die Hoden stören
die Hoden stören - # 2

Lebensplanung, Standorte
Nicole Fritz
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Re: die Hoden stören

Post 16 im Thema

Beitrag von Nicole Fritz »

Ich kann mich hier wieder einmal nur Cybill anschließen oder dem zweiten Satz bei Conny.

LG Nicole
lexes
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Re: die Hoden stören

Post 17 im Thema

Beitrag von lexes »

Laila-Sarah hat geschrieben: Do 27. Dez 2018, 17:12
Solveig hat geschrieben: Do 27. Dez 2018, 13:27 Aber wie mach ich das. Ich kann ja nicht einfach zum Urologen gehen und sagen "Mach die weg!"
Bitte nicht! Diese Eröffnung könnte in der Geschlossenen mit Ich-hab-mich-lieb-Jacke enden. Stell dir vor jemand geht zum Arzt und sagt meine Nase stört beim Küssen machen sie es bitte weg. Aber Spass bei Seite. Wenn die Hoden zur Organa non Grata erklärt werden ist es wohl möglich mehr als nur Crossdressen daher müsste wie bei jedem TS ein Gespräch mit einem Therapeuten erfolgen.

VlG
In Puncto : Machen Sie das mal weg...

Es gibt nach meinem spärlichen med.Wissen gleich 2 Erkrankungsbilder ( beide psychisch ) bei dem Patienten sich exakt das wünschen ( die Entfernung von augenscheinlich intakten Körperteilen )

Bei der Somatisierungsstörung oder dem psychosomatischem Erkrankungsbild projeziert der / die Erkrankte einen psychischen Schmerz ( oft nach Trauma z.B. eine Vergewaltigung ) in ein Körperteil um Schäden von seiner / ihrer Psyche abzuwenden... diese Schmerzenden Körperteile lassen sich nur mittels konventioneller Therapie nicht schmerzfrei bekommen. Der Patient wird halt am Knie behandelt , bräuchte aber eigentlich einen Psychologen. Weil er aber mit schmerzendem Knie zum Physiotherapeuten geht wird auch nur da ( wenig erfolgreich ) therapiert... irgendwann führt das zur Frustration und die ( teilweise gravierenden ) Schmerzen führen beim Patienten zum Wunsch der Entfernung

Bei der Dysmorphomanie ist der offenkundig intakte Patient davon überzeugt äußerlich entstellt zu sein.. auch wenn es dafür keinen logischen Grund gibt. Patienten dieser Art binden sich z.B. ein Bein hoch ( Knie angewinkelt, Ober und Unterschenkel mit einem Wickel verbunden ) und benutzen freiwillig Gehhilfen oder Rollstühle.. sie empfinden das Bein als Makel und bitten ebenfalls um die Entfernung... in diesem Fall nur ohne den Schmerzcharakter...

Das waren jetzt mal 2 Krankheitsbilder ... ohne Google aus der Hüfte geschossen ... bei Befarf bitte durch Recherche vertiefen...

Will damit nur sagen : Sich die Entfernung von Körperteilen zu wünschen ist in der Medizin kein seltenes Phänomen.

Den Patienten des ersten Erkrankungsbildes ist nur in keinem Fall mit der Amputation zu helfen ( das seelische Trauma besteht ja weiterhin und der Schmerz würde einfach woanders hinprojeziert werden )

Beim zweiten Erkrankungsbild ist das Ganze etwas diffuser... und die beiden können natürlich auch Hand-in-Hand auftreten ...

Eine psychologische Abklärung könnte helfen... ohne hier jetzt etwas unterstellen zu wollen ... sorry für das Textmonster

Liebe Grüße

Lexi
Whoopy Highfly
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Re: die Hoden stören

Post 18 im Thema

Beitrag von Whoopy Highfly »

Hy Elly,
Vielen. Dank für die Aufklärung. Das hat mir niemand so offen erklärt.

LG
Steffi
Bin auf dem Weg. Bitte sucht mich nicht.
Melde mich demnächst wieder.

Bye
ExuserIn-2019-11-28
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Re: die Hoden stören

Post 19 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2019-11-28 »

Hi Solvy,
Es gibt wissenschaftliche Studien, die zeigen, dass das Entfernen Ihrer Hoden ein längeres Leben ermöglicht. Gleichzeitig gibt es jedoch (wie bereits gesagt) Bedenken hinsichtlich der Knochendichte.

Wenn du es wirklich suchts, kannst du nach Thailand gehen.

LG Zoe
Nicola
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Re: die Hoden stören

Post 20 im Thema

Beitrag von Nicola »

Liebe Solveig

Ich würde dir empfehlen mit einen Psychologen oder Psychologin zu klären ob du nun Crossdresser oder trans* bist. Falls du wirklich nur dass Bedürfnis hast die Hoden loszuwerden, versuchen diesem Wunsch auf den Grund zu gehen und auch mit einer Fachperson zu klären. Im falle von trans* wäre der normale Weg die Indikation zu bekommen und dann ärztlich kontrolliert Hormone zu nehmen. Ein weiterer Schritt kann dann noch z. B. das entfernen der Hoden (Orchiektomie) sein, damit ohne Blocker das Testosteron auf einen weiblichen Wert gebracht werden kann. Dieser Eingriff wird dann normalerweise auch von der Krankenkasse übernommen.
Ich bin immer wieder erstaunt dass beim Thema Orchiektomie immer wieder so besonders auf die Osteoporose hingewiesen wird, da bei einer GaOp sei es die kleine oder die grosse, die Hoden ja auch entfernt werden. In einem anderen Traid behauptete sogar eine Person, dass man beim entfernen der Hoden eine höhere Stimme bekäme.

LG Nicola
conny
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Re: die Hoden stören

Post 21 im Thema

Beitrag von conny »

ZoeKay hat geschrieben: Fr 28. Dez 2018, 08:29 Wenn du es wirklich suchts, kannst du nach Thailand gehen.
Oder es auch sein lassen. Ich glaube, dass das keine verantwortbare Empfehlung ist, im Gegensatz zu einigen anderen hier.
Joe95
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Re: die Hoden stören

Post 22 im Thema

Beitrag von Joe95 »

Ich habe auch lange Zeit gedacht nur ein Crossdresser zu sein und selbst lange bevor ich überhaupt ahnte das es so etwas wie Transgender überhaupt gibt hatte ich ähnliche Probleme wie im Eingangsbeitrag beschrieben.
Deshalb hat mich dieser Betrag von Lexes schon ein wenig erschreckt.
lexes hat geschrieben: Fr 28. Dez 2018, 05:30...
Es gibt nach meinem spärlichen med.Wissen gleich 2 Erkrankungsbilder ( beide psychisch ) bei dem Patienten sich exakt das wünschen ( die Entfernung von augenscheinlich intakten Körperteilen )
... ohne hier jetzt etwas unterstellen zu wollen ...
Bedeutet das jetzt das sich Menschen als Ts outen und entsprechend leben nur um ihre Brüste oder Hoden loszuwerden?

Lexi, du magst recht haben das es Möglichkeiten ausserhalb der Gender-Thematik gibt, die solche Wünsche hervorrufen, aber in Anbetracht des hiesigen Forums gehe ich lieber erst mal davon aus das Solveig sich bei der Beschreibung nur etwas unbeholfen ausgedrückt hat.

Auf jeden Fall würde ich professionelle Hilfe empfehlen und vorsichtig mit viel Geduld zu ergründen versuchen was es mit den Schmerzen auf sich hat.
Dann zeigt sich auch ob ein Zusammenhang mit dem Crossdressen besteht.
Sei vorsichtig mit deinen Wünschen, sie könnten in Erfüllung gehen.
Natürlich ist das wahr, es steht doch im Internet!

Du hast ne Frage, brauchst Rat oder Hilfe?
Ohren verleih ich nicht, aber anschreiben darfst du mich jederzeit...
Karla
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Re: die Hoden stören

Post 23 im Thema

Beitrag von Karla »

Solveig hat geschrieben: Do 27. Dez 2018, 13:27
Sie sind nicht nur häßlich, sondern sind solange ich denken kann mir im Weg oder schmerzen wenn ich sie zu sehr
versteckt habe.
Liebe Solveig,
im Weg:
Mit einem leichten Miederhöschen bin ich 2008 hier in Stuttgart den Halbmarathon gelaufen:
Alles blieb am Platz und trotz Hitze und leichtem Übergewicht gab es keine wundgescheuerten Oberschenkel-Innenseiten.
Schmerzen:
Wenn Du die Dinger beim Verstecken (Tucking) zu sehr drückst oder jemand plötzlich dran zieht (weil sie auf Abwege geraten waren und Du irgendwo dran hängengeblieben bist) -
dann meckern die halt.
Nach einer Vasektomie kriegt mann daher ein Suspensorium verpaßt: es hält die Dinger am Platz, so daß sich die Nerven beruhigen
(fühlt sich trotzdem 2 Tage lang wie nach nem Tiefschlag an)
Suspensorium: hab damals im Sanitätsfachgeschäft deutlich unter 10€ dafür bezahlt - könntest Du ja auch ohne OP testen.
Der einzige Grund dafür, die Dinger möglichst kühl zu halten - und damit etwas weiter weg vom Körper - wäre akuter unerfüllter Kinderwunsch
Du hast Dich als Crossdresser beschrieben:
Sind die (zugegeben heißen) Strings eine lebenslange Hormoneinnahme wert?
(hättest Du "TS" angegeben, wärs was anderes)
LG Elly
Ein Leben ohne Möps(chen) ist möglich, aber sinnlos. (frei nach Loriot)
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Re: die Hoden stören

Post 24 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Elizabeth hat geschrieben: Do 27. Dez 2018, 23:32... oder muß es die ganz große Lösung incl. lebenslanger Hormoneinnahme sein?
(Osteoporose hab ich bei einer meiner Lieblingstanten erlebt: wünsch ich KEINER!) - ohne Hormone funktionieren die Knochen auf Dauer nicht!
Also auf lebenslang Hormone stelle ich mich eh ein, so gut, wie ich mich mit meinem aktuellen Östrogen-gesteuerten Körper fühle. Mir würde nach einer Orchi nix fehlen, im Gegenteil. Deshalb rückt das auch langsam ins Sichtfeld.

Ganz ohne Sexualhormone ist eh nicht zu empfehlen, eben hauptsächlich wegen Osteoporose, aber auch wegen anderer körperlicher und seelischer Probleme. So erlebt bei mehreren Personen. Auch das runterdosieren ab 50 oder so ist nicht unbedingt sinnvoll, bestätigt von meinem Endo. Also entweder Testo oder Östrogen. Für mich ("n=1") kann ich sagen, dass ich ausbalancierte Hormonlevel "in der Mitte" auch nicht so gut ertrage. Das war zwischendrin so, bei der 2mg/Tag-Dosierung. Irgendwie wie im Limbo.
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Re: die Hoden stören

Post 25 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2019-11-28 »

conny hat geschrieben: Fr 28. Dez 2018, 15:07
ZoeKay hat geschrieben: Fr 28. Dez 2018, 08:29 Wenn du es wirklich suchts, kannst du nach Thailand gehen.
Oder es auch sein lassen. Ich glaube, dass das keine verantwortbare Empfehlung ist, im Gegensatz zu einigen anderen hier.
Oder keine besserwisserin sein und nicht davon ausgehen, dass die Ärzte in Thailand keine Beratung und angemessene Vorsichtsmaßnahmen benötigen. Nehmen Sie auch nicht an, dass andere hier jahrelang nicht selbst diese Dinge erforscht haben.

Am Ende trifft sie ihre eigenen Entscheidungen - als Erwachsene. Und Sie sind nicht dazu berufen, die Empfehlungen zu beurteilen, die die Leute hier machen.
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Re: die Hoden stören

Post 26 im Thema

Beitrag von Solveig »

Hallo ihr Lieben,
ich hätte nicht gedacht dass ich mit meiner Mitteilung, dass mir diese unötzen Dinger zwischen den Beinen im Weg sind, dass sie mir weh tun, wenn ich sie verstecken weill (Leistenkanal geht leider gar nicht), so einen Sturm der Entrüstung auslöse.
Gut dass sie Hormone produzieren weiss ich schon, aber mit weniger Testosteron wäre ich auch zufrieden und ich hätte auch nichts dagegen, wenn mein Körper weiblicher werden würde. Osterperose will ich natürlich, wie wohl jede von uns, nicht bekommen.
Anne-Mette
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Re: die Hoden stören

Post 27 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Guten Abend,
Solveig hat geschrieben: So 30. Dez 2018, 16:12 ich hätte nicht gedacht dass ich mit meiner Mitteilung, dass mir diese unötzen Dinger zwischen den Beinen im Weg sind, dass sie mir weh tun, wenn ich sie verstecken weill (Leistenkanal geht leider gar nicht), so einen Sturm der Entrüstung auslöse.
Ich denke, das liegt daran, dass einige UserInnen (auch ich) besorgt sind; denn es ist kein Spiel und ich möchte überhaupt nicht den Verdacht aufkommen lassen, dass
über so ein Thema "nicht ohne den notwendigen Ernst" geschrieben und gesprochen wird.
Die Beiträge des Forums werden von den Suchmaschinen gefunden und präsentiert.

Ich möchte nicht, dass der Eindruck entsteht, hier diskutieren wir "Schnaps-Ideen" zu so einem einschneidenden (im wahrsten Sinne des Wortes) Themas.

Gruß
Anne-Mette
Karla
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Re: die Hoden stören

Post 28 im Thema

Beitrag von Karla »

@Solveig:
sieh es nicht als Sturm der Entrüstung, sondern als gut gemeinte Rat"schläge" - ich weiß!
Einige hier sind den Weg gegangen - und später folgte teils doch noch die "große" GaOP.
Bei anderen ist selbst Jahrzehnte später auch "der Kerl" neben dem Mädel immer noch da.
Ganz wenige haben den Schritt auch dann hinterher bereut...
-es gibt also hier alle Varianten!
Bevor Du irreversible Fakten schaffst, daher die Idee, daß Du zuvor die A-Linie bekleidungstechnisch ausprobierst,
da dies ohne Beeinträchtigung der Hoden klappen kann. Wenn das dem Mädel in Dir gar nicht reicht, dann kannst Du immer noch über weitere Schritte nachdenken.
LG Elly
Ein Leben ohne Möps(chen) ist möglich, aber sinnlos. (frei nach Loriot)
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