Valeries Welt
Valeries Welt - # 27

Crossdressing und selbst Erlebtes... Erdachtes
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Valerie Bellegarde
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Re: Valeries Welt

Post 391 im Thema

Beitrag von Valerie Bellegarde »

An meinen kleinen Leserkreis,

alle diejenigen Leserinnen, die noch nicht geantwortet haben, erinnere ich nochmals an meine Mini-Leserumfrage (Post 424)
Danke für deine Antwort.

Valerie :()b
Diana.65
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Re: Valeries Welt

Post 392 im Thema

Beitrag von Diana.65 »

Hallo Valerie.

Nun möchte ich mich heute auch mal zu Wort melden.
Ich finde deine Geschichte auch gut, auch deinen Rythmus für die neuen Teile. Leider komme ich derzeit nicht ganz so regelmäßig zum Lesen. Mir fehlt momentan oft die Zeit um hier im Forum alles ausgiebig zu lesen.
Aber trotzdem finde ich es schön, wenn du weiter schreibst.

Liebe Grüße,
Diana.
Ich bin und bleibe ich.
Und ... genieße mein neues Leben.
Valerie Bellegarde
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Re: Valeries Welt

Post 393 im Thema

Beitrag von Valerie Bellegarde »

Hallo Diana, hallo an die anderen,

ich denke ich mache das jetzt auch so wie besprochen, und das neue Kapitel kommt dann jeweils immer am Wochenende oder sonntags gegen 14.00 Uhr. Bis bald und viel Spass.

Valerie
Dwt-Lilo-SL
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Re: Valeries Welt

Post 394 im Thema

Beitrag von Dwt-Lilo-SL »

Hallo Valerie,
Danke für deine Endscheidung, ich habe immer wenn ich Zeit und Musse dazu hatte deine Geschichte (1 Kapitel ) verschlungen.
Schreibe bitte in deinem dir eigen Stil weiter.
Ich warte dann am Montag auf ein neues Teil der Geschichte (2. Kapitel )
lg
LILO-GINA
Seufzer gleiten die Seiten des Herbstes entlang,
Treffen mein Herz mit einem Schmerz dumpf und bang
Svenja80
schau
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Re: Valeries Welt

Post 395 im Thema

Beitrag von Svenja80 »

Valerie Bellegarde hat geschrieben: Di 16. Okt 2018, 17:24

1) Warum liest du Valeries Welt?
Mir gefällt diese Art von Geschichten

2) Wie gefällt dir die Story bisher?
ganz nett, aber mehr Leben rein - ich lese zwar noch gerne, aber die Story ist mir momentan zu sehr an der Oberfläche, mehr CD Anteil würde ich mir wünschen

3) Wie oft soll das neue Kapitel immer kommen?
wöchentlich

4) Was sollte anders werden?
mehr über ihre Probleme als CD, denn das Leben einer Immobilienmaklerin in Frankreich interessiert mich weniger

5) Wo sollte die Story mehr spielen in Zukunft
Da, wo das Leben sie hinführt
Aber sonst (ap)
Valerie Bellegarde
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Re: Valeries Welt

Post 396 im Thema

Beitrag von Valerie Bellegarde »

Liebe Leserinnen, liebe Leser,
zwei neue Kapitel sind fertig. Kap. 13 hat den Titel "It takes two to Tango". Das andere, Kap. 14 heißt "Schmetterlinge im Bauch". Beide Kapitel drehen sich NICHT um ihre Arbeit, sondern... na ihr könnt es euch bestimmt denken. Morgen, Samstag habe ich leider keine Zeit, deshalb geht das Kap. 13 (It takes two to Tango) wie vereinbart erst am Sonntag auf Sendung, hier in diesem Theater.

Lieben Gruß, Valerie :()b
Valerie Bellegarde
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Re: Valeries Welt

Post 397 im Thema

Beitrag von Valerie Bellegarde »

Teil 2 Kap. 13: "It Takes 2 To Tango"

'It takes two to tango' ist ein amerikanischer Schlager aus den 50er Jahren, geschrieben von Al Hoffman im Jahr 1952. Dass man zum Tangotanzen zu zweit sein muss, ist einfach zu verstehen und hat auch eine übertragene Bedeutung, die dann auch schnell in den Volksmund überging, sozusagen als Sprichwort. Populäre Politiker haben diesen Spruch oft benutzt, z. B. Ronald Reagan hat das gesagt, als er in den 80er Jahren die Bereitschaft der Russen und besonders Gorbatschows anmahnte, nun auch wirklich richtig mitzumachen bei der weltweiten Abrüstung von Atomwaffen. Inzwischen findet man das Sprichwort sogar schon in Wikipedia. Was es sagen will? Nun im Grunde eine simple Wahrheit, dass es eben ein paar Dinge im Leben gibt, die nur zu zweit richtig Spaß machen, oder andersrum, die man nur zu zweien richtig hinkriegt.

Stimmt ja auch: Tango allein sieht irgendwie komisch aus.

Valerie war als Tänzerin bisher eher eine Solonummer gewesen, also hatte sie den Tango nicht so sehr gut drauf. Sie tanzte zwar ausgesprochen gerne (ich erinnere an ihre Frankfurter Abenteuer damals mit ihrem Karl-Heinz dort in diesem Tanzschuppen namens TRAVOLTA). Jedoch hatte sie die weiblichen Schritte bei den Standardtänzen nicht so gut drauf, dass sie jetzt, seit sie praktisch permanent en femme war, bei jeder Tanzerei sofort mitgemacht hätte.

Gut, sie ließ sich bei Gelegenheit auch mal von einem Mann auffordern, wenn der ein guter Tänzer war. Besonders, wenn sie bei einem Mann dann das Gefühl hatte: Der kann mich gut führen, dann fiel ihr der weibliche Part beim Paartanz leicht, sie ließ sich dann sozusagen "fallen", gab sich dem Takt und Rhythmus hin und folgte nur den Bewegungen ihres Partners. Am liebsten aber war ihr nach wie vor das Solotanzen, dann konnte sie wirklich alles um sich herum ausblenden und bewegte sich nur noch mit und "in" der Musik

Seit ein paar Wochen war sie nun schon in Narbonne. Sie lebte in der ganzen Zeit noch im Hotel und quasi aus dem Koffer. Kleider hatte sie eigentlich wenig dabei. Deshalb war sie auch nicht sofort hundert Prozent glücklich, als Delphine mit der Idee auf sie zukam, die beiden abends mal zum Tanzen zu begleiten. Es gab da dieses angesagte Szenelokal in der Narbonner Altstadt direkt an den Kais des Canal du Midi, die hatten Freitag abends gelegentlich Tanz, und speziell an diesem Abend stand eben Tango auf dem Programm.

"Soirée dansante, Tango argentine" war auf einem Schild vor dem Lokal zu lesen.

Natürlich kam bei Valerie sofort die Überlegung auf, was sie anziehen sollte, sie überlegte hin und her, und wollte den Gedanken dann schon wieder fallenlassen, denn eigentlich hatte sie ja "nichts". Aber klar, das waren nur kleine Ausflüchte, und sie kamen eher aus einer gewissen Bequemlichkeit heraus. Denn schließlich siegte die Neugier und die Lust auf ein Abenteuer und sie sagte zu. Ja, sie ginge mit und sie würde sich auch freuen.

Alain und Delphine holten sie um neun Uhr abends mit ihrem Auto am Hoteleingang ab. Valerie hatte sich richtig hübsch gemacht, gemessen an den etwas begrenzten Möglichkeiten ihres Kleiderschranks sah sie mit dem engen schwarzen Rock und der taillierten Bluse sogar ganz knackig aus. Dazu trug sie nach einiger zeit auch mal wieder "Abendschuhe" mit hohen Absätzen und auch Lippenstift, und zwar einen tief dunkelroten, burgunderroten. Ein Rot, das tagsüber zu knallig war, aber im gedämpften Schummerlicht eines Tanzlokals gerade richtig. Die drei nahmen an einem der reservierten Tische Platz, im Restaurant war schon reichlich Betrieb, aber die Tanzfläche, die eigentlich eine Terrasse war, die zum Kanalufer hinausführte, war zwar schön beleuchtet, aber noch leer, sozusagen tote Hose. Auch die Kapelle war noch nicht am Platz, es gab nur leise Hintergrunds-Musik aus der Musicbox, ansonsten rannten nur die Kellner durchs Lokal.

An dem Abend lief ihr Thierry zum ersten mal über den Weg. Oder Maitre Elouard, wie sein richtiger Name war. Der Ausdruck "über den Weg laufen" ist eigentlich nicht richtig gewählt, denn Thierry kam schnurstracks auf ihren Tisch zu, nachdem er ihre Freunde erkannt und ihren zugewinkt hatte. Offenbar kannte er Alain und Delphine gut.

"Salut les amis. Quelle belle surprise de vous voir ici" (seid gegrüßt Freunde, welch schöne Überraschung, euch hier zu sehen)

sagte er zu den beiden, aber dabei waren seine Augen nur an Valerie dran.

Er zog sich einen Stuhl heran und setzte sich zu den Dreien, ganz locker, einfach so.

"Darf ich mich zu euch setzen? Ich bin alleine hier, ich wollte eigentlich nur ein wenig zuschauen, weil heute abend Tango getanzt wird", sagte er deutete mit einer Hand auf das Tanzparkett.

Valerie wurde vorgestellt, als eine liebe Kollegin aus dem deutschen Partnerbüro, die gerade hier sei, um unser Geschäft aufzumischen, sagte Delphine im Scherz. Alles lachte, aber Valerie korrigierte sie sofort, nein, sie käme mit dem Auftrag, das wunderschöne Languedoc noch populärer zu machen, als es eh' schon sei, gerade für deutsche Feriengäste.

"Alors on travaille dans la meme Branche" (also arbeiten wir in derselben Branche) , sagte Thierry.

Und in dem Blick, mit dem er Valerie musterte, nahm sie so etwas wahr wie Akzeptanz und Anerkennung, aber auch noch etwas anderes, das nicht sofort zuordnen konnte.

Valerie nickte, trotzdem hatte sie ihn nicht ganz verstanden.

Ja, das sei so, sagte Thierry: Er sei ebenfalls im Immobiliengeschäft, obwohl er eigentlich ein Notar sei, gleichzeitig aber auch Immobilienmakler, in Frankreich sei das so geregelt, da makeln die Notare auch mit. Im Übrigen liege sein Büro gleich hier in der rue Gambetta, gar nicht weit von hier, quasi um die Ecke. Kein Wunder, dass man sich über den Weg läuft. Nabonne ist klein, man trifft sich oft. Aber Konkurrenz? nein, Konkurrenz sei man nicht.

"Wir arbeiten doch schließlich alle im gleichen Business, claro?"

"Alors, je m'appelle maitre Thierry Elouard, et mon étude se trouve 6 rue Gambetta, ici à Narbonne"

Ohoo, ein Notar, ein maitre, ein Jurist, ein hohes Tier also, dachte Valerie bei sich im Stillen. Aber so jung und bereits ein eigenes Notariat, kann das sein?

Und während man seinen Aperitif nahm und Smalltalk plauderte, nahm sie ihn näher in Blick. Ein wirklich gutaussehender Mann, Schlank, nicht groß, aber drahtig, sportlich. Teurer dunkler Anzug, feinstes Tuch, teure Lederschuhe. Nein, einen Notar hatte sie sich immer älter vorgestellt. Hier auf dem Stuhl ihr gegenüber saß ein gutaussehender Mittdreißiger. Dann korrigierte sie sich: 35 reichte nicht aus, vielleicht wäre er doch schon ein wenig über vierzig, der maitre, das könnte schon sein, ja, das würde besser passen.

Valerie zupfte unwillkürlich an ihrer Bluse herum und auch am Rocksaum. Zeigte sie vielleicht zu viel Bein? Und ob sie vielleicht draußen ihr Makeup nochmals kontrollieren sollte? Solche Gedanken halt.

Die vier bestellten ihre Essen, das heute Abend nur ein kleines Menü war. Dann erhob sich Delphine, entschuldigte sich kurz bei den Männern und wollte zur Toilette, dabei zupfte sie Valerie im Vorbeigehen am Ärmel und bedeutete ihr unmerklich, mitzukommen. Draußen, bei den "Damen", hielt sie sie an beiden Armen und musste ihr sofort alles über den Maitre erzählen. Wow, welch nette Überraschung, DEN hier zu sehen. Ja, der Maitre sei eine Art Geschäftsfreund, aber natürlich ist dieses Büro, das der da hat, eine andere Klasse als unser Büro, gegen den seien sie und Alain nur kleine Fische.

Ja, und die Elouards gehörten zu den "alten Familien" hier in Narbonne, und ahhhmm, außerdem...

außerdem ist er auch noch unverheiratet, der Maitre. Delphine schaute Valerie genau in die Augen, als sie das sagte:

"Il est célibataire, le maitre".



Soviel für heute, Fortsetzung in einer Woche, hier in diesem Theater .


Lieben Gruß,

Valerie :()b
Valerie Bellegarde
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Re: Valeries Welt

Post 398 im Thema

Beitrag von Valerie Bellegarde »

Liebe Leserinnen und Leser,

ich habe heute vormittag dieses 13. Kapitel erst mal zu früh abgeschickt, dann aber nochmals ergänzt. Es ist nun vollständig. Viel Spass beim lesen und träumen.

LG, Valerie :()b
Christiane04
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Re: Valeries Welt

Post 399 im Thema

Beitrag von Christiane04 »

Sehr schöner neuer Teil,
Danke schön, mach bitte weiter so!
Entwicklungspotential gibt es ja genug.....

Christiane
"Ein Mann kann anziehen, was er will, er bleibt doch nur ein Accessoire der Frau. " Coco Chanel
Valerie Bellegarde
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Re: Valeries Welt

Post 400 im Thema

Beitrag von Valerie Bellegarde »

Besten Dank, Christane, für deine Ermunterung. Gerne mache ich weiter.

Reisen bildet, man weiß das schon seit Goethes Tagen. Sie reist jetzt viel zwischen den beiden Ländern hin und her, eine europäische Nomadin gewissermaßen, sie erlebt eine neue Freizügigkeit und man wird sehen, sie lernt viel Neues. Auch Beziehungen ändern sich, weil sich die Umgebung wandelt. Klar, dass es noch Potential gibt... On verra.

Liebe Grüße,

Valerie
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Re: Valeries Welt

Post 401 im Thema

Beitrag von Valerie Bellegarde »

Liebe Leserinnen und Leser,

Geschichten wie diese, die das komplexe Beziehungsgeflecht von Menschen zum Thema haben, landen irgendwann immer bei einem Punkt, der gemeinhin als "Sex" bezeichnet wird. Besonders kompliziert wird's dann, wenn die Person um die es geht eine Cross- oder Transperson ist, egal wie man den Weg beschreiben will, den Valerie geht, wenigstens zu einem kleinen Teil geht.
Ich beschäftige mich nun schon etwa ein Jahr lang mit dieser Person der Valerie und habe beschlossen, dass sie keine geschlechtsangleichende OP machen wird, also keine Total-OP. Dagegen hat sie sich zu dieser Brust-Implantation entschieden, quasi als kleine Lösung. Begleitend dazu wird sie Hormone nehmen. Keine komplette Hormon-Ersatztherapie, (Keine HET), sondern auch hier nur eine kleine Lösung, schrittweise, versuchsweise.

Ich würde gerne folgendes mit euch besprechen bzw. fragen:

Wer hat Erfahrungen (praktische oder auch nur theoretische Erfahrungen) mit der Einnahme von Hormonen und will diese Erfahrungen hier schildern?? Ich würde mir erlauben, eure Beiträge im Rahmen der zukünftig weiter entstehenden Story zu verarbeiten.

Ganz liebe Grüße

Valerie :()b
Valerie Bellegarde
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Re: Valeries Welt

Post 402 im Thema

Beitrag von Valerie Bellegarde »

Teil 2 Kap. 14: Schmetterlinge im Bauch

Nach dem Tangoabend fand Valerie nur schwer in Schlaf, obwohl es fast halb zwei in der Nacht war. Ihre Freunde Alain und Delphine hatten sie noch ins Hotel gebracht, jetzt war sie zwar müde vom Tanzen, gleichzeitig aber noch völlig überreizt von den Eindrücken des vergangenen Abends und immer noch aufgekratzt, ihre Beine waren schwer und die Füße schmerzten von den engen Schuhen. Noch während sie sich auf ihr Bett warf, streifte sie die High Heels achtlos ab, diese polterten zu Boden, und sie selbst lag eine ganze Weile bäuchlings auf dem Bett, hatte die Augen geschlossen, und sofort erschien ihr Thierry, der Maitre Elouard wieder vor dem inneren Auge, seine feingezeichneten Gesichtszüge, vom Typ her lateinisch oder spanisch oder römisch, oder wie sollte sie das nennen, sie fand im Moment keinen passenden Begriff dafür. Aber sein Gesicht ging ihr nicht aus dem Kopf.

"Ohhh.. mein Gott ich verschmiere wieder das ganze Kopfkissen"

fiel ihr plötzlich ein, sie hob den Kopf aus dem Kissen und sprang hastig aus dem Bett, um ins Bad zu gehen und sich dort abzuschminken. Ihr war ziemlich schummrig im Kopf, so etwas wie ein leichter Schwindel. Vielleicht zu viel Alkohol, vielleicht hatte sie auch zu viel getanzt. Ihre Bluse aufzuknöpfen fiel ihr jetzt auch schwer, alles war ihr zu viel, also setzte sie sich auf den Bettrand und nestelte nur die oberen zwei oder drei Knöpfe auf, hob die Bluse über den Kopf und hängte sie schnell über einen Kleiderbügel. Der Rock rutschte zu Boden, nachdem sie den Reißverschluss hinten am Rücken geöffnet hatte und wurde dann achtlos über eine Stuhllehne geworfen, ebenso achtlos verfuhr sie mit ihren Nylons, die sie ganz gegen ihre sonstige Gewohnheit schnell und lieblos abstreifte und dann zusammengeknüllt auf dem Boden liegen ließ, ohne sie wie sonst mit einer Hand glattzustreichen und ordentlich über eine Stuhllehne zu legen. Höschen und BH folgten, alles fiel zu Boden, darum kümmere ich mich morgen früh, dachte sie. Wenig später lag sie unter der Decke und versuchte in Schlaf zu finden. Das selbstgebastelte Gaff oder cache-sex, in dem sie ihren zwar kleinen, aber immer noch vorhandenen Penis so gut verschwinden lassen konnte, vergaß sie abzulegen, aber bis auf dieses winzige Nylonteil war sie ganz nackt unter ihrem Deckbett.

Waren das, was dann folgte, eigentlich schon Träume oder waren es Erinnerungen an den vergangenen Tanzabend? Monsieur, nein Maitre Elouard ging ihr nicht aus dem Kopf oder auch Thierry, wie er mit Vornamen hieß und wie er noch ein paar mal im Verlauf des Abends versucht hatte, sie zu korrigieren:

"Ich heiße Thierry... du kannst mich so nennen... c'est mon prénom" (mein Vorname)

Aus irgendeinem Grund zögerte sie aber zunächst, auf sein Angebot einzugehen. Nicht zu schnell, nicht zu viel Vertrautheit, so dachte sie spontan, vielleicht instinkthaft, diese Reaktion, vielleicht war es auch der Altersunterschied oder die Dominanz, die von dem Mann ausging. War er als Jurist und Notar zu sehr "Respektsperson" für sie? Sie konnte sich ihr Zögern selbst nicht erklären. Das ging ihr irgendwie alles viel zu schnell. Auch als er sie dann zum Tango aufgeforderte, hatte sie zunächst gezögert und mit Zurückhaltung reagiert. Es war so etwas wie eine Mischung von Faszination auf der einen Seite aber Ängstlichkeit auf der anderen, die sie zögern ließ. Aber schließlich gab sie nach, ging mit ihm auf die Tanzfläche, der Mann faszinierte sie zu sehr, aber sie tat es auch weil ihre beiden Freunde begannen, im Takt der Musik rhythmisch in die Hände zu klatschen:

"Allez Valerie ! Montre-nous le Tango" rief Alain, und Delphine rief mehrmals laut:

"Argentina! Argentina!"

Thierry war wirklich ein sehr guter Tänzer, sie bemerkte es sofort, und als er sie in den Arm nahm spürte sie seine Kraft und fühlte sich sicher, und so konnte sie sich wirklich ganz fallenlassen in seinen Armen. Sie gab sich dem Takt des Tangos und den Bewegungen des Mannes hin, er führte sie und sie folgte ihm, er hielt sie, leitete sie, schob sie von sich, zog sie wieder zu sich her, er drehte sie, klatschte sie ab und sie machte die Pirouette, stampfte mit dem Bein auf, kam mit kleinen Schritten zurück zu ihm und ließ sich wieder in seine Arme fallen. Sie hatte vorher noch selten Tango getanzt, aber zusammen mit ihm fiel ihr das alles sehr leicht, und wie wir wissen, war sie ja auch ein tänzerisches Naturtalent, unsere kleine Protagonistin.

Später, als die Kapelle auch mal eine kleine Pause machte, saßen die vier noch lange zusammen und Valerie ertappte sich dabei, wie sie die Augen nicht von dem geheimnisvollen Thierry lassen konnte, er sah aber auch wirklich "verboten gut" aus mit seiner schlanken mittelgroßen Figur und diesem lateinischen oder römischen Profil, scharfgeschnittene Züge und eine prägnante Nase, ein richtiger Südländer.

"Hast du eigentlich gewusst dass Narbonne vor 2000 Jahren schon eine richtige kleine Stadt war? Eine römische Gründung war das damals, eine Garnison, ein Feldlager der alten Römer"

erklärte er ihr. Nein, das hatte sie vorher noch nicht gewusst, aber ja, man könnte es sich fast vorstellen, dass dieser Mann römische Vorfahren hatte, vielleicht einen Zenturio, einen Feldhauptmann, oder irgendein römischer Militär...

Wie man sieht, war Valerie, obwohl im stressigen beruflichen Auslandseinsatz, doch keineswegs zum geschlechtslosen Wesen geworden. Nein, um es klar auszudrücken, sie war wieder einmal hin und weg von einem neuen Mann, was ja auch kein Wunder ist, denn ihr Gunnar ist ja weit, weit weg in Deutschland geblieben, er ist im Moment schwer erreichbar für sie, und die Hormone spielen mal wieder verrückt. Seit sie nach ihrer Brust-OP auf Anraten des behandelnden Arztes diese begleitende Hormontherapie angefangen hatte, meldeten sich bei ihr ein paar neue und ungewohnte Bedürfnisse hinsichtlich einer männlichen Partnerschaft. Das war bisher weitgehend im Verborgenen, und längere Zeit unerfüllt geblieben, aber jetzt kam es heraus und war da. Mit anderen Worten, Valerie war, wie es die Amerikaner so lakonisch ausdrücken

"the Lady was clearly undersexed and overworked"

Zu deutsch: Seit sie sich im Außeneinsatz in Frankreich aufhielt, arbeitete sie nur noch pausenlos und hatte zu wenig Ablenkung und kaum Entspannung. Und Sex hatte sie schon gar keinen mehr. Wie lange war das her, als sie das letzte Mal mit Gunnar Sex hatte? Bestimmt zwei Monate.

Sie lag auf dem Rücken, hatte die Augen weit offen und hatte plötzlich richtig Sehnsucht nach einem Mann. Unwillkürlich waren ihre Hände dann auf dem Busen um diesen zu kneten und zu massieren, was sie noch weiter erregte. Mit beiden Daumen und dem Zeigefinger strich sie dann ganz leicht über ihre Brustwarzen, die sofort reagierten und sich aufstellten. Es war soooo schön, dieses Gefühl... Gunnars Gesicht erschien vor ihrem inneren Auge. Nein, es war nicht Gunnar, es war Thierry, der Maitre, der Römer.

Sie wollte jetzt mehr, sie brauchte jetzt einen Dildo. Sie glitt aus dem Bett, fand ihren kleinen Freund unter den Wäschesachen und Strümpfen versteckt, da war er, ihr kleiner Reisepartner, der sie auf Geschäftsreisen begleiten durfte. Sie war so erregt, dass sie es fast nicht schaffte, ihren Anus ausreichend mit Vaseline einzucremen, aber schließlich konnte sie den Dildo doch ohne Schmerz einführen, so lag sie schließlich auf der Seite, hatte den Vibrator eingeschaltet und genoss das Gefühl, penetriert und ausgefüllt zu sein, genommen von einem fremden Mann, und sie träumte und bildete sich ein, es sei der Maitre, der sie so a tergo vögelte, der ihr so guttat, der in ihr war, der sie besaß, der sie fickte...und sie hatte es zugelassen, es war ihr freier Wille gewesen und sie bereute es nicht.

Wie man sieht, waren die Hormongaben bei Valerie nicht folgenlos geblieben.

Gerne mehr dazu und voraussichtlich wieder am kommenden WE in 6 oder 7 Tagen, wie immer hier in diesem Theater.

Liebe Grüße

Valerie :()b
Svenja80
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Re: Valeries Welt

Post 403 im Thema

Beitrag von Svenja80 »

Wieder eine schöne Folge :)
Valerie Bellegarde
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Re: Valeries Welt

Post 404 im Thema

Beitrag von Valerie Bellegarde »

Dankeschön Svenja80.

Für alle Leserinnen und Leser mache ich noch einmal den Ausrufer: (888)

Das für's Wochenende versprochene neue Kapitel ist da: es heißt "Schmetterlinge im Bauch" (Post 441). Viel Spass beim Lesen und schöne Träume an alle.

Valerie :()b
Valerie Bellegarde
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Re: Valeries Welt

Post 405 im Thema

Beitrag von Valerie Bellegarde »

Hallo,
ich war am WE fleißig und habe zwei neue Episoden geschrieben: 15 und 16. Kap. 15 wurde gerade überarbeitet und geht noch heute Abend raus. Viel Spass damit.
Liebe Grüße,
Valerie
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