Der Mann mit den roten Nägeln
Der Mann mit den roten Nägeln - # 2

Crossdressing und selbst Erlebtes... Erdachtes
ExuserIn-2021-01-08
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 207
Registriert: So 30. Mär 2014, 21:27
Geschlecht: ENBY
Pronomen: egal
Kontaktdaten:

Re: Der Mann mit den roten Nägeln

Post 16 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2021-01-08 »

Hallo Vincent,

hättest du mal ....

Ich habe auch schon die ein oder Andere von uns unterwegs unsicher erlebt. Und immer danach nehme ich mir vor Sie anzusprechen, oder einfach nur einen positiven Kommentar über die Nägel. das Kleid oder die Haare abzugeben.

hätte ich mal ....
bis heute habe ich es trotz Gelegenheit nicht gemacht, leider ....

Lass uns unser Verhalten ab heute ändern .... ;-)
Ohne Regen keinen Regenbogen
Vincent
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 580
Registriert: Mi 25. Jul 2012, 16:20
Geschlecht: enby
Pronomen: egal
Wohnort (Name): München
Kontaktdaten:

Re: Der Mann mit den roten Nägeln

Post 17 im Thema

Beitrag von Vincent »

juli hat geschrieben: Mo 28. Mai 2018, 23:31 Hallo Vincent,
hättest du mal ....
Ich habe auch schon die ein oder Andere von uns unterwegs unsicher erlebt. Und immer danach nehme ich mir vor Sie anzusprechen, oder einfach nur einen positiven Kommentar über die Nägel. das Kleid oder die Haare abzugeben.
Hallo Juli,
in der Zeit die ich hatte, habe ich hin und her überlegt, und bin zur Erkenntnis gekommen, erst draußen, im "Privaten" etwas zu sagen, etwas aufzumuntern.
Meine Situation dafür war eigentlich perfekt, da so viele Männer auch nicht im Rock beim Bäcker einkaufen.

Leider war er so schnell verschwunden, dass ich mir keine Gelegenheit blieb. Schade, aber ich denke ich würde auch das nächste Mal niemand ansprechen, wenn noch andere Augenpaare auf ihn gerichtet sind.
LG

Vincent
Laura R
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 391
Registriert: Do 14. Feb 2013, 20:05
Geschlecht: weiblich
Pronomen: Sie
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Der Mann mit den roten Nägeln

Post 18 im Thema

Beitrag von Laura R »

Hallo,
ist schon toll das einige so kontaktfreudig sind, seit ihr euch denn so sicher das die andere Person überhaupt angesprochen werden möchte? Vielleicht ist ihr das auch unangenehm oder sie möchte das überhaupt nicht. Nur weil sie, ich Zitiere " eine von uns " ist, heißt das ja nicht quatsch mich jetzt an.
Ich persönlich würde da selbst als Frau keinen gesteigerten Wert drauf legen. Das ist allerdings meine ganz persönliche Meinung.
liebe Grüße
Laura
Zuletzt geändert von Laura R am Di 29. Mai 2018, 09:04, insgesamt 1-mal geändert.
Ich bin wie ich bin und weiß wer ich bin. Das gut so!
Simone 65
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 2252
Registriert: Mi 9. Mär 2016, 09:05
Geschlecht: Ich bin ein Mensch
Pronomen: Frau
Wohnort (Name): Reichenbach an der Fils
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Der Mann mit den roten Nägeln

Post 19 im Thema

Beitrag von Simone 65 »

Laura , du hast Recht. Einige Eingänge weiter neben mir wohnt auch Eine von uns . Ich habe darüber schon geschrieben . Wir hatten uns schon öfter gesehen . Nach dem fünften oder sechsten mal hat Sie mich angesprochen. Ich wartete am Bahnhof . Sie gab mir ihre Telefonnummer. Wir sehen uns immer wieder und freuen uns zu sehen .
Ich habe aber auf der Strasse noch nie jemand fremdes angesprochen.
Liebe Grüße Simone
Ich weiss ,ich bin ein Mensch und nur Das zählt.
Ich bin nur ein kleines Licht , aber ich leuchte .
Alle Menschen sollen mich sehen .
ExuserIn-2021-01-08
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 207
Registriert: So 30. Mär 2014, 21:27
Geschlecht: ENBY
Pronomen: egal
Kontaktdaten:

Re: Der Mann mit den roten Nägeln

Post 20 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2021-01-08 »

Ja und nein ...

klar spreche ich auch nicht pausenlos Leute auf der Strasse an.
Aber - wenn ein Blickkontakt besteht, wenn ich merke das der/die Hilfe sucht, dann finde kann ein Lächeln oder einen netten Kommentar schon ok.

By the way, ... ich habe es noch nie erlebt das ein nett gemeinter Kommentar oder ein ehrliches Kompliment bei Mann oder Frau negativ angekommen wäre.
Ohne Regen keinen Regenbogen
Dolores59
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 2819
Registriert: Sa 16. Jan 2016, 00:13
Geschlecht: Ist das wichtig?
Pronomen: Bedeutungslos
Wohnort (Name): Bad Fallingbostel
Kontaktdaten:

Re: Der Mann mit den roten Nägeln

Post 21 im Thema

Beitrag von Dolores59 »

Wie wäre es mit einem einfachen, freundlichen Gruß? So wie es in ländlichen Gegenden oder Wohngebieten teils bis heute noch üblich ist und auch Fremden gegenüber gehandhabt wird.

Ein schlichtes Stück Aufmerksamkeit kommt m. E. fast immer gut an (Ausnahmen gibt es natürlich).

LG
Dolores
Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke; das erkennt meine Seele.
(Psalm 139,14)
Ronda_PTL
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 826
Registriert: Mo 15. Jan 2018, 18:29
Geschlecht: PartTimeLady
Pronomen: Kontext bezogen
Wohnort (Name): Franken
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Der Mann mit den roten Nägeln

Post 22 im Thema

Beitrag von Ronda_PTL »

Ich hatte einen langen Beitrag geschrieben, den mir das System "geschluckt" hat. 🤢 Das war vor ein paar Tagen. Sei's drum.
Ich verstehe Vincent so, daß er gewissermassen empathisch "mitgelitten" hat und gerne etwas Nettes hatte sagen wollen. Darin sehe ich aber nichts Verwerfliches.
Die Frage nach dem Grund, warum Männer sich ... schwer tun, erscheint mir aber doch angesichts der vielen diesbezüglichen Eigenberichte z.B. hier im Forum doch ein wenig naiv, denn die Masse der Gesellschaft ist intolerant, egal was man glaubt oder glauben will.

VG Sasha

Also 2.Versuch:
Ich bin der Meinung, dass es viele Möglichkeiten gibt in so einer Situation zu reagieren, also kein Patentrezept. Aber wie bei allen Menschen gilt, dass die kürzeste Verbindung zwischen ihnen ein freundliches Lächeln ist. Damit habe ich noch nie schlechte Erfahrungen gemacht. Und das auf dem halben Globus.

Und ja, natürlich ist man(n) als PTL viel unauffälliger unter CIS Frauen und Männern, je mehr die Frauen-Rolle als etwas ganz natürliches, integriertes in deinem Dasein empfunden wird. Damit strahlst du auch die Natürlichkeit und Sicherheit aus. Dann klappts auch mit neuen, zufälligen Begegnungen. 👥

GLG Ronda 👩🏻
"Life is what happens, while you're busy making other plans." [† John Lennon]

"Don't dream it. Be it!" (Rocky Horror Picture Show)
Exuser-2019-01-04
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 249
Registriert: Sa 3. Feb 2018, 08:55
Pronomen:
Kontaktdaten:

Re: Der Mann mit den roten Nägeln

Post 23 im Thema

Beitrag von Exuser-2019-01-04 »

Ronda_PTL hat geschrieben: Do 31. Mai 2018, 01:20 Und ja, natürlich ist man(n) als PTL viel unauffälliger unter CIS Frauen und Männern, je mehr die Frauen-Rolle als etwas ganz natürliches, integriertes in deinem Dasein empfunden wird. Damit strahlst du auch die Natürlichkeit und Sicherheit aus. Dann klappts auch mit neuen, zufälligen Begegnungen. 👥

GLG Ronda 👩🏻
Hallo Ronda,

ich schrieb ja zuvor:
Die Frage nach dem Grund, warum Männer sich ... schwer tun, erscheint mir aber doch angesichts der vielen diesbezüglichen Eigenberichte z.B. hier im Forum doch ein wenig naiv, denn die Masse der Gesellschaft ist intolerant, egal was man glaubt oder glauben will.
ich hoffe, meine Aussage oben bezüglich der Toleranz wird nicht so verstanden, daß ich es als naiv empfinde, sich mit weiblichen Attributen auf die Strasse zu trauen. Was ich damit sagen wollte, ist, daß man(n) sich eben nur nicht wundern darf, wenn einem Intoleranz begegnet, das wäre naiv... .

Aber ich finde auch, daß wir das unbedingte Recht haben, die Intoleranz anderer aktiv und passiv zu ignorieren.

Mir selbst fällt es immer noch sehr schwer - ich zwinge mich manchmal geradezu dazu - ich selbst zu sein, wobei ich aber immer irgendwie als Mann erkennbar bin (und, soweit mein Glaubensstand, auch bleiben will). An Nagellack (Finger und Zehen) habe ich mich inzwischen gewöhnt, einen Rock zu tragen hingegen traue ich mich außer Haus nicht, aber auch wegen fam. Rücksichtnahme. Allerdings fand ich einen Kompromiss: Hosenrock, gekürzt bis Knie. Damit fühle ich mich ziemlich wohl, auch wenn ich doof angeschaut werden würde... Aber es fällt mir auch zunehmend schwerer, die inzwischen ungeliebte Rolle als Mann bei bestimmten Gelegenheiten darstellen zu müssen...

Liebe Grüße,
Sasha
Dolores59
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 2819
Registriert: Sa 16. Jan 2016, 00:13
Geschlecht: Ist das wichtig?
Pronomen: Bedeutungslos
Wohnort (Name): Bad Fallingbostel
Kontaktdaten:

Re: Der Mann mit den roten Nägeln

Post 24 im Thema

Beitrag von Dolores59 »

Aber es fällt mir auch zunehmend schwerer, die inzwischen ungeliebte Rolle als Mann bei bestimmten Gelegenheiten darstellen zu müssen...
Meinst Du die für Männer typische Kleidung (er-)tragen zu müssen? Das kenne ich auch und versuche Mittel und Wege zu finden, die Männerrolle in Frauenkleidung darzustellen.

LG
Dolores
Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke; das erkennt meine Seele.
(Psalm 139,14)
Joe95
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 3425
Registriert: Fr 22. Jan 2010, 14:27
Geschlecht: Frau
Pronomen: sie
Wohnort (Name): Gummersbach - Niederseßmar
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Der Mann mit den roten Nägeln

Post 25 im Thema

Beitrag von Joe95 »

Sasha hat geschrieben: Do 31. Mai 2018, 12:32...einen Kompromiss: Hosenrock, gekürzt bis Knie. Damit fühle ich mich ziemlich wohl, auch wenn ich doof angeschaut werden würde...
Kein Wunder, verglichen mit einem Hosenrock wirkt ein Rock ja schon fast maskulin...

Na, ernsthaft, wenn du dich im Hosenrock raus traust dürfte ein Rock doch garkein Problem sein.
Sei vorsichtig mit deinen Wünschen, sie könnten in Erfüllung gehen.
Natürlich ist das wahr, es steht doch im Internet!

Du hast ne Frage, brauchst Rat oder Hilfe?
Ohren verleih ich nicht, aber anschreiben darfst du mich jederzeit...
Exuser-2019-01-04
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 249
Registriert: Sa 3. Feb 2018, 08:55
Pronomen:
Kontaktdaten:

Re: Der Mann mit den roten Nägeln

Post 26 im Thema

Beitrag von Exuser-2019-01-04 »

Joe95 hat geschrieben: Do 31. Mai 2018, 16:28 Kein Wunder, verglichen mit einem Hosenrock wirkt ein Rock ja schon fast maskulin...
Hallo Joe,

Du scheinst eine bewundernswert robuste Einstellung zu manchen Dingen zu haben! Das wäre sicher für manche einfacher, für mich auch, aber es zählt halt auch das "Wohlfühl"-Gefühl. Ein Hosenrock sieht zunächst einmal wie eine etwas lässiger geschnittene Shorts aus, das sieht dann eben doch nicht wie ein Rock aus. Aber es ist auch keine in meinen Augen häßliche Herrenshorts. Für Leute wie mich ist auch ein kleiner Schitt schon ein großer. Vielleicht wachse ich ja noch mit der Zeit innerlich...

Viele Grüße,
Sasha
margarita
Beiträge: 42
Registriert: Fr 24. Nov 2017, 07:55
Pronomen: sie
Wohnort (Name): München
Kontaktdaten:

Re: Der Mann mit den roten Nägeln

Post 27 im Thema

Beitrag von margarita »

Hallo,

nur eine alternative Interpretation der eingangs geschilderten Szene beim Bäcker:
Aus meiner Erfahrung wäre die Vermutung nicht vollkommen abwegig, dass der beschriebene Mann mehr oder weniger unfreiwillig in diesem Outfit zum Brötchen holen geschickt wurde. Ein dom/dev Rollenspiel würde ich nicht ausschließen wollen.

Was auch immer der Grund für die Nervosität war: Ich kann das sehr gut nachvollziehen. Ich war bis dato en femme nur im Auto unterwegs und einmal mit meiner besten Freundin ganz kurz spazieren. In einer solchen Situation fände ich es persönlich sehr toll, diskret und verständnisvoll angesprochen zu werden. Vor allem von einem Mann.

LG Margarita
The knack lies in learning how to throw yourself at the ground and miss.
Joe95
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 3425
Registriert: Fr 22. Jan 2010, 14:27
Geschlecht: Frau
Pronomen: sie
Wohnort (Name): Gummersbach - Niederseßmar
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Der Mann mit den roten Nägeln

Post 28 im Thema

Beitrag von Joe95 »

Sasha hat geschrieben: Fr 1. Jun 2018, 07:45Du scheinst eine bewundernswert robuste Einstellung zu manchen Dingen zu haben!
Ich glaube das trifft es sehr genau...
Ein Hosenrock sieht zunächst einmal wie eine etwas lässiger geschnittene Shorts aus, das sieht dann eben doch nicht wie ein Rock aus...
Die Hosenröcke, die ich so kenne (oder die mir im Gedächtnis geblieben sind) sehen aus wie lange, weite Röcke und entpuppen sich erst beim genauen hinsehen als Hose.
Kann aber auch sein das mir nur diese im Gedächtnis geblieben sind weil sie so ziemlich das Gegenteil von dem darstellen was ich tragen würde.

Hast du schon mal an einen Jeans-Mini gedacht?
Bei einem flüchtigen Blick sind die von Shorts kaum zu unterscheiden. Überhaupt werden Jeansröcke (lange) bei Männern oft als Hosen wahrgenommen.
Sei vorsichtig mit deinen Wünschen, sie könnten in Erfüllung gehen.
Natürlich ist das wahr, es steht doch im Internet!

Du hast ne Frage, brauchst Rat oder Hilfe?
Ohren verleih ich nicht, aber anschreiben darfst du mich jederzeit...
Exuser-2019-01-04
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 249
Registriert: Sa 3. Feb 2018, 08:55
Pronomen:
Kontaktdaten:

Re: Der Mann mit den roten Nägeln

Post 29 im Thema

Beitrag von Exuser-2019-01-04 »

Joe95 hat geschrieben: Fr 1. Jun 2018, 13:46 Die Hosenröcke, die ich so kenne ... so ziemlich das Gegenteil von dem darstellen was ich tragen würde.
Hallo Joe,

Jetzt bin ich neugierig: Du schreibst: "...tragen würde...". Wäre es richtig verstanden, daß Du draußen eben keinen Rock (und eben erst recht nicht Hosenrock) trägst?
In der Wohnung habe ich "mein" Problem ja nicht, nur draussen ...

Scheint schon verzwickt zu sein, das Leben in unserem Ländle :)

VG Sasha
Exuser-2019-01-04
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 249
Registriert: Sa 3. Feb 2018, 08:55
Pronomen:
Kontaktdaten:

Re: Der Mann mit den roten Nägeln

Post 30 im Thema

Beitrag von Exuser-2019-01-04 »

Dolores59 hat geschrieben: Do 31. Mai 2018, 15:27
Aber es fällt mir auch zunehmend schwerer, die inzwischen ungeliebte Rolle als Mann bei bestimmten Gelegenheiten darstellen zu müssen...
Meinst Du die für Männer typische Kleidung (er-)tragen zu müssen? Das kenne ich auch und versuche Mittel und Wege zu finden, die Männerrolle in Frauenkleidung darzustellen.

LG
Dolores
Hallo Dolores,
ja, ziemlich genau das meine ich, und ich gehe ja auch meistens genau so wie Du vor.
VG Sasha
Antworten

Zurück zu „(Eigene) Berichte und Geschichten“