Drachenfrau hat geschrieben: Fr 1. Mär 2019, 17:38Sich beobachten, Zeuge sein - wie Osho es mal beschrieb (Das Zen-Manifest) - man sieht und belegt die Wahrnehmung nicht mehr mit Worten. Man hört und gibt dem Gehörten keine Bezeichnung mehr, z. B. wenn ein Hund bellt, ist es maximal ein Geräuch, aber eben kein Gebell, kein lautes Gebell oder, oder.Vicky_Rose hat geschrieben: Fr 1. Mär 2019, 11:13Ich meine das nicht in diesem Sinn, sondern im Sinne von Loslassen, nicht mehr darüber nachdenken, höchstens noch sich beobachten.Drachenfrau hat geschrieben: Fr 1. Mär 2019, 10:43 Etwas aufzugeben (wenn auch nur in Gedanken durchgespielt), womit man sich selbst gut fühlt, bedeutet doch, dass von außen Impulse kommen, die ablehnend sind - man möchte jedoch angenommen sein.
Aber Du hast recht. Ich schrieb von Gedanken. Aber was ist mit den Gefühlen ? Geht das Loslassen der Gefühle auch oder sind die Gefühle die tiefste Ebene des Seins ?
Mit den Gefühlen wird es spannend.
Mein Meditationslehrer bezeichnet die Gefühle als VIPs der Gedanken. Via Gedanken entstehen die Gefühle.
Ja, man kann auch Gefühle loslassen. Indem man die Gedanken verändert bzw. loslässt, verändern sich die Gedanken und die Gefühle.
Die tiefste Ebene des Seins - das zu erforschen, wie diese Ebene aussieht, ist mit Sicherheit spannend.
Ein wenig erforsche ich Gedanken, Gefühle, Sein auf dem Meditationskissen, also in der Meditation.
Manchmal passiert es mir schon, in kleinen Spannen, dass ich fühle ohne diese Gefühle zu benennen und Gedanken sich ganz weit weg nur noch hinter einer dichten Nebelwand bewegen. Schwer zu beschreiben.
Liebe Ulla, liebe Vicky.
Erlaubt Ihr es mir bitte, auch noch so viele Tage später hier zu reagieren!?
Meine folgenden Worte sind zum einen sehr höflich gesprochen und zum anderen zeigen sie nur meine Wahrnehmung und sind keine Beurteilung über ein Richtig oder Falsch ...egal von wem.
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Was Osho sagte stimme ich zum Teil zu.
Jedoch hörte ich noch von der nächste Stufe, der absoluten Stille. Während der Meditation ist das Gehör der letzte und schwerste Sinn, den wir ausschalten können. Wir hören dann also nicht mal mehr nur ein Geräusch ...sondern gar nix, es herrscht die absolute Stille.
Und dieses, die absolute Stille ist in meiner Wahrnehmung das höchste Ziel.
Gedanken und Gefühle auf dem Meditationskissen zu erforschen das kenne ich auch.
Allerdings übe ich mich zusätzlich darin, die absolute Stille erreichen zu können. Und so wie ich es gelernt habe führt uns dieser Weg über die Konzentration auf unseren Atem, hin in die Stille ..trotz den Geräuschen um uns herum.
Es klingt so einfach, ist aber doch so schwer.
Kontemplationen sind wichtig dem stimme ich absolut zu. Mir reicht es allerdings nicht, nur über das "Sein", das "Ich" nachzudenken. Denn in meiner Wahrnehmung, gehört zu unserem "Sein", ein "Ich". Zu einem "Ich" gehört ein "Mein". Und mit dem "Mein" kommt das Ego.
Meine bisherigen bescheidenen Erfahrungen beim meditieren brachte mich sogar einmal in ein Nimitta (ganz helles Licht). Allerdings wusste ich es damals noch nicht zu verstehen und ich bekam Angst und brach die Meditation ab.
Ein großer Fehler von mir! Denn heute weiß ich, dass ich unmittelbar vor meinem ersten Jhana (Stille) stand.
Ich war ein unerfahrenes Dummerchen, aber nun weiß ich umso mehr, was mich dorthin bringt, und was mich nicht dorthin bringt.
Ich habe die kostbare Erfahrung gemacht, wie sehr wir uns, mit unserer Kontrolle selbst im Weg stehen. Alles wissen zu wollen, alles zu beobachten, alles kontrollieren zu wollen, haben wir uns viel zu sehr antrainiert.
Das zu reflektieren und dann los zu lassen, jedes Gefühl, jeden Gedanken ..bringt uns in die Ruhe und in die Stille ..dass ist für mich die höchste Stufe die erreicht werden kann.
Deswegen sagte ich einmal ..solange sich unsere Gedanken nur um unser "Ich" drehen, wann immer ein Ego ins Spiel kommt, wollen wir kontrollieren, und können nicht loslassen!
Folgende Worte las ich erst kürzlich in meinem aktuellsten Buch Traumfänger ..."Die Menschen sind zu sehr mit dem aktuellen Sein beschäftigt, um werden zu können.
Namaste