Wie erkläre ich es meinem Kind? Und wann?
Wie erkläre ich es meinem Kind? Und wann? - # 7

Intergeschlechtliche Menschen, Crossdresser, Transgender, Transidente: Diskussionen über partnerschaftliche Aspekte, Rat und Tat für PartnerInnen und Familie
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Michelle_Engelhardt
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Re: Wie erkläre ich es meinem Kind? Und wann?

Post 91 im Thema

Beitrag von Michelle_Engelhardt »

Schulische Veranstaltungen hatte ich damals auch im Herrenoutfit (ko) absolviert. Ich wollte es den Kindern ersparen gemobbt zu werden. Als es dann nicht mehr ging, habe ich schulische Veranstaltungen gemieden und die Elternsprechtage telefonisch erledigt....die Lehrer waren sehr verständnisvoll.

LG
Michelle
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Re: Wie erkläre ich es meinem Kind? Und wann?

Post 92 im Thema

Beitrag von Tatjana_59 »

Liebe Frieda,

Beim lesen deines Posting lief mir ein wohliger Schauer über den Rücken. Es berührte mich sehr wie du deiner Tochter Michi nahe gebracht hast.
Ich wünschte es gäbe mehr solcher Mütter oder auch Väter die ihren Kindern auf diese Art und Weise auch schwierige Themen nahe bringen.
Danke dafür!

LG Tatjana
Der Kopf denkt und gibt Rat.
Das Bauchgefühl gibt Rat.
Doch das Herz spricht, höre auf dein Herz!
Vincent
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Re: Wie erkläre ich es meinem Kind? Und wann?

Post 93 im Thema

Beitrag von Vincent »

Hallo Frieda,
es freut mich, dass deine Tochter Michi so gut aufgenommen hat.

Andererseits bin ich auch nicht besonders überrascht - nicht das gesprochene Wort und die gezeigten Bilder sind in meinen Augen entscheidend, sondern Deine innere Einstellung, und deine Emotionen, was Michi betrifft.

Deine Liebe und Akzeptanz für beide "Erscheinungsformen" deines Mannes liefert die emotionale Basis für jeden Sachverhalt und wirkt tiefer.
Wenn dann auch noch das Verhältnis zwischen den beiden gut ist...

Trotzdem finde ich es toll wie Du/Ihr das hinbekommen habt und wünsche euch noch viele glückliche Zeit als 2-3 Frauen.

Liebe Grüße
Vincent
Simon(e)
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Re: Wie erkläre ich es meinem Kind? Und wann?

Post 94 im Thema

Beitrag von Simon(e) »

Hallo liebe Frieda,

sehr schöne, einfühlsame Worte, wie du das deiner Tochter vermittelt hast!!
Auch die tolle Reaktion deiner Tochter, finde ich einfach nur super!!
Bin immer noch berührt!!!
So müsste es immer sein!!


Fühl dich gedrückt
Simon(e)
Frieda
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Re: Wie erkläre ich es meinem Kind? Und wann?

Post 95 im Thema

Beitrag von Frieda »

Ich danke auch dir liebe Simon(e) für deine schönen Worte.
Und ...ich lass mich gern drücken von dir. (dr)
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•Du musst selbst zu der Veränderung werden, die du in der Welt sehen willst. Mahatma Gandhi
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Frieda
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Re: Wie erkläre ich es meinem Kind? Und wann?

Post 96 im Thema

Beitrag von Frieda »

Vincent hat geschrieben: Di 26. Feb 2019, 17:08 Deine Liebe und Akzeptanz für beide "Erscheinungsformen" deines Mannes liefert die emotionale Basis für jeden Sachverhalt und wirkt tiefer.
Vincent du hast recht! 😊

Meine Tochter versteht mich (denke ich) sehr gut, dass ich den Rest meines Lebens nicht nur Mama bin.
Es gibt immer wieder klitzekleine Momente im Alltag in denen Micha/Michi&ich erleben dürfen, wie meine Tochter es lenkt und steuert, die räumliche Nähe und/oder Zweisamkeit zwischen uns zu fördern.

Ich bin sicher Sie fühlt es deutlich und beständig, wie innig, harmonisch, respektvoll und herzlich wir als Paar miteinander sind.

Meine Tochter sagt manchmal aus dem nichts und für mich unerwartet, so schöne Sätze, wo ich so viel Glück in mir fühle ..eigentlich in jeder einzelnen Zelle meines Körpers in mir fühle, weil dieses Gefühl so überwältigend in mir ist.
Vorgestern redeten wir zB über ihren Projekttag, der zum Thema "Rauschmittel" hatte. Sie erzählte mir, was Sie an diesem Tag erlebt hatte und was Sie so beobachtet und gehört hat (bei Ihren Klassenkameraden). Und irgendwann kamen die zwei Sätze von ihr .."Das Sie sehr froh ist, das Micha nicht wie die anderen Männer ist. Und dass Sie sich fragt, was und wie ich es nur gemacht habe, ihn gefunden zu haben?".
Auch zu Micha sagte Sie in der Vergangenheit schon, dass ich mit Ihm die richtige Wahl getroffen habe.


Meine Brust droht manches mal zu platzen, sooo sehr pocht mein Herz vor Glück, vor Dankbarkeit, vor Zufriedenheit. 🙏
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Renée
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Re: Wie erkläre ich es meinem Kind? Und wann?

Post 97 im Thema

Beitrag von Renée »

Frieda hat geschrieben: Di 26. Feb 2019, 20:07 ...
Und dass Sie sich fragt, was und wie ich es nur gemacht habe, ihn gefunden zu haben?".
...
Die Frage stelle ich mir auch bei meiner Frau auch manchmal. Bei mir war es das Internet, zu einem Zeitpunkt wo ich schon aufgeben wollte. Und dazu fällt mit nur der Titel von Max Giesinger ein "Einer von Achtzigmillion" )):m
Liebe Grüße
Renée

Wenn jemand zu Dir sagt "Das geht nicht". Denk daran, es sind seine Grenzen, nicht Deine.
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Re: Wie erkläre ich es meinem Kind? Und wann?

Post 98 im Thema

Beitrag von Frieda »

Sycorax hat geschrieben: Di 26. Feb 2019, 21:33
Frieda hat geschrieben: Di 26. Feb 2019, 20:07 ...
Und dass Sie sich fragt, was und wie ich es nur gemacht habe, ihn gefunden zu haben?".
...
Die Frage stelle ich mir auch bei meiner Frau auch manchmal. Bei mir war es das Internet, zu einem Zeitpunkt wo ich schon aufgeben wollte. Und dazu fällt mit nur der Titel von Max Giesinger ein "Einer von Achtzigmillion" )):m
Kann ich nachvollziehen Renée, mir geht es mit dem Song von Mark Foster "Einer dieser Steine" so. 😊
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Re: Wie erkläre ich es meinem Kind? Und wann?

Post 99 im Thema

Beitrag von Simone 65 »

Frieda , erstmal danke für deine Gedanken .
Ich selber habe keine Kinder und werde auch nie welche haben .
Meine Freundin Marion hat aber zwei Kinder . Schon über 30 Jahre alt . Ihre Tochter habe ich kennengelernt zusammen mit ihrer Familie, ihren kleinen Sohn . Die Tochter freut sich für ihre Mutter für das Glück mich zu haben . Im Sommer wird meine Marion zu mir ziehen und wir werden heiraten . Ihre Tochter freut sich so , das es ihrer Mutti gut geht und glücklich wird .
Meine Marion hat aber noch einen Sohn . Der ist gar nicht einverstanden mit uns . Am Telefon hat er und seine Frau uns ausgelacht . Aber es ist doch seine Mutter .
Ich denke , wer uns kennt , kann viel gewinnen . Wer uns ablehnt kann viel verlieren .
Liebe Grüße Simone
Ich weiss ,ich bin ein Mensch und nur Das zählt.
Ich bin nur ein kleines Licht , aber ich leuchte .
Alle Menschen sollen mich sehen .
Renée
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Re: Wie erkläre ich es meinem Kind? Und wann?

Post 100 im Thema

Beitrag von Renée »

Guten Abend,

ich möchte diesem Thread mal mit meinen Erfahrungen zu diesem Thema weiterführen. Nachdem nun meine Eltern und Schwiegermama eingeweiht waren, wollten wir es unseren Kinder (6 und 9 Jahre)erzählen. Nach dem Essen machte meine Frau die Einleitung und ich versuchte ihnen meine Situation kindgerecht zu erklären. Wichtig war uns auch zu betonen, dass ich immer noch ihr Papa bin und wir uns auch nicht trennen werden. Der Kleine fragt nach gefühlten drei Minuten wann wir endlich fertig sind mit Quatschen (wörtlich). Die Große schwieg dazu. Ich denke beide können die Tragweite noch viel weniger einschätzen als die Erwachsen und nehmen das erstmal so hin. Mal schauen.
Liebe Grüße
Renée

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Re: Wie erkläre ich es meinem Kind? Und wann?

Post 101 im Thema

Beitrag von Cybill »

Mein Sohn nach meinem Outing: "Hab ich mir schon gedacht, hab ja Bilder von früher gesehen.
Gut dass du nicht aussiehst wie Meura (Transparent)!"

Damit war das Ding durch.

Cybill
Scio quid nolo! - Ich weiß was ich nicht will!

Im Übrigen: Ich bin nicht hauptberuflich transsexuell!
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Re: Wie erkläre ich es meinem Kind? Und wann?

Post 102 im Thema

Beitrag von Michaela_mit_a »

Renée hat geschrieben: Do 9. Mai 2019, 21:16[...]
ich möchte diesem Thread mal mit meinen Erfahrungen zu diesem Thema weiterführen. Nachdem nun meine Eltern und Schwiegermama eingeweiht waren, wollten wir es unseren Kinder (6 und 9 Jahre)erzählen. Nach dem Essen machte meine Frau die Einleitung und ich versuchte ihnen meine Situation kindgerecht zu erklären. Wichtig war uns auch zu betonen, dass ich immer noch ihr Papa bin und wir uns auch nicht trennen werden. Der Kleine fragt nach gefühlten drei Minuten wann wir endlich fertig sind mit Quatschen (wörtlich). Die Große schwieg dazu. Ich denke beide können die Tragweite noch viel weniger einschätzen als die Erwachsen und nehmen das erstmal so hin. Mal schauen.
Meine Frau und ich haben gestern zusammen am Kaffeetisch gesessen und meinen Töchtern (ebenfalls 6 und 9) versucht kindgerecht und mit viel Liebe zu erklären, das ich transident bin.
Die "Kleine" hat das während des Gesprächs ziemlich locker aufgenommen und rumgeflaxt, heute früh allerdings hat sie nach dem Aufstehen (leicht) übergeben :-(
Die "Große" hat gestern schon geweint und musste mich drücken.
Ich glaube viel, viel schlimmer als zu hören das Papa eigentlich eine Frau ist, war, dass ich wohl bald ausziehen werde :'-(
Mein Herz schmerzt :(

Michaela
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Re: Wie erkläre ich es meinem Kind? Und wann?

Post 103 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Guten Michaela,

ist das "zwangsläufig" mit dem Ausziehen?

Mein Rat: sucht euch eine Begleitung, vielleicht über das Haus der Familie: http://www.hausderfamilie-flensburg.de/
Die haben einige Gruppen, die für "Familien in Trennung" da sind (falls das tatsächlich EUER Thema sein wird).

Wenn ich Hilfestellung geben kann oder Du die Gruppentermine brauchst, dann melde Dich.

Herzliche Grüße
Anne-Mette
Michaela_mit_a
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Re: Wie erkläre ich es meinem Kind? Und wann?

Post 104 im Thema

Beitrag von Michaela_mit_a »

Vielen Dank Anne-Mette,

ich schreibe gerade ein bisschen doppelt, fürchte ich (mein Thread).
Kurzgefasst: Ja, im Moment sieht es so aus, als wenn ich in sechs Wochen ausziehe, dann ist die Wohnung fertig zum Einzug.

Meine Therapeutin hat sich angeboten für ein Gespräch mit meiner Frau, mit uns beiden, auch mit einer/m Kollegin/en oder auch mit den Kindern.
Meine Frau möchte es bisher allerdings partout nicht und das werde ich wohl akzeptieren müssen.

Das "Haus der Familie" ist allerdings eine Option, die ich einmal zur Sprache bringen kann.
Evtl. ist das "neutraler" als im Umfeld meiner Therapeutin.

LG, Michaela
Anne-Mette
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Re: Wie erkläre ich es meinem Kind? Und wann?

Post 105 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Guten Abend,

das hört sich doch gut an (smili)

Wie es Kindern in "Regenbogenfamilien" gehen kann - nicht muss, zeigt dieses Buch ganz gut:
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Herzliche Grüße
Anne-Mette
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