Und der Bundesverband Trans*?
Und der Bundesverband Trans*? - # 7

Crossdresser, Transgender DWT... Plauderecke - was sonst nirgendwo passt
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Lina
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Re: Und der Bundesverband Trans*?

Post 91 im Thema

Beitrag von Lina »

Daniela.transg hat geschrieben: Sa 17. Jun 2017, 11:19 Eigenartig ist noch immer, warum der BVT nicht auf Fragen eingeht. Vielleicht Überarbeitung oder ?

In meinen Augen ist und bleibt damit der BVT eine intransparente und nicht vertrauenserweckende Organisation.
Warum, kann ich dir nicht sagen, aber war das nicht von Anfang an mehr oder weniger klar.

Das ganze erinnert an "wir-wollen-was-machen-grunden-wir-sofort-einen-Verein" - habe ich auch schon angesprochen in der Anfangsphase. Konkret habe ich gefragt, was das für Aktivitäten oder Aktionen, die stattfinden sollen oder schon stattfinden, die unter so einem Vereinsdach noch mehr stattfinden können? Und falls so, wie? Das ist einfach pragmatisches denken.

Darauf hat niemand bis jetzt eine Antwort gehabt. Dann fragt man sich, ob der Zweck mit dem Ganzen ist, dass ein paar Leute einen von anderen subventionierten Vollzeitjob mit dem Verein schaffen wollen oder ob es ähnlich ist wie die alte Kollegin, die mit mir eine Firma gründen wollte:

Ihre erste Sorgen waren, wo soll das Büro sein, wie kriegen wir die 50.000 DM für die Gründung einer GmbH etc.
Ich fragte, was solle unsere Aktivitäten im Detail sein, genau welches Marktsegment wollen wir ansprechen, welche Kunden würden wir als erste ansprechen ...
Darauf habe ich nie eine Antwort bekommen.

...

Die offizielle Idee mit der Gründung von BVT war - soweit ich mich erinnere - u.a. eine Anlaufstelle zu haben, die spezifischer die politischen Belange von TG wahrnehmen sollte als z.B. breitere LGBT-Verbände für die TG nur eines von vielen Themen sind.

Es ist doch klar, dass wenn sich nicht mehr tut, dann wird der BVT auch kein ernst zu nehmender Faktor im TG-Lobbyismus. Wie sollen die Politiker überhaupt den Verein auf dem Radar haben? (Noch eine Frage, die nicht beantwortet wird.)
Anne-Mette
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Re: Und der Bundesverband Trans*?

Post 92 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,

am Wochenende fand doch eine Zusammenkunft statt(?) - gab es da (neue) Weichenstellungen?
War jemand da und kann berichten?

- Neuwahlen zum Vorstand?
- Ausblick auf die Zukunft des Vereins?
- Veränderungen der Vereinsstruktur?
- neue Mitglieder?


Gruß
Anne-Mette
Marielle
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Re: Und der Bundesverband Trans*?

Post 93 im Thema

Beitrag von Marielle »

Nabend zusammen, Daenerys,

es gab dort allerlei verschiedene Arbeitsgruppen oder Workshops. Darunter waren (aus meiner SIcht) sehr spezielle Themen, mit einem vermutlich kleineren Interessent_innenkreis, aber natürlich auch die 'Klassiker' wie trans*-Gesundheit, trans* und Schule/Hochschule, Rechtliches oder Intersektionalität, und ganz spannende Sachen wie 'trans*, transsexuell - Und wie weiter?' Die einzelnen Themen wurden von Teilnehmer_innen am Freitagabend angekündigt und mit Ort und Zeit versehen zur Auswahl und Beteiligung ausgehängt. Am Samstag fand dann die Arbeit in den Gruppen statt.

Insgesamt waren knapp 80 Menschen dort und haben sich an einer oder mehreren AGs beteiligt. Die Ergebnisse wurden in Stichworten auf DIN A1-Protokollbögen notiert und im großen Saal des Waldschlösschens ausgehängt. Was aus den Ergebnissen einzelner Gruppen weiter entstehen wird, kann man nicht sagen. Das hängt, wie immer, sehr stark davon ab, ob sich Menschen finden, die den Prozess weiter vorantreiben oder eben nicht. In einigen Gruppen wurden zumindest schon mal Kommunikationsformen und -orte für die weitere Arbeit festgemacht; zumindest in den AGs CommunityBuilding und Lobbying war das so. Über die abschliessenden Gruppenarbeiten am Sonntag kann ich nichts sagen, da ich wegen einer Familienfeier früh abgereist bin.

Mein persönlicher Eindruck: Es gibt eine Vielzahl von Titeln und Thesen, aber relativ wenige Temperamente, die sich um die Formgebung bzw. Umsetzung kümmern, d.h. die die notwendige Arbeit machen. Manche Leute finden sich schon in der Formulierung von Forderungen oder im Besuch von Selbsthilfegruppen ausreichend aktivistisch und beenden die eigenen Einlassungen des öfteren mit "Da müsste sich dringend mal jemand drum kümmern." Ganz subjektiv habe ich aber den Eindruck, dass das in diesem Jahr weniger als 2016 waren. Andererseits gibt es aber auch Leute (nur eben zu wenige), die sich reinhängen und was machen, die fachlich auf der Höhe sind und die wichtigen Anliegen mit Herz und Verstand vertreten. Allerdings (das ist meine pers. Analyse) sind darunter eher wenige, die andere Leute motivieren und organisieren können und/oder wollen, ihre jeweiligen Ressourcen als Teil eines Ganzen einzubringen. Es kann aber auch sein, dass das einfach nicht geht; das mit der Motivation.

Die Stimmung war jedenfalls gut, die Versorgung und Unterbringung im Waldschlösschen ist auch gut und was daraus wird, wird man (hoffentlich) sehen.

Habt es gut

Marielle


PS: Die Mitgliederversammlung fand, unabhängig vom trans*-Aktiv-Treffen, am letzten Sonntag statt. Daran habe ich aber, obwohl öffentlich, wegen der privaten Feierlichkeit nicht teilgenommen.
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Inga
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Re: Und der Bundesverband Trans*?

Post 94 im Thema

Beitrag von Inga »

Hallo, miteinander,

dank an Marielle über den persönlichen Bericht vom Wochenende.

Demnach gibt es ja genug protokolliertes Material, um damit einen Newsletter zu füllen. Schaun wir mal, wann mir wieder etwas in den Email-Briefkasten flattert.

Liebe Grüße
Inga
Anne-Mette
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Re: Und der Bundesverband Trans*?

Post 95 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,

na, das finde ich ja...

... nicht ganz unproblematisch

Gruß
Anne-Mette
Inga
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Re: Und der Bundesverband Trans*?

Post 96 im Thema

Beitrag von Inga »

Anne-Mette hat geschrieben: Mo 24. Jul 2017, 16:39 Moin,

na, das finde ich ja...

... nicht ganz unproblematisch

Gruß
Anne-Mette
Hallo, Anne-Mette,

kannst du das etwas näher erläutern?

Liebe Grüße
Inga
Anne-Mette
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Re: Und der Bundesverband Trans*?

Post 97 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,

wenn es interessiert.... )))(:

Annette Güldenring ist am Westküstenklinikum in Heide tätig - eine der wenigen Anlaufstellen für transsexuelle Menschen in Schleswig-Holstein.
"Ein paar Stunden" hat sie auch in Kiel.
Die Beratungs- und Begleitungssituation in Schleswig-Holstein zeigt sich als sehr unbefriedigend. Auf Termine muss lange gewartet werden.
Ich schätze mal, dass durch ihre Tätigkeit für den Bundesverband (sie hat sich auch so schon auf vielen anderen Ebenen angagiert) ihre Tätigkeit "direkt und unmittelbar für transsexuelle Menschen" weiter zurückgehen wird.
Ich schätze ihre Fachkompetenz sehr, wage allerdings zu bezweifeln, dass "BehandlerInnen" - sicherlich (auch) mit einem ganz eigenen Interesse - gut für so ein Vertretungsorgan sind.
Diese Zweifel betreffen auch Mari - die ich ebenfalls sehr schätze.
Allerdings erlaube ich mir auch hier die Frage: Was macht sie NICHT? Wo auch immer es um Transsexualität und Transidentität geht, taucht sie auf )))(:
Natürlich hat sie sich einen großen Erfahrungsschatz erarbeitet, "kommt gut rüber", kann gut reden.

Ich sehe weiterhin die Gefahr, dass eine Vielfalt verlorengeht.

Gruß
Anne-Mette
Marielle
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Re: Und der Bundesverband Trans*?

Post 98 im Thema

Beitrag von Marielle »

Namd zusammen,

bei allen Einlassungen zu diesem Thema darf man eines wohl nicht übersehen: Es gibt, soweit ich es es übersehe, kein Überangebot an Bewerber_innen um die Vorstandsmitgliedschaft. Und bei den weiteren zu erledigenden Aufgaben besteht definitiv nicht das Problem, dass sich zu viele Leute um die Erledigung von zu wenig Arbeit drängeln würden. Fakt ist, dass weniger als drei Leute, die hier im Forum eine große Klappe haben, am vorvergangenen Wochenende in der Nähe von Göttingen waren (dabei sind diejenigen nicht mitgezählt, von denen ich persönlich sage, dass sie reichlich ehrenamtliche Arbeit für die Community leisten). Änderung 26.07.: Fakt ist, dass von den mir bekannten Forenmitgliedern, die sich hier im Forum oft und deutlich äußern, nur zwei in Göttingen waren. Ich halte das ausdrücklich nicht denen vor, von denen ich persönlich weiss, dass sie reichlich ehrenamtliche Arbeit für die Community leisten.

Viele Aspekte, der in den letzten zwei Jahren vorgebrachten Kritiken, sind, mal mehr, mal weniger, berechtigt. Andererseits muss man eine Frage auch stellen bzw. beantworten, denke ich: Wie viele Leute haben wir denn in der Community, die fachlich auf der Höhe sind, die genug von 'Politik' verstehen, um in den entscheidenden Gremien mitreden zu können, die ein Mindestmaß an Eloquenz mitbringen, die genug Einigungsfähigkeit und Frusttoleranz haben und die bereit sind, ein paar hundert Stunden pro Jahr zu investieren? Fünf? Neun? Zwölf? Ich weiss es nicht genau, aber zuviele sind es bestimmt nicht.

Kaum jemand als ich selbst weiss besser, wie bequem und grandios, grandios einfach, der Platz oben in der Loge, zwischen Waldorf und Statler, ist. Ich liebe diesen Platz, aber ich muss zugeben, dass wir drei, Waldorf, Statler und ich, noch nicht viel relevantes zu Wege gebracht haben.

Habt es gut

Marielle
Zuletzt geändert von Marielle am Mi 26. Jul 2017, 15:38, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Und der Bundesverband Trans*?

Post 99 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,

da kann ich schon (irgendwie) zustimmen )))(:
Ich habe auch von der "sicheren Seite der Beobachterin" geschrieben, was ich dazu denke (smili)

Allerdings mache ich mir schon Gedanken, ob es einen Bundesverband geben könnte, der "uns" voranbringt. Dabei sehe ich aber auch, dass andere Vereine wie die dgti Pionierarbeit geleistet haben.
Irgendwie schade: ich denke, daraus hätte noch mehr entstehen können, auch ohne erst einen "Bundesverband" mit dieser schwierigen Geburt zu etablieren.

Auch wenn ich mich damit hier und da unbeliebt mache: ein Bundesverband sollte vielfältig sein und auch solche Vereine wie ATME einbinden.
Natürlich kann niemand gezwungen werden und manche Vereine wollen vielleicht nicht eingebunden werden oder mitarbeiten; aber es sollte schon überlegt werden, welche Gruppen nicht dabei sind und wie sich das auf einen "Gesamtvertretungsanspruch in Fragen der Transsexualität/Transidentität" auswirkt.

Ach ja: ehrenamtliches Engagement setzt Zeit und Geld voraus. Es stellt sich mir die Frage, wo beides aufzutreiben ist (smili)

Gruß
Anne-Mette
ab08
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Re: Und der Bundesverband Trans*?

Post 100 im Thema

Beitrag von ab08 »

Anne-Mette hat geschrieben: Mi 26. Jul 2017, 07:23Ach ja: ehrenamtliches Engagement setzt Zeit und Geld voraus.
Danke, liebe Anne-Mette, (gitli)

zum Glück sind bei mir inzwischen beide Voraussetzungen vorhanden. :wink:
Engagement ist mir sehr, sehr wichtig. Gleichzeitig achte ich aber daher darauf, wo ich mich, für was einsetze!
Genau deswegen, lasse ich mich, wirklich nirgends vereinnahmen... :wink:
Mir geht es nicht um mich, sondern um die Sache, also achte ich darauf, dass ich Aufgaben gewachsen bin und kompetent erledigen kann.

Liebe Grüße
Andrea,

die sich stets dort sofort heftig engagiert, wo es ihr unverzichtbar und effektiv erscheint.

P.S. Ganz herzlichen Dank für Dein großes Engagement, liebe Anne-Mette :!: :!: (Torte)
-> Bei Sandra Wißgott, Daniela Truffer, Lucie Veith, Kim Schicklang (trotz aller Ecken und Kanten), Dorothea Zwölfer und einigen anderen
sehe ich das übrigens ähnlich. (Aufgaben, die ich selber so nicht machen könnte, da mir diesbezügliche Fähigkeiten fehlen!!)
FÜR: Respekt, Menschenrechte und eine gelebte, demokratische Zivilgesellschaft, die Minderheiten schützt
ERGO: Umfassende Bildung für alle, effektive Regeln in Alltag und Netz, eine gut ausgestattete Polizei/Justiz
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Re: Und der Bundesverband Trans*?

Post 101 im Thema

Beitrag von JuliaS (†) »

Marielle hat geschrieben: Di 25. Jul 2017, 23:21 Fakt ist, dass weniger als drei Leute, die hier im Forum eine große Klappe haben, am vorvergangenen Wochenende in der Nähe von Göttingen waren (dabei sind diejenigen nicht mitgezählt, von denen ich persönlich sage, dass sie reichlich ehrenamtliche Arbeit für die Community leisten).
Ich weiß nicht ob ich unter die Rubrik "große Klappe" falle, aber ich fühle mich schon etwas angegangen. Abgesehen davon das ich an anderem Ort präsent war, Gründe findet man immer, geschenkt, habe ich mich ob der Erfahrungen des letzten Jahres ganz bewusst von dem Treffen fern gehalten. Mir hieraus aber einen Vorwurf zu machen empfinde ich als Zurücksetzung.

Mit ganz lieben Grüßen

Julia
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ChristinaF
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Re: Und der Bundesverband Trans*?

Post 102 im Thema

Beitrag von ChristinaF »

Dem Post von Anne-Mette stimme ich vorbehaltslos zu. Besonders den Satz, der sich auf die dgti bezieht. Ich kann mich nicht erinnern ob der "Bundesverband" schon solches geleistet hat. Ob nun die mehr/minder wichtige Anerekennung des "Ergänzungsausweises", die diversen Schriften bezüglich "Bafin" um Austellung von Konto- und Kreditkarten ohne VÄ/PÄ und so weiter.
Ganz abgesehen davon vom Bekanntheitsgrad. Zwei MdB's in der Nähe von mir sind die "dgti" bekannt; auch deren Arbeit - während sie von einem Bundesverband Trans nichts sagen konnten.
Jetzt bleibt mal abzuwarten, was sich aus dem ganzen ergeben wird.
LG
Christina
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Re: Und der Bundesverband Trans*?

Post 103 im Thema

Beitrag von Marielle »

Oha...

Hallo Julia, Hallo alle,

da hab ich ja was angerichtet. Ich sollte keine Beiträge schreiben, wenn ich eigentlich zum Schlafen ins Bett muss

Die "grosse Klappe" bezieht sich wirklich nicht auf die Menschen, die nicht dort waren. Der eingeschobene Halbsatz bezieht sich auf die "weniger als drei Leute" die dort waren. Man kann das so auch lesen, denke ich. Aber man kann es wohl auch anders verstehen. Es war defintiv nicht im Sinne von '...weniger als drei von denen, die hier im Forum eine große Klappe haben, ...' gemeint. Sorry, dass das missverständlich ist.

Die "große Klappe" geht auf ein Gespräch an dem Wochenende zurück, in dem es um das Thema Engagement ging. Ich habe darin über mich selbst gesagt, dass ich hier im Forum (nur) eine große Klappe, aber keine 'cffizielle' Funktion habe (was von jemandem angenommen wurde). In dem Beitrag von heute Nacht hatte ich das verwendet, um zwei Leute, also mich selbst und jemand anderen, von denen zu unterscheiden, die hier im Forum nicht als Lautsprecher auffallen, aber möglicherweise doch in Göttingen waren. Ich kenne bei weitem nicht alle Leute, die hier im Forum sind und kann deswegen nicht sagen, ob, ausser den mir bekannten Lautsprechern, noch weitere Forenmitglieder dort waren.

Hoffentlich wird klar, was ich sagen will. Für den entstandenen Eindruck möchte ich mich entschuldigen.

Habt es gut

Marielle

PS: Ich hab den Beitrag von heute nacht nochmal gelesen. Es war ja noch schlimmer, mit den Missverständlichkeiten; ist geändert. Und ich bitte darum, den letzten Satz des Beitrags bei der Beurteilung zu berücksichtigen.
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Re: Und der Bundesverband Trans*?

Post 104 im Thema

Beitrag von Marielle »

Hallo Anne-Mette,
dass andere Vereine wie die dgti Pionierarbeit geleistet haben.

Das ist nicht zu bestreiten.

Irgendwie schade: ich denke, daraus hätte noch mehr entstehen können, auch ohne erst einen "Bundesverband" mit dieser schwierigen Geburt zu etablieren.
Ich kann dazu nicht viel belastbares sagen, weil ich die dgti nicht gut kenne (hab zuviel in der Loge rumgehangen :wink: ). Mir scheint es so zu sein, das die dgti mehr nach innen gerichtete Arbeit macht und weniger das ist, was z.B. Jerzy auf dem Treffen in Berlin bei uns angeregt hat, nämlich ein aktives Organ, das der Politik auf Landes- und Bundesebene aktiv auf die Sprünge hilft und auch Strukturen bereitstellt, die zum 'Politikbetrieb' kompatibel sind. Aber das ist nur mein persönlicher Eindruck. Wenn der falsch ist, bitte ich um Korrektur.

Auch wenn ich mich damit hier und da unbeliebt mache: ein Bundesverband sollte vielfältig sein und auch solche Vereine wie ATME einbinden.
Sicher sollte er vielfältig sein. Soweit ich es beurteilen kann, ist das auch das Ziel der handelnden Personen. Aber wie soll man einen Verein einbinden, von dem man als (Zitat) "Gender-Identitäts-Ideologen" gesehen wird und der Mitglieder hat, die auf Arbeitstreffen andere Menschen in ihrem eigenen Selbstverständnis wirklich massiv und in unerträglicher Weise angreifen? Ich weiss jedenfalls nicht, wie das gehen soll.

.... und manche Vereine wollen vielleicht nicht eingebunden werden oder mitarbeiten;...
Das ist so. Aber was soll man dann mit denen machen? Zwangsintegrieren? Oder deren Linie vollständig übernehmen? Das wird natürlich nicht gehen. Man wird Angebote machen und Schnittstellen bereitstellen müssen. Letztlich wird es aber immer Leute oder Gruppen geben, die mit den Zielen einzelner Organisationen nicht weit genug übereinstimmen, um darin mitzuwirken.

.... aber es sollte schon überlegt werden, welche Gruppen nicht dabei sind und wie sich das auf einen "Gesamtvertretungsanspruch in Fragen der Transsexualität/Transidentität" auswirkt.
Es gab ungefähr zu diesem Thema eine Arbeitsgruppe auf dem trans*-Aktiv-Treffen. Das Ergebnis würde ich (das ist meine persönliche Meinung in meinen eigenen Worten) so zusammenfassen: Es herrschte Einigkeit darüber, dass es unterschiedliche Standpunkte in der Community gibt. Diese Standpunkt werden inhaltlich nicht in Frage gestellt. Aber niemand weiss, wie man diese Standpunkte in einer einzigen Organisation so zusammenführen könnte, dass ein effektives Arbeiten möglich ist und eine klare, eindeutige und verständliche Aussenwirkung erzielt wird. Möglicherweise läuft es darauf hinaus, dass es auf Dauer parallele Strukturen gibt, die ihren jeweiligen Standpunkt vertreten; so ähnlich wie AvD und ADAC.

Hab es gut

Marielle

PS: Sehe grade den Beitrag von Atalanta und das sie den Pressetext verlinkt hat; tja, so sieht es leider aus.
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Re: Und der Bundesverband Trans*?

Post 105 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,

... außerdem sind beide involviert in die "Leitlinienentwicklung" der "Deutschen Gesellschaft für Sexualforschung":

Annette-Kathrin Güldenring ist Mandatsträgerin des Referats Sexuelle Orientierung in Psychiatrie und Psychotherapie der DGPPN. Sie ist Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie und Oberärztin an der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik des Westküstenklinikums in Heide, Schleswig-Holstein. Sie leitet dort die psychiatrische Institutsambulanz, die psychiatrisch-psychotherapeutische Tagesklinik und die sexualmedizinische Ambulanz. Im Rahmen der sexualmedizinischen Ambulanz führt sie u.a. begleitende psychotherapeutische Behandlungen für Menschen mit Geschlechtsidentitätskonflikten durch. Sie ist Mitglied des Vorstands der DGfS.

Mari Günther nimmt als Trans*-Frau am Prozess der Leitlinienentwicklung teil. Sie ist systemische Therapeutin, Familientherapeutin und Dipl.-Gemeindepädagogin. Sie hat das Beratungs- und Betreuungsangebot QUEER LEBEN aufgebaut und dort die fachliche Leitung inne. QUEER LEBEN bietet sozialpädagogische Begleitung von trans- und intergeschlechtlichen und gendervarianten Kindern und Jugendlichen mit ihren Familien im Rahmen der Jugendhilfe und trans- und intergeschlechtlichen Erwachsenen und ihren Angehörigen im Rahmen der Eingliederungshilfe. Sie hat den interdisziplinären Qualitätszirkels "Trans- und Intergeschlechtlichkeit" Berlin für Psychotherapeut_innen, Psychiater_innen, Sozialpädagog_innen, Gutachter_innen, Endokrinolog_innen, Chirurg_innen, Richter_innen seit 2010 mitaufgebaut. Sie ist Mitglied im Fachbeirat der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld.

Gruß
Anne-Mette
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