Dann kann ich ja dich direkt fragen: Kann man da von MUT sprechen, wenn jemand sich so kleidet? Meine erste Reaktion wäre nämlich die Konklusion: Wenn jemand da offensichtlich überhaupt nicht begreift, was sie da tut, kann man auch kaum von Mut sprechen. Welche andere Betrachtungsweisen fallen dir ein, die ich nicht beachtet habe?ULI67 hat geschrieben: So 16. Jul 2017, 08:18 Ich möchte da niemanden verurteilen.
Vor Jahren wäre ich bestimmt genauso herum gestöckelt.. wenn man niemanden hat der einen berät und unterstützt ist das nicht so leicht.. man will alles weibliche auf einmal und übertreibt dann.. wichtig ist aber dass sie sich so wohl gefühlt hat (Was ich aber fast nicht glaube wenn sich alle herum gedreht haben) .. Mensch einfach Mensch sein lassen
Ich weiß z.B., dass ich nie so rumgelaufen bin, dass jemand mich als nuttig sahen. Es hat mich auch niemand beraten, wie ich mich kleiden oder schminken sollte. Ich habe einfach auch Magazinen ausgesucht welche gutaussehende Frauen ähnliche Körper- und Gesichtsproportionen hatten, Kleidungsstil und Make-Up verglichen, Skizzen von meinem Gesicht auf Transparentpapier von Fotos gezeichnet, um eine passende Frisur zu finden. Und heute gibt es ja einen Rattenschwanz von Softwares, womit man das noch besser machen kann.
WIE hätte ich mich wohl verhalten? Einfach erklärt. Immer, wenn jemand mich als T auffällt irgendwo in der allgemeinen Normalo-Öffentlichkeit fange ich immer an die ANDEREN passanten genauestens zu beobachten. Ganz einfach um diese visuelle Kommunikation zu verstehen, die statt findet. Ich habe auch dadurch entdeckt, dass es beim Passing manchmal auf was anderes ankommt als allgemein vermutet. Aber so eine wie sie wird natürlich immer extrem auffallen - ich frage mich immer, was sie sich dabei gedacht hat oder erwartet hat. Ansprechen würde ich sie auf keinen Fall.Christiane hat geschrieben: Sa 15. Jul 2017, 18:40 Hallo Zusammen
Ich wähle den Titel bewußt so zurückhaltend, weil ich eigentlich noch am "Verarbeiten" bin.
Luzern - ca. 13.00 Uhr - mitten in der Altstadt - auf der Reussbrücke.
Touris und Publikum ohne Ende.
Kommt uns eine Erscheinung (CD/TS/..?..) entgegen. Ich kann den Eindruck nur zurückhaltend mit "geht zum Anschaffen" umschreiben.
Nein - nicht nur a bisserl Minirock oder so - ALLE haben sich umgedreht!
Auf der einen Seite sage ich - RESPEKT! MUT hat sie. WOW! Vollgas!
Auf der anderen Seite denke ich, daß sie uns allen doch auch irgendwie einen Bärendienst erweist.
So a la Freak Show. Jetzt sind die ganzen Vorurteile wieder bestätigt.![]()
...
Frage: Wie würdet Ihr Euch in so einem Moment verhalten?
...
Grüße von
Christiane
Aber das mit den Vorurteilen und Bärendienst: Ja, stimmt. Andererseits, wenn das es ist, was Leute erwarten zu sehen, wenn sie sich "eine Transe" vorstellen, dann verstehen ich besser, was da noch vorbeigehen kann, ohne dass jemand zuckt.