Elektroautos - CO2-frei?
Elektroautos - CO2-frei? - # 4

Lina
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Re: Elektroautos - CO2-frei?

Post 46 im Thema

Beitrag von Lina »

Jasmine hat geschrieben: So 21. Jan 2018, 22:12
Benny hat geschrieben: So 21. Jan 2018, 21:51 Moin Lina,
das mit dem Wasserstoff hab ich ja weiter oben bereits erwähnt - da muß man nicht in die Wüste! Bei uns gibt es bereits zu viel Windstrom, der häufig nicht abgenommen werden kann. Die Windturbinen werden dann auf Kosten der Verbraucher (also wir) abgeschaltet. Das Programm "Power to Gas" macht aus ÜberschuStrom Wasserstoff, der gespeichert werden kann. Ist bereits erprobt, funktioniert wirtschaftlich!

LG. (cow)

Benny

(Wollte schon immer die Kuh verwenden)
Die Frage ist jedoch welche Mobilität unsere Politiker für uns als richtig erachten, ob wir wollen oder nicht.
Liebe Grüße Jasmine
Das ist doch Quatsch. Wie kommst du darauf? Wo in der Geschichte hast du ein Beispiel, wo Politiker eine Marktentwicklung aufdrängen konnte, die die Verbraucher eventuell nicht wollen?
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Re: Elektroautos - CO2-frei?

Post 47 im Thema

Beitrag von Lina »

Benny hat geschrieben: So 21. Jan 2018, 21:51 Moin Lina,
das mit dem Wasserstoff hab ich ja weiter oben bereits erwähnt - da muß man nicht in die Wüste! Bei uns gibt es bereits zu viel Windstrom, der häufig nicht abgenommen werden kann. Die Windturbinen werden dann auf Kosten der Verbraucher (also wir) abgeschaltet. Das Programm "Power to Gas" macht aus ÜberschuStrom Wasserstoff, der gespeichert werden kann. Ist bereits erprobt, funktioniert wirtschaftlich!

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Benny

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Korrekt, da MUSS man nicht in die Wüste. Da beschäftigt man sich aber ernsthaft damit. Eventuell wollen nicht-Öl-Wüstenstaaten auch teil der Energieversorger werden. Ist ja auch verständlich. Alle wollen Geld verdienen. Du auch. Ich auch.
Was aber dafür spricht ist auch, dass es wenig Plätze auf der Erde gibt, wo die Sonnenbestrahlung so intensiv und es so wenig Regentage gibt wie in der Wüste. Sonst wäre sie Keine Wüste. Erste Einwand bei Sonnenenergie ist meistens, die Sonne scheint nicht genug und die Energie ist schwierig speicherbar. Dazu hätte man dann einen Lösungsansatz.
Jasmine
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Re: Elektroautos - CO2-frei?

Post 48 im Thema

Beitrag von Jasmine »

Lina hat geschrieben: So 21. Jan 2018, 23:23 Das ist doch Quatsch. Wie kommst du darauf? Wo in der Geschichte hast du ein Beispiel, wo Politiker eine Marktentwicklung aufdrängen konnte, die die Verbraucher eventuell nicht wollen?
Jüngstes Beispiel dürfte die Zustimmung des Herr Schmidt (CSU) zum Thema Glyphosat sein. So könnte ich noch weitere Beispiele bringen, aber ich will mich nicht weiter mit Politik beschäftigen.
Liebe Grüße Jasmine
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Re: Elektroautos - CO2-frei?

Post 49 im Thema

Beitrag von Lina »

Jasmine hat geschrieben: Mo 22. Jan 2018, 10:40
Lina hat geschrieben: So 21. Jan 2018, 23:23 Das ist doch Quatsch. Wie kommst du darauf? Wo in der Geschichte hast du ein Beispiel, wo Politiker eine Marktentwicklung aufdrängen konnte, die die Verbraucher eventuell nicht wollen?
Jüngstes Beispiel dürfte die Zustimmung des Herr Schmidt (CSU) zum Thema Glyphosat sein. So könnte ich noch weitere Beispiele bringen, aber ich will mich nicht weiter mit Politik beschäftigen.
Liebe Grüße Jasmine
Und wann und wie soll die Regierung das jemandem aufgedrängt haben? Es wurde in den 70ern als Inhaltstoff eines ausgesprochen billiges Herbizid auf den Markt gebracht - u.a. von Johnson & Johnson. Abgesehen davon, dass nicht jeder überhaupt sich über Herbizide Gedanken macht, braucht man in der Regel nicht jemandem ein preiswertes Produkt aufzudrängen. Das darfst du gerne genauer erklären.
Jasmine
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Re: Elektroautos - CO2-frei?

Post 50 im Thema

Beitrag von Jasmine »

Lina hat geschrieben: Mo 22. Jan 2018, 11:59 Und wann und wie soll die Regierung das jemandem aufgedrängt haben? Es wurde in den 70ern als Inhaltstoff eines ausgesprochen billiges Herbizid auf den Markt gebracht - u.a. von Johnson & Johnson. Abgesehen davon, dass nicht jeder überhaupt sich über Herbizide Gedanken macht, braucht man in der Regel nicht jemandem ein preiswertes Produkt aufzudrängen. Das darfst du gerne genauer erklären.
1. Es geht hier um Elektroautos und nicht um Glyphosphat.
2. Ich zeigte die selbstherrliche Entscheidung des Herrn Schmidt auf.
Dabei möchte ich die Diskussion belassen.
Ich genieße lieber das Leben als mich mit solch einer Politik auseinander zu setzen.
Zum Thema zurück: Ich und meine Partnerin fahren so oft es geht mit dem Fahrrad oder gehen zu Fuss um so wenig fossile Brennstoffe zu verbrauchen.
Liebe Grüße Jasmine
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Re: Elektroautos - CO2-frei?

Post 51 im Thema

Beitrag von Plisseedreher70 »

Ich sehe das wie Jasmine, Auto bleibt stehen so gut es geht.
Inzwischen fahre ich teilweise auch mit meinem E-bike, da brauche ich für hundert Kilometer ca. 0,5 kW Stunden Strom, die kosten ganze 17 Cent. Öffentliche Verkehrsmittel brauche ich höchst selten, da ich autark bin...mit fast 75 Jahren!
Zu der ganzen CO2 Geschichte dürfen wir nicht vergessen...der immer stärker werdende Verkehrskollaps bestärken wir auch mit E Autos!🚵🏾🚵🏾🚵🏾
Liebe Grüße
Plissi
Bin Mann, bleibe Mann, aber festliche Glanzkleider überziehen ist für mich berauschend!
Lina
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Re: Elektroautos - CO2-frei?

Post 52 im Thema

Beitrag von Lina »

Jasmine hat geschrieben: Mo 22. Jan 2018, 13:23
Lina hat geschrieben: Mo 22. Jan 2018, 11:59 Und wann und wie soll die Regierung das jemandem aufgedrängt haben? Es wurde in den 70ern als Inhaltstoff eines ausgesprochen billiges Herbizid auf den Markt gebracht - u.a. von Johnson & Johnson. Abgesehen davon, dass nicht jeder überhaupt sich über Herbizide Gedanken macht, braucht man in der Regel nicht jemandem ein preiswertes Produkt aufzudrängen. Das darfst du gerne genauer erklären.
1. Es geht hier um Elektroautos und nicht um Glyphosphat.
2. Ich zeigte die selbstherrliche Entscheidung des Herrn Schmidt auf.
Dabei möchte ich die Diskussion belassen.
Ich genieße lieber das Leben als mich mit solch einer Politik auseinander zu setzen.
Zum Thema zurück: Ich und meine Partnerin fahren so oft es geht mit dem Fahrrad oder gehen zu Fuss um so wenig fossile Brennstoffe zu verbrauchen.
Liebe Grüße Jasmine

Das war das historische Beispiel, das du genannt hast. Ich sehe aber bis lang nur eine subjektive Bewertung einer Person und kein Beispiel aus der Geschichte - und auch keine Fakten an sonsten. Also?

Und Punkt zwei - das ist ja schön und gut. Aber die Ware die du sonst einkaufst, wird ja auch irgendwie transportiert.
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Re: Elektroautos - CO2-frei?

Post 53 im Thema

Beitrag von Die Conny »

Runtergebrochen auf die einfachste mögliche Denke: es gibt CO2 freien Strom im Netz, es gibt kein CO2 freies Benzin.

Und ja, Power to liquid und so... Kann der Merz dann mit durch die Gegend tuckern, wenn's irgendwann effizient zu haben ist.

Aber mal abseits des Umweltaspekts: wir leben in der Zukunft Baby, Computer fahren Auto und schreiben Reden, und wir diskutieren über eine Technik, die mit Feuer und Dampf an ein paar Zahnrädern dreht? Der Stromer hat noch seine Problemchen, aber der Otto-Motor hat auch eine gewisse Entwicklung machen müssen.
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Re: Elektroautos - CO2-frei?

Post 54 im Thema

Beitrag von Thea »

Für mich macht mit der aktuellen Batterietechnologie nur ein leichtes, kleines E Auto für Fahrten bis zu 150 km Sinn.
Habe ich längere Strecken zu bewältigen wähle ich den Verbrenner.
Setzt aber voraus, dass man 2 Fahrzeuge im Fuhrpark hat.
Hybrid ist für mich aus Erfahrung keine Alternative, man schleppt zuviel Gewicht und Resourcen mit sich rum, es war nur ein Hype durch die staatliche Förderung, besonders bei Firmenwagen.
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Re: Elektroautos - CO2-frei?

Post 55 im Thema

Beitrag von Blossom »

Thea hat geschrieben: Mi 14. Jun 2023, 22:49 Für mich macht mit der aktuellen Batterietechnologie nur ein leichtes, kleines E Auto für Fahrten bis zu 150 km Sinn.
Abgesehen davon machen grundsätzlich nur kleinere Autos Sinn ... warum der ganze SUV-Mist überhaupt gefördert wurde, entzieht sich völlig meinem Verständnis. Kein Mensch braucht diese überdimensionierten Offroad-Karren, die einem wie Panzer auf der Autobahn an der Stoßstange kleben, kleinere Straßen in Innenstädten förmlich einspurig machen und Parkplätze benötigen, auf den locker zwei andere Wagen ihren Raum fänden. Oder wie bei mir direkt vor der Haustür halb auf dem Bordstein stehen, damit überhaupt noch jemand an ihnen vorbeikommt.
Jeder hat in seinem Leben Menschen um sich, die schwul, lesbisch, transgender oder bisexuell sind.
Sie wollen es vielleicht nicht zugeben, aber ich garantiere, sie kennen jemanden.
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Re: Elektroautos - CO2-frei?

Post 56 im Thema

Beitrag von Lana »

Die Conny hat geschrieben: Mi 14. Jun 2023, 21:59 Runtergebrochen auf die einfachste mögliche Denke: es gibt CO2 freien Strom im Netz, es gibt kein CO2 freies Benzin.
Deine Denke ist zu einfach. Es gibt keinen CO2-freien Strom.
Strom muss erstmal erzeugt werden, bevor er im Netz zur Verfügung steht. Dafür braucht man Anlagen. Deren Herstellung, Errichtung, Betrieb und am Ende der Laufzeit auch Entsorgung benötigt Energie. Bislang ist das nicht ohne CO2 zu haben und muss in die Ökobilanz eingerechnet werden. Das Umweltbundesamt hat das für verschiedene Szenarien modelliert:
https://www.umweltbundesamt.de/sites/de ... oltaik.pdf

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Re: Elektroautos - CO2-frei?

Post 57 im Thema

Beitrag von Die Conny »

Lana hat geschrieben: Do 15. Jun 2023, 02:48
Die Conny hat geschrieben: Mi 14. Jun 2023, 21:59 Runtergebrochen auf die einfachste mögliche Denke: es gibt CO2 freien Strom im Netz, es gibt kein CO2 freies Benzin.
Deine Denke ist zu einfach. Es gibt keinen CO2-freien Strom.
Strom muss erstmal erzeugt werden, bevor er im Netz zur Verfügung steht. Dafür braucht man Anlagen. Deren Herstellung, Errichtung, Betrieb und am Ende der Laufzeit auch Entsorgung benötigt Energie. Bislang ist das nicht ohne CO2 zu haben und muss in die Ökobilanz eingerechnet werden. Das Umweltbundesamt hat das für verschiedene Szenarien modelliert:
https://www.umweltbundesamt.de/sites/de ... oltaik.pdf

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Das hatte auch schon jemand angesprochen, wenn ich ausatme produziere ich CO2. Aber warum lässt man die einfachen Antworten denn immer den Doofen? Fakt ist, die CO2 Bilanz von Stromern ist besser als die von Verbrennen, allein schon wegen der höheren Energieeffizienz.
Und jetzt kann man rechnen und rechnen und Gott weiß was alles mit einbeziehen oder einfach mal wieder auf seinen Bauch hören: wenn die Sonne scheint haben wir jede Menge billigen und umweltschonenden Strom. Das ist nur ein Schritt von vielen aber er geht in die richtige Richtung.
Und ja, es darf auch mal einfach gedacht werden, wenn dafür kein großes Loch in den Boden gemacht werden muss wie in Garzweiler.
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Re: Elektroautos - CO2-frei?

Post 58 im Thema

Beitrag von Lana »

Die Conny hat geschrieben: Do 15. Jun 2023, 09:56 Aber warum lässt man die einfachen Antworten denn immer den Doofen?
Weil die Schlauen es besser können? Oder zumindest können sollten?
Die Conny hat geschrieben: Do 15. Jun 2023, 09:56 Fakt ist, die CO2 Bilanz von Stromern ist besser als die von Verbrennen, allein schon wegen der höheren Energieeffizienz.
Das wird so nichts. Du musst schon vom Primärenergieverbrauch ausgehen und nicht nur den Wirkungsgrad des letzten Gliedes der Kette betrachten. Im Abschnitt "Beispiele" findest hier ein paar Zahlen dazu:
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Wirkungsgrad

Der ist für konventionelle Kraftwerke (außer Wasserkraftwerk: 80-90%) nicht besonders hoch, für Solarzellen sogar richtig schlecht: 5-27%. Das bedeutet, dass der Großteil der Energie bei der Umwandlung zu Strom verloren geht.

Dieser Strom wird dann in die Batterie geladen, wieder mit Verlust, diesmal 5-30% (Quelle: https://www.adac.de/rund-ums-fahrzeug/e ... to-studie/)

Bevor die Elektrokiste losfahren kann ist also schon mehr als die Hälfte der Energie irgendwo auf der Strecke geblieben.

Der tolle Wirkungsgrad des Elektromotor bezieht sich auf den kleinen Rest, der in der Batterie angekommen ist.

Insofern ist das natürlich eine Milchmädchenrechnung, deren Absurdität man sich an folgender Überlegung nochmal verdeutlichen kann:

Wenn ich beispielsweise Benzin mit einem Generator zu Strom umwandle (40% Wirkungsgrad) und damit mein Elektroauto lade (15% Verlust), verbleiben von der im Benzin enthaltenen Primärenergie nur noch 34%.

Das entspricht in etwa dem Wirkungsgrad eines Ottomotors.

Und bis hierher haben wir noch gar nicht über CO2 gesprochen, das ja heutzutage als Maß der Dinge gilt...
Die ganze Sache funktioniert also nur dann, wenn der Strom aus erneuerbaren Quellen erzeugt wird. Momentan ist das nicht der Fall.
Die Erzeugung einer Kilowattstunde Strom verursachte demnach 2021 in Deutschland durchschnittlich 420 Gramm COâ‚‚
https://www.umweltbundesamt.de/themen/c ... om-steigen
Die Conny hat geschrieben: Do 15. Jun 2023, 09:56 Und jetzt kann man rechnen und rechnen und Gott weiß was alles mit einbeziehen oder einfach mal wieder auf seinen Bauch hören: wenn die Sonne scheint haben wir jede Menge billigen und umweltschonenden Strom. Das ist nur ein Schritt von vielen aber er geht in die richtige Richtung.
Und ja, es darf auch mal einfach gedacht werden, wenn dafür kein großes Loch in den Boden gemacht werden muss wie in Garzweiler.
Ich verstehe schon, warum du nicht rechnen und lieber irgendwas glauben willst, aber es hat mit der Realität nicht viel zu tun. Ich habe dir erklärt, dass nicht einfach Strom aus der Steckdose kommt, nur weil gerade mal die Sonne scheint.

Nicht mal die Sache mit dem Loch im Boden stimmt: Zur Herstellung von Silizium werden Unmenge von Quarzsand benötigt. Da wo der herkommt, bleibt am Ende ein Loch im Boden. Nicht in Garzweiler, aber woanders.

Dann brauchst du noch zwei Dinge, bevor du Solarstrom hast:
Ausreichend Sonnenschein, bekanntermaßen ist Deutschland damit nicht gerade gesegnet.
Und viel Platz, um die Solarmodule aufzustellen. Das kann man wahrscheinlich hinbekommen, wenn Dächer genutzt werden. Im Freilandbetrieb wird hingegen der Konkurrenzdruck für die Flächennutzung erhöht. Man kann entweder Weizen anbauen oder Solarzellen aufstellen. Beides geht nicht.

Batterieautos sind also nicht pauschal die bessere Alternative.

Externes Bild, es gelten die Datenschutz- und Nutzungsbestimmungen der ausgewählten Seite.Quelle: https://images.gutefrage.net/media/frag ... 2370252000


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Re: Elektroautos - CO2-frei?

Post 59 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Ich sehe in der ganzen Diskussion um E-Autos immer wieder Aspekte , die nicht ausreichend berücksichtigt werden. Z.B. CO2 -Ausstoß. Ich fahre ein elektroauto, dass ich zu ca. 40 bis 80 % (je nach Jahreszeit) mit Solarenergie betreibe. Ist es deswegen dieser Anteil CO2-irrelevant ?

Nein, natürlich nicht, denn wenn ich meinen Strom der Öffentlichkeit zur Verfügung stelle, könnte man an anderer Stelle Strom einsparen, der z.B. fossil erzeugt wird. Es kommt letztlich auf die Perspektive an. Ich verbrauche natürlich weniger "fossilen Strom", aber worauf es ankommt, ist eine "höhere" Perspektive, wenn es um den Klimaschutz geht.

Letzlich geht es um eines: weniger verbrauchen ! So auch bei der Mobilität. Nur das ist wirklich wichtig, aber genau das wird praktisch nie betrachtet. Als Gesellschaft wollen wir uns nicht einschränken. Weil aber das E-Auto uns vermittelt "sauber" zu fahren, wird es mittelbar auch zum Klimakiller. Von den anderen bereits hier genannten Aspekten (Lithium etc.) ganz zu schweigen.

Das E-Auto hilft uns nur begrenzt bei den Klimazielen. Das einzige was hilft, ist einsparen. Sonst machen wir mit anderer Technologie nur weiter wie bisher. Das Problem ist nicht die Technik, sondern der überbordende Gebrauch von Technik.

Somit liegt die Lösung nicht in der Technologie, sondern in ihrem Gebrauch.
Viele Grüße
Vicky

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Re: Elektroautos - CO2-frei?

Post 60 im Thema

Beitrag von Ulrike-Marisa »

Moin,

... genau der Gebrauch der Technik ist das Problem, von allem zu viel besonders an überflüssiger Elektronik in den Autos. Um von A nach B zu gelangen, täten Fahrzeuge wie der Käfer oder der 2CV bzw R4 genügen, nur um mal einige damals sparsame Autos zu nennen, die auch mit einfachen Mitteln zu reparieren waren.

Grüße, Ulrike-Marisa
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