Alexa und Verwirrung
Alexa und Verwirrung - # 2

Crossdresser, Transgender DWT... Plauderecke - was sonst nirgendwo passt
edeka
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Re: Alexa und Verwirrung

Post 16 im Thema

Beitrag von edeka »

Hallo Alexa,
es scheint, du hast den klassischen Damenwäsche-Fetisch. Das ungewöhnliche scheint mir nur, dass du - obwohl du das nun schon seit vielen Jahren erlebst - noch nicht deinen Frieden damit geschlossen hast.
Ich halte es da mit der ersten Antwort von Joe:
Joe95 hat geschrieben: Do 21. Jun 2018, 04:31 Ja, ich denke verstehen kann ich das schon.
Hast du schon mal dran gedacht anstatt zu versuchen dieses Bedürfnis los zu werden dich darauf einzulassen?
Nur weil es ungewöhnlich ist muss es nicht gleich schlecht sein.
Akzeptiere es, du hast diese Neigung, und vor allem: es ist nichts schlechtes ! und auch nicht unnormal sondern nur etwas ungewöhnlich.
Wie ich aus deinem Eingangspost schliesse, bist du ja schon durch Therapie gegangen, dann weiss auch deine Partnerin Bescheid und dürfte es akzeptieren.
Es besteht keine Gefahr, dass andere davon erfahren, diese Angst ist übertrieben.
Du kennst dieses Forum und die Erfahrungsberichte von Menschen, die in einer Transition sind. Das ist doch ein ganz anderes Kaliber, das hat viel grössere Auswirkungen.
Du klingst auch nicht so, als ob du auf diesem Weg wärst. Aus all den Berichten aus diesem Forum weisst du auch, dass es viele verschiedene Trans* Ausprägungen gibt. Wichtig ist , für sich selbst heraus zu finden, was für einen zutrifft, womit man mit sich im reinen ist und glücklich leben kann.
LG, ascona ))):s
Michi
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Re: Alexa und Verwirrung

Post 17 im Thema

Beitrag von Michi »

Alexa_Hall hat geschrieben: So 24. Jun 2018, 10:23 Ja, mich selbst so zu mögen, mit meiner eigenen Diversität ist wohl mein Problem. Allein das Sparring hier im Forum mit dir und den anderen hat mich sehr nachdenklich gemacht. Ich kann quasi den Kampf in mir fühlen... da tobt das Gefecht!
Hallo Alexa,

es hilft wirklich, sich mal andere Sichtweisen "anzuhören", um ein entspannteres Verhältnis zu sich selbst zu finden. Es geht nicht darum, was du hast oder was du bist, auch wenn hier manch Eine augenscheinlich nichts wichtigeres zu tun hat, als dich erst mal in eine Schublade zu pressen. Wichtig ist, dass du du selbst bist, dich wohl fühlst, dich entfalten und zu dir finden kannst. Da stören Schubladen nur. Ignoriere sie, probiere dich aus und schaue, was dabei herauskommt. Ich bin dem ein ganzes Stück näher gekommen. Früher war ich auch in der Situation, durch die Heimlichkeit und seltene Gelegenheiten ziemlich angespannt und erregt zu sein. Heute, wo ich mich in Ruhe zurecht mache und dann auch so unterwegs bin, ist das einem generellen Wohlgefühl gewichen. Ich fühle mich zufrieden, frei, entspannt und bin glücklicher als früher. Das muss bei dir nicht genau so sein, aber womöglich ist es keine schlechte Idee, das herauszufinden. Nicht, dass du irgendwann alt bist, merkst, dass du doch gern mehr gemacht hättest, und du es zutiefst bedauerst, dir das versagt zu haben.

Liebe Grüße
Michi
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
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Re: Alexa und Verwirrung

Post 18 im Thema

Beitrag von Alexa_Hall »

Hallo zusammen und vielen Dank für eure Postings.

Ja, ich bin durch eine Therapie durch. Es gibt aber keine spezifische Diagnose "was ich bin". Das ist wahrscheinlich auch ein Grund, warum ich mich hier angemeldet habe. Ich suche mich selbst irgendwie in dieser Spirale aus Leidenschaft und Hass.
Einige der von euch geposteten Ratschläge hab ich von meiner Therapeutin auch erhalten... und komme mit mir selbst immer weniger klar in manchen Phasen.
Ich habe der Leidenschaft ein klitze kleines bissl nachgegeben und nun ertappe ich mich, wie ich davon träume, komplett gestylt draußen herumzulaufen... wie ich beim Onlineshopping nicht nach Höschen oder Strapsen suche, sondern nach Kleidern, Schuhen, Oberteilen, Accessoires, Perücken.

Ich wollte mich besser fühlen und nun weiß ich nicht, ob es nicht alles schlimmer wird. Ich mache jetzt mal Schluß, hab Tränen in den Augen.
Michi
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Re: Alexa und Verwirrung

Post 19 im Thema

Beitrag von Michi »

Alexa_Hall hat geschrieben: Mo 25. Jun 2018, 09:04 Ich habe der Leidenschaft ein klitze kleines bissl nachgegeben und nun ertappe ich mich, wie ich davon träume, komplett gestylt draußen herumzulaufen... wie ich beim Onlineshopping nicht nach Höschen oder Strapsen suche, sondern nach Kleidern, Schuhen, Oberteilen, Accessoires, Perücken.

Ich wollte mich besser fühlen und nun weiß ich nicht, ob es nicht alles schlimmer wird. Ich mache jetzt mal Schluß, hab Tränen in den Augen.
Hallo Alexa,

ich kann nur zu gut nachempfinden, dass dich die neuen Gefühle/Wünsche erst einmal verunsichern. Das ist nicht unnormal. Du hast dir über die Jahre Selbstbeschränkungen auferlegt, und sie haben dir Schutz und Halt gegeben - womöglich den einzigen Halt, den du je so klar erlebt hast.

Und nun löst sich dieser (gefühlte) Schutz quasi in Nichts auf, du weißt nicht was kommt, hast Angst, dass du womöglich mehr wollen könntest - nämlich ganz als Frau leben. Du denkst vielleicht, dass dein bisheriges Leben nur eine einzige große Lüge war, siehst alles Aufgebaute zerbröseln, und hast keinerlei Vorstellung was kommen wird.

Versuche bitte, dir kleine Ziele zu setzen, und dich nicht von allen möglichen und unmöglichen Möglichkeiten überrollen zu lassen.Male dir nicht jetzt schon aus, was noch alles kommen könnte, sondern mache erst mal die Erfahrung, wie es sich für dich anfühlt, länger als nur zum Zwecke des "Durckabbaus" als Frau gekleidet zu sein. Und wenn es doch passiert, dass dich der Trieb übermannt, dann ist das nicht schlimm. Du musst dir keine Schuldgefühle einreden. Genieße es einfach im Anschluss, die schöne Kleidung immer noch an dir zu haben. Wenn du raus gehen möchtest, dann würde ich dir raten, das nicht allein zu machen. Suche dir jemand in deiner Nähe, mit dem du mal etwas unternehmen kannst. Die Begleitung ist nicht nur Schutz, sondern lenkt dich auch davon ab, ständig Kopfkino zu haben, in Richtung "Druckabbau" oder auch was die Leute denken könnten.

Wenn du offen herangehst, wirst du sehen, dass dein Empfinden klarer wird. Entweder legt sich das "antrainierte" triebhafte Verhalten, und du kannst deine Zeit genießen und wirst es als Befreiung empfinden. Und das muss in der Konsequenz keineswegs bedeuten, dass du ganz Frau werden willst.) Oder aber du merkst, dass dir der "Druckabbau" das Einzige ist, was du suchst.

Wichtig ist nur, dass du ehrlich zu dir bist.


Liebe Grüße
Michi
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Re: Alexa und Verwirrung

Post 20 im Thema

Beitrag von Lorelai74 »

Alexa_Hall hat geschrieben: Mo 25. Jun 2018, 09:04 Hallo zusammen und vielen Dank für eure Postings.

Ja, ich bin durch eine Therapie durch. Es gibt aber keine spezifische Diagnose "was ich bin". Das ist wahrscheinlich auch ein Grund, warum ich mich hier angemeldet habe. Ich suche mich selbst irgendwie in dieser Spirale aus Leidenschaft und Hass.
Einige der von euch geposteten Ratschläge hab ich von meiner Therapeutin auch erhalten... und komme mit mir selbst immer weniger klar in manchen Phasen.
Ich habe der Leidenschaft ein klitze kleines bissl nachgegeben und nun ertappe ich mich, wie ich davon träume, komplett gestylt draußen herumzulaufen... wie ich beim Onlineshopping nicht nach Höschen oder Strapsen suche, sondern nach Kleidern, Schuhen, Oberteilen, Accessoires, Perücken.

Ich wollte mich besser fühlen und nun weiß ich nicht, ob es nicht alles schlimmer wird. Ich mache jetzt mal Schluß, hab Tränen in den Augen.
Hi du,

was wird denn schlimmer wenn du es ausprobierst?
Sind mehr weibliche Sachen an dir automatisch schlimmer?
Warum?
Weil Man(n) nichts weibliches tragen darf?
Was ist schlimm daran deine Träume in einem sicheren Rahmen Realität werden zu lassen?

Ich hab letztes Jahr auch "nachgegeben" und meine andere Seite zugelassen.
Es war eine der besten Entscheidungen meines Lebens, dass ich mich für mich nicht schuldig fühle oder schämen muss.

"Das Leben ist zu kurz um normal zu sein, sei verrückt" - Pippi Langstrumpf.

Vor was hast du denn Angst?
Denkst du nur weil du heute die Rock und Perücke kaufst machst du morgen eine Transition?
So einfach sind die Zusammenhänge nicht.

Du kannst Rock und Perücke und und und kaufen und merken : hey, mir macht das spass gelegentlich die Teilzeitfrau auszuleben... gerne auch mal öfters.
oder du merkst: ne das ist es doch nicht für mich..
oder es geht weiter.

Hab keine Angst vor dem Weg.
Schäme dich nicht..
da gibts nix vor was man sich schämen müsste.

VLG
Lorelai
Männlich / Weiblich: das sind doch bürgerliche Kategorien.
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Re: Alexa und Verwirrung

Post 21 im Thema

Beitrag von Exuser-2019-01-04 »

Nicole Doll hat geschrieben: Sa 23. Jun 2018, 11:50 Nur zur Info für die Christenheit wegen möglicher Anmaßung oder Überheblichkeit: Heidnische Götter sind mit dem allmächtigen Gott der Christen, Juden und Moslems NICHT zu vergleichen, sie sind lediglich als wichtige Vorfahren zu verstehen, die herausragende Fähigkeiten - wie die Macht über Blitz und Donner bei Thor - besaßen.
Nur so als Ergänzung zum Info gefragt: Wem schreibst Du die Anmaßung und Überheblichkeit zu - den Christen oder Dir? :lol:

Vorab danke für die Beantwortung!
Nicole Fritz
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Re: Alexa und Verwirrung

Post 22 im Thema

Beitrag von Nicole Fritz »

Hallo Sasha,

da ich auf dem Papier evangelisch bin - so ähnlich wie inzwischen nur noch als Rechtsperson Mann - kenne ich die christliche Denkweise gut. Sie ist bei den Protestanten deutlich strenger als bei den Katholiken (die können ihre Sünden nämlich immer einfach beichten). Und bei den Christen (beider Konfessionen) gilt es als anmaßend und überheblich, wenn man sich mit Gott - oder bei mir als Heidin dem Gott Thor - gleich setzt. Daher habe ich darauf hingewiesen, dass heidnische Götter im Gegensatz zum allmächtigen Schöpfer eher als wichtige Vorfahren zu betrachten sind.

Ich hoffe das ist jetzt klar - Deinem lachenden Smilie entnehme ich, dass die Frage nicht so ganz verbissen gemeint ist. :wink: Mein Bekenntnis als Heidin hat auch weniger mit Gott, sondern vor allem mit seinem Bodenpersonal zu tun. Andernfalls wäre ich ja Atheistin.

Liebe Grüße
Nicole
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