zum Jahresende muss ich noch eine kurze Geschichte los werden, bei der mir für einen Moment das Herz ganz schön in die Hose, naja zu dem Zeitpunkt schon in die Strumpfhose, gerutscht ist.
Am Freitag war ich vor dem Stammtisch in Regensburg noch kurz eine Bekannte besuchen. Ich hatte sogar schon mit dem Gedanken gespielt, mich ihr anzuvertrauen, dann hätte ich mich vielleicht bei Ihr umziehen und schminken können. Allerdings war ich wie so oft spät dran, eine halbe Stunde erschien mir für ein Outing zu knapp.
Also blieb wie üblich nur die Verwandlung im Auto. Der Weg von der Bekannten nach Regensburg führte mich eine andere Strecke als sonst, also musste ich mir einen neuen ungestörten Parkplatz suchen. Es bot sich ein Straßenrand Parkplatz mitten im Nirgendwo an. Nun war der allerdings sowas von ungestört, dass ich doch lieber die Türen von innen verriegelte.
Der Fußraum am Fahrersitz war nass wegen Schnee an den Schuhen beim Einsteigen, deshalb Schuhe aus und auf den Beifahrersitz rüber geklettert. Umgezogen, geschminkt, Haare auf, soweit fertig. Also stieg ich auf der Beifahrerseite aus, schüttelte den Rock ordentlich hin, schlug die Türe zu, ging ums Auto herum und bekam einen halben Herzinfakt, also sich die Fahrertüre nicht öffnen lies. Ich dachte nur, verdammte @!&%"-§@ ich hatte ja vorhin abgeschlossen, Schlüssel im Auto, Handy im Auto, Auto zu, ich im kurzen Kleid mitten in der Pampa, wahrscheinlich trotz Makeup kreidebleich.
Nach einigen Sekunden des Schrecks, in denen in meinem Kopfkino die übelsten Episoden abliefen, kam der Verstand wieder zur Ruhe und dachte, wenn abgeschlossen ist und man eine Türe von innen öffnet, verriegelt sich diese eigentlich nicht von selbst. Und Gott sei's gedankt war dem auch so, die Beifahrertüre lies sich öffnen. Kalt war mir in dem Moment erst mal nicht mehr.
In diesem Sinne, mein guter Vorsatz für nächstes Jahr, öfters mal vorher nachdenken
