schon nicht mehr was ich im ersten gelesen habe, weil ich die Bezeichnungen oft nicht mal lesen kann, geschweige denn ihrer Funktion und den optimalen Werten zuordnen.
Oft sehe ich auch Bezeichnungen und Kürzel, die bei meinen Werten garnicht vor kommen bzw. die in meinem Laborbericht stehen, aber sonst niemand erwähnt.

Kann mir also jemand sagen welche Werte nun für mich wichtig sind und wie sie sein sollten?
Sei vorsichtig mit deinen Wünschen, sie könnten in Erfüllung gehen.
Natürlich ist das wahr, es steht doch im Internet!

Du hast ne Frage, brauchst Rat oder Hilfe?
Ohren verleih ich nicht, aber anschreiben darfst du mich jederzeit...
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Re: Mysterium HRT

Post 5 im Thema

Beitrag von Cybill »

Ich weiß, mit vollen Hosen (Körbchen) ist gut stinken (dekolltieren).
Aber ganz ehrlich, manchmal - insbesondere, wenn es um Hormone, Schminken etc... geht, ja dann komme ich mir hier vor, wie im Tunerforum.

Die HET ist eine ganz individuelle Angelegenheit, bei der der Endokrinologierende die Hauptrolle spielen sollte. Für mich ist es auch eine sehr persönliche Angelegenheit.

Nur mal so zum Nachhirnen. ...

Cybill
Scio quid nolo! - Ich weiß was ich nicht will!

Im Übrigen: Ich bin nicht hauptberuflich transsexuell!
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Re: Mysterium HRT

Post 6 im Thema

Beitrag von Joe95 »

Da hast du sicherlich recht, aber hier werden oft sehr persönliche Angelegenheiten besprochen.
Ich würde schon gerne ein wenig davon verstehen. Da brauch ich aber jemanden der mir "Hormone für Dummies" vorsichtig nahe bringt.
Sei vorsichtig mit deinen Wünschen, sie könnten in Erfüllung gehen.
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Re: Mysterium HRT

Post 7 im Thema

Beitrag von Anja »

Moinsen (moin)

(eigenes) Wissen kann sicher nicht schaden und zu viel Wissen kann man sicherlich auch nicht.
Für meine Endo dienen die (Soll)werte auch nur als Orientierung, wichtig ist ja, wie die Patientin sich bei der HT fühlt. Wenn ich abends zu viel Gel nehme, schlafe ich z.B. schlecht. Da nützt mir ein hoher E2 Wert dann auch nix.
Andere haben mit Testo-Blockern Stimmungsschwankungen, da hab ich nun garkeine Probleme mit.

Deswegen rede ich mit meiner Endo eher darüber, wie es mir geht, als über meine Laborwerte...

Grüße
die Anja
Fällt der Apfel weit vom Stamm, kommt wenigstens mal Sonne dran!
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Re: Mysterium HRT

Post 8 im Thema

Beitrag von Lavendellöwin »

Hi,


genau, so wie Anja es im Grund beschreibt sehe ich es auch-wie fühl ich mich damit.
Fühl ich mich nicht gut, sollte ich an jeder Medikation etwas ändern-das gilt nicht nur für die HRT.

Aber so durchschnittliche Normwerte gibt es schon.


Hormon Trans* w
Dehydroepiandrosteron (DHEAS) 0,5-4 ug/ml
Luteotrophes Hormon (LH) 0,1-10 mU/ml
Follikelstimulierendes Hormon (FSH) 1-10 mU/ml
Östradiol (E2N) 50-200 pg/ml
Bioverfügbares Östradiol (BAE) 25-100 pg/ml
Progesteron (PROG) 0,1-1,5 ng/ml
Testosteron (T) 0,1-1 ng/ml
Bioverfügbares Testosteron (BAT) 0-0,15 ng/ml
SHBG 20-100 nmol/l

Da der Hormonhaushalt ein Regelkreislauf ist, darf ein Wert auch mal
nicht so dolle sein, trotzdem ist noch alles schön.
Daher würde ich mir nicht tiefer Gedanken machen, ausser es besteht
das wirklich erhöhte und starke Interesse das Ganze komplett zu verstehen.

Alles Liebe Marie (flo)
Fang an. Schritt für Schritt. Denn Mut wächst im Tun. Jeder kleine Schritt zählt – auch der unperfekte.
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Re: Mysterium HRT

Post 9 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Für sehr viel gesammeltes Wissen inkl. Zusammenfassungen von und Quellen zu Fachartikeln, tw. mit Einordnung der Seriösität (Gruppengröße, Signifikanz, etc.) gibt es in meiner Linkliste Bei https://www.reddit.com/r/TransDIY finden sich auch viele Einzelfälle und Fragen zu speziellen Situationen in beide Richtungen.

Referenzwerte lese ich nach in https://en.wikipedia.org/wiki/Reference ... lood_tests und http://www.laborlexikon.de/, bspw. http://www.laborlexikon.de/Lexikon/Info ... radiol.htm

Etwas abgefahrener ist https://madgenderscience.miraheze.org/wiki/Main_Page :)

Im übrigen bin ich latent auf der Suche nach Fachmenschen mit Biochemie-Kenntnissen, um die Möglichkeiten für public domain Östradiol-Synthesen zu besprechen. Ja ich weiss wie das klingt, aber ich meine das ernst. Es gab da ein Kunst/Wissenschaft-Projekt, das leider nicht weiter verfolgt wurde.
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Re: Mysterium HRT

Post 10 im Thema

Beitrag von Michelle_Engelhardt »

Vielleicht für manche interessant und ja, ich weiß....jeder Körper reagiert anders. Ich bin vor ca. 9 Monaten wieder umgestiegen von Gyno auf Estradiol (4 mg / Tag). Die Tabletten schlucke ich aber nicht so wie früher vor dem Gynokadin, sondern lasse sie im Mund zergehen. Jedenfalls sind meine Minibrüstchen seit ein paar Wochen wieder sehr druckempfindlich und ich spüre auch wieder dieses altbekannte Ziehen, nachdem sich da sicherlich 2 Jahre gar nix gerührt hat. Insgesamt bin ich jetzt im 6. Jahr HRT.

LG
Michelle
Brauchst Du Hilfe oder einfach jemanden zum quatschen? Schick mir 'ne PN!

Weihnachtsmarkt ist das Wacken für Büroangestellte!
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Re: Mysterium HRT

Post 11 im Thema

Beitrag von Anke »

Hallo,

die Reaktionen auf die HRT sind sehr unterschiedlich, alles andere wäre für mich eine große Überraschung.

Ich bin derzeit bei zwei Hüben Gynokadin und damit geht es mir gut. Aus meiner Sicht ist das auch der wichtigste Aspekt. Alles andere was so passiert ist zwar schön, aber zweitrangig.

Vor der OP war die Gynokadin-Dosis deutlich höher (6 Hübe). Androcur habe ich probiert und überhaupt nicht vertragen. Bei beiden Anläufen ging es mir sehr schlecht und ich bin richtig durchgedreht. Mit der recht hohen Gynokadin Gabe habe ich den Testowert vor der OP gut in den Griff bekommen und jetzt ist das Thema Testo für mich sowieso durch.

Außerdem habe ich vor der OP Erfahrung mit Progesteron gemacht. Mit einer Kapsel am Tag bin ich gut klar gekommen. Meine Endo wollte unbedingt, dass ich zwei pro Tag nehme. Das hat mich total müde und durcheinander gemacht. Ich konnte nicht mehr klar denken und war antriebslos. Da sie das nicht im geringsten interessiert hat, habe ich mir jemand anderes gesucht.

Bei Beginn der HRT hat sich als allererstes die Haut verändert. Sehr angenehm. Brustwachstum und Umverteilung des Fetts haben sich in Grenzen gehalten. Das ist für mich nach Jahrzehnten auf Testosteron auch nicht wirklich überraschend.

Allerdings habe ich den Eindruck, dass die Umgestaltung meines Gesichts und meines Körpers anhält. Es sind kleinere Veränderungen, aber gerade Menschen, die mich eine Weile nicht gesehen habe, sind immer wieder erstaunt über die Veränderung. Ich selbst merke es, wenn ich Bilder vergleiche.

Wie eingangs geschrieben ist es für mich am wichtigsten, dass ich mich gut fühle. Die HRT hat mir sehr geholfen, mein inneres Gleichgewicht zu finden. Mein Eindruck ist, dass jetzt Gefühl und Verstand im Einklang miteinander agieren und ich mich in mir selbst sicherer fühle. Interessant ist, dass es auch hier Veränderungen gibt, die sehr langsam und kontinuierlich eintreten. Zum einen betrifft das meine Ernährung. Meine Lust Fleisch zu essen geht immer mehr zurück, während gleichzeitig das Bedürfnis nach Obst und Gemüse zunimmt. Zum anderen verwende ich immer mehr Zeit meinen Körper zu pflegen. Duschen ohne anschließenden Eincremen geht zum Beispiel gar nicht mehr. Auf meinem Schreibtisch steht seit einiger Zeit immer eine Tube Handcreme und auch in meiner Handtasche ist praktisch immer eine Tube zu finden.

Diese kontinuierliche Veränderungen erlebe ich als sehr angenehme und wohltuend.

Abschließend möchte ich schreiben, dass ich es wichtig finde, die HRT mit der richtigen Einstellung zu beginnen. Eins Stück weit ist sie eine Wundertüte, niemand kann sicher vorhersagen, was genau passieren wird. Deshalb finde ich es fatal, wenn zu Beginn die Erwartung steht, dass sofort wunderbare große Brüste wachsen und der Körper innerhalb kürzester Zeit eine Sanduhrform an nimmt. Besser finde ich zu wissen, was alles passieren kann und sich über die tatsächlich stattgefundenen Veränderungen zu freuen. Auch wenn ich keinen Sanduhrkörper habe und bei den Brüsten nachhelfen musste, für mich ist meine HRT ein großer Erfolg.

Liebe Grüße

Anke
Sentio ergo sum. - Ich fühle, also bin ich.

Les femmes sont fortes quand elles sont feminines. (Coco Chanel)

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Re: Mysterium HRT

Post 12 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Michelle_Engelhardt hat geschrieben: Do 28. Mär 2019, 05:23Die Tabletten schlucke ich aber nicht so wie früher vor dem Gynokadin, sondern lasse sie im Mund zergehen.
(yes) so mache ich das auch. "Sublingual". Dazu gibt es eine nette Grafik zur Serumkonzentration im Vergleich mit "einfach runterschlucken" (oral).
Externes Bild, es gelten die Datenschutz- und Nutzungsbestimmungen der ausgewählten Seite.Quelle: http://transascity.org/wp-content/uploa ... radiol.jpg

(http://transascity.org/sublingual-versus-oral-estrogen/). Die dazugehörige Studie ist auch anderswo häufig verlinkt.
Die Erklärung ist recht simpel. Viel E geht über die Mundschleimhaut direkt ins Blut und kann erst mal sinnvolle Arbeit tun, bevor es das erste Mal durch die Leber geht. Ob die mehrmalige Peak-Belastung langfristige Nachteile hat weiss ich nicht. Ich nehme meine 2 (bzw 3) x 2mg/Tag einzeln, habe also 2 bzw 3 Spitzen. Mein Endo meinte, ob zusammen oder morgens/abends sollte keinen Unteschied machen, aber ich fühle mich ausgeglichener mit der Verteilung.
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Re: Mysterium HRT

Post 13 im Thema

Beitrag von Joe95 »

Michelle_Engelhardt hat geschrieben: Do 28. Mär 2019, 05:23 Die Tabletten schlucke ich aber nicht so wie früher vor dem Gynokadin, sondern lasse sie im Mund zergehen.
Jaddy hat geschrieben: Do 28. Mär 2019, 11:37 Die Erklärung ist recht simpel. Viel E geht über die Mundschleimhaut direkt ins Blut und kann erst mal sinnvolle Arbeit tun, bevor es das erste Mal durch die Leber geht.
Aha, sehr interessant.
Ich nehme zwei mal täglich 2mg Estrifam Tabletten. Dann werde ich das jetzt auch mal so versuchen.
!EmmiMarie! hat geschrieben: Mi 27. Mär 2019, 16:47 Hormon Trans* w
Dehydroepiandrosteron (DHEAS) 0,5-4 ug/ml
Luteotrophes Hormon (LH) 0,1-10 mU/ml
Follikelstimulierendes Hormon (FSH) 1-10 mU/ml
Östradiol (E2N) 50-200 pg/ml
Bioverfügbares Östradiol (BAE) 25-100 pg/ml
Progesteron (PROG) 0,1-1,5 ng/ml
Testosteron (T) 0,1-1 ng/ml
Bioverfügbares Testosteron (BAT) 0-0,15 ng/ml
SHBG 20-100 nmol/l
Von dieser Liste finde ich in meinem Laborbericht:
FSH i.S. 1,9-20 mlU/ml
Östradiol i.S. 20 - 355 pg/ml
Testosteron i.S. 20,0 - 1600 ng/dl

Die anderen Werte auf der obigen Liste kommen bei mir garnicht vor und diejenigen, die in meinem Laborbericht stehen kommen auf der Liste nicht vor.
Aber selbst bei diesen drei Angaben stimmen die Bezeichnungen nicht überein. Ich sehe also garkeine Möglichkeit etwas zu vergleichen.
Sei vorsichtig mit deinen Wünschen, sie könnten in Erfüllung gehen.
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Re: Mysterium HRT

Post 14 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2020-07-10 »

Meine Erfahrung mit HRT waren:
Zu Beginn gans saxhte mit 50er Pflastern angefangen.
Die ersten Wochen hatte ich Blutdruckerhöhte Symptome . Daher hab ich kurz Spironolactone genommen. Das ist ja auch ein Blutdrucksenker. dadurch gings mir gut.

Ich habs dann aber abgesetzt weil es doch sehr auf dieses Foggihead ging.

Ich habe dann nach 1 Monaten erste merkliche Hautveränderungen gemerkt. Mir wurde gesagt ich sehe frischer aus.

Emotional war ich ruhiger.

Nach 3 Monaten begann ich die Dosis langsam zu erhöhen. Von 50 auf 75er Pflaster. Dabei habe ich die zu Anfang immer abwechselnd genommen. Dadurch bemerkte ich, dass beim Wechsel von hoch auf niedrig die Veränderung deutlich stärker zu spüren waren. Besonders die Haut war weicher.

Die Brust begann nun deutlich zuschnerzen. Treppensteigen wurde so zur Tortur.

Nach ca. 9 Monaten begann ich mit 100er Pflaster und wenige Monate später erhöhte ich die Dosis auf bis zu 200er Pflaster. Dabei orientierte ich mich an die Tannerentwicklungsstufen.

Ich nerkte schon mit den 100er Pflastern das ich mich nicht so ganz wohl damit fühlte.
Nach 1,5 Jahren war ich von den wenigen Veränderunge. sehr enttäuscht. Bis auf die Brust und die Haut hatte sich nicht viel getan. Gerade aufs Gesicht kam es mir an. Das Brustwaxhstum war mir eher unangenehm. Ich holte mir sogar einen Binder. Damit niemand was davon bemerkt.

Ich beschloss Androcur zu nehmen damit sich was am Gesicht tut. Nach 3 Monaten war auch schon deutlich was zu sehen. Ich fand mich schön aber ich bekam zunehmend Angst vor anderen. Vor sexueller Gewalt oder Transphobie falls jemand meine Stimme hörte.Ich isolierte mich zunehmend. Nahm Termine mit Freunden nicht mehr war.

Geoutet hatte och mich am Anfang bei ein paar Leuten aber fühlte mich nie wirklich damit wohl.

Zwar fühlte es sich super an Shoppen zu gehen und als Frau gelesen zu werden aber als ich dann mich offiziell outete fühlte sich das alles sehr falsch an.

Nach der Zeit hatte ich ne sehr heftige depressive Verstümmung und ich beschloss die HRT vorerst abzubrechen

Es sind nun fast 8 Monate ohne und es fühlt sich ganz gut an. Ich versuch nun auf anderen Weg die körperlichen veränderungen zuerzeugen. Ernährung, Akzeptanz, kleidung und Sport.
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Re: Mysterium HRT

Post 15 im Thema

Beitrag von ChristinaF »

Hormone dauern halt seine Zeit. Bei mir sind nach fünfjähriger HRT immer noch Veränderungen spür- und sichtbar.
Aber so oder so, bin ich sehr dankbar, was sich bei mir positiv hin zur Frau verändert hat.
LG
Christina
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