mhhh, mit "trans" hatte sie schon zu tun, aber nur mit einer Patientin vor mir, glaube ich. Neben der Arbeit und meinem Burnout hat sich das Thema "trans" bei mir als das eigentlich im Argen liegende Problem herausgestellt. Ich hatte es vorher im Verborgenen gelassen. Das Thema kam oft in den Sitzungen vor. Helfen könne sie mir bei dem Thema allerdings nicht, da sie das Ziel von mir nicht kenne bzw. es sich immer wieder ändert. Da hat sie auch recht. Je nachdem, wo der Kompass bei mir gerade hinzeigt, ist das jeweilige Ziel ein anderes. Einen Monat ist es okay, ein Mann zu sein, einen Monat weiter lebe ich daheim beides gerne aus, wieder einen Monat weiter wünsche ich mir nichts sehnlicher, als eine Frau zu sein oder zumindest ausschließlich Damenkleidung tragen zu können. Dann schlägt das Pendel wieder um. So ein Mist.
Und jetzt kommt die Ironie. Die letzten Termine hat mir meine Psychotherapeutin mehrmals abgesagt. Das letzte mal hat sie mir auch mitgeteilt warum. Sie stehe selbst vor einem Burnout.
Überlege, ob ich wenigstens heute Abend nach Kaiserslautern fahren sollte, wo einmal monatlich ein Treffen von Trans-Leuten stattfindet.
Liebe Grüße
Miriam