Wie verändern sich Eure Gefühle beim "Rausgehen"
Wie verändern sich Eure Gefühle beim "Rausgehen" - # 2

Crossdresser, Transgender DWT... Plauderecke - was sonst nirgendwo passt
Simone 65
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Re: Wie verändern sich Eure Gefühle beim "Rausgehen"

Post 16 im Thema

Beitrag von Simone 65 »

Michi . Du schreibst , wie ich mich jetzt auch fühle . Es ist einfach schön , so raus zu gehen . Das musste ich auch erst mal lernen und erfahren . Jetzt ist es Normal .
LG Simone
Ich weiss ,ich bin ein Mensch und nur Das zählt.
Ich bin nur ein kleines Licht , aber ich leuchte .
Alle Menschen sollen mich sehen .
Jenina
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Re: Wie verändern sich Eure Gefühle beim "Rausgehen"

Post 17 im Thema

Beitrag von Jenina »

MichiWell hat geschrieben: Fr 20. Apr 2018, 21:24 ... Ich bin zwischen den Leuten herumgelaufen, ohne dabei über mich und mein Äußeres nachzudenken, war Eins mit meiner Kleidung, konnte ganz einfach ich selbst sein, und das habe ich bestimmt auch ausgestrahlt. Das war Freiheit, ich war frei.
...
Ich möchte das jetzt mal ausdrücklich bestätigen. Du hast gestrahlt, alles war positiv an Dir. So muss es sein. Wünsche Dir weiter so gelungene Tage.

Und das, wie oben gesagt in einem durchaus nicht so einfachen uns selbstverständlichen Umfeld. Ich selber habe es wegen äußerer Einflüsse nicht geschafft. Das ärgert mich zwar ein wenig, aber ich sehe es als Ausdruck meiner Gefühlswelt. Man muss sich immer so zeigen wie man sich fühlt. Und Michi war einfach gut drauf an diesem Tag und das gönne ich ihr von ganzem Herzen.

Jenina
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ponygirl
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Re: Wie verändern sich Eure Gefühle beim "Rausgehen"

Post 18 im Thema

Beitrag von ponygirl »

Hallo,

wenn ich als Nina rausgehe fühle ich mich ganz einfach ganz, ganz toll. Dann bin ich die Person die ich tief in meinem Inneren bin. Ich fühl mich auch sehr entspannt dabei. Ich ziehe es dann auch so lange wie möglich hinaus wieder in den männlichen Modus überzugehen.

Liebe Grüße Nina
Theresa
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Re: Wie verändern sich Eure Gefühle beim "Rausgehen"

Post 19 im Thema

Beitrag von Theresa »

Hallo Nina,
Das glaube ich dir unbesehen. Schon auf deinem Avatar strahlst du Fröhlichkeit aus.

Bei mir war es heute Morgen als Theresa in Hagen ganz anders: als ich mich im Spiegelbild im Schaufenster sah hätte ich am Liebsten abgebrochen. Das neue Oberteil, mit Beratung und Anprobe gekauft
, wirkte an mir wie ein Walkürengewand. So fühle ich mich nicht wohl. Ich hake es als erneuten Fehlkauf ab.
Ich finde es sehr schwierig für mich, wie ich mich fühle, kleidungsmäßig umzusetzen. Un das bringt Stress und unbehagen.
Nicht schön, so etwas.
Beachten sie folgenden Hinweis:
-Hä?-
Vielen dank für ihre Aufmerksamkeit
Michi
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Re: Wie verändern sich Eure Gefühle beim "Rausgehen"

Post 20 im Thema

Beitrag von Michi »

Theresa hat geschrieben: Sa 21. Apr 2018, 13:24 Das neue Oberteil, mit Beratung und Anprobe gekauft , wirkte an mir wie ein Walkürengewand.
Hallo Theresa,

Beratung ist eben nicht gleich Beratung.

Wenn ich mich in einem Geschäft von eine(m/r) Verkäufer(in) beraten lasse, dann muss ich mir im Klaren darüber sein, dass bei diesem der Verkauf im Vordergrund steht. Und das gilt auch, wenn sich der Verkäufer offiziell Kundenberater nennt. :!:

Nur ein Berater, den du selbst angestellt hast, ob nun gegen Entgelt oder als "Freundschaftsdienst" unter Bekannte, der wird dich auch angemessen beraten.

Am besten suchst du dir jemand, der/die auch bereit wäre, mit dir auf die Straße zu gehen, wenn du die von ihm/ihr empfohlene Kleidung trägst. :wink:

Liebe Grüße )))(:
Michi
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
Jasmine
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Re: Wie verändern sich Eure Gefühle beim "Rausgehen"

Post 21 im Thema

Beitrag von Jasmine »

Vicky_Rose hat geschrieben: Fr 20. Apr 2018, 07:52 man liest häufiger von Forenmitglieder, wie sie sich fühlen, nachdem sie das erste Mal auf die Straße "getraut" haben. Wir lesen aber viel weniger darüber, wie sich das weiter entwickelt. Meine Idee ist, eine Sammlung von Erfahrungen zu haben, was es Euch längerfristig bedeutet, en femme auf die Straße zu gehen. Vermisst Ihr das Gefühl des Aufregenden oder ist eine Art "innere Ruhe" eingetreten ? Was hat es mit Euch gemacht ?
Nach meinem Outing gegenüber meiner Partnerin war das erste Mal rausgehen wie eine Befreiung für mich. Endlich konnte ich so leben, wie es für mich richtig ist, sich für mich richtig anfühlt. Nach vielen "Auf" und"Ab" (Freud und Leid) bin ich aber schon seit längerer Zeit im Alltag angekommen. Für uns (Menalee und mich) ist es eigentlich ganz normal geworden, das ich Jasmine bin und so lebe.
Liebe Grüße Jasmine
ExuserIn-2018-07-15

Re: Wie verändern sich Eure Gefühle beim "Rausgehen"

Post 22 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2018-07-15 »

Vicky_Rose hat geschrieben: Fr 20. Apr 2018, 07:52 Hallo in die Runde,

man liest häufiger von Forenmitglieder, wie sie sich fühlen, nachdem sie das erste Mal auf die Straße "getraut" haben. Wir lesen aber viel weniger darüber, wie sich das weiter entwickelt. Meine Idee ist, eine Sammlung von Erfahrungen zu haben, was es Euch längerfristig bedeutet, en femme auf die Straße zu gehen. Vermisst Ihr das Gefühl des Aufregenden oder ist eine Art "innere Ruhe" eingetreten ? Was hat es mit Euch gemacht ?
Das ist wirklich eine sehr interessante Frage und die zahlreichen Antworten spiegeln eine schöne Bandbreite von der TZF über CD, TV bis TS und Vollzeitfrau wider.
Bei mir ist alles noch ziemlich frisch, wusste ich doch vor 16 Monaten noch nicht mal, was "Transgender" oder "transident" bedeutet, erst recht nicht, dass ich mich selbst dazu zählen kann. Da denke ich oft: Vor einem Jahr ... war ich gerade zum dritten Mal überhaupt en femme draußen.

Als ich mich nur ein halbes Jahr nach dem "ersten Mal" zuletzt im Job outete, alle Männersachen wegschmiss und ohne überhaupt mit HET / Epi usw. angefangen zu haben, fortan nur noch als Frau zu leben begann, war das eine unbeschreibliche Erlösung. Das Doppelleben war binnen kürzester Zeit zu einer enormen Last geworden und besonders Freund_innen und Kolleg_innen hatten meine Veränderungen seit Jahresbeginn mit stetig größer werdenden Fragezeichen im Gesicht verfolgt, ohne sich zu trauen nachzufragen. Deshalb brachte das komplette Coming Out Erleichterung auf allen Seiten. Jetzt konnten sie zuordnen, wohin meine Entwicklung ging.

Die Aufregung rauszugehen, war nun von anderer Art. Innerhalb kurzer Zeit war ich von der Party/Freizeit- ich nenne mich mal "Zara" - zur "Alltags-Zara" geworden. Das fing beim Inhalt des Kleiderschranks an, in dem 99% Tanzkleider und sexy Outfits hingen, mit denen ich keinesfalls arbeiten gehen konnte ... Die Achterbahn nahm ziemlich Fahrt auf und ich kann mich eigentlich gar nicht mehr erinnern, wie ich am Anfang so schnell jobtaugliche Klamotten beschaffte.
Die Aufregung ging weiter beim Schminken, denn plötzlich musste ein dezentes Make-up her, das nicht nur eine Nacht bei stetig schwächer werdender Beleuchtung, sondern über 12 Stunden am hellichten Tage halten musste. Wie oft erwischte ich mich dabei, morgens smokey eyes schminken zu wollen oder den blutroten Lipstick zu zücken ...
Aufregend war auch die Zeitplanung, denn plötzlich gab es nicht mehr endlose Zeit am Nachmittag, um sich für Abend und Nacht aufzuhübschen, sondern alles verlagerte sich in grausam frühe Morgenstunden.

Der Schritt in den Alltag hat also keineswegs für weniger, sondern für viel mehr Aufregung gesorgt. Ich musste mich ganz neuen Herausforderungen stellen und der Stolz, wenn ich dem gerecht werden konnte, war nicht geringer, als wenn mich Leute nachts beim Tanzen bis zur Erschöpfung anfeuerten. Es hat einige Monate gedauert, bis ich die neue Routine zeitlich und technisch beherrschte, doch das Lernen hat nie ein Ende! In jeder Woche bekomme ich neue Tipps von Bio-Freundinnen und ich darf nicht vergessen, dass sie nun mal das Frausein von der Pieke auf - und vor allem viel länger - lernen konnten. Witzig ist, dass ihre Sorgen und Nöte oftmals auch nicht viel anders sind als meine.
Jasmine hat geschrieben: Sa 21. Apr 2018, 14:23 Nach meinem Outing gegenüber meiner Partnerin war das erste Mal rausgehen wie eine Befreiung für mich. Endlich konnte ich so leben, wie es für mich richtig ist, sich für mich richtig anfühlt. Nach vielen "Auf" und"Ab" (Freud und Leid) bin ich aber schon seit längerer Zeit im Alltag angekommen. Für uns (Menalee und mich) ist es eigentlich ganz normal geworden, das ich Jasmine bin und so lebe.
Liebe Grüße Jasmine
"Normal" oder "Innere Ruhe" wäre ja soo langweilig :wink: In der zweiten Pubertät scheint das ohnehin ausgeschlossen. Und die dauert auch Monate nach Erreichen des weiblichen Hormonspiegels unvermindert an ...
Als "Freizeit-Zara" hab ich zwar viel verrücktere Dinge gemacht, über die ich heute den Kopf schüttle, aber die "Alltags-Zara" hat doch ganz entschieden ein spannenderes Leben. Das wahnsinnige Glücksgefühl, vollständig authentisch zu sein, 100% echt von früh bis spät, wenn auch niemals äußerlich wie eine Biofrau, ist überwältigend. Dadurch merke ich, wie arm und voller unsinniger, überflüssiger Komplexe und Konflikte mein Männerleben ohne Identität war.
Dieses Glück gibt die Kraft, mit den neuen Problemen fertig zu werden, die sich - von der transphoben Familie mal abgesehen - unterm Strich als geringer erweisen als vermutet. Ich hoffe nicht, dass die gelebte Freiheit jemals ihren Zauber verliert!
Theresa hat geschrieben: Sa 21. Apr 2018, 13:24 Das neue Oberteil, mit Beratung und Anprobe gekauft, wirkte an mir wie ein Walkürengewand. So fühle ich mich nicht wohl. Ich hake es als erneuten Fehlkauf ab.
Ich finde es sehr schwierig für mich, wie ich mich fühle, kleidungsmäßig umzusetzen. Un das bringt Stress und unbehagen.
Nicht schön, so etwas.
Das Thema wird im Alltag noch wesentlich wichtiger. Das Kaufen von Klamotten ist für mich eine Dauerbeschäftigung geworden, die obendrein viel Spaß macht. Die armen Kerle mit ihren Einheits-Outfits! Das Leben als Mann war zwar wesentlich billiger, aber modetechnisch viiiel langweiliger. Den eigenen Stil zu finden, ist eine sehr anspruchsvolle Aufgabe, mit der auch Bio-Frauen zu kämpfen haben. Ist der erste Stil einigermaßen gefestigt, muss schon wieder der nächste her, denn Frau muss schließlich vier Jahreszeiten lang schön sein! Strenggenommen sind demnach 4 Stile vonnöten, davon mindestens 5 Outfits für den Job und einige Wochenend-/Urlaubsoutfits.
Die wichtigste Voraussetzung für das Finden "des" Stils hast du ja: Selbstkritik. Auch wenn die beste Freundin meint, es sehe so toll aus, musst du dich selbst gut drin fühlen. Wenn du Stress und Unbehagen gegen Beharrlichkeit und Begeisterung tauschen könntest, würde die Sache vielleicht besser glücken. Von Biofrauen bin ich jeglicher Hoffnung beraubt, dass die stilistische, modische Verortung jemals einen Ruhepunkt finden könnte. Ich verbringe oft Stunden, in denen ich mich mit dem Inhalt des stetig voller werdenden Kleiderschranks beschäftige, um Outfits zusammenzustellen. Das Erprobte ist zwar schön, aber dennoch bin ich viel zu neugierig und unruhig, um irgendwas auf sich beruhen zu lassen. Dazu packe ich mehrmals pro Woche meinen gefühlten Kubikmeter Handtascheninhalt um, weil die Handtasche möglichst gut zum Rest passen soll.
Das ganze Thema scheint eine Lebensaufgabe zu sein, jedenfalls für mich und die meisten anderen Frauen, die ich kenne. Es gibt Ausnahmen, die täglich in Jeans, T-Shirt und Turnschuhen rumlaufen, aber genau das hab ich ja als Kerl gehasst und wäre schön blöd, das als Frau erneut zu leben, ohne dass es mangels anderer Möglichkeiten notwendig wäre.

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Wenn ich abends in mein Haus zurückkehre, in dem (Noch-)Ehefrau und Kind regungslos vor der Glotze hängen, mich frech angrinsen oder gar regelrecht auslachen, weiß ich, dass wir in verschiedenen Welten leben. Seitdem ich draußen bin, bin ich noch nie von irgendwem ausgelacht oder nur provokant angeguckt worden. Aber die enttäuschten Hoffnungen und Gefühle der Partnerin führen eben zu Aggressionen und Verletzungen, die mir noch nicht mal Fremde, erst recht keine Kolleg_innen antun würden. Und ein Kind gibt ohnehin nur wieder, was es von den Erwachsenen permanent eingetrichtert bekommt, vor allem wenn es sich um banale Herabwürdigungen handelt.
Meine glückliche Stimmung ist dann - wider besseren Wissens - manchmal in Sekundenschnelle komplett in den Keller gestürzt. Wenn ich dann obendrein noch schlecht schlafe, brauch ich am nächsten Morgen viel Kraft, um beim Stylen und Schminken die Selbstsicherheit zurückzugewinnen, um überhaupt rauszugehen. Da ich in der Öffentlichkeit und erst recht auf Arbeit 100x besser behandelt werde als von der eigenen Familie, hab ich mich meist schon in der vollen Bahn komplett erholt und ein neuer, glücklicher Tag kann beginnen ... (na)

LG
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Laila-Sarah
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Re: Wie verändern sich Eure Gefühle beim "Rausgehen"

Post 23 im Thema

Beitrag von Laila-Sarah »

Hallo,

ich werde hier mal etwas eher nachdenkliches und unromantisches posten. Hoffentlich kommt kein Shitstorm:

Das erste mal als ich herausgegangen bin überkam mich zuerst eine Welle der Panik. Es flaute aber schnell ab und wich einem Gefühl der extremen Anspannung bzw. des aufgeregt Seins. Glücklicherweise wich sogar dieses Gefühl innerhalb der ersten 10 Min. und ich konnte anfangen mich und den Abend zu genießen. Es lief sehr gut. Ein glückliches Gefühl, ein schöner Abend, sich befreit fühlen, die Welt wieder mit Kinderaugen sehen können etc. Das ganze Programm eben. Und die Reaktionen der Leute waren ganz ok. Einigen ist es wohl aufgefallen, vielen nicht und keiner hat sich lustig gemacht oder schlimme Sachen gesagt.

Im weiteren Verlauf fing mein Gehirn an mit der Analyse der Situation. Ich kam zum Entschluss, dass Laila für das aller erste mal sich sehr gut geschlagen hatte und die Sache mit dem Herausgehen wohl doch Zukunft hat. Aber ich kam auch nicht drum herum die Reaktionen der Leute auf Laila mit den Reaktionen der Leute auf Lailas Boyfriend zu vergleichen. Und da liegt der Hund begraben. Denn Lailas Boyfriend kommt bei allen sehr gut an. Ihm gehört sozusagen die Welt und der Feedback der Mitmenschen ist sehr positiv (auch die von Mädels). Laila ist da ganz anders positioniert: Sie hofft durchzugehen, nicht erkannt zu werden oder schlimmeres. Sie könnte sich nicht mal erträumen von Mädels angeflirtet zu werden. Da ist also ein großer Delta zwischen Dr. Jekyll und Ms. Hyde.

Und das hat mich zu den Gedanken geführt: Wenn ich immer Laila wäre, würden mir die Bestätigungen vom Boyfriend nicht fehlen? Würde ich dann nicht mehr und mehr in Depressionen verfallen oder vielleicht diesen Schritt eventuell bereuen ?

Zugegeben diese Erkenntnis hat mich ein wenig heruntergezogen und ich möchte fragen wie es euch diesbezüglich geht ? Ich kann mir nicht vorstellen, dass es ein Problem ist, welches nur ich habe ?

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Re: Wie verändern sich Eure Gefühle beim "Rausgehen"

Post 24 im Thema

Beitrag von sbsr »

Hallo Laila,

diese Erkenntnis finde ich überhaupt nicht schlimm, sondern enorm wichtig, zu wissen wo man steht und wo man hin will. Es sagt einfach nur aus, dass Du Dich auch in Deiner von Gott gegebenen Gestalt wohl fühlst. Niemand schreibt den Schritt zur Vollzeitfrau vor. Du hast ein gutes Leben, in dem von Zeit zu Zeit eine Frau das Ruder übernimmt.

Ich bewege mich auch gerne als Mann durch die Welt, mehr als Teilzeitfrau kommt für mich auch nicht in Frage. Trotzdem ist und bleibt es schön, hin und wieder der Frau Auslauf zu lassen.
LG, Svenja

Erinnerungen sind das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.
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Re: Wie verändern sich Eure Gefühle beim "Rausgehen"

Post 25 im Thema

Beitrag von Jenina »

Laila-Sarah hat geschrieben: Sa 21. Apr 2018, 20:04 ....
Und das hat mich zu den Gedanken geführt: Wenn ich immer Laila wäre, würden mir die Bestätigungen vom Boyfriend nicht fehlen? Würde ich dann nicht mehr und mehr in Depressionen verfallen oder vielleicht diesen Schritt eventuell bereuen ?
...
Laila,
wenn Dein Boyfriend ein schönes Leben hat, dann lass es ihm doch einfach. Das darfst Du ihm nicht neiden.

Vielmehr sollte er Dir ein Vorbild sein, wie ein selbstbewusster Mensch durchs Leben geht. Und wenn die Laila durch mehr Übung zu mehr eigenem Selbstbewusstsein kommt, dann geht es ihr irgend wann mal genau so gut. Und wir haben zwei glückliche Menschen vor uns, zwar nie gleichzeitig, aber immer zur rechten Zeit und am rechten Ort. Das wird doch schön, oder?

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Re: Wie verändern sich Eure Gefühle beim "Rausgehen"

Post 26 im Thema

Beitrag von Andrea aus Sachsen »

.
Saari hat geschrieben: So 22. Apr 2018, 08:51 Wenn ich anfänglich in weiblicher Mode rausging, war es immer wie zwischen wollen und können.
Hallo Saari,
das wundert mich jetzt ein wenig. In deinen ersten Beiträgen klang das eher nach einem "müssen":
Saari hat geschrieben: Do 3. Mai 2012, 19:30 Ich habe ungewollt, durch Medikamente verursacht, einen nicht mehr zu übersehenden Busen erhalten. "¦
Was bleibt mir auch anders übrig, als daß ich im täglichen Leben mit der notwendigen Kleidung mich danach einzurichten. "¦
Viele Grüße
Andrea aus Sachsen
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Re: Wie verändern sich Eure Gefühle beim "Rausgehen"

Post 27 im Thema

Beitrag von Michi »

Laila-Sarah hat geschrieben: Sa 21. Apr 2018, 20:04 ich werde hier mal etwas eher nachdenkliches und unromantisches posten. Hoffentlich kommt kein Shitstorm:
Hallo Laila-Sarah,

deine Aussagen und Erfahrungen reihen sich doch sehr gut in die aller anderen ein.

Warum also dieser Satz? Hieltest du es für nötig, Reaktionen auf deinen Beitrag zu provozieren?


Michi
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Re: Wie verändern sich Eure Gefühle beim "Rausgehen"

Post 28 im Thema

Beitrag von Laila-Sarah »

Huhu Svenja,
sbsr hat geschrieben: So 22. Apr 2018, 08:13 diese Erkenntnis finde ich überhaupt nicht schlimm, sondern enorm wichtig, zu wissen wo man steht und wo man hin will. Es sagt einfach nur aus, dass Du Dich auch in Deiner von Gott gegebenen Gestalt wohl fühlst. Niemand schreibt den Schritt zur Vollzeitfrau vor. Du hast ein gutes Leben, in dem von Zeit zu Zeit eine Frau das Ruder übernimmt.

Ich bewege mich auch gerne als Mann durch die Welt, mehr als Teilzeitfrau kommt für mich auch nicht in Frage. Trotzdem ist und bleibt es schön, hin und wieder der Frau Auslauf zu lassen.
Ich würde die Aussage oben ein wenig umformulieren.

Es gibt zwei Möglichkeiten mit der Gesellschaft in Kontakt zu treten:

1. M-Form - wo die Gesellschaft dich toll findet und dich mir Bestätigungen überwirft aber du selbst dir als "fake" vorkommst und
2. F-Form - wo die Gesellschaft dich höchstens toleriert aber meistens "Buuu" schreit aber du dich "richtig" fühlst.

Meine Erkenntnis geht in Richtung nur 2. würde dir deine Selbstsicherheit und die Bestätigungen von Außen nehmen und dich isoliert und depressiv machen. Nur 1. macht dich seelisch unvollkommen und unglücklich. Also bleibt nur das oszillieren zwischen den beiden Formen. Morgens Bruce Wayne abends Batman. Ich hätte wirklich nichts gegen eine einfachere und konsistente Lösung aber wie es scheint muss eine gewisse Schizophrenie in meinem Leben existieren. Deshalb meine leicht melancholische Stimmung ;)

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Re: Wie verändern sich Eure Gefühle beim "Rausgehen"

Post 29 im Thema

Beitrag von Laila-Sarah »

Hallo MichiWell ,
MichiWell hat geschrieben: So 22. Apr 2018, 12:43 Warum also dieser Satz? Hieltest du es für nötig, Reaktionen auf deinen Beitrag zu provozieren?
Ich habe ein wenig mit dem Tenor dieses Threads gebrochen und auch sehr negative Gedanken geschildert. Darum dieser Satz.

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Re: Wie verändern sich Eure Gefühle beim "Rausgehen"

Post 30 im Thema

Beitrag von AndroSern »

Vorausinfo: geboren wurde ich 1949 - das erklärt vielleicht vieles besser.
Für mich war es schon als Kind unangenehm, beim "Rausgehen" der berühmte-berüchtigte "Sonntagsspaziergang" durch die Kreisstadt: ich musste wie ein richtiger Junge angezogen sein. Irgendwie war das alles unangenhm, ich fühlte mich nicht wohl in meiner Haut. Die Sachen waren mir zu steif, zu hart. - Später in der Berufsausbildung kam der repräsentierende Anzug dazu, der "Kragen" und der Schlips - was war ich froh, wenn ich das Zeug wieder ausziehen konnte. Auf den Gedanken mit der sogenannten Damenbekleidung brachte mich erst 1994 eine gute Bekannte; sie hatte sich einen Pullover gekauft und der aber irgendwie nicht gefallen mochte. "Der könnte Dir gut passen!" er passt und gefiel mir auf Anhieb. Am nächsten Tag hatte ich das Teil bei einer Konferenz an. Ich fiel meinen Kollegen auf, "endlich mal Farbe an Dir", beim nennen des Ladens folgte das zu erwartende Staunen, "aber die verkaufen doch nur Sachen für Frauen! - steht Dir gut!" - Dass ich da längst "Blusen" trug, vor allem weil meine Brüste nun wirklich nicht mehr unter den Hemden ohne Abnähern passten ohne zu spannen... Ich wurde mutiger in der Auswahl der Kleidung, Nur einen Ersatz für den dunklen Anzug fand ich zunächst einfach nicht - aus Dummheit oder wegen einer Denkbremse. Es war dann irgendwann um 1998/99, dass ein Kollege einfach so aus dem Bauch heraus sagte: "Du im Anzug, das gehört nicht zu Dir!" - wie wahr! - Und je mehr ich mich auf dem Markt für die Damen umsah und vor allem kritisch registrierte, wie meistern meine eher weiblichen Kollegen diese Kleidungshürde... wie einfach waren doch die Lösungen und um so wohler fühlte ich mich.
Wie veränderten sich Eure (meine) Gefühle beim "Raus gehen"
Ich fühlte mich endlich entlastet und von einem dummen Zwang befreit.
Es nahm keiner erkennbaren Anstoß, ich stellte mich ja auch nicht aus oder wollte etwas besonderes sein. Sondern einfach nur ich!
Mein Sein ist mein Leben und warum sollte ich an meinem Leben etwas ändern, damit ich das bin, was anderen von mir erwarten - Das Ergebnis könnte nur sein, dass ich eine schlechte Rolle spiele! - ICH BIN ICH!
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