triona hat geschrieben: Sa 21. Okt 2017, 12:57 Das/dat ist im ganzen Rheinland im Dialekt üblich und anscheinend auch anderswo.
liebe grüße
triona
Das gilt natürlich nur für den Artikel, wenn über Mädchen oder Frauen gesprochen wird. Als Anrede funktioniert das natürlich nicht. Da wird wie überall der Vorname verwendet oder "Herr / Frau". Für Menschen, die sich geschlechtlich nicht einordnen wollen / können, würde das so auch nicht funktionieren. Schließlich bezeichnet in diesen Dialekten das "das / dat" bzw "es / et" ja immer eine eindeutig weibliche Person - und eben kein "Neutrum" und schon gar keine geschlechtlich nicht einzuordnende Person, wie manche nur der hochdeutschen Schriftsprache Kundigen vlt vermuten mögen. Das Beispiel ist hier also nicht wirklich zielführend.
Eine Anrede für geschlechtlich nicht einzuordnende oder unentschiedene Personen gibt es auch in den deutschen Dialekten nicht.
liebe grüße
triona
Nachbemerkung:
Der teilweise stark von den hochsprachlichen Regelungen abweichende Gebrauch der Artikel (= "grammatikalisches Geschlecht") bei ziemlich vielen Hauptwörtern in zahlreichen deutschen Dialekten, die zudem noch ziemlich uneinheitlich ist, hat mit dieser Fragestellung wohl eher gar nichts zu tun. Die Reihe der Beispiele ließe sich fast endlos fortsetzen, aber das ist eine ganz andere "sprachliche Baustelle". Und Sachen werden für gewöhnlich auch nicht "angesprochen".