quote=dunkles_sternchen post_id=236892 time=1552952430 user_id=11173]dunkles_sternchen hat geschrieben: Di 19. Mär 2019, 00:40Du bist damit sicher nicht allein. Ich empfinde auch sehr oft Reue und habe das auch klar mit meinen Ärzten so kommuniziert. Wenngleich der Grund ein anderer ist: Nämlich das die Hormontherapie + Operationen einfach für mich keine ausreichende Angleichung erreicht haben und ich heute unglücklich damit bin.Mercyful hat geschrieben: Mo 18. Mär 2019, 16:42 In zwei Monaten habe ich wieder meinen Termin bei der Endokrinologie und werde dann versuchen, meine Ärztin in ein Gespräch zu verwickeln, sie erst einmal dezent zu fragen, ob es bei ihr schon jemals einen Patienten gab, der plötzlich Reue empfand und vielleicht sogar den Weg zurück angestrebt hat. Dann könnte womöglich eins zum anderen führen und sie selbst merken, dass ich eventuell Probleme mit meiner jetzigen Situation habe.
Das Grundproblem ist jedoch meines Erachtens ähnlich gelagert: es wird nicht genug von den Ärzten nachgehakt. Bei Dir hätte vielleicht der Psychologe einfach besser nachhaken müssen und schauen, was deine Wünsche an das neue Leben betrifft bzw. auch abwägen müssen, was dann "als Mann" tabu ist. In meinem Fall hätte der Endokrinologe klar kommunizieren müssen, dass mit 30+ eine HRT womöglich einfach mal für den Arsch ist - bitte auch in so klaren Worten.
Transsexualität wird heute sehr oft "durchgewunken" und stellt für Psychologen und Endokrinologen ein lohnendes Geschäft dar, bei dem keine Ergebnisse erforderlich sind. Das ist ja das tolle daran. Der Psychologe muss keine Störung heilen, sondern nur ein Gutachten erstellen, der Endokrinologe steht auch nicht in der Verpflichtung dir ein Brustwachstum zu zaubern. Wenn ich einen Lungenentzündung habe und zum Arzt gehe, erwarte ich Heilung. Und wenn die nicht eintritt, schlage ich da so oft auf, bis das klappt. Bei TS ist das anders. Ich habe da etliche Male gesessen und meinte, dass es nicht klappt und ich etliche Nebenwirkungen habe - passiert ist nichts. Kassiert wird aber - ein Blutbild mit Hormonen kostet 300-400€. So möchte ich auch mal Geld verdienen.
Und genau dieses lockere Prozedere ist auch Schuld daran, dass immer mehr mit ihrer Transition nicht zufrieden sind oder gar zurück wollen. Das häuft sich deutlich seit 1-2 Jahren. Man soll den Menschen nicht mehr Steine in den Weg legen, aber deutlicher kommunizieren und auch deutlich darstellen, was schief laufen und nicht erfüllt werden kann. Das wird aber kein Arzt machen, wenn er daraus wirtschaftlichen Nutzen ziehen kann. Das Problem ist ja nicht neu in der Medizin.
Du bist damit sicher nicht allein. Ich empfinde auch sehr oft Reue und habe das auch klar mit meinen Ärzten so kommuniziert. Wenngleich der Grund ein anderer ist: Nämlich das die Hormontherapie + Operationen einfach für mich keine ausreichende Angleichung erreicht haben und ich heute unglücklich damit bin.Mercyful hat geschrieben: Mo 18. Mär 2019, 16:42 In zwei Monaten habe ich wieder meinen Termin bei der Endokrinologie und werde dann versuchen, meine Ärztin in ein Gespräch zu verwickeln, sie erst einmal dezent zu fragen, ob es bei ihr schon jemals einen Patienten gab, der plötzlich Reue empfand und vielleicht sogar den Weg zurück angestrebt hat. Dann könnte womöglich eins zum anderen führen und sie selbst merken, dass ich eventuell Probleme mit meiner jetzigen Situation habe.
Das Grundproblem ist jedoch meines Erachtens ähnlich gelagert: es wird nicht genug von den Ärzten nachgehakt. Bei Dir hätte vielleicht der Psychologe einfach besser nachhaken müssen und schauen, was deine Wünsche an das neue Leben betrifft bzw. auch abwägen müssen, was dann "als Mann" tabu ist. In meinem Fall hätte der Endokrinologe klar kommunizieren müssen, dass mit 30+ eine HRT womöglich einfach mal für den Arsch ist - bitte auch in so klaren Worten.
Transsexualität wird heute sehr oft "durchgewunken" und stellt für Psychologen und Endokrinologen ein lohnendes Geschäft dar, bei dem keine Ergebnisse erforderlich sind. Das ist ja das tolle daran. Der Psychologe muss keine Störung heilen, sondern nur ein Gutachten erstellen, der Endokrinologe steht auch nicht in der Verpflichtung dir ein Brustwachstum zu zaubern. Wenn ich einen Lungenentzündung habe und zum Arzt gehe, erwarte ich Heilung. Und wenn die nicht eintritt, schlage ich da so oft auf, bis das klappt. Bei TS ist das anders. Ich habe da etliche Male gesessen und meinte, dass es nicht klappt und ich etliche Nebenwirkungen habe - passiert ist nichts. Kassiert wird aber - ein Blutbild mit Hormonen kostet 300-400€. So möchte ich auch mal Geld verdienen.
Und genau dieses lockere Prozedere ist auch Schuld daran, dass immer mehr mit ihrer Transition nicht zufrieden sind oder gar zurück wollen. Das häuft sich deutlich seit 1-2 Jahren. Man soll den Menschen nicht mehr Steine in den Weg legen, aber deutlicher kommunizieren und auch deutlich darstellen, was schief laufen und nicht erfüllt werden kann. Das wird aber kein Arzt machen, wenn er daraus wirtschaftlichen Nutzen ziehen kann. Das Problem ist ja nicht neu in der Medizin.
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Es gibt aber auch durchaus Theras (das gendernetrale wort) die kritisch nachfragen, das wird meist von trans personen nicht gewünscht und die suchen sich dann den besten ärzt/ thera. Ging mir nicht anders.
Auch kannst du den Leuten von allen Risiken erzählen dennoch werden entschlossene es machen. ich kannte das risiko, in der community wurde klar gesagt das man nichts erwarten darf von der hrt und dennoch habe ich es gemacht.
Anders als meine zwei Mittransotionierten Schwestern (ich hatte zwei transfreundinnen die mit mir gestartet sind) hab ich mich aber zurück gehalten und den Druck nicht nachgegeben für VäPä und GaOP. Den Druck hat aber besonders eine von denen überhaupt erst gemacht.
Aber hätte mich die VäPä und die GaOP überhaupt interessiert dann hätte ich sie vermutlich auch schon durch.
Ich will damit sagen, die Leute rutschen da durch weil sie sich den möglichst einfachsten weg suchen. davon kann man sie aber auch nicht abbringen.
Dennoch befürworte ich den Einsatz von Transberatungsstellen die klarer über die Risiken aufklären.
Transirion ist wie eine Schachtel Pralinen. Man weißnie was man bekommt. Aber die Aussicht auf den Hauptgewinn lässt einen dennoch mitmachen