Betty - der Troll
Betty - der Troll - # 3

Intergeschlechtliche Menschen, Crossdresser, Transgender, Transidente: Diskussionen über partnerschaftliche Aspekte, Rat und Tat für PartnerInnen und Familie
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Mirjam
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Re: Betty - der Troll

Post 31 im Thema

Beitrag von Mirjam »

Hallo Betty,
betty hat geschrieben: Mo 12. Mär 2018, 20:54 Ich glaube, ich muß hier für mich unterscheiden. Männer, die es als gerecht sehen, auch Rock und Kleid anzuziehen. Aber eben immer noch Mann sind.
Dann gibt es Männer bzw Frau, die im falschen Körper leben. Schreckliches schicksal
Mit diesen habe ich weniger ein Problem.
Ich als Frau, die im "falschen Körper" (naja, eher im Körper mit den falschen Geschlechtsmerkmalen, es ist ja nicht alles dran schlecht ;) ) geboren wurde, sehe das jetzt nicht wirklich als "schreckliches Schicksal", da gibt es viel schlimmere. Klar wäre ich lieber gleich "richtig" auf die Welt gekommen. Aber es ist eben so wie es ist, ich kanns nicht ändern, also versuche ich, das Beste draus zu machen. (flo)
Und nein, ich möchte mit keinem Cis-Mann auf dieser Welt tauschen. Mit wirklich keinem.
betty hat geschrieben: Mo 12. Mär 2018, 20:54 Fakt ist, daß es mir eine brutale Angst macht und bei mir auf totales Unverständnis stößt, wenn ein Mann Frauenkleidung anzieht, sich Silikonbrüste anschnallen, sich sein Geschlechtsteil wegklebt und dann meint, er wäre damit jetzt eine Frau. Sich nach ihren Ausflügen wieder verwandeln und dann behaupten, sie wären ein Mann.
Warum macht es dir so Angst? Ganz ehrlich, ich verstehe das nicht. Es nimmt dir niemand was weg, es schadet dir persönlich nicht. Kannst du das mal genauer erklären? Zwischen den Zeilen glaube ich nämlich herauszulesen, dass du da schon was dran ändern willst.
Und ja, wenn du geschrieben hättest, dass du das nicht verstehen kannst, dann könnte ich dich verstehen. Du musst es auch nicht verstehen. Aber Angst davor haben?

LG,

Mirjam
Michelle_Engelhardt
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Re: Betty - der Troll

Post 32 im Thema

Beitrag von Michelle_Engelhardt »

Anne-Mette hat geschrieben: Mo 12. Mär 2018, 20:00 Guten Abend,

es ist nur die Frage, was diese Frauen daraus machen.
Das Leben bietet viele Möglichkeiten )))(:

Gruß
Anne-Mette
Schon richtig, aber man muss auch bereit sein, ab und zu mal links und rechts am Lenkrad zu drehen....ansonsten geht es halt nur stur geradeaus.....bis es irgendwann knallt :wink:
Brauchst Du Hilfe oder einfach jemanden zum quatschen? Schick mir 'ne PN!

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Michelle_Engelhardt
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Re: Betty - der Troll

Post 33 im Thema

Beitrag von Michelle_Engelhardt »

biene38 hat geschrieben: Mo 12. Mär 2018, 21:11
Warum kannst Du Deinem Mann nicht einfach seinen Spaß gönnen, ab und zu in eine andere Rolle zu schlüpfen?
Weil nicht sein kann, was nicht sein darf....würde ich mal behaupten
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betty
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Re: Betty - der Troll

Post 34 im Thema

Beitrag von betty »

Es ist eben kein Spaß, es ist ein ernsthaftes Gefühl. Und kein Hobby oder eine Mode Erscheinung.
Seid dem outing und gewissen Ausflügen ist er auch im männermodus für mich in meinem Kopf kein Mann mehr
Michelle_Engelhardt
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Re: Betty - der Troll

Post 35 im Thema

Beitrag von Michelle_Engelhardt »

betty hat geschrieben: Mo 12. Mär 2018, 21:22 Es ist eben kein Spaß, es ist ein ernsthaftes Gefühl. Und kein Hobby oder eine Mode Erscheinung.
Seid dem outing und gewissen Ausflügen ist er auch im männermodus für mich in meinem Kopf kein Mann mehr
Das hieße ja dann, das Conny auch zu jenen mit dem "schrecklichen Schicksal" gehören könnte, für die Du ein gewisses Verständnis aufbringen kannst....zumindest so lange es nicht Dein Umfeld betrifft, hm?
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Re: Betty - der Troll

Post 36 im Thema

Beitrag von BiancaC »

Betty liebst du den Mann oder den Menschen ?
Denn Mann liebst du nicht mehr !
Dann kannst du dich auch für die nächste Staffel "Der Bachelor" bewerben !
wer rächtschreibfeler findet darf sie behalten !
Aria
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Re: Betty - der Troll

Post 37 im Thema

Beitrag von Aria »

Michelle_Engelhardt hat geschrieben: Mo 12. Mär 2018, 21:18
biene38 hat geschrieben: Mo 12. Mär 2018, 21:11
Warum kannst Du Deinem Mann nicht einfach seinen Spaß gönnen, ab und zu in eine andere Rolle zu schlüpfen?
Weil nicht sein kann, was nicht sein darf....würde ich mal behaupten
Es geht nicht darum ihm was zu gönnen oder nicht, sondern darum, dass sie es nicht mit sich vereinbaren kann. Sie kriegt dieses Bild nicht aus dem Kopf!
Wenn es ihre Einstellung ist, dann ist das so. Aber, dass sie nichts daran ändert, darum geht es doch. Wie gesagt: 2 Möglichkeiten - mehr nicht.
Ich finde es eher unfair, darauf rum zu hacken, dass sie nicht damit kann oder ihr die Einsicht fehlt. Wenn das so ist, ist es so! Im Gegenzug muss man ihr
aber auch sagen, dass sie sich das auch nicht erlauben darf. Eine Neigung, ob mehr oder weniger ausgeprägt, kann man nicht ändern, nur damit leben lernen oder gehen.
¡no lamento nada!
Michi
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Re: Betty - der Troll

Post 38 im Thema

Beitrag von Michi »

betty hat geschrieben: Mo 12. Mär 2018, 18:29 Wenn er so unglücklich mit mir ist, kann auch er gehen.
Es wurde schon viel geschrieben, aber ich muss diesen Satz noch einmal aufgreifen.

Betty, ich habe starke Zweifel, ob du überhaupt Willens und in der Lage bist zu beurteilen, dass dein Partner einfach so gehen könnte.

Womöglich steckt deine Conny schon lange in einer tiefen emotionalen Abhängigkeit, fühlt sich nicht zuletzt ob der ständigen Vorwürfe deinerseits bedrängt, verantwortlich und schuldig gestempelt, sodass sie gar nicht ohne weiteres dazu fähig wäre, sich von dir zu trennen.

Ich weiß sehr genau, wovon ich rede, hatte ich doch eine Frau, die sich ebenso wie du verhalten hat, auf ihrem Punkt beharrte und jegliche Entwicklung blockierte. Ich habe alles versucht, Gespräche in ihrem Familien- und Geschwisterkreis, Pfarrer und Psychologen, und immer mit Personen, zu denen sie ein Vertrauensverhältnis hatte und mir nicht unterstellen konnte, dass ich sie mit deren Hilfe manipulieren will. Aber dennoch hat sie alles systematisch sabotiert. Und damals mit ihr war noch nicht mal meine weibliche Seite ein Thema. Damit habe ich erst nach unserer Trennung wirklich befassen können. Meine damalige Frau hat die emotionale Erpressung immer weiter getrieben und mich zuletzt fortwährend mit völlig haltlosen Vorwürfen und Unterstellungen traktiert. Und doch konnte ich erst einen Schlussstrich ziehen, nach dem sie auch noch anfing, gewalttätig zu werden. Erst da war für mich die Schmerzgrenze überschritten, und ich konnte mich aus meiner emotionalen Gefangenschaft lösen.

Und falls du jetzt sagt, dass müsste Conny doch merken: Nein, das ist gerade nicht der Fall. Auch da spreche ich aus Erfahrung. Als liebender Partner ist man so sehr bemüht, die Beziehung irgendwie wieder ins Lot zu bringen, und die Schuld nur bei sich zu suchen, dass man das gar nicht bemerkt, auch wenn man dabei nach und nach vor die Hunde geht.

Also quäle sie ruhig immer weiter mit deiner Ablehnung, deinen Vorwürfen und Unterstellungen. Mach, dass sie winselnd beteuert, wie sehr sie dich doch liebt, und fühle dich stark, dein Ziel, deinen Willen doch noch durchsetzen zu können, fühle dich sicher, ihr schon noch die widerliche, abartige Fummeltriene auszutreiben.

Aber irgendwann wird sie an den Punkt kommen, dich hassen und zu verachten. Und wenn es für euch "gut" läuft, dann wird der Punkt genau dann sein, wenn du dich ziemlich sicher fühlst, alles im Griff zu haben. Aber den Absturz, den du dann erlebt, hast du dir dann ganz allein zuzuschreiben.

Ich wünsche so etwas wirklich niemandem, aber wahrscheinlich werden mache Menschen nur schlau, nachdem sie sich und andere nachhaltig zu Grunde gerichtet haben.

Zum Glück weiß ich auch von anderen Fällen, in denen die Partnerin so wie du Betty auch nicht mit der transidenten Seite ihres Partners zurecht kam, und sich dann - aus Liebe zu ihm - getrennt hat, weil sie nicht wollte, dass er unter ihren Problemen leiden muss.

Es geht auch anders, auch wenn es nicht miteinander geht.
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
Anne-Mette
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Re: Betty - der Troll

Post 39 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

"Don"™t Feed The Troll" )))(:
Michi
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Re: Betty - der Troll

Post 40 im Thema

Beitrag von Michi »

Anne-Mette hat geschrieben: Mo 12. Mär 2018, 22:36 "Don"™t Feed The Troll" )))(:
Ja, hast irgendwie Recht. Die Regel gilt im Crossdresserforum genau so wie im übrigen Internet. )))(:


Edit: Eigentlich ging es mir auch mehr um Conny als um Betty.
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
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Michi
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Re: Betty - der Troll

Post 41 im Thema

Beitrag von Michi »

Sie provoziert uns / das Forum, um ihn zu spüren? WTF! :roll:
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
heike65

Re: Betty - der Troll

Post 42 im Thema

Beitrag von heike65 »

Also möchte ich mich heute mal ausführlicher äußern. Ich habe gestern den ganzen Tag gearbeitet und hatte schlichtweg keine Zeit zu antworten.
Ich kann und möchte gar nicht auf alle Antworten eingehen.
Ich verstehe euch ja, ihr habt hier im forum eine seelenoase gefunden. Hier verurteilt euch keiner, hier sagen euch die anderen, wie toll und echt ihr nach außen hin wirkt. Tut euch allen gut, kann ich total verstehen.
Aber macht ihr euch da nicht alle etwas vor? Wenn es doch soooo normal ist, wenn ein Mann als Frau verkleidet durch die Gegend läuft, dann frage ich euch, warum macht ihr das in weit entfernten Städten, heimlich wenn es dunkel wird. Zieht euch auf Toiletten um und versteckt eure Sachen. Wenn es doch so normal ist.
Mir wurde vorgeworfen, ich würde wie die afd argumentieren , da ich Mehrheitsbehauptungen aufstelle. Aber ich bin davon überzeugt, daß der sehr große Anteil der Bevölkerung mit einem Mann verkleidet als Frau nix anfangen kann.
Ich weiß, dass hier auch Frauen sehr aktiv im forum vertreten sind. Aber nur eine handvoll, die damit kein Problem haben, ja es sogar als Bereicherung sehen.
Aber ich schlage euch was vor. Geht mit euren Frauen mal ins Gespräch : wieviel eurer Partnerinnen würden sich wünschen, das ihr Mann ein "ECHTER" Mann wäre. Wieviel weinen heimlich und hoffen, daß es weg geht. Wieviel eurer Partnerinnen haben Angst vor einer Trennung, wieviel bleiben, weil sie Angst vor finanziellen Schwierigkeiten, vor sozialem Abstieg oder vor zerbrechen der Familie haben( wenn Kinder da sind). Wieviele Frauen haben Angst vor dem Alleinsein? Fragt eure Frauen, was sie sich wünschen würden, wenn ne kleine gute Fee käme.

ich hab das jetzt mal aus dem anderen Trööd kopiert
seelenoase : nöö dann würd ich mit meiner Frau reden, das ist einfacher
entfernte Städte: das war einmal um das ganze auszutesten, wie es sich für uns anfühlt (immer mit meiner Frau zusammen)
umziehen: zu Haus unter den hilfreichen Hinweisen meiner Frau
weggehen: ich glaub ihr ist das ziemlich latte, aber wenn du magst kannste gern mit ihr telefonieren
finanziell: da bin ich eher von ihr abhängig
sozialer Abstieg: wieso sollte das passieren ? Kundinnen (meist über50) finden die Transition ausgesprochen toll und interesssant
Kinder: erst sehr distanziert, mitlerweile null Probleme
Alleinsein: Ich hab die wundervollste Frau der Welt, wieso sollte sie angst vor dem alleinsein haben ?

Liebe Grüsse
Heike
Ronda_PTL
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Re: Betty „ der Troll •• ROFLAO ••

Post 43 im Thema

Beitrag von Ronda_PTL »

Aria hat geschrieben: Mo 12. Mär 2018, 20:10
betty hat geschrieben: Mo 12. Mär 2018, 19:56 @aria - als Troll wurde ich von einem Forumsmitglied betitelt.
Aber muss man sich dann gleich so titulieren? Wäre nicht "Robina Hood - Rächerin aller gehörnten Ehefrauen" der bessere Titel?
*Ironie off*
Danke Aria, für das bisschen Comic Relief ... schade, es gibt hier keinen Smilie, der sich am Boden wälzt vor Lachen .. :mrgreen: hättest einen verdient. -- Bin schon wieder im OFF und halte die Klappe.

LG Ronda :))b
"Life is what happens, while you're busy making other plans." [† John Lennon]

"Don't dream it. Be it!" (Rocky Horror Picture Show)
Drachenfrau
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Re: Betty - der Troll

Post 44 im Thema

Beitrag von Drachenfrau »

Viktoria-TV hat geschrieben: So 11. Mär 2018, 13:33
Aber frag deine Frau mal, auch wenn du dich ihr nicht als Victoria zeigst, ob sich das Bild in ihrem Kopf nicht verändert hat. Bist du für sie immer noch ein Mann?
Meine Frau sagt immer, wenn ich ein Problem mit etwas habe, dann liegt das an mir selbst, nicht an der Sache. Sie meint dann immer, dass sie die Dinge nicht ändern kann, sie kann nur ihre Einstellung dazu verändern. Es scheint auch bei dir so zu sein: Du scheinst ein Problem damit zu haben. Du kannst dich darüber beklagen und das ganze Mist finden, ändern wirst du so nichts. Du kannst aber versuchen deinen Frieden damit zumachen. Du verlierst deinen Mann dadurch ja nicht.
Hallo betty,

die Einstellung, die Viktorias Frau hat, ist auch meine: wenn ich ein Problem mit etwas habe, dann liegt es an meinem Denken.
Wie du selbst ja schreibst, ist es das, was in deinem Kopf an Gedanken passiert, was dich ängstigt und dir dieses Unbehagen bringt.
Es gibt eine Frau in der Welt, die das Hinterfragen der Gedanken sehr genau untersucht hat und erfolgreich einen Weg gefunden hat, seine Gedanken zu verändern.
Das funktioniert natürlich nur - wenn ein Mensch das so wirklich will und bereit dafür ist.
Byron Katie The Work
http://thework.com/sites/thework/deutsch/

Ja betty, es gibt Frauen, die meinen sie können nicht alleine sein und bleiben bei ihren Männern.
Diese Situation gibt es auch bei "ganz normalen Paaren".
Wenn eine Frau Angst vor dem Alleinsein hat, dann ist das größere Problem bei der Frau, nicht beim Partner und dann wäre eine Therapie eine Möglichkeit - doch leider ist das nicht immer so klar, woran welches Problem im Leben/in der Beziehung liegt.
Viele Menschen haben heutzutage gar keinen Zugang mehr zu ihren Gefühlen und Bedürfnissen und können vieles, was in ihnen vorgeht gar nicht mehr wirklich benennen. Vielleicht geht das vielen Partnerinnen und Partnern so?
Und wenn es so ist, dass Männer sich in Frauenkleidern wohlfühlen und dies angenommen tatsächlich abnormal wäre, was muss wohl im Leben eines Mannes so schief liegen, dass er zu diesem Mittel greifen muss? Trauma, unnatürlicher gesellschaftlicher/familiärer Zwang nicht sich selbst sein zu dürfen - und ganz viel mehr. Müsste man denn dann nicht hinterfragen, was im Leben des Menschen schief gelaufen wäre? Was in der Familie alles schief gelaufen ist? Usw, usw.
(BTW, ja doofe Formulierung, Zwang kann nie natürlich sein - doch weiß ich es jetzt nicht besser zu formulieren)

Als Denies sich entdeckte (sie ist nun kurz vor der GaOp), hatte ich nicht an ein Forum gedacht. Das kam erst später als wir Michaela P. in Mönchengladbach bei einem Stammtisch kennenlernten.
Ich hatte damals als ich Denies die Frauenkleider hin legte, keine Ahnung was ich lostreten würde, doch ich spürte "da stimmt etwas nicht und das muss raus".
Glaub mir auch wenn ich einen richtig guten Umgang damit habe, dass Denies transsexuell ist, wer sagt, dass es einfach ist?
Damit ich die Kraft habe, wirklich damit umzugehen, habe ich Familienaufstellungen gemacht und mir The Work vorgenommen und erst einmal einen kraftraubenden familiären Konflikt in Angriff genommen, der schon über 30 Jahre alt war.

Ist doch interessant, dass der Konflikt so alt geworden ist, die Furchen und Kluften gewaltig und ich es trotzdem geschafft habe, eine Einstellung zu bekommen, die es mir plötzlich leicht gemacht hat, mit meiner Mutter wieder liebevoller und freundlicher umzugehen. Dieser Prozess dauerte auch fast ein Jahr, aber ich habe es in meinem Rhythmus und Tempo geschafft.

In der Trauerphase habe ich viel in mir aufgeräumt und insgesamt bin ich seit 1 1/2 Jahren sehr auf mich geworfen und mit mir selbst konfrontiert - dabei habe ich schon vor 20 Jahren angefangen, mein Leben aufzuräumen.
Wenn ich das damals nicht begonnen hätte - wäre ich vielleicht heute auch eine hadernde Ehefrau.
Ich dachte vor 5 Jahren ich hätte meinen Traumprinzen getroffen, einen Mann wie ein Lottogewinn - Pustekuchen, der Mann ist eine Frau!!!

betty, du bist mir im Winter 2016 hier im Forum das erste Mal begegnet.
Seitdem wissen wir hier, dass du mit der Frau in deinem Mann haderst. Dein Mann hat sich schon viel länger vor dir offenbart und es sind schon viele hadernde Jahre.
betty, das was du machst und wie du mit dir umgehst, ist enorm anstrengend und raubt auch dir die Kraft.
Meinst du nicht, es wäre vielleicht gut, wirklich mal einen neuen Ansatz zu wagen?

Die Angst, die dein Mann in dir hervorbringt, ist nur ein Knopf, welchen er drückt, der aber schon vorher durch ein Ereignis in deinem Leben angelegt wurde. Was ist die Ursache dieser Angst?

Etwas haben dir schon so viele geschrieben, dass es so ist, wie es ist: wenn so mancher Mann anders könnte, würde er lieber seine Männerrolle erfüllt, glücklich auskleiden als diesen Weg zu gehen.
Es ist keine Entscheidung - einfach so, die ein Mensch trifft - das haben dir andere auch schon geschrieben.
Transsexuelle Männer und Frauen sind kein neuzeitliches Phänomen, Transsexualität ist schon hunderte von Jahren "alt" und es gibt sie durch alle Kulturen hindurch.
Ich kann nicht bestimmt sagen, dass es in allen Urvölkern so wahr, doch von denen ich weiß, wurden diese Menschen sogar verehrt, besonders geachtet.
Hier ein Beispiel:
https://www.sein.de/two-spirit-people-z ... m-koerper/

Deine Worte hier klingen vorwurfsvoll und da ist es die Natur der Sache selbst, dass jene, die hier sich zusammen gefunden haben, in eine verteidigende Haltung gehen, sich angegriffen fühlen.
Jene, die in ihrem stillen Kämmerlein sitzen und nicht rausgehen, sie haben auch Ängste, nicht anders als du auch. Hadernde und vorwurfsvolle Worte machen höchstens etwas noch schlimmer, aber nicht besser.
Sobald man jemanden in eine Verteidigungshaltung bringt, werden dessen Mauern nur noch manifester, stärker, höher, breiter und armierter.
In einer Verteidigungshaltung kommt dann oft zum gegenüber auch nur wieder Hadern und Vorwürfe, was dann eine "wunderbare" Wechselwirkung hervorruft und zu einem Teufelskreis wird.
So ähnlich empfinde ich es hier im Schreiben mit dir auch.

Ich wünsche dir sehr, dass der Knoten in deinem Leben einmal platzen kann und du viel Erleichterung empfinden kannst.

Viele Grüße vom nachdenklichen Drachen, Ulla
Hingabe
Gedankenstille
Seelenfrieden
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Re: Betty - der Troll

Post 45 im Thema

Beitrag von Jenina »

Hallo,

na das geht ja ab hier....
Für mich ist das ein Zeichen, dass wir uns doch irgendwie getroffen, oder ertappt fühlen. Und da kommt Betty Hood und schießt ihre Pfeile uns mitten ins Herz, da wo angeblich unsere Gefühle sein sollen.

Deshalb sollten wir auch mal in uns gehen und unsere Konzepte überprüfen. Wir haben uns oft leichtfertig eingerichtet mit unserem "Ich bin Ich!" Imperativ. Genau den entgegengesetzten Imperativ schleudert uns Betty jetzt zum wiederholten Male entgegen und wir haben dem eigentlich nichts entgegenzusetzen außer Vorwürfen von Transphobie oder Narzissmus oder was auch immer. Denn unser Problem ist ja nicht unsere eigenes trans*-Sein, das unstrittig ist. Schließlich hatten wir in der Regel reichlich Zeit uns damit zu befassen und zu merken wie wir uns fühlen und wie sich das einordenen lässt. Unser Problem ist, dass wir das nicht einfach auf Andere übertragen können. Wir haben eben nur armselige Worte für so etwas kompliziertes wie Gefühle.

Natürlich provoziert Betty uns mit ihrer Härte. Wir meinen ja, Härte wäre etwas "männliches". Eben das ist auch unser falsches Denken in Kategorien von "Männlich versus Weiblich", das oft nicht über ein verhaftet sein im binären heteronormalen Geschlechtermodell hinaus geht. Viele von uns haben auch Probleme mit trans* Menschen, die nichts anfangen können mit Konzepten von "Weiblichkeit", mit dem "Ich bin eine Frau" wider besserer biolgischer Tatsachen.

Wir sollten auch mal Betty Zuhören:
Es ist eben kein Spaß, es ist ein ernsthaftes Gefühl. Und kein Hobby oder eine Mode Erscheinung.
Sie weiss es also ganz genau. Connys Gefühle sind so echt wie wir das von uns kennen, Betty weiss das und kann es nicht ändern. Ihr Problem sind die Bilder im Kopf. Die kennen wir doch nur zu gut, dass es sie gibt und wie sie einen quälen können.
Nur sind es eben bei Betty andere als bei unserem Kopfkino, sie kann sie auch nicht vollständig erklären, sie fühlt eben:
Seid dem outing und gewissen Ausflügen ist er auch im männermodus für mich in meinem Kopf kein Mann mehr
Das hat meine Frau auch schon zu mir gesagt, sie hat auch versucht es zu akzeptieren, kommt aber über ein tolerieren nicht hinaus. Wir reden darüber und geraten an Grenzen. Wir haben diese gegenseitig angenommen und uns entsprechend eingerichtet. Die meisten Partnerinnen werden genauso sein, sie machen es nicht zu ihrer Lebensmaxime es uns immer wieder vorzuhalten, weil sie merken, dass es den Partner unglücklich macht.

Betty schreit nur heraus was tatsächlich viele Ehefrauen denken. Ihr Leben mit Conny muss doch aber irgendwie funktionieren, sie hätten sich doch längst getrennt. Also gibt es doch einen haltbaren Kitt, der auch hält wenn Conny das ist was sie ist. Warum unterstellen wir ihr eigentlich dass Sie Conny unterdrückt? Wir sind nicht dabei, also sollten wir solche Vorwürfe unterlassen.

Betty will provozieren. Das ist gut so. Es ist eine Art Outing. Halten wir es doch einfach aus!

Jenina
Disclaimer: Dies ist eine persönliche Meinung, sie ist möglicherweise inkompatibel mit Deinem Glauben/Lifestyle/Parteiprogramm!
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