Detransition - Help and Support
Detransition - Help and Support - # 2

Lebensplanung, Standorte
Britt
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Re: Detransition - Help and Support

Post 16 im Thema

Beitrag von Britt »

Toni Smith hat geschrieben: So 17. Feb 2019, 09:33 Meine Beiträge sind recht polarisierend,
da sie eben nicht ins Transtrendhorn blasen, sondern den realistischen Blick aufs Leben lenken. Gerade die jenigen die Transition als Allerheilmittel bewerten, ist das ein Dorn im Auge. Aber sie schaden sich selbst damit. Die Detransitionszahlen gehen in den USA bereits hoch. Ein Trend der auch hier folgen wird.
Logisch, da immer mehr sich trauen Ihren Weg zu gehen, sind es auch mehr die sich geirrt haben.
Toni Smith hat geschrieben: So 17. Feb 2019, 09:33 Warum?
Transaktivisten haben die medizinische Versorgung sehr aufgeweicht. Damit ist es jeder Person möglich geworden recht früh mit der HRT zu beginnen. Dabei wird aber keine Körperdysphorie mehr als nötig empfunden.
Na ja, wie willst du das diagnostizieren? Wenn jemand beschließt den Weg zu gehen, dann hat er sich doch schon mit seiner "Geschlechtsidentitätsstörung" abgefunden/sie akzeptiert. Wenn diese Person sich dann wohler fühlt ist doch alles ok. Des weiteren gibt es neben der Transitentität viele weitere Dinge, welche einen Menschen glücklich/unglücklich machen.
Toni Smith hat geschrieben: So 17. Feb 2019, 09:33 Folge ist nun das vermehr Personen mit Sozialdysphorie (Leiden unter gesellschafrlichen Anpassungsdruck) eine Transition machen aber damit sehr unglücklich sind. Sie machen eine Detransition. Getrieben von Transaktivisten (meist sind es selbst welche) haben sie zu schnell mit der Transition begonnen. Dabei wurden gewisse Traumata gar nicht behandelt.
Nun ja, solch eine Aussage kann man aber mehr oder weniger (klar mit anderen Zielen) auf jede Krankheit übertragen.
Toni Smith hat geschrieben: So 17. Feb 2019, 09:33 Was passiert dann?
Wenn herauskommt das die Medizin zu lax damit umgeht aber augenscheinlich viele Detransitionieren kann das zu einer Verschärfung der Gesetzeslage führen.
Das möchte ich verhindern, denn wer unter echter Körperdysphorie leidet sollte es nicht schwerer haben.
Wie Jetzt, wo inzwischen bekannt ist, dass man trans nicht wirklich medizinisch diagnostizieren kann, bist du für das wohlwollen des Psychologen, ob man einen Transition machen darf?
Toni Smith hat geschrieben: So 17. Feb 2019, 09:33 In den sozialen Medien wird die Transition sehr einseitig dargestellt. Sie wird häufig romantisiert. Plötzlich wird aus dem Holzfäller eine wunderschöne Prinzessin. Dabei werden die Veränderungen den Hormonen zugeschrieben. Dadurch erlangen die Menschen ein falsche Vorstellung von dem was eine Hormontherapy (HRT) machen kann. Sie sind dann endtäuscht und können dann depressiv werden.
Durch die Medien wird legendlich erreicht, tastransidente Personen akzeptiert werden. Um zu sehen, was in der Realität mit einer möglich ist, dafür gibt es ja die SHGs. Gerade hier in Berlin, da haben wir viele Möglichkeiten
Toni Smith hat geschrieben: So 17. Feb 2019, 09:33 Ein zusätzlicher Faktor den gerade US Transgender verschweigen ist die Durchführung einer Gesichtsoperation. Diese wird meist noch vor einer Genitalenangleichung gemacht und gehört dort zum Standardweg.
Nun ja, ich hatte auch eine FFS (allerdings nur die Seitenansicht, da mein Budget nicht mehr hergegeben hat). Wie die meisten anderen, die ich kenne, die eine FFS machen lassen haben, hatte ich die FFS vor der GaOP.
In Deutschland wird üblicherweise die GaOP von der Kasse bezahlt, die FFS jedoch nicht. Deswegen gehört die FFS in Deutschland nicht zum Standartweg.

Toni Smith hat geschrieben: So 17. Feb 2019, 09:33 Fakt ist, die Wirkung der HRT sind sehr unterschiedlich. Gerade beim Gesicht darf man keine Wunder erwarten.
Dafür gibt es ja wieder die SHG, wo ,man sieht was möglich ist.



Einen realistischen Blick habe ich in deinem Beitrag nicht erkannt, trotzdem schönen Sinntagabend,
Britt
heike65
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Re: Detransition - Help and Support

Post 17 im Thema

Beitrag von heike65 »

Vielen Dank Britt, genau meine sichtweise
Jenina
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Re: Detransition - Help and Support

Post 18 im Thema

Beitrag von Jenina »

Toni,

irgendwie passt die Überschrift nicht zum Inhalt des Beitrages. Denn der gibt weder Hilfe noch Unterstützung. Er stellt nur Tatsachen aus einem Land vor, das, wie Jaddy schon so richtig schrieb, ganz andere Verhältnisse und gesetzliche Regelungen hat. Und das Ganze eben noch wolkig und etwas einseitig.

Es ist natürlich sehr wohl ein Problem, dass der auch hier bei uns von Gesetzes wegen zu beschreitende Weg nicht der ist, der allen Menschen helfen kann. Da bin ich bei Dir und tue das auch sehr oft kund. Das kommt nicht immer sehr gut an, aber auch das gehört dazu. Ich mache dann aber keinen Alarm draus. Vielmehr werbe ich dafür, dass auch in unserer Community das Verständnis wächst, dass der Weg einer Transition gut und lange überlegt werden muss. Denn er führt manchmal zu Ergebnissen, die nicht denen entsprechen die sich jemand erträumt, weil er noch nicht genügend weit in seiner Selbsterkenntnis gekommen ist.

Das ist aber ein grundsätzliches Problem. Denn eine Transition und auch eine Detransition sind ja nur Seiten der Medaille, die da heißt bipolares Geschlechtermodell. Und genau das ist das, was falsch ist in unserem Kulturkreis. Man muss ankommen in einem der angeblich ausschließlich existierenden Geschlechter. Doch diese Ideale gibt es eben nicht und da ist es kein Wunder, dass sich viele niemals als dort angekommen empfinden.

Der realistische Blick auf das Leben wäre eben die Erkenntnis, dass es vielfältige Formen der geschlechtlichen Identität gibt. Sowohl fehlgeschlagene Transition als auch Detransition sind tragische Auswüchse eines falschen gesellschaftlichen Modells. Das ist auch noch in Gesetze gegossen, die weder denen, die eine Transition wirklich brauchen, als auch denen, die etwas ganz anderes brauchen, helfen, ja diese sogar regelrecht durch ihre Restriktionen diskriminieren.

Ich gebe Dir recht, dass es Aufklärung braucht, dass eine Transition auch schief gehen kann. Auch dass die Medien eine sehr einseitige Darstellung bringen, die in bestimmten fatalen Kernsätzen gipfeln, stört mich oft. Die Kultur drängt offenbar immer noch zur Anpassung, leider.

Noch mal zum Realismus. Wir sollten uns an unsere eigenen Nase fassen und überdenken, was wir oft selber zum Thema beitragen. Auch das ist manchmal einseitig. So wie einige der Verrisse von Tonis Beitrag hier in diesem Thread. Da hat das "polarisieren" wohl bei mancher zu Beißreflexen geführt, die aber gar nicht angebracht sind.

Es gibt immer solche und solche...
Britt hat geschrieben: So 17. Feb 2019, 16:29 ...
Dafür gibt es ja wieder die SHG, wo ,man sieht was möglich ist.
...
Und es gibt auch die SHG wo man in eine fatale Richtung gedrängt werden kann. Einfach, weil man an Menschen geraten kann, die ihren engen Blick als den allein selig machenden Weg wie eine Monstranz vor sich her tragen, deren heller Schein schon mal die komplexere Realität überstrahlen kann.

Und genau deshalb sollten wir hier etwas ruhiger sein in unserem Urteil und unserer Ablehnung von Meinungen, die vielleicht etwas an unserem mühselig aufgebauten Weltbild kratzen. Dafür ist der Beitrag allemal gut, aber auch nicht mehr. Wie gesagt, es ist weder Hilfe noch Unterstützung, wenn man einfach nur "Dagegen!" ruft.

Jenina
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Re: Detransition - Help and Support

Post 19 im Thema

Beitrag von Sabrina.P »

Ich finde die Überschrift nicht zum Thema passend. Mein erster Gedanke zum Wort Detransition war eine Entgegenwirkung der Transition im Sinne von Zurückgehen, also für Menschen die ihre Transition bereut haben und wieder zurück wollen. Oder habe nur ich das so verstanden?
Liebe Grüsse
Sabrina
Cybill
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Re: Detransition - Help and Support

Post 20 im Thema

Beitrag von Cybill »

Irgendwie erschließt sich mir der geistige und oder sittliche Nährwert dieser Diskussion nicht.

-Cy
Scio quid nolo! - Ich weiß was ich nicht will!

Im Übrigen: Ich bin nicht hauptberuflich transsexuell!
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Re: Detransition - Help and Support

Post 21 im Thema

Beitrag von Dara »

Registriert am 2.02. und polarisierende Beiträge...
Don"˜t feed the Troll.
Sorry, meine Meinung und mehr werde ich dazu nicht sagen.
Die Äußerungen zum Thema Hormone in etlichen Beiträgen sagen alles.
Als approbierte Medizinerin kann ich dazu nur den Kopf schütteln.
Wünsche euch allen einen schönen Restsonntag und einen guten Wochenstart!

Liebe Grüße Greta
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Re: Detransition - Help and Support

Post 22 im Thema

Beitrag von Britt »

Jenina hat geschrieben: So 17. Feb 2019, 17:46 ...
Britt hat geschrieben: So 17. Feb 2019, 16:29 ...
Dafür gibt es ja wieder die SHG, wo ,man sieht was möglich ist.
...
Und es gibt auch die SHG wo man in eine fatale Richtung gedrängt werden kann. Einfach, weil man an Menschen geraten kann, die ihren engen Blick als den allein selig machenden Weg wie eine Monstranz vor sich her tragen, deren heller Schein schon mal die komplexere Realität überstrahlen kann.
Deswegen sage ich bzw. sagen wir auch zu jeder neuen Person in der SHG, dass wir nur sagen können, wie man etwas angehen kann; also wie man z.B. eine HRT bekommt. Ob diejenige Person eine HRT haben möchte, muss sie schon selbst entscheiden, die Entscheidung können wir ihr nicht abnehmen. Ebenfalls empfehlen wir andre SHGs/Transtreffen aufzusuchen um weitere Meinungen/Erfahrungen einzuholen.
Gern empfehle ich auch den neuen mal bei den Transsisters vorbeizuschauen, weil man dort viele nette Menschen in allen trans* Richtungen kennen lernen kann. Also auch diejenigen, die eine HRT ablehnen. Ich sage immer, wenn du dann feststellst, dass dein Weg ein anderer ist (Crossdresser, Fetischist, Transvestit,...) dann ist das eben so, das müssen wir akzeptieren....
Ich muss aber auch zugeben, das wir hier in Berlin von den Möglichleiten her verwöhnt sind.

Aber ich glaube, jetzt schweifen wir vom Thema ab...

LG Britt
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Re: Detransition - Help and Support

Post 23 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2020-07-10 »

GretaQ hat geschrieben: So 17. Feb 2019, 20:45 Registriert am 2.02. und polarisierende Beiträge...
Don"˜t feed the Troll.
Sorry, meine Meinung und mehr werde ich dazu nicht sagen.
Die Äußerungen zum Thema Hormone in etlichen Beiträgen sagen alles.
Als approbierte Medizinerin kann ich dazu nur den Kopf schütteln.
Wünsche euch allen einen schönen Restsonntag und einen guten Wochenstart!

Liebe Grüße Greta
Was ist denn deine fachkundige Meinung zum Thema HRT?
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Re: Detransition - Help and Support

Post 24 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2020-07-10 »

Sabrina.P hat geschrieben: So 17. Feb 2019, 18:02 Ich finde die Überschrift nicht zum Thema passend. Mein erster Gedanke zum Wort Detransition war eine Entgegenwirkung der Transition im Sinne von Zurückgehen, also für Menschen die ihre Transition bereut haben und wieder zurück wollen. Oder habe nur ich das so verstanden?
Es geht erstmal darum überhaupt das Thema anzusprechen. Das wird zuwenig gemacht, nicht weil es zu wenig Personen gibt die detransitionieren, sondern weil es Scham gibt darüber zu sprechen oder man von der Community mundtot gemacht wird.

Was ja auch verständlich ist, weil es einige gibt die sich von diesem Thema angegriffen fühlen. Schließlich könnte es die eigenen Zweifel nähren. Oder Detransitionierende werden als Gallionsfiguren für transfeindliche Radical Feministenen und Religiösenfundamentalisten benutzt.

Es gibt tatsächlich keine aussagekräftige Statistik, da ja die meisten eine Detransition noch vor der HRT machen und damit vor OP und VäPä. Dadurch tauchen diese in keiner Statistik auf.
Wally
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Re: Detransition - Help and Support

Post 25 im Thema

Beitrag von Wally »

Liebe/r Toni,

Was ist Detransition? Ich kenne persönlich zwei TS, die nach Total- bzw. Teil-OP einige Jahre später wieder in die "männliche" Rolle zurückgekehrt sind. Die haben sich aber beide nach eigener Aussage NICHT geirrt und verstehen sich jetzt auch keineswegs als Männer, obwohl sie wieder in der männlichen Rolle leben. Sozial zurück gewechselt sind sie mehr aus äußerlichen, pragmatischen Gründen, und die körperlichen Veränderungen sehen sie heute auch nicht als Fehler, sondern als notwendige Stationen in ihrer Selbstfindung. Ich selber - ebenfalls TS - habe mir vor 20 Jahren die Brust aufbauen lassen, OHNE den sozialen Rollenwechsel überhaupt jemals geplant zu haben; äußerlich lebe ich bis heute als "Mann". Dieser Lebenskompromiss hat sich bei mir nun schon 20 Jahre lang allerbestens bewährt; ich denke keine Sekunde daran, das nochmal zu ändern - weder in die eine noch in die andere Richtung. Würde ich das doch irgendwann nochmal tun, wäre das dann auch eine "Detransition"?

Es mag sicher Einzelne geben, die mit ihrem kompletten, transsexuellen Weg einfach grundfalsch gelegen sind, die falsch beraten wurden und sich unrealistische Vorstellungen gemacht haben. Je öfter Menschen überhaupt die Geschlechtsrolle wechseln und je liberaler der Weg dahin gehandhabt wird, um so öfter wird es logischerweise auch solche tragischen Irrtümer geben. Aber es ist eben NICHT so, wie manche Scheuklappen-"Normalos" das gerne sehen möchten: dass das alle "Verrückte" seien, die sich in ihrem Wahn kastrieren lassen und irgendwann entsetzt aus diesem Wahn aufwachen. So einfach ist das nicht! Ich vermute, dass die allermeisten Menschen, die die äußerliche Transition irgendwann rückgängig machen, trotzdem sehr wohl ihre guten Gründe dafür hatten und danach auch weiterhin in vielfacher Beziehung anders leben als ein cis-Normalo. Ein transsexuelles Leben bleibt zwangsläufig immer irgendwo ein Kompromiss; um als phänotypischer Mann die weibliche "Seele" auszuleben, muß man nicht unbedingt die soziale Rolle wechseln, man kann das auf vielerlei Ebenen tun. Eine "Detransition" muß denn auch keineswegs eine komplette Rückabwicklung des transsexuellen Wegs sein, auch wenn es für Normalos oberflächlich so aussehen mag. Oft ist das für die Betroffenen selber eher eine nachträgliche Feinjustierung - mit viel weniger Bedeutung für das geschlechtliche Selbstverständnis, als sich Normalos das so vorstellen.

Herzliche Grüße
Wally
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Wally
Marlene K.
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Re: Detransition - Help and Support

Post 26 im Thema

Beitrag von Marlene K. »

Wie gut, dass jede*r einzelne hier immer weiß, wie genau die Welt funktioniert. Ich wundere mich nur, wo all' die persönlichen und sozialen Probleme herkommen...

Ich habe Schwierigkeiten damit, meinen eigenen Weg genau zu erkennen. Ich weiß aber auch, dass ich zwar andere für die Steine, die sie mir in den Weg legen, angreifen kann. Nur ändert dies nichts. Letztendlich kann ich aber nur selber meinen Weg erkennen und gehen und das beste aus meinem Leben machen. Wenn dies gut läuft, kann ich anderen, falls sie mich fragen, meine Beobachtungen benennen. Nicht mehr und nicht weniger.
Marlene

Ich halte es mit Karl Popper im 1945 formulierten Toleranz-Paradoxon https://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz-Paradoxon

Ich bin (nur) intolerant gegenüber der Intoleranz.
Anne-Mette
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Re: Detransition - Help and Support

Post 27 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Guten Morgen,

woher kommt die Infotmation?
Toni Smith hat geschrieben: So 17. Feb 2019, 23:11 da ja die meisten eine Detransition noch vor der HRT machen und damit vor OP und VäPä. Dadurch tauchen diese in keiner Statistik auf.
Gruß
Anne-Mette
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Re: Detransition - Help and Support

Post 28 im Thema

Beitrag von Nicole Fritz »

Hallo allerseits,

dann werde ich jetzt mal so argumentieren, wie es bei den Schreiberlingen eines Fantasy-Autoren-Forums, wo ich mich letztlich angemeldet habe, die übliche Vorgehensweise ist.
Laila-Sarah hat geschrieben: So 17. Feb 2019, 13:05 Na, ich denke mal, dass hinter dieser etwas provokanten Schreibweise, die Information versteckt ist, dass man es den Transpersonen nicht ZU einfach machen sollte, denn es gibt da am Anfang eine sehr euphorische Stimmung bei dem Betroffenen. Das haben wir so oft in diesem Forum gesehen. Wenn man in dieser Euphorie und ohne die Risiken und Möglichkeiten zu überblicken sich kopfüber da hinein stürzt und später dann doch realisiert, dass man doch keine Baywatch Nixe geworden ist oder noch schlimmer, dass man nur das Problem invertiert hat, dann kann es sein, dass es dem Betroffenen sehr leid tut. Aber ich denke es gibt da schon genug Mechanismen, die genau dies verhindern.
Ich habe hier sehr stark den Eindruck, dass die SHG's und die Plattformen im Internet eher diese euphorische Stimmung anheizen, als dass sie zum in sich gehen und kritischen Nachdenken ermahnen. Ich stoße immer wieder sinngemäß auf diese Argumentation: "Wenn dein Psycho dich als trans eingestuft hast, musst du deinen Weg auch konsequent gehen. Dass da immer wieder Zweifel kommen, ist ganz normal." Wer soll denn jetzt über mein Leben bestimmen? Dieser Psycho mit seinem theoretischen Wissen, der mich doch gar nicht wirklich richtig kennen kann, oder vielleicht ganz eigenverantwortlich ich selbst?
Jaddy hat geschrieben: So 17. Feb 2019, 13:29
Toni Smith hat geschrieben: So 17. Feb 2019, 09:33[...] den realistischen Blick aufs Leben lenken.
Du scheinst dich ausführlich damit beschäftigt zu haben. Hast du auch so ausführliches Quellenmaterial? Also bspw. abgebrochene vs erfolgreiche Transitionen, Abbruchgründe wie z.B. fehlerhafte Beratung, Zufriedenheitsquoten über alles und ganz wichtig eine Aufarbeitung der sehr unterschiedlichen Gegebenheiten USA vs D, und in den USA noch mal nach den sehr unterschiedlichen Bundesstaats-Regelungen? Mir ist das alles etwas zu wolkig, was du da postulierst.
Genau aus den Gründen, die Du hier anführst, habe ich nur aus meiner eigenen Perspektive geschrieben. Bei einer Aufarbeitung und Analyse statistischer Daten sehe ich da ein großes Problem. Eine Detransition werden sicherlich nur sehr wenige machen. Es hat vorher in dem einen Geschlecht nicht gepasst und passt nun in dem anderen auch nicht. Warum also zurück? Und wenn es da jetzt nach einer vollständigen oder teilweisen Transition Unzufriedenheit, gesundheitliche Probleme und Depressionen gibt, bleibt das Privatsache der betroffenen Person oder es steht in den Unterlagen der Ärzte und unterliegt damit der Schweigepflicht.
MichiWell hat geschrieben: So 17. Feb 2019, 14:20
Toni Smith hat geschrieben: So 17. Feb 2019, 09:33 Meine Beiträge sind recht polarisierend,
[...]
Ja, ungefähr so wie der "offene Brief" von diesem schlaumeierischen Lungenarzt, der Kraft seiner Wassersuppe mal eben erklärt hat, dass die vielen Wissenschaftler weltweit, die sich mit Feinstaub und Stickoxiden beschäftigen, überhaupt keine Ahnung hätten, und nur er hätte die Weitsicht, dies zu erkennen. (Dabei schaffte er seine halbgaren Beispiele noch nicht mal ohne Rechenfehler aufzuschreiben.)
Was hat dieses Grenzwertproblem jetzt mit uns Trans*-Menschen zu tun? :((a

Grenzwerte sind immer strittig. Man denke auch an den vom Mobilfunk erzeugten Elektrosmog. Ab wann macht irgendetwas, das in die Umwelt abgegeben wird, jemanden krank? Wer hat welches Interesse an einer bestimmten Höhe eines Grenzwertes? Wenn ich an die Feinstaub-Konzentration im Ruhrgebiet zur Zeit meiner Jugend denke, erscheint mir der derzeitige Grenzwert auch maßlos übertrieben. So schrecklich daneben liegt dieser Lungenarzt also nicht unbedingt. - Und was ist nun, wenn es wegen dieses Grenzwertes Fahrverbote für erst kürzlich für viel Geld erworbene Autos geben sollte? Da sagt doch vielleicht so mancher Wähler: "Jetzt ist aber aber endlich an der Zeit, dass so ein kleiner Adolf hier mal Ordnung im Land schafft ..." und wählt AFD. Wollen wir das? Umwelt hin oder Umwelt her.

Und sonst denke ich: Wer Gehör finden will, muss provozieren oder polarisieren. Und ein paar Rechenfehler schaden dann auch nicht, da sie leicht überprüfbare Gegenargumente liefern. :mrgreen:

LG Nicole
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Re: Detransition - Help and Support

Post 29 im Thema

Beitrag von triona »

Anne-Mette hat geschrieben: Mo 18. Feb 2019, 08:45 Guten Morgen,

woher kommt die Infotmation?
Toni Smith hat geschrieben: So 17. Feb 2019, 23:11 da ja die meisten eine Detransition noch vor der HRT machen und damit vor OP und VäPä. Dadurch tauchen diese in keiner Statistik auf.
Gruß
Anne-Mette

Was ist daran eine Information?

Das ist doch nicht mehr als eine Binsenweisheit. Wer über eine "Transition" nachdenkt - was auch immer in einem Einzelfall damit gemeint sein könnte, und dann z.B. zu dem Schluß kommt, daß er/sie nicht transsexuell ist, wird wohl in den allermeisten Fällen auch keine HT beginnen oder gar eine OP machen lassen.

Selbst der eine oder die andere TS könnte auch zu dem Schluß kommen, daß eine "Transition" vlt doch nicht das Richtige wäre, aus welchen Gründen auch immer. Nur um mal 2 wahrscheinlich recht häufig vorkommende Beispiele zu nennen. Zahlreiche andere Gründe für eine solche Entscheidung sind auch noch denkbar.

Das ist doch das Selbstverständlichste der Welt. Was das in irgend einer Statistik - in welcher auch immer - zu suchen haben könnte, erschließt sich hier wohl nicht. Also: Ein typischer Fall von Dummschwätzerei, nicht mehr und nicht weniger. Informationswert praktisch gleich null.

Drum möchte ich nochmal hierauf hinweisen:
Cybill hat geschrieben: So 17. Feb 2019, 20:35 Irgendwie erschließt sich mir der geistige und oder sittliche Nährwert dieser Diskussion nicht.

-Cy


liebe grüße
triona
Tatjana_59
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Re: Detransition - Help and Support

Post 30 im Thema

Beitrag von Tatjana_59 »

heike65 hat geschrieben: So 17. Feb 2019, 16:43 Vielen Dank Britt, genau meine sichtweise
Danke Heike, deinen Worten schließe ich mich voll und ganz an.
Der Kopf denkt und gibt Rat.
Das Bauchgefühl gibt Rat.
Doch das Herz spricht, höre auf dein Herz!
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