... die neutrale Toilettenlösung?
... die neutrale Toilettenlösung? - # 3

Karla
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Re: ... die neutrale Toilettenlösung?

Post 31 im Thema

Beitrag von Karla »

Bea Magdalena hat geschrieben: Fr 11. Jan 2019, 10:11
Steffi1000 hat geschrieben: Fr 11. Jan 2019, 07:24 .......
Bei uns in den Köpfen ist drinnen, das sich Mädchen beim Pinkeln hinsetzen und Jungs dabei stehen. Ist das nicht Bequemlichkeit?
.......
Hallo Steffi, hallo zusammen,

ich finde die Spritzer um die Toilette ekelhaft.
Würde MANN selber putzen, wär vermutlich einiges anders.
Hab ein Schild gekauft: "Männer mit Niveau, sitzen auf dem Klo". Nur angebracht hab ichs noch nicht, meine Frau zögert da.

Sry für die Abweichung vom Thema.

Liebe Grüße
Bea
ich kenne die Variante: wer nicht sitzt, spritzt...
(incl. physikalischer Erklärung, wie die Tropfen auf Abwege geraten...)
-> selbst der "Schützenkönig" hinterläßt Tropfen an Stellen, von denen er nichts ahnt!
...häng das Schild auf!
LG Elly
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Humpty63
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Re: ... die neutrale Toilettenlösung?

Post 32 im Thema

Beitrag von Humpty63 »

Hi zusammen, ob Mädels und Jungs, oder alles andere:

Als Rollifahrerin mit der unbedingten Notwendigkeit eine geeignete Behindertentoilette zu benutzen, will ich jetzt auch noch meine Erfahrungen und Meinung zum Thema beisteuern.

Vorweg das Wichtigste: die gesondert ausgewiesenen HANDICAPPED WCs sind keineswegs ein Privileg, wie manchen Zeitgenossen zu meinen scheinen, sondern eine schiere Notwendigkeit, ein Ausgleich fûr die Einschränkungen, die wir Menschen mit Behinderungen de facto im RL jeden Tag bewältigen müssen. Die Diskussion um vermeintliche Vorteile ist ebenso hirnrissig, wie die Zeitgenossen, die Behinderten Parkplätze ohne Skrupel missbrauchen, weil man ja nur wenige Minuten bräuchte, oder ähnliche Ausreden, die nur mit Ignoranz zu erklären sind. 😧

Das gesagt, bin ich seit vielen Jahren, lange bevor ich im Rollstuhl gelandet bin der Meinung, dass UNISEX WCs die beste Lösung in jeder Hinsicht darstellen. Warum? Nun, sowohl im Umgang der Geschlechter miteinander, als auch bzgl der erzieherischen Wirkung auf das Hygiene-Bewusstsein, die gegenseitige Rücksichtnahme, zeigt die Erfahrung aus Lämdern wo dieses Konzept bereits etabliert ist, dass sich Unisex WC bewähren. Der soziale Kontrolleffekt ist nicht zu unterschätzen.

Eine optimale Hybridlösung haben wir unlängst in einem Wellneshotel vorgefunden, wo ALLE Toiletten, inkl des Behinderten WC einen gemeinsamen Waschraum / Vorraum hatten, lediglich die Damen / Herren Kabinen waren getrennt, weil bei den Jungs noch ein paar offensichtlich immer noch unvermeidliche Pinkelurinale überlebt hatten, für die Dreibeiner, die ihre Männlichkeit selbst heute noch als Stehpinkler beweisen müssen. 🤨

Wenn es mir nachginge sollten diese vorsintflutlichen Keramiken ganz verschwinden, denn kein Mann, selbst die jüngeren, kann sicherstellen, dass es keine Spritzsauereien gibt, nur weil das Hinsetzen nicht in das Weltbild passt. Abgesehen davon, dass viele Männer das Pinkeln in Reih und Glied auch als unangenehm empfinden, wegen des Beobachtungs-Gefühls. Das nur nebenbei.

Zudem wäre endlich das leidige Anstehen in Schlangen minimiert, weil die Mädels schlicht sämtliche Kabinen sich mit den Jungs bei Großveranstaltungen teilen könnten, wie sie es ja heute oft ohnehin tun, um Wartezeiten zu verkürzen.

Fazit: Ent_gendered endlich auch in DTL die leidige Toilettenfrage und ALLE profitieren davon. 👍🏼

LG Humpty ♿️
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Re: ... die neutrale Toilettenlösung?

Post 33 im Thema

Beitrag von Whoopy Highfly »

Hallo Humpty,
Du sprichst das aus, was ich gedacht habe.
Noch eine kleine Anmerkung:
Als ich vor ca. 10Jahren bei einer größeren Veranstaltung gesehen habe, wie zuerst die jüngeren Damen und dann fast alle Frauen sich auch zusätzlich an die Herrentoiletten anstellten, ist erst etwas mulmig und ein Schamgefühl aufgekommen. Erst als der Spruch kam: "junger Mann, wir schauen die schon nichts ab und außerdem haben wir schon viel Elend gesehen", hat es klick gemacht und mich an Frankreich an die 70er erinnert.
Seitdem ist es mir bis auf die behinderten Toilette egal, auf welchen "Thron" ich gehe.
Eins verstehe ich nicht, wieso die Behinderten und die Damentoilette in der Kreisstadt zusammen sind und die Herrntoilette alleine ist.
Bedeutet das "¦"¦?

GLG
Steffi
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Bye
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Re: ... die neutrale Toilettenlösung?

Post 34 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Steffi1000 hat geschrieben: Fr 18. Jan 2019, 08:25Eins verstehe ich nicht, wieso die Behinderten und die Damentoilette in der Kreisstadt zusammen sind und die Herrntoilette alleine ist.
Das könnte bedeuten, dass alle prima miteinander klar kommen - ausser (mit)... ;)

(Ich sehe sowas gerne positiv)
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Re: ... die neutrale Toilettenlösung?

Post 35 im Thema

Beitrag von edeka »

Hallo Humpty,
Vorweg das Wichtigste: niemand hier stellt Behindertentoiletten in Frage ! Der einzige Grund, weshalb diese in die Diskussion rückten, war das Beispiel von Tatjana 59 (da bin ich voll bei ihr), daß die in wahrem Notfall -und sonst nicht - auch mal von andern benutzt werden dürfen sollten.
Zu UNISEX WCs bin ich auch bei dir.

Was ich nicht verstehe, ist dein Kreuzzug gegen Urinale. Das mit dem hinsetzen auf WC Schüssel ist gut, ist eine Sache der Sauberkeit !
Aber Urinale sind zum pinkeln mindestens genauso sauber. Und eben praktisch.
Humpty63 hat geschrieben: Fr 18. Jan 2019, 04:33 ... für die Dreibeiner, die ihre Männlichkeit selbst heute noch als Stehpinkler beweisen müssen. 🤨
... dass es keine Spritzsauereien gibt, nur weil das Hinsetzen nicht in das Weltbild passt.
mir scheint, du hast da ein sehr voreingenommes, emotionales Weltbild.
Bitte weniger aufgeregt.
Gruss, )))(: ascona
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Re: ... die neutrale Toilettenlösung?

Post 36 im Thema

Beitrag von Svetlana L »

ascona hat geschrieben: Fr 18. Jan 2019, 11:02 Aber Urinale sind zum pinkeln mindestens genauso sauber. Und eben praktisch.
Sauber?
...Messungen zeigten, dass die Urintröpfchen bis zu 40 Zentimeter vor ein Urinal zurückgeworfen werden. Die seitliche Gischt kann sogar bis über einen Meter weit reichen...
aus: Die Physik des Pinkelns
Sauber sieht bei mir aber anders aus.

Übrigens habe ich kürzlich gelesen, dass man auch beim Spülen den Deckel der Toilette schließen soll - Stichwort Klospülung als Bakterienschleuder
Hawadehre
Svetlana

As gitt halt nix Bessers wäi wos Guads!
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Re: ... die neutrale Toilettenlösung?

Post 37 im Thema

Beitrag von Humpty63 »

ascona hat geschrieben: Fr 18. Jan 2019, 11:02 Hallo Humpty,

Was ich nicht verstehe, ist dein Kreuzzug gegen Urinale. Das mit dem hinsetzen auf WC Schüssel ist gut, ist eine Sache der Sauberkeit !
Aber Urinale sind zum pinkeln mindestens genauso sauber. Und eben praktisch.
Humpty63 hat geschrieben: Fr 18. Jan 2019, 04:33 ... für die Dreibeiner, die ihre Männlichkeit selbst heute noch als Stehpinkler beweisen müssen. 🤨
... dass es keine Spritzsauereien gibt, nur weil das Hinsetzen nicht in das Weltbild passt.
mir scheint, du hast da ein sehr voreingenommes, emotionales Weltbild.
Bitte weniger aufgeregt.
Gruss, )))(: ascona
Hallo Ascona,

Deine harsche, ja beleidigt wirkende Reaktion kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen.

Ganz lustig wird es, wenn Du mir "einen Kreuzzug gegen Urinale" unterstellst, nur weil ich meine Meinung sehr klar und auch etwas ironisch und pointiert formuliere. Mir scheint mehr und mehr, dass die Mimosen hier im Forum in der Überzahl sind, warum eigentlich?

Dass Du mir sogar "ein sehr voreingenommenes, emotionales Weltbild" andichtest, finde ich aber wirklich ziemlich daneben. Apropos bin ich stolz darauf, dass ich meine Emotionen nicht hinter irgendwelchen Masken verstecke oder unterdrücken muss, wie es so viele Zeitgenossen tun, nur um bloß nicht anzuecken. Solches Duckmäusertum kann ich mir schon gar nicht als stark gehandicappter Mensch leisten. Nimm mich als ganzheitlichen Menschen, oder lass es. Danke.

Rationale Grüße 😏😏
Humpty
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Re: ... die neutrale Toilettenlösung?

Post 38 im Thema

Beitrag von Humpty63 »

Svetlana L hat geschrieben: Fr 18. Jan 2019, 11:20
ascona hat geschrieben: Fr 18. Jan 2019, 11:02 Aber Urinale sind zum pinkeln mindestens genauso sauber. Und eben praktisch.
Sauber?
...Messungen zeigten, dass die Urintröpfchen bis zu 40 Zentimeter vor ein Urinal zurückgeworfen werden. Die seitliche Gischt kann sogar bis über einen Meter weit reichen...
aus: Die Physik des Pinkelns
Sauber sieht bei mir aber anders aus.

Übrigens habe ich kürzlich gelesen, dass man auch beim Spülen den Deckel der Toilette schließen soll - Stichwort Klospülung als Bakterienschleuder

Danke Swetlana,

für die informativen Ergänzungen, die vielleicht helfen, meine Position etwas besser zu begreifen.

LG Humpty
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Re: ... die neutrale Toilettenlösung?

Post 39 im Thema

Beitrag von Whoopy Highfly »

Hallo liebe "Benutzerinnen",
Mein Schreiben im Post 22 war vielleicht etwas voreilig.
Mir ist durch eine Histotysendung was eingefallen.
Bei den Römern gingen alle in ein Gebäude auf einen sogenannten "Donnerbalken". Im Mittelalter war nur ein Raum mit einer Toilette für alle vorhanden.
Beide Arten "Entsorgungsstätten" können heute noch besichtiigt werden.
Ferner gab es auf entlegenen Bauernhöfen, kleine Häuschen miteinem Herzchen in der Türe für beide Geschlechter.
Ob das alles hygienisch war, steht nicht zur Debatte.
Erst mit der aufkommenden Industrialisierung wurden die verschiedenen Toilettensysteme eingebaut.
Ist das ein Fortschritt?
Für Personen, die eine längere Leitung haben, mag es bequemer sein. Ist das auch ein wirklicher Fortschritt?

Ich habe bewusst bei meinem Hausbau auf ein Urinal verzichtet, obwohl die männlichen Bewohner in der Mehrzahl sind. Die weiblichen freut es.
Beim Einbau einer dritten Toilette war die Mehrheit gegen ein Urinal. Das nenne ich Fortschritt.

Eure
Steffi
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Bye
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Re: ... die neutrale Toilettenlösung?

Post 40 im Thema

Beitrag von triona »

Steffi1000 hat geschrieben: So 20. Jan 2019, 16:13 Ich habe bewusst bei meinem Hausbau auf ein Urinal verzichtet, obwohl die männlichen Bewohner in der Mehrzahl sind. Die weiblichen freut es.
Beim Einbau einer dritten Toilette war die Mehrheit gegen ein Urinal. Das nenne ich Fortschritt.

Urinale in Privathaushalten sind eh ein völlig neuzeitlicher "Luxus". Das gab es bis vor wenigen Jahren noch fast nirgends. zumindest nicht, in den Haushalten, in denen ich verkehrt habe. (Ich habe es tatsächlich außerhalb von Gaststätten und öffentlichen Toilettenanlagen noch nie gesehen.) Das ist wahrscheinlich so ein sinnloser "Trend", den die Werbeabteilungen der Keramikindustrie hervorgerufen haben.

Was ein Bidet ist und wie so was aussieht, weiß ich allerdings auch erst seit vergleichsweise kurzer Zeit. (Meine Mutter hatte früher über so was immer gelästert.) Da dachte ich auch immer, das sei so ein spinnerter Luxus in Millionärsvillen und Königspalästen, in die ich noch nie einen Fuß gesetzt habe. Mittlerweile scheint so was auch schon in manchen geräumigeren Bädern und Toiletten in einfacheren Eigenheimen eingebaut zu werden.


liebe grüße
triona
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Re: ... die neutrale Toilettenlösung?

Post 41 im Thema

Beitrag von Whoopy Highfly »

Hallo Triona,
triona hat geschrieben: So 20. Jan 2019, 17:01 Urinale in Privathaushalten sind eh ein völlig neuzeitlicher "Luxus". Das gab es bis vor wenigen Jahren noch fast nirgends.
Meine 2 Nachbarn, die 2 und 3 Jahre vor mir gebaut haben, ließen sin min. 2 Urinale einbauen. Der direkte Nachbar ist sogar das einzige männliche Mitglied der Familie. Wenn ich mit ihm über diese Frage diskutieren würde, bekämen wir den größten Streit. Also lasse ich es lieber. Auch mit meinem Vater könnte ich nicht darüber sprechen.

LG
Steffi
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Re: ... die neutrale Toilettenlösung?

Post 42 im Thema

Beitrag von Humpty63 »

Steffi1000 hat geschrieben: So 20. Jan 2019, 17:09 Hallo Triona,
triona hat geschrieben: So 20. Jan 2019, 17:01 Urinale in Privathaushalten sind eh ein völlig neuzeitlicher "Luxus". Das gab es bis vor wenigen Jahren noch fast nirgends.
Meine 2 Nachbarn, die 2 und 3 Jahre vor mir gebaut haben, ließen sin min. 2 Urinale einbauen. Der direkte Nachbar ist sogar das einzige männliche Mitglied der Familie. Wenn ich mit ihm über diese Frage diskutieren würde, bekämen wir den größten Streit. Also lasse ich es lieber. Auch mit meinem Vater könnte ich nicht darüber sprechen.

LG
Steffi
Hi Steffi,

Dein Beitrag zeigt doch gerade in befremdlicher Weise, wie auch heute noch diese widerlichen Keramiken mit einem Klischee von gefûhlter Männlichkeit verbunden sind, sonst wären diese Dinge ja keinen Minute wert zu streiten. Ehrlich, auch wenn mir wieder eine bornierte Weltsicht vorgeworfen werden sollte: wenn Mannsbilder den Siff, den diese Dinger hinterlassen von Kindesbeinen an auch BESEITIGEN müssten, gäbe es sicher in den wenigsten Haushalten, Gastsätten, Hotels und anderen öffentlichen WC KEINE Urinale mehr. Wetten?

LG Humpty
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