Platz in der Gesellschaft?
Platz in der Gesellschaft? - # 3

Lebensplanung, Standorte
Nicole Fritz
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Re: Platz in der Gesellschaft?

Post 31 im Thema

Beitrag von Nicole Fritz »

Laila-Sarah hat geschrieben: Mo 2. Jul 2018, 13:45 Ich habe mich schon öfters gefragt, warum es nicht Orte oder Siedlungen mit Transmenschen auf der Welt gibt, wo die Norm halt TS Sein oder meinetwegen CD Sein ist. Wo nur Leute herumlaufen, die das leben oder denen das bewusst ist. Interessant wäre es auf jeden Fall.
Hallo Laila-Sarah,

es gibt einen solchen Ort. Wenn Du es ausprobieren möchtest, solltest Du dich allerdings rechtzeitig anmelden. Die Plätze sind begrenzt. Hier der Link:
http://queer-mittelrhein.de/transaktiv-wochenende/

Ich habe da bereits letztes Jahr NICHT teilgenommen und kann mich auch jetzt nicht recht dazu durchringen. Irgendwie reicht es mir mit den Treffen bei den Selbsthilfegruppen. Als nicht-binärer Transvestit stehe ich da immer irgendwie am Rande.

Bei Interesse kann ich Dir per PN den Ort nennen, wo das stattfindet - die genaue Adresse kenne auch ich nicht.

LG Nicole
Mirjam
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Re: Platz in der Gesellschaft?

Post 32 im Thema

Beitrag von Mirjam »

Hallo Anja, hallo Rest der Welt :)
Anja hat geschrieben: Di 3. Jul 2018, 10:05 ...
Wir haben durchweg positive Rückmeldungen bekommen. Wir gehen aber auch ganz offen mit dem Thema um.
...
Ich glaube, das ist ein ganz wesentlicher Grund, ich habe da sehr ähnliche Erfahrungen gemacht. Egal ob im Freundinnen- oder Bekanntenkreis, in der Kirchengemeinde, im Schachverein, in der Photogruppe, ... -- bis jetzt habe ich noch keine einzige negative Reaktion von Menschen bekommen, die mich kennen. Und auch wenn vielleicht der eine oder andere dabei ist, der dem Thema eher reserviert gegenübersteht und sich nur nichts sagen traut, bei der großen Mehrheit bin ich mir sicher, dass es ehrlich gemeint ist. Viele haben sich sogar asudrücklich bei mir bedankt, dass ich damit so offen umgehe (smili)

Wo ist also mein "Platz in der Gesellschaft"? Ich sag jetzt einfach mal, immer noch da, wo er vorher auch schon war. Und das ist einerseits schon irgendwie mittendrin, weil ich ja ganz "normal" am Leben teilnehme. Andererseits bin ich aber immer schon alles, nur nicht "mainstream" -- ich bin halt eine "wilde Mischung" aus Hippiemädel und alternativer Ökotante mit einem bisschen Punk und Bohème, und das ist auch gut so :mrgreen:

LG,

Mirjam ))):s
Flodur
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Re: Platz in der Gesellschaft?

Post 33 im Thema

Beitrag von Flodur »

Wenn ich mal mit Herzinfarkt tot min meiner Wohnung umfalle, wird mich länger als ein halbes Jahr keiner vermissen und ich glaube nicht dass innerhalb eines Jahres jemand gucken würde.
Kleine Ketzerin
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Re: Platz in der Gesellschaft?

Post 34 im Thema

Beitrag von Kleine Ketzerin »

Hallo Sternchen!

Ich lege es zwar nicht explizit darauf an, "stealth" zu leben, weil ich es nicht als Makel empfinde, trans zu sein, aber weil man mir nicht anmerkt, dass ich trans bin, läuft der weitaus größte Teil meines Lebens "stealth" ab. Das bedeutet dann natürlich aber auch, dass man zwangsläufig mit dem in unserer Gesellschaft noch immer existenten Alltagssexismus in Kontakt kommt, den Du hier ja letztlich beschreibst:
dunkles_sternchen hat geschrieben: Di 3. Jul 2018, 02:35 Ich musste das durchaus schon öfter zur Kenntnis nehmen, dass hübsche Mädels/Frauen da bevorzugt behandelt werden. Ich muss 200% bringen, damit es wertungsgleich ist. Und Männer erfahren sowieso mehr Wertschätzung, vor allem in technischen Dingen. Frau sein = schlechte Karten, hässliche Frau sein = ganz schlechte Karten.
Von diesem Alltagssexismus sind alle Frauen betroffen - und entgegen landläufiger Ansicht die schönen Frauen oft sogar noch mehr als alle anderen, denn die werden nicht selten zu reinen Sexobjekten degradiert. Das führt dann zwar durchaus zu einer Art von "Bevorzugung", allerdings kann diese Art der "Bevorzugung" dann auch ganz schnell extrem lästig und nicht selten auch gefährlich werden.

Ich weiß nicht, ob Dich das jetzt irgendwie tröstet, aber ich kann Dir versichern, dass hübsch sein alleine keine Garantie für ein glücklicheres Leben mit sich bringt. Und dafür, dass dieser ekelhafte Alltagssexismus endlich mal auf dem Müllhaufen der Geschichte landet, kann man auch kämpfen, wenn man sich selber "hässlich" findet (obwohl man es vielleicht gar nicht ist?)...
Laila-Sarah
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Re: Platz in der Gesellschaft?

Post 35 im Thema

Beitrag von Laila-Sarah »

Hallo Nicole,
Nicole Doll hat geschrieben: Di 3. Jul 2018, 10:42
Laila-Sarah hat geschrieben: Mo 2. Jul 2018, 13:45 Ich habe mich schon öfters gefragt, warum es nicht Orte oder Siedlungen mit Transmenschen auf der Welt gibt, wo die Norm halt TS Sein oder meinetwegen CD Sein ist. Wo nur Leute herumlaufen, die das leben oder denen das bewusst ist. Interessant wäre es auf jeden Fall.
Hallo Laila-Sarah,

es gibt einen solchen Ort. Wenn Du es ausprobieren möchtest, solltest Du dich allerdings rechtzeitig anmelden. Die Plätze sind begrenzt. Hier der Link:
http://queer-mittelrhein.de/transaktiv-wochenende/

Ich habe da bereits letztes Jahr NICHT teilgenommen und kann mich auch jetzt nicht recht dazu durchringen. Irgendwie reicht es mir mit den Treffen bei den Selbsthilfegruppen. Als nicht-binärer Transvestit stehe ich da immer irgendwie am Rande.

Bei Interesse kann ich Dir per PN den Ort nennen, wo das stattfindet - die genaue Adresse kenne auch ich nicht.

LG Nicole

Danke für den Tipp meine Liebe. Scheint ein sehr interessanter Workshop (eher ernst als Party schätze ich jetzt mal intuitiv) zu sein und die Anfahrt ist sogar in der Seite mit drauf und dann noch so nützlich und günstig. Aber ich schätze dieses mal wird es nicht wegen Urlaub und Gebundenheit Arbeit etc. aber es scheint ja in Turnus zu laufen.

http://queer-mittelrhein.de/treffpunkt/

Sprachtraining und Passing scheinen z.B. sehr nützliche Kurse zu sein :)

Danke nochmal
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Re: Platz in der Gesellschaft?

Post 36 im Thema

Beitrag von Laila-Sarah »

Flodur hat geschrieben: Di 3. Jul 2018, 14:19 Wenn ich mal mit Herzinfarkt tot min meiner Wohnung umfalle, wird mich länger als ein halbes Jahr keiner vermissen und ich glaube nicht dass innerhalb eines Jahres jemand gucken würde.
Das klingt sehr einsam und isoliert. Ich kenne die Details zwar in deinem Leben nicht aber soziale Kontakte zu knüpfen ist nie verkehrt und von alleine entstehen sie nicht. Da geht immer etwas: z.B. CD/TS Stammtische in deiner Stadt besuchen und Freunde finden und mit denen etwas unternehmen oder z.B. hier aus dem Forum.
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Nicole Fritz
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Re: Platz in der Gesellschaft?

Post 37 im Thema

Beitrag von Nicole Fritz »

Zur allgemeinen Info: der Treffpunkt http://queer-mittelrhein.de/treffpunkt/ bezieht sich auf die Selbshilfegruppe TIX, die sich jeden 1. Mittwoch im Monat um 19:00 trifft.

Das Transaktiv-Wochenende http://queer-mittelrhein.de/transaktiv-wochenende/ ist eine einmalige Veranstaltung in diesem Jahr.

LG Nicole
dunkles_sternchen
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Re: Platz in der Gesellschaft?

Post 38 im Thema

Beitrag von dunkles_sternchen »

Kati_nx hat geschrieben: Di 3. Jul 2018, 08:16 Das erinnert mich an: Arno Gruen - Der Wahnsinn der Normalität. Realismus als Krankheit: eine Theorie der menschlichen Destruktivität. Es ist durch Studien belegt, dass hübsche Menschen bessere Karten haben. Wobei jetzt auch die Frage gestellt werden kann, wie Schönheit, oder Attraktivität entsteht. Sind es nur äußere Merkmale die dafür verantwortlich sind, oder ist es die eigene Integrität, die selbstbewusstes Auftreten und Stärke nach außen strahlt und so bewundert wird, dass eine Anziehungskraft entsteht.

Sensible sehen mehr Missstände in der Gesellschaft und klagen diese oft, auch unbewusst. an. Die Realität tut vielen weh und die meisten wollen das selbstverständlich nicht hören. Verdrängung kann ein Segen sein. Der Weg zu viel sehen zu müssen, wie eine Superfähigkeit, ist ein schwerer, aber dafür ist er wahrhaftig.
Habe ich tatsächlich gleich mal bestellt ... ich lese gern solche Dinge und beschäftige mich viel damit. Die Wahrheit wird moralisch immer als hohes Gut gehandelt, aber letztlich ist jeder froh, wenn man das allgemeine Schweigen einhält und lieber nichts anspricht. Man stößt da durchaus auch auf großes Unverständnis oder auch Aggression.

Ich spreche allzu gern das typische "Hamsterrad" an, in dem wir uns ja alle irgendwie befinden, und die meisten Leute leugnen das ganz einfach. "Wenn Du das Gefühl hast in einem Hamsterrad zu kreisen, machst Du irgendwas falsch" ... was denn? Ich mache das gleiche wie jeder andere - stehe montags auf, maloche bis Freitag und habe dann Wochenende und Montag gehts wieder los. Dann kriegt man sein Geld, die Miete geht ab usw. usf. und dann geht man wieder ins Rädle, damit nächsten Monat das gleiche passiert, Jahr für Jahr ...

... dann gibts mal nen Urlaub, nen Handy oder was weiß ich und dann hat man sich "was gegönnt", denn man geht ja auch schließlich arbeiten ... diese ganzen Dinge sind so tief indoktriert, dass nur wenige das hinterfragen. Wir leben zum arbeiten und arbeiten um zu leben. Und alles Menschliche ist irgendwie nur ein Kosten- oder Zeitfaktor. Und das alles existiert nur, weil wir im festen Glauben leben, dass sich Leistung lohnt. Jeder, der fleißig ist, kann es zu etwas bringen. So ist es ja nicht. Wer Geld "verdienen" will, muss es ja anderen "wegnehmen" - wir backen das ja nicht oder es wächst auch nicht auf dem Feld.

Kleine Ketzerin hat geschrieben: Di 3. Jul 2018, 14:45 Ich weiß nicht, ob Dich das jetzt irgendwie tröstet, aber ich kann Dir versichern, dass hübsch sein alleine keine Garantie für ein glücklicheres Leben mit sich bringt. Und dafür, dass dieser ekelhafte Alltagssexismus endlich mal auf dem Müllhaufen der Geschichte landet, kann man auch kämpfen, wenn man sich selber "hässlich" findet (obwohl man es vielleicht gar nicht ist?)...
Man muss ja nicht gleich "super-mega-model-hübsch" sein, sondern eben so normal hübsch eben, dass man auch mal was schickes anziehen kann und es nicht aussieht, als hätte man der Vogelscheuche neue Klamotten gekauft. Einfach irgendwie stimmig. Bisschen festes Haar, dass man auch mal gescheit eine Frisur haben kann - sowas eben. Ich habe da einfach irgendwann resigniert und trage eigentlich nix anderes, als damals ... T-Shirts, Sneaker, sowas - bei mir hängt weder ein Kleid im Schrank, sonst noch irgendwas feminines. Ich schminke mich bisschen, das wars - das ist tatsächlich das einzige, was sich merklich geändert hat in meinem Leben. Ich bin manchmal selbst darüber erstaunt. Und das ist es dann nach so viel Leid, Entbehrungen, Schmerzen ... das is schon krass. Hat sich zum Großteil - eben auch gesundheitlich - wirklich zum Schlechten entwickelt.
Christine DarkJoker
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Re: Platz in der Gesellschaft?

Post 39 im Thema

Beitrag von Christine DarkJoker »

dunkles_sternchen hat geschrieben: Mi 4. Jul 2018, 00:50 ..... So ist es ja nicht. Wer Geld "verdienen" will, muss es ja anderen "wegnehmen" - wir backen das ja nicht oder es wächst auch nicht auf dem Feld.
Im Grunde stimmt es was du sagst, aber ich sehe es als ein Tauschgeschäft. Ich bringe für jemand eine Leistung oder Sache und erhalte eine Sache die ich brauche.
In mein Umfeld repariere ich die E-Anlage und bekomme als Gegenleistung ein Zimmer neu gestrichen oder halt Geld. Eher gibt es Menschen die sich zuviel raus nehmen, Leistungen erschleichen. Diese bremsen das Hamsterrad was zur folge hat das Menschen wie du sich schlecht Fühlen.
Und zu deiner anfangs Frage ein Platz in der Gesellschaft habe ich mir erarbeitet und dieser Platz ist so wie ich Ihn brauch alles andere wird dann noch erarbeitet und bearbeite. Wer denkt ein Platz bekommt man einfach so der sollte sich nicht darüber beschweren das dieser blöd ist.
Mein Platz wird auch nie Fertig sein, den es kommen jeden Tag neue Erfahrungen und Ideen dazu. Wenn ich mal in der Kiste liege kann ich auf ein Glorreichen Platz blicken den ich nur für mich und niemand anderen Erschaffen hab.

Dunkes_Sternchen erschaffe dein Platz in der Gesellschaft es ist sehr Leicht wenn man den dreh raus hat. Und dann wirst du sehen wie Toll dein Leben wirklich ist. Richte dich nicht nach den Menschen die über dich Urteilten, sondern Frag die warum sie so Urteilen oft Fehlt denen einfach eine Passende Schublade.

Liebe Grüße Christine
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Re: Platz in der Gesellschaft?

Post 40 im Thema

Beitrag von Kleine Ketzerin »

Hi Sternchen!
dunkles_sternchen hat geschrieben: Mi 4. Jul 2018, 00:50 Man muss ja nicht gleich "super-mega-model-hübsch" sein, sondern eben so normal hübsch eben, dass man auch mal was schickes anziehen kann und es nicht aussieht, als hätte man der Vogelscheuche neue Klamotten gekauft.
Ich weiß nicht, wie Du aussiehst, und kann deshalb auch nicht beurteilen, wie Klamotten, die Du schick findest, an Dir aussehen und wie passend oder unpassend die "Vogelscheuche" als Referenzbild ist. Ich weiß auch nicht, ob es Sinn macht, auf die Probleme dann so zu reagieren, dass man sich bestimmte Kleidung gleich ganz versagt und so dann das "Nachher" dem "Vorher" so weit angleicht, dass man ohne zu lügen sagen kann, dass das alles eh nichts gebracht hat. Du musst selber wissen, was Du tust und warum Du es tust, solltest aber immer im Hinterkopf haben, dass auch nur Du etwas daran ändern kannst. Schönheit ist mehr als bestimmte Klamotten tragen können oder nicht. Jeder Mensch kann schön sein. Und bevor ich mir hier jetzt die Finger wund tippe, um zu erklären, was ich meine, lasse ich lieber jemanden zu Wort kommen, der das meiner Meinung nach ziemlich gut auf den Punkt bringt:

Jaddy
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Re: Platz in der Gesellschaft?

Post 41 im Thema

Beitrag von Jaddy »

dunkles_sternchen hat geschrieben: Mi 4. Jul 2018, 00:50Ich spreche allzu gern das typische "Hamsterrad" an, in dem wir uns ja alle irgendwie befinden, und die meisten Leute leugnen das ganz einfach. "Wenn Du das Gefühl hast in einem Hamsterrad zu kreisen, machst Du irgendwas falsch" ... was denn? Ich mache das gleiche wie jeder andere - stehe montags auf, maloche bis Freitag und habe dann Wochenende und Montag gehts wieder los. Dann kriegt man sein Geld, die Miete geht ab usw. usf. und dann geht man wieder ins Rädle, damit nächsten Monat das gleiche passiert, Jahr für Jahr ...
Vielleicht habe ich da eine Ausnahmeperspektive, aber aus meiner Sicht ist es grundsätzlich eine persönliche Entscheidung, in wie weit man sich nach diesem Schema verausgaben und gängeln lassen will. Ich sage mal nicht "freie Entscheidung", weil ganz klar reale Beschränkungen der möglichen Entscheidungen vorhanden sind. Andererseits leiden nach meiner Beobachtung viele Menschen vor allem daren, aus irgendwelchen Gründen gar nicht alle verfügbaren Freiheiten und Möglichkeiten wahrzunehmen - oder zu wagen.
dunkles_sternchen hat geschrieben: Mi 4. Jul 2018, 00:50Und das alles existiert nur, weil wir im festen Glauben leben, dass sich Leistung lohnt. Jeder, der fleißig ist, kann es zu etwas bringen. So ist es ja nicht. Wer Geld "verdienen" will, muss es ja anderen "wegnehmen" - wir backen das ja nicht oder es wächst auch nicht auf dem Feld.
Ich bin kein BWL/VWLer, aber hier liegst Du meines Wissens falsch. Wenn durch Handel Geld fliesst, muss das zwar grundsätzlcih vorhanden sein bei der Partei, die es bezahlt, aber die ausgetauschten geldwerten Werte (Waren, Dienstleistungen) werden tatsächlich gebacken bzw. wachsen auf dem Feld. Das nennt sich Mehrwert. Das gebackene Brötchen wird, wenn es gut läuft, für einen Preis aus Herstellungskosten plus Ertrag (Mehrwert) verkauft. Der Mais vom Acker für Pacht+Saatgut+Hilfsmittel plus Ertrag. Werte werden durch Arbeit "aus dem Nichts" geschaffen. Ob jemand bereit ist, dafür einen guten Preis zu bezahlen, ist eine andere Fragen.

Das Problem, genug Geld zu bekommen, liegt wohl eher darin, dass viele Dinge zwar einen hohen Wert, aber nur einen geringen Preis haben. Pflege, Erziehung, Bildung, Kunst zum Beispiel.

Um aber auf Dein Hamsterrad zurück zu kommen ist die Frage da vielleicht weniger eine des Geldes, sondern des Lebenswertes. Den kann man sich nicht unbedingt mit Geld kaufen, wenn die seelischen Kosten den Lebenswertnutzen übersteigen. Das hat wieder etwas mit der Definition von Glück und Zufriedenheit zu tun.
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Re: Platz in der Gesellschaft?

Post 42 im Thema

Beitrag von Exuser-2019-01-04 »

dunkles_sternchen hat geschrieben: Mi 4. Jul 2018, 00:50 ... Wer Geld "verdienen" will, muss es ja anderen "wegnehmen" - wir backen das ja nicht oder es wächst auch nicht auf dem Feld.
Da muß ich einfach widersprechen, und schliesse mich im Wesentlichen Jaddy's Ausführungen an.

Zum einen nimmt man anderen in den meisten Fällen kein Geld ab (es sei denn, man ist Räuber), sondern man erhält es von anderen, die es gegen irgendetwas eintauschen. das Du ihnen gibst (Dinge oder z.B. Deine Arbeitskraft). Und man selbst gibt es anderen, um im Tausch irgendetwas, eine Sache, eine Dienstleistung, zu erhalten. Ob der Preis angemessen ist, ist etwas ganz anderes. Also ein reines Tauschgeschäft.

Etwas anderes ist es, wenn eine Institution, eine Firma oder ähnliches einem Ort das Wasser "abgräbt", um es teuer an andere zu verkaufen, und, im Gegenzug - und ohne Entschädigung - die Bewohner, denen man das Wasser abgegraben hat, dazu zwingt, dieses teuer im Nachbarort zu kaufen (ich glaube, der Ort heisst Vit...). Dann "nimmt" man gewissermaßen das Geld, sogar ohne es "verdient" zu haben, den Menschen ohne Gegenwehrmöglichkeit weg.

Aber das sind zunächst nur ganz bitterböse Einzelfälle, aber das scheint Teil der NWO (Brave New World) zu werden... Bitter, bitter...
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Re: Platz in der Gesellschaft?

Post 43 im Thema

Beitrag von dunkles_sternchen »

Jaddy hat geschrieben: Mi 4. Jul 2018, 13:17 Vielleicht habe ich da eine Ausnahmeperspektive, aber aus meiner Sicht ist es grundsätzlich eine persönliche Entscheidung, in wie weit man sich nach diesem Schema verausgaben und gängeln lassen will.

Um aber auf Dein Hamsterrad zurück zu kommen ist die Frage da vielleicht weniger eine des Geldes, sondern des Lebenswertes. Den kann man sich nicht unbedingt mit Geld kaufen, wenn die seelischen Kosten den Lebenswertnutzen übersteigen. Das hat wieder etwas mit der Definition von Glück und Zufriedenheit zu tun.
Zunächst muss ich sagen, dass es durchaus meine Absicht ist Missstände überzogen darzustellen. Und nur weil ich Dinge so darstelle, bedeutet das nicht, dass ich nicht klarkomme. Ich war in meinen Leben noch nie arbeitslos und habe auch durchaus mein Auskommen. Tiefglücklich macht mich das nicht - ich liebe meine Arbeit, die Rahmenbedingen aber lassen aus einer echten Berufung irgendwie eine Art "Arbeit unter Zwang" werden. Unser Turbokapitalismus ist da leider sehr unbarmherzig. Ich würde gern arbeiten, weil ich gern diese Arbeit tue, nicht weil ich sie tun muss, um existieren zu können. Das unterscheidet mich in keinster Weise vom Bauern, der um seine Ernte bangt.

Und wo genau man da nun "freie Entscheidungen " hat, würde mich grundsätzlich mal interessieren. Unser Zusammenleben ist in weitem Maße nach Gesetzen und Paragraphen geregelt - selbst für Blumenkohl gibt es Normen. Bei uns ist im Grunde irgendwie alles reglemtentiert, selbst wenn ich ins Bett gehen oder über die Straße gehen soll. Die einzig wirkliche Freiheit habe ich beim Konsum - da kann ich zwischen 20 Käsesorten wählen, 50 Joghurts und Puddings oder welchen Film ich abends per Netflix konsumiere. Echte Freiheit ist heute ein Kostenfaktor - und wenn z.B. Firmen flexible Arbeitszeiten einführen, könnte das Mehraufwand und Kosten verursachen. Darum machts ja fast niemand. Das wäre aber mal echte Freiheit, für Familie, Hobbys, Freunde.

Seit der Industrialisierung leben die Menschen im Takt der Maschinen. Heute ist das völlig normal und wir empfinden es fälschlicherweise so - vor der Industrialisierung war das anders. Mir geht es nur darum, einfach mal zu hinterfragen, was gesellschaftlich hier passiert. Mir wird einfach zu viel als gegeben hingenommen. Als wüchse es auf dem Baum. Ob das nun Geld ist, die Arbeit, alles ... es gab Zeiten, da hatten wir das alles nicht und lebten auch. Da darf man doch grundsätzlich mit dem Gedanken spielen, ob es nicht auch anders ginge (siehe Erich Fromm: Haben oder Sein) ... der Kapitalismus wird nicht die einzige Form des Zusammenlebens sein. Vielleicht funktionieren Gesellschaften ja auch ohne Anhäufung materieller Dinge, trotzdem mit Wohlstand, Arbeitsteilung und Wissenschaft - aber eben nicht nur auf Konsum basierend - vielleicht wertebasierend. Ich bin ja nicht der erste Mensch, der das in Frage stellt ... Marx, Kant, Fromm ... die haben doch fantastischen Ideen gehabt.

Kleine Ketzerin hat geschrieben: Mi 4. Jul 2018, 13:15 Ich weiß auch nicht, ob es Sinn macht, auf die Probleme dann so zu reagieren, dass man sich bestimmte Kleidung gleich ganz versagt und so dann das "Nachher" dem "Vorher" so weit angleicht, dass man ohne zu lügen sagen kann, dass das alles eh nichts gebracht hat. Du musst selber wissen, was Du tust und warum Du es tust.
Vor der OP war das bisschen anders. Da war ich schlank, sah auch viel, viel besser aus und konnte auf mal ne sexy Klamotte anziehen. Das tat ich auch und war damals auch recht glücklich und kostete das aus - das war eigentlich so, wie ich mir es erhofft hatte. Ich hatte meine Defizite, kam aber klar, war gern shoppen, Schuhe kaufen ... postOP konnte ich dann erstmal 1 Jahr nicht mehr richtig laufen und sitzen ... da fällt schon mal vieles einfach aus und flache Schuhe waren angesagt. Dann nahm ich zu, verlor meine Haare, konnte keinen Sport machen und mein Gesicht hat sich auch völlig unvorteilhaft verändert, die Haut wurde extrem schlimm, Ekzeme, roten Flecken - um nur einiges zu nennen.

Immer wenn ich dann so alte Bilder sehe, denke ich - wow, guck ma, so hast ma ausgesehen. Und ich passe da ja auch nirgends mehr rein, hohe Schuhe gehen mal gar nicht so - sieht total behämmert aus, ich habe ja nix schickes mehr im Schrank. Wenn man krank ist und Schmerzen hat, trägt man halt eher praktische Klamotten. Ich sagte ja bereits, dass ich zutiefst bereue diesen Schritt gegangen zu sein. Es war der größte Fehler meines Lebens. Damit habe ich mir komplett die Gesundheit ruiniert.
ExUserIn-2026-04-08
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Re: Platz in der Gesellschaft?

Post 44 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Hallo dunkles Sternchen,

der Kapitalismus wird erst dann verschwinden, wenn er zusammen bricht. Aus meiner Sicht ist das auf absehbare Zeit nicht zu erwarten. Er ist sehr flexibel und stellt sich auf neue Situationen ein. Wie heißt es bei Giuseppe Tomasi di Lampedusa: "Es muss sich alles ändern, damit es bleibt wie es ist."

Was mir aber immer wieder auffällt, ist Deine Haltung bez. Deiner OP. Du bereust den Schritt gegangen zu sein. Das ist gut nachvollziehbar. Mir scheint, Du lebst mit ständigem Blick in die Vergangenheit und kannst Dich mit der Situation nicht abfinden. Auch verständlich, aber ist diese Haltung sinnvoll und für Dich gut ? Wäre nicht eine Veränderung in Deiner Grundhaltung nicht positiver für Dich ?

Wir müssen alle früher oder später mit Veränderungen und Verlusten leben. Ich glaube, das anzunehmen ist ein Schlüssel für gelingendes Leben. Es liegt also an Dir, und nur an Dir, damit so umzugehen, dass Du Dein Leben aktiv gestalten kannst und nicht in Deiner scheinbar endlosen Schleife hängen bleibst. Ein wenig Aufbruchstimmung könnte nicht schaden. Aber das ist jetzt zum Teil OT.

Aufbruchstimmung ist für mich aber auch ein Stichwort zum Thema "Platz in der Gesellschaft". Was will ich denn ? Will ich dazu gehören ? Und wenn ja, zu welchem Teil will ich denn dazu gehören und warum ? Gesellschaft ist ja keine homogene Masse, sondern gliedert sich in viele Gruppierungen, die im Prinzip auf einem gemeinsamen Wertesystem beruhen. Aber auch das ist sehr schwammig, was mir im täglichen Leben nicht viel weiter hilft. Für mich ist die Frage von Relevanz, ob ich mich mit den richtigen Menschen umgebe. Wenn die mir nicht gut tun, bin ich an der falschen Adresse und ich suche mir andere Menschen. Das ist meine persönliche Verantwortung für mich selber. D.h. nicht die Gesellschaft muss dafür sorgen, dass ich mich wohl fühle, sondern ich selber.

Du fragst im Eingangspost: "Habt Ihr einen Platz in der Gesellschaft ?" Ich würde die Frage anders stellen: "Habt Ihr einen Platz in der Gesellschaft gefunden?" Verstehst Du den Unterschied ? Wer etwas finden will, muss aktiv suchen. Er wird einem nicht geschenkt. Wenn Du Dich missverstanden fühlst, warum suchst Du nicht die Menschen, die Dich verstehen ? Und wenn Du keinen findest, könnte das vielleicht auch an Dir liegen ? Warum ist Dir denn das Urteil anderer Menschen so wichtig und warum umgibst Du Dich mit Menschen, deren Urteil für Dich nicht akzeptabel ist ?

Bist Du Dir selber nicht Wert genug, Deine Situation so zu verändern, dass sie für Dich passt ? Andere dafür verantwortlich zu machen, ist mMn der falsche Weg. Ich hing bis vor Jahren auch in einer ähnlichen Schleife und habe die Schuld für meine Verletzungen bei anderen gesucht. Man kann viel an Umständen und anderen Menschen kritisieren, aber das hilft mir nicht die Bohne. Mir hat ein anderer und im Grunde ganz einfacher Weg weiter geholfen. Ich musste "nur" lernen, meine Gefühle wahr zu nehmen und zu vertrauen. Ich habe lernen müssen, was es heißt, gute Gefühle zu haben und dann Situationen auf dieses Gefühl abzufragen. Fühle ich mich wohl oder stört mich etwas ? Wenn mich etwas stört, habe ich nicht versucht, die Ursache zu finden, was letztlich bedeutet, die Schuld woanders zu suchen, sondern die Situation zu vermeiden, also die Verantwortung dafür selber zu übernehmen.

Kleine Schritte, die aber eine auf Dauer eine große Wirkung erzielen. Es ist ein Paradigmenwechsel im eigenen Verhalten. Das entwickelt sich Stück für Stück und man braucht anfangs etwas Zeit und Aufmerksamkeit. Für mich hat der Weg sich gelohnt.
Viele Grüße
Vicky

Respekt ist nicht teilbar.
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Re: Platz in der Gesellschaft?

Post 45 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2019-12-18 »

Hallo,

auf der einen Seite die Mönner und auf der anderen Seite die Frauen. Ich dazwischen.
Da könnte ich ja nun schreiben, ich bin zwischen den Stühlen und damit in der Mitte oder aber meinen, ich bin einfach raus! Wie bei der Reise nach Rom, wenn einfach ein Stuhl zu wenig ist.
Den Platz in der Gesellschaft .... es ist die Frage, was wir darunter verstehen und ob wir geneigt sind, den gesellschaftlich zugewiesenen Platz zu akzeptieren. Und die Gesellschaft ist nur ein Wortkonstrukt, eine Art Überbegriff für soziale Gefüge und beginnt dchon im Kleinen (der Familie z.B.) und endet in der Weltgemeinschaft. Daher ist es schwer auf einer Ebene von der Gesellschaft zu sprechen.

Ich habe oft das Gefühl keinen Platz mehr in meiner Familie zu haben. Das Bedürfnis und der Wunsch als Frau gesehen zu werden und zu leben wird letztlich nicht anerkannt und nicht verstanden. Damit ist mir die Freiheit und Lebensgrundlage in dieser Gesellschaft genommen. Was bleibt? Hoffnung auf spätere Anerkennung? Hoffnung auf die Möglichkeit sich selbst zu unterdrücken? Hoffnung auf das plötzliche Auflösen aller Probleme und Hindernisse? Hoffnung auf das Glück in der Ferne? Alles Scheiße .... das ist in der Microgesellschaft genauso blöd wie im Großen.
Und letztendlich liegt das Problem bei uns. Wir sind die auslösenden Momente für Streitereien, Veränderungen und verantwortlich für den Strudel in der gesellschaftlichen Alltagssuppe! Durch uns sind die Menschen, die mit uns in Berührung kommen oder stehen, gezwungen sich mit zu bewegen ....
Unser Platz in der Gesellschaft ist vielleicht kein fester Ort, sondern etwas, das sich bewegt. Wie ein Schiff oder Zug .... Wir können Menschen mitnehmen .... aber sie können auch aussteigen, wenn sie es mögen. Wir sorgen für die Bewegung in der Gesellschaft ....

Vielleicht ist das gequirlte Scheiße ... vielleicht aber auch ein bisschen wahr ...

Liebe Grüße
VanessaL
Antworten

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