Natürlich Jasmine. Und ich wünsche Dir das es für immer so bleiben mag!
Für alle Anderen auch und auch für Alle welche auf dem Weg dahin sind.

Im Chat: ChatBotIn, aber keine natürlichen Personen (d/m/w)
Natürlich Jasmine. Und ich wünsche Dir das es für immer so bleiben mag!

Verstehe ich nicht, denn nach meiner Auffassung kann es doch nicht darum gehen Geschlechter aus der Öffentlichkeit zu verbannen, sondern die Vielzahl von Geschlechtsvariationen anzuerkennen. Wer männlich bzw. Mann ist soll Mann bleiben, wer weiblich bzw. Frau ist soll auch Frau bleiben. Was m. E. aber sein muss, dass Menschen, die für sich mit dieser Zweiteilung von Geschlecht nichts anfangen können, sichtbar werden und Akzeptanz erfahren. Natürlich ist mir klar, dass dies ein Unterfangen ist, das weder Monate noch Jahre, sondern eher Generationen dauern wird. Deshalb finde ich gut, dass sich Bettina der Sache annehmen möchte und wünsche ihr, dass sich doch noch jemand findet. Die Artikel auf Bento lese ich eigentlich ganz gerne.Daenerys Targaryen hat geschrieben: Mi 9. Aug 2017, 20:46... dadurch fühle ich mich nur noch beschissener, weil ich mit der Nase drauf gestoßen werde, dass wegen Menschen wie mir die Geschlechter aus der Öffentlichkeit verschwinden
Das wäre eine reine Agender-Welt und die Gefahr sehe ich nicht. Immerhin sind die meisten Menschen im reinen mit ihrem Körper samt biologischem und sozialem Geschlecht, und völlig zufrieden mit geschlchter-binärer Weltsicht. Ich fände eine "Zwangs-Agenderisierung" auch nicht sinnvoll, denn das wäre wieder eine Zuweisung, die viele Menschen recht unglücklich machen würde.Daenerys Targaryen hat geschrieben: Mi 9. Aug 2017, 20:46 Und Menschen, die es angeblich gut mit mir meinen, teilen mir mit, dass wir einfach das komplette binäre Geschlechterdenken auf den Müll werfen sollen: Unsextoiletten, genderneutrale Anreden etc. Aber das will ich auch nicht, denn dadurch fühle ich mich nur noch beschissener, weil ich mit der Nase drauf gestoßen werde, dass wegen Menschen wie mir die Geschlechter aus der Öffentlichkeit verschwinden.
Das ist ja auch völlig utopisch! Will man sowas echt verlangen?Daenerys Targaryen hat geschrieben: Do 10. Aug 2017, 13:25 dass sie vor jeder persönliche Ansprache an mich checkt, welches Geschlecht ich gerade habe.
Wie weit willst du denn zurücktreten? Bis zur Unsichtbarkeit? Gut, dann reicht natürlich - wenn man das ganze Bild betrachtet - Mann und Frau als Schublade bzw. die entsprechenden Pronomen. Dann darfst du dich aber auch nicht beschweren, wenn du nicht bzw. falsch wahrgenommen wirst. Sorry, dass ich da etwas anderer Meinung bin, aber ich bin ja nicht Betroffene - vielleicht habe ich es aber auch nur falsch verstanden!?Mina hat geschrieben: Do 10. Aug 2017, 16:12 Das ist Quatsch und wir Betroffene sollten einfach mal ein Stück zurücktreten und das ganze Bild betrachten, statt nur immer einen winzigen Teil.![]()
Hast Du!Svetlana L hat geschrieben: Do 10. Aug 2017, 19:12 vielleicht habe ich es aber auch nur falsch verstanden!?
Ist das nicht etwas überheblich ? Dieser "größte Teil" hat mich mehr als einmal überrascht, was Toleranz, Akzeptanz und geistiges Vermögen betrifft. Ich halte es nicht für gerechtfertigt, diesen "Teil" über einen Kamm zu scheren. Wir wollen ja auch nicht über den Kamm mit dem Etikett "Trans" geschoren werden.Es geht um den größten Teil der Bevölkerung welcher mit unseren Thematiken nichts anfangen kann als das was in der Bild steht!
Ich freue mich immer, wenn ich solche Beiträge lese und mich wieder dem Eigentlichen zuwenden kann: so zu leben, wie ich mich fühle und mich nach Möglichkeit auch so zu kleiden, wie ich mich fühle, denn das ist mir ja nicht immer möglich (oder auch andersherum: mich so zu kleiden, DAMIT ich mich wieder stimmig fühle), ich komme jedes Mal ins Stottern, wenn ich ganz genau erklären soll, unter welchen Begriff ich denn nun falle, mein einzige gesicherte Erkenntnis und Aussage ist dann, dass ich kein Kleidungsfetischist mit sexueller Zielrichtung bin, also immerhin schon eine kleine Definition per Ausschlussverfahren, denn die Phantasie Unbeteiligter dürfte - gerade in Medien - allzu gerne in diese Richtung abschweifen, befürchte ich, ohne jemandem zu nahe treten zu wollen, der genau darin seine Erfüllung findet... Also, vielen Dank, liebe Lina und Michelle, bin gespannt, was der Thread nach euren Beiträgen weiter Spannendes an Lektüre bietet, RosmarinMichelle_Engelhardt hat geschrieben: Mo 7. Aug 2017, 00:36Seh ich auch so! Ich bin ich und du bist du und fertig. Bei den ganzen Bezeichnungen blickt doch echt keiner mehr durch und ehrlich gesagt hab ich auch gar keine Lust, mich da großartig mit den unterschiedlichsten Begrifflichkeiten auseinanderzusetzen. Da kann ich meine Zeit echt sinnvoller nutzen.Lina hat geschrieben: Mo 7. Aug 2017, 00:10
Ich verstehe, was du meinst. Ich würde zwar schon auch noch gender fluid akzeptieren - würde vielleicht sogar bei mir zutreffen - aber die bei den ca. 33 anderen Ausdrücken oder weitere Buchstaben außer LGBT mache ich auch nicht mehr mit. Da blickt wirklich kaum jemand durch und wenn nur wenige durchblicken, tragen die vielen Wörter auch nicht zu einer besseren Kommunikation bei. Und gerade das war doch mal Sinn und Zweck mit Sprache, soweit ich mich erinnere.
Liebe Grüße
Michelle
Rosmarin hat geschrieben: Do 21. Sep 2017, 15:35Dann kann ich ja wieder ganz frech die Frage stellen, die ich auch gerne anderen Stellen würde: Wie kommst du denn überhaupt in die Situation, dass du überhaupt erklären MUSST unter welchen Begriff du fällst?Michelle_Engelhardt hat geschrieben: Mo 7. Aug 2017, 00:36Ich freue mich immer, wenn ich solche Beiträge lese und mich wieder dem Eigentlichen zuwenden kann: so zu leben, wie ich mich fühle und mich nach Möglichkeit auch so zu kleiden, wie ich mich fühle, denn das ist mir ja nicht immer möglich (oder auch andersherum: mich so zu kleiden, DAMIT ich mich wieder stimmig fühle), ich komme jedes Mal ins Stottern, wenn ich ganz genau erklären soll, unter welchen Begriff ich denn nun falle, mein einzige gesicherte Erkenntnis und Aussage ist dann, dass ich kein Kleidungsfetischist mit sexueller Zielrichtung bin, ...
Ich tue das so gut wie nie. Liegt es an fehlende Eindeutigkeit? Fühlst du dich verpflichtet irgend einen Begriff auszusuchen? Oder was ist es?
Wenn jemand mich fragt - aus ehrlichem liebeerfülltem Interesse erzähle ich doch lieber in Kurzform, was ich dabei empfinde. Das ist doch nicht schwierig und es sagt ihnen viel mehr als irgend ein Wort, das irgend ein soziologisch, politisch oder medizinisch interessierter Mensch irgendwann ausgedacht hat. Und wenn jemand mir dumm vorkommt mit seinen Fragen, darf er meinetwegen auch dumm sterben. Das passierte mal auf einer Vernissage vor drei Jahren - Ich glaube der Idiot, der mich möglicherweise auch bei den Vorbereitungen zur Ausstellung in Männermodus gesehen hatte, mich fragte, ob ich "Damenwäscheträger sei". Was ist das für eine dämliche Frage, dachte ich. Das nächste, was ich sagte war weder "nein" noch "wieso fragst du so was" sondern, "kannst du mir mal einen Caramell Macchiato machen" - nicht zu ihm gerichtet sondern zu dem netten Barista - der andere Typ war schon drei meter hinter mir. Ich habe mich nicht weiter mit ihm beschäftigt. Wenn man sich dumm verhalten will - das ist ja völlig legal - dann darf man es auch gerne alleine tun, ohne meine Unterstützung.
Wer nett und liebevoll fragt, will ja meistens auch was ganz anderes wissen: "Seit wann weißt du, dass ...? " ... "Bist du jetzt ausschließlich als Frau unterwegs ...?", usw.
DA nützt doch auch keine Antwort wie "Ich bin trans-whatever ... das nennt man es wenn man bla. bla." - Es ist natürlich äußerst individuell welche Frage zutrifft aber bei mir reicht eigentlich eine kurze, bündige Antwort wie: "Ich fühle mich einfach nicht verpflichtet, immer in derselben Gender-Rolle zu sein - ich bin völlig zufrieden mit meinem Körper, wie er ist. Ich fühle mich aber auch äußerst wohl dabei, sozial die Rolle als Frau einzunehmen - was immer das kulturell gesehen ist, das darfst du selber entscheiden." Bei MIR sind die Leute mit so einer Antwort völlig zufrieden.
Verstehst du, weshalb ich frage, "WIE kommt ihr in die Situation, dass ihr meint euch mit irgend einem Fachbegriff bezeichnen zu müssen?!!"
Jetzt werden natürlich auch hier - besonders hier - damit kommen: Frauen sind nicht nur so oder so ... gut behaupte ich auch nicht. Die kulturellen Codes ändern sich ständig. Es ist aber auch ein Faktum, dass je mehr Freiheit eine Gesellschaft einführt, rein Gender-Politisch, dann werden die Grenzen nicht verschwinden. Die werden nur leichter zu überschreiten. In einem Land wie Schweden, z.B., wo man sehr viel getan hat, dass Berufswahl nicht vom Geschlecht definiert wird, werden immer noch die Berufe, die als typische Männer- oder Frauenberufe auch immer noch zu über 80% von jew. Männer und Frauen gewählt. Frauen und Männer kleiden und stylen sich auch immer noch unterschiedlich - vielleicht sogar mehr als in den 70ern ... das sind nur die spezifischen codes, die sich geändert haben. Ja, Frauen tragen auch Hosen. Aber die sehen trotzdem anders aus.
Ich persönlich versuche einigermaßen eindeutig zu sein: In der sozialen Rolle als Frau vielleicht sogar eindeutiger als in der Männerrolle. Je eindeutiger ich in der Frauenrolle bin, je entspannter kann ich dabei sein, weil ich dann auch eher ohne "Zwischenfragen" die Interaktion habe, die mir gefällt. Um so weniger brauche ich irgend eine Terminologie, im mich zu definieren.
In der Männerrolle sieht man mich eher, wenn es mir eher egal ist, zu welchem Gender ich gehöre, oder wenn ich den Schutz der verstärkten physischen Autorität, die dazu gehört, praktisch oder angenehm finde.