Hallo liebe Ralf-Marlene,Ralf-Marlene hat geschrieben: Fr 22. Feb 2019, 21:42 Hallo, liebe Laila-Sarah,
eine gute Frage...
Ich habe an ihr gemerkt, dass ich mich anscheinend nicht wirklich verstellen und dafür auch lügen kann. Schon während meiner Pubertät hatte ich das Gefühl, dass ich die Frau, die ich geliebt habe und mit der ich gerne eine Familie gegründet hätte, betrügen würde, wenn ich zärtlich werden würde. Sie war verliebter in mich als ich in sie... da war ich 13 oder 14 Jahre und das ganze verlief mit 15 im Sande.
Sie wusste da vermutlich das ich schwul war. Ich habe es erst ein Jahr später benennen können. Darüber reden konnte ich erst mit 19 Jahren. Ab diesem Zeitpunkt war es Teil meines Lebens. Nur kurz wie eine Monstranz vor mir her getragen, dann bei Nachfrage selbstverständlich... meine armen Eltern bekamen schnell die Auswahl meine Freunde zu akzeptieren als gleichwertige Partner im Vergleich zu meiner Schwägerin oder keinen Sohn mehr (die Kämpfe waren heftig und schlossen ein halbes Jahr Schweigen gegenüber dem Vater ein).
Das ist aber auch mit der Grund neben der karrikierenden Weiblichkeit mancher schwuler Männer, warum ich meine weibliche Seite erst kurz vor dem Tod meiner Mutter zulassen konnte. Aber das war auch innerhalb eines halben Jahres von Null auf Hundert. Seitdem lebe ich, wie ich mich fühle, was immer das auch heißt. Ich selber kann es nicht eindeutig definieren.
Was mich jetzt interessieren würde, gibt es jemanden, der sich in Teilen in einer solchen Selbstwahrnehmung widererkennt?
liebe Grüße. eine verwirrte
toller Beitrag und sehr spannend. Allerdings ist es für mich schwer zu erkennen ab wann das Crossdressen bei dir heimlich schon früher losging oder mit dem Tod deiner Frau Mutter? Sprich hast du dich auch davor schon für deine feminine Seite Interessiert oder kam alles sehr plötzlich?
VlG