Redezeit! Austausch- und Nachrichten-Portal für intergeschlechtliche und transsexuelle Menschen, Crossdresser, nonbinä¤re Menschen, Feministinnen, Luder, Hexen
Angelique hat geschrieben: Di 11. Jul 2017, 15:03
Kennt Ihr das auch?
Unangenehme Erfahrungen wenn man en femme unterwegs ist?
......
Habt Ihr sowas auch schon gehabt? Plötzlich Unwohlsein, Angst oder sogar Panik?
Hallo Angelique
Auch ich hatte schon solche Erfahrungen, doch es ist eigentlich nie etwas wirklich passiert, sondern es war nur in meinem Kopf !
Ganz am Anfang als ich schon immer mal überlegt habe, ob das was ich mache ok ist oder nicht war es recht häufig. Im Laufe der Zeit - vor allem weil ich zu mir "en femme" stehe - wurde das jedoch viel seltener, weniger intensiv und wenn es passiert ist, dann gab es dafür Gründe, z.B. eine grössere Gruppe Jugendliche oder so. Da mach ich dann schon mal eher einen Bogen drum um mögliche Unruhe zu verhindern
Das Wichtigste ist wohl "Ruhe bewahren" ! Hört sich bisl blöd an, doch solange die "Aussenwelt" die innere Unsicherheit nicht in vollem Umfang erkennt und Frau es "trotzdem" schafft selbstbewusst aufzutreten, klappt das ganz gut. Auch ein freundliches Lächeln hilft seeeeeehr oft Ein unsicherers Wegschauen eher nicht
Gedanken was passiert wenn man(n) mir allerdings zu nahe kommen würde gibt es immer noch mal .... Insofern vermeide ich extrem abgelegene Orte durchaus.
Vicky_Rose hat geschrieben: Mi 12. Jul 2017, 12:19
Das geht mir völlig ab. Ich würde niemals so viel Zeit darin investieren, um einigermaßen fit im Kampfsport zu sein. Ich bin für das Wort und im Bedarfsfall vermeiden und verdrücken ...
Erstens - Sport ist es nicht. Es gibt keinerlei sportlichen Aspekt zu Pektiti Tirsia. Da geht es nur um Kampf. JKD auch. Man fängt aber mit den Waffen an - Stock, Messer, weapons of opportunity (Taschenlampe, Schreibstifte etc.), dann erst Waffenlos. Bei allen anderen ist es umgekehrt.
Zweitens - Kampfspiele machen Spaß, macht den Körper stark und vermeidet unerwünschte Energiereserven auf dem Körper - die ja schon Hauptthema in einem anderen Thread.
Drittens - Es ist mir rätselhaft, warum der Mensch als einziges Species sich Kampfspiele möglichst früh im Leben abgewöhnen. Alle Säugetiere haben sonst Kampfspiele in irgend einer Form. Selbst friedliche Pflanzenfresser wie Kaninchen und Pferde. Meine beiden kleinen Hengste (zwei Brüder - 1 Jahr Altersunterschied), die die letzten Pferde die ich zuhause bei meinen Eltern betreut habe, beim Spielen war absolut genial. In ihrer Nähe zu sein wäre lebensgefärlich gesesen, zumindest für einen Menschen, aber sie haben sich nie gegenseitig verletzt.
Kinder machen es auch gerne - rein instinktiv. Als ich seinerzeit ab und zu mich um meine 5-jährige Nichte aufpassen musste, fiel mir nichts anderes ein als ich mit einem jungen Hund spielen würde. Raufen, ringen, festhalten, sich wieder ausdrehen etc. Dann verging eine Zeit, wo ich lange selten Kontakt zu ihr hatte - sie war fast Erwachsen. Da entdeckte ich, dass viele von den Techniken - z.B. wie man sich befreit, wie man kleine Gelenke, z.B. Finger benutzt, um große Personen unter Kontrolle zu haben - die ich ihr spielerisch untergejubelt hatt, die saßen immer noch perfekt. Die hatte aber keine genaue Erinnerung davon, wo sie die gelernt hatte. Sie dachte, das wäre einfach etwas, was man instinktiv entweder drauf hat oder auch nicht.
Der Willen dazu ist aber instinkitv und ich bin der Überzeugung, dass es der Seele weh tut, instinkte zu unterdrücken. Habt ihr nie bemerkt, dass ganz kleine Kinder gerne verstecken spielen? Schon bevor sie sprechen können, aber gerade noch rum laufen. Super Triumf ist es wenn sie sich vor dir irgendwo verstecken können. Warum macht ihnen das so einen Spaß? Gut, denk mal 50.000 Jahre zurück. Kind hat Spaß an verstecken spielen. Wird dadurch besser. Wird richtig gut. Besser als das Nachbarkind. Dann kommt der Säbelzahntiger (den ich übrigens gerne für sonstwas verantwortlich mache) wenn die Eltern nicht gerade da sind um ihn zu Verscheuchen - weil der Säbelzahntiger sue entweder als Lunch ausgesucht oder sie selber weggescheucht hat. Welches Kind hat die größte Überlebenschance? Das Kind mit dem stärksten Instinkt und größten Spaß an verstecken spielen - die einzige Verteidigungstaktik ein so kleines Kind hat.
Und im Erwachsenen-Leben wird dann auch Kampfspiele gemacht. Sie machen Spaß. Weil man innerlich ein Instinkt dafür hat, machen die zufrieden. Da ist es mir schon wirklich rätselhaft, warum man in der europäischen und nordamerikanischen Großstadtkultur (besonders) in dem Umfang sich die Kampfspiele abgewöhnen, um dann als eine lästige Arbeit, die getan werden muss, in ein Fitness-Center gehen um genau nach Maß so-und-so-viele Kalorien zu verbrennen. Kann mir das mal jemand erklären?
Lina hat geschrieben: Do 13. Jul 2017, 16:43
Gut, denk mal 50.000 Jahre zurück
Oh, jetzt hast Du ein Fass aufgemacht Lina. Eines über welches ich gerne spreche.
Auch ich bin leidenschaftliche/r Kampfsportler/in. Hatte es seit früher Kindheit erlernt. Taekwondo.
Aber ich wollte ja was zur Steinzeit und unserer DNA erzählen. Viele Verhaltensmuster, von Kind an, sind Überbleibsel aus der Steinzeit. Das sind Sachen die unserer DNA nie weggezüchtet werden konnten. Das mulmige Gefühl in dem es hier im Fred geht ist eines davon.
Unser Körper schüttet einen Chemiecocktail aus, welcher uns in Angriffs/Fluchtbereitschaft versetzt. Ja, vor dem Säbelzahntiger beispielsweise. Nur das es heute halt meist Menschen oder Hunde sind.
Kleiner Test, wenn ein Rottweiler zähnefletschend auf einen zukommt, was hat man dann? Die meisten erstmal Angst und werden in den Fluchtmodus switchen. Dabei ist es viel einfacher: Anbrüllen und groß machen. Das kann der Rottweiler nicht ab. Dobermann auch nicht - seines Zeichens Sensibelchen vor dem Herren und kann mit lauten Konfrontationen nix anfangen. Klar gibt es Ausnahmen, das sind aber die 2% dafür trainierden Hunde welche meist der Polizei oÄ. angehören.
Wir haben in den meisten intuitiven Dingen die Steinzeit im Nacken. Die Instinkte queren wir mit unserer heutigen Intelligenz. Daraus entsteht dann meist eigentlich nur Müll. Müll kann man vermeiden wenn man sich der Reaktionen bewußt wird und dafür übt. Da hat Lina schon ganz recht.
Ich bin heute Abend also unterwegs und begegne einer Gruppe Halbaffen/Halbwilder/Halbstarker. Ich kann nicht ausweichen, zu schnell kommt es in diese Situation. Sie entdecken mich und suchen Grund Ihre unfertigen Hormone an mir "Schwuchteltranse" auszulassen. Es fängt mit Pöpeln an, ich reagiere nicht, sie kommen deswegen auf mich zu, ich reagiere nicht. Sie fühlen sich noch mehr provoziert und schupsen mich an, ich reagiere nicht und laufe schneller. Sie haben jetzt einen Punkt erreicht einen massiven Angriff in sich zu rechtfertigen. Sie stoßen mich. Ich kann mich nicht wehren - hab nichts dabei und hab es nicht gelernt. Die Treppe...........ich - Tod!
Und nun?
Hätte ich gelernt mich zu kontrollieren, mich zu verteitigen, hätte die Situation anders ausgehen können und ich könnte ein unbeschadetes Leben noch viele Jahre fortführen. Nicht müssen, aber die Chancen stünden besser.
Also, ich empfehle jedem Menschen zu lernen seine Instinkte zu kontrollieren und zu lernen, so man denn leben möchte und das möglichst unversehrt.
Ziel: Human being -> Ist Dein Ziel erreicht, war es zu niedrig angesetzt -> Der Weg ist das Ziel!
gegen gruppe: Faß mich nicht an!, wenn das nicht mehr hilft, Anführer 1:1 angehen und ausschalten.
(ultima ratio, wenn man rechtzeitig ausweichen kann, ists natürlich besser)
Ein Leben ohne Möps(chen) ist möglich, aber sinnlos. (frei nach Loriot)
Wieso brauche ich Kampfsport, um meine Instinkte zu kontrollieren? Oder habe ich da etwas falsch verstanden ?
Und im Erwachsenen-Leben wird dann auch Kampfspiele gemacht. Sie machen Spaß. Weil man innerlich ein Instinkt dafür hat, machen die zufrieden. Da ist es mir schon wirklich rätselhaft, warum man in der europäischen und nordamerikanischen Großstadtkultur (besonders) in dem Umfang sich die Kampfspiele abgewöhnen, um dann als eine lästige Arbeit, die getan werden muss, in ein Fitness-Center gehen um genau nach Maß so-und-so-viele Kalorien zu verbrennen. Kann mir das mal jemand erklären?
1. Ich mache keine Kampfspiele. Ich mag Sport, sogar sehr. Aber Kampfspiele machen mir keinen Spaß. Im Gegenteil. Ich habe dafür auch keinen Instinkt.
2. Kampfspiele brauchte ich mir nicht ab zu gewöhnen, das war schon immer so. In der Grundschule habe ich dafür viel einstecken müssen. Klar hätte ich mich mit Kampfsport gegen Prolls wehren können. Dann hätten die sich eben jemand anderen gesucht. Klar, ich hatte das Problem ? Aber wer macht das Problem ?
3. Ich gehe in keine Fitnesscenter. Ich halte das für Zeitverschwendung. Ich gehe lieber vor der Arbeit im Baggersee schwimmen. Aber egal, es ist ja bekannt, dass sportliche Betätigung, Stress abbaut, glücklich macht und gut für die Gesundheit ist.
4. Auch im Alltag ist mir Kooperation viel wichtiger als Konkurrenz. Wie heißt es so schön ? Konkurrenz belebt das Geschäft ? So ein Blödsinn, wenn Menschen kooperieren, können sie viel mehr erreichen.
Aber letztlich läuft es darauf hinaus, dass Menschen unterschiedliche Anlagen haben und damit letztlich unterschiedliche Aufgaben wahrnehmen können. Die Geschichte mit dem Säbelzahntiger ist ja nun schon lange Vergangenheit. Wir brauchen den Kampf und den Schutz eigentlich nur noch, um uns gegen Menschen zu wehren. Aus meiner Sicht ist das völlig irre. D.h. für mich, dass die Kämpfertypen eigentlich obsolet sind. Wir brauchen sie nur, weil es sie an anderen Orten auch gibt. Sie geben sich gegenseitig die Lebensberechtigung. Das ist ja auch die krude Argumentation des Militärs. Wie viel Potential könnte die Menschheit entfalten, wenn sie nicht so viel Ressourcen für Angriff und Verteidigung ausgeben würde ?
Aber ich will nicht weltfremd argumentieren. Aber man kann schon einmal darüber nachdenken, wie viel Energie und Zeit nutzlos verpulvert wird, und ob man diese Energien nicht besser nutzen kann.
Edit: Ich habe vor vielen Jahren einmal gelesen, dass ein bekannter Judoka in Deutschland auf die Frage nach der besten Selbstverteidigung geantwortet hat: Langstreckenlauf ...
Zuletzt geändert von ExUserIn-2026-04-08 am Fr 14. Jul 2017, 07:10, insgesamt 2-mal geändert.
Elizabeth hat geschrieben: Do 13. Jul 2017, 18:48
Anführer 1:1 angehen und ausschalten.
Jetzt ist der Anführer aber ein Schrank von 2 Meter und Du ein Püppchen von 1,65m in Mini und Heels. Wenn Du dann nicht gewisse Erfahrungen und Techniken drauf hast, siehts düster aus
Brauchst Du Hilfe oder einfach jemanden zum quatschen? Schick mir 'ne PN!
Weihnachtsmarkt ist das Wacken für Büroangestellte!
Die Alternativen sind: Ich renne weg, falls ich die Schuhe schnell genug ausziehen kann (vorsicht bei Riemchenpumps oder Sandaletten) oder ich lasse mich krankenhausreif (oder schlimmer) schlagen. Unzählige Ereignisse belegen ja leider, das man auf Hilfe von außen nicht wirklich hoffen braucht!
Mit Worten oder Argumenten wird man bei Kleingeistern eher weniger erreichen!
Brauchst Du Hilfe oder einfach jemanden zum quatschen? Schick mir 'ne PN!
Weihnachtsmarkt ist das Wacken für Büroangestellte!
Ich hatte die direkte Konfrontation auch als Plan C angegeben! (nach ausweichen, anrufen)
Ich habe aber auch schon eine Situation erlebt, wo ein paar Typen um mich rumstanden und ich die Ohrfeigen von hinten kriegte - und dann hilft halt nur "Flucht nach vorn":
Überraschungsmoment, man kämpft nur mit einem, und wird so nicht von hinten die Treppe runtergeschubst.
Ein Leben ohne Möps(chen) ist möglich, aber sinnlos. (frei nach Loriot)
Hallöchen,
eine Frau sein zu wollen, hat neben Sonnen- eben auch Schattenseiten.
Glücklicherweise ist mir so etwas noch nicht passiert, da ich groß und kräftig bin und eine gewisse Autorität ausstrahle... solche Unholde suchen
sich eher Frauen aus, die etwas ängstliches ausstrahlen. Da hilft vielleicht Mentales Training oder ein guter Frauen-Selbstverteidigungskurs.
Es grüßt euch
das Bio-meisje
Wege entstehen dadurch, dass wir sie gehen. -Franz Kafka
Das geht so nicht, das macht man so nicht… Kennst Du?
Dann ist es Zeit, damit aufzuhören. Schaff Dir neue Wege, neue Möglichkeiten.
Denke um die Ecke, denke quer.
Vicky_Rose hat geschrieben: Fr 14. Jul 2017, 06:47
Wieso brauche ich Kampfsport, um meine Instinkte zu kontrollieren? Oder habe ich da etwas falsch verstanden ?
Etwas. Der Mensch an sich denkt, er ist zivilisiert und kultiviert. Die Nachrichten nach Wochenenden in Großstädten belegen partiell das Gegenteil. Mag sein das Du deine Instinkte soweit zurück gebaut hast, das Du denkst sie wären nicht existend. Anderes Beispiel. Du wirst nachts von Deinem Rauchmelder geweckt. Alle Möglichkeiten das Haus/Wohnung zu verlassen sind durch dichten Rauch und Feuer versperrt. Was tust du, da Du ahnst gleich nicht mehr atmen zu können und das Feuer Dir die Haut wegbrennt? Sicher kein Verfahrensprotokoll erstellen wie Du die Situation professionell in den Griff bekommst.
In diesem Fall lohnt sich Kampfsport oder Leistungssport an sich ebenfalls. Du hast Kondition, kannst die Atmung und Herzschlag kontrollieren und somit die Atmung. Deine Chancen steigen um 200% zu überleben, da Du still stehst und dich sammeln kannst. Verfällst Du aber in instinktive Panik, ist es schneller aus als Du Katze im Sack sagen kannst. Denn Du wirst irrational reagieren und flüchten wollen. Sehr wahrscheinlich.
Kampfsport hat nicht den Hintergrund zu lernen wie man eine ganze Armee alleine niederstreckt. Es ist das Erlernen von Körperbeherrschung und der Verbindung zu Geist. Nicht mehr und nicht weniger.
Michelle_Engelhardt hat geschrieben: Fr 14. Jul 2017, 07:17
Unzählige Ereignisse belegen ja leider, das man auf Hilfe von außen nicht wirklich hoffen braucht!
Korrekt!
Michelle_Engelhardt hat geschrieben: Fr 14. Jul 2017, 07:17
Mit Worten oder Argumenten wird man bei Kleingeistern eher weniger erreichen!
Noch korrekter - leider. (äähm...plural von Korrekt.....?)
Elizabeth hat geschrieben: Fr 14. Jul 2017, 11:10
Überraschungsmoment, man kämpft nur mit einem, und wird so nicht von hinten die Treppe runtergeschubst.
Genau, und die anderen der Gruppe stehen daneben und gucken zu wie Du den Boss verprügelst?? Ist das so schwer zu verstehen? Solche Schläger haben keine Gangsterehre, das kennt man nur aus dem Kino. Die treten Dich nieder ehe Du zum ersten Schlag ausgeholt hast. Wieder das Beispiel: Dominik Brunner!
meisje hat geschrieben: Fr 14. Jul 2017, 15:34
Da hilft vielleicht Mentales Training oder ein guter Frauen-Selbstverteidigungskurs.
Wer überall hingehen will und sich sicher sein möchte das Angst unnötig ist braucht Rückversicherung. Zumindest wenn das Bewußtsein da ist, es könnte was passieren.
@All
Und nun die Kehrseite.
Ihr geht eine Straße lang und seht wie auf der gegenüberliegenden Seite eine Frau von fünf Schlägern angemacht und zu Boden getreten wird. Was tut Ihr? Da ihr ja keine Möglichkeit habt der Frau zu helfen? Zum Baggersee fahren?
Die Polizei holen? Dauert im Schnitt 4 - 7 Minuten. Bis dahin kann die Frau tot sein.
Anders herum. Ihr habt gelernt mental und körperlich damit umzugehen und beschließt der Frau zu helfen. Wie hoch sind ihre Überlebenschancen nun?
....nicht persönlich nehmen bitte, nur ein Gedankenanstoss.
Ziel: Human being -> Ist Dein Ziel erreicht, war es zu niedrig angesetzt -> Der Weg ist das Ziel!
Mag sein das Du deine Instinkte soweit zurück gebaut hast, das Du denkst sie wären nicht existend.
Im Gegenteil, ich habe sehr gute Instinkte. Ich habe auch eine recht gute Selbstbeherrschung und gute Nerven. Ich kann in kritischen Situationen durchaus rational handeln. Und körperliche Fitness ist weder an Leistungssport noch an Kampfsport gebunden. Ich war schon immer so.
Ich hoffe Du denkst nicht, ich sei eine taube Nuss. Ich brauche bloß keine Gewalt und keine Konfrontation mit anderen Menschen. Ich mache Einhand-Fahrtensegeln und scheue auch das offene Meer nicht. Würde ich zur Panik neigen, bliebe ich im Hafen. Was nützt da Kampfsport ? Ich brauche keinen Kampfsport, um meine Panik zu kontrollieren.
Verstehe mich nicht falsch, es darf gerne jeder Kampfsport betreiben und auch mehr darin sehen als Gewaltausübung. Alles ok. Wenn ich die Argumentationen höre oder lese, bekomme ich immer das Gefühl, der/die Andere ist genau davon überzeugt, dass es nur so geht. Aber man kann auch wunderbar und abenteuerlich durch das Leben kommen ohne das.
Für Selbstbewusstsein braucht man keinen Kampfsport und auch nicht für Signale, dass man kein Opfer ist. Es gibt vielleicht Menschen, denen das hilft. Dann ist es auch gut so. Aber ich meine, es ist bei weitem nicht zwingend.
Anders herum. Ihr habt gelernt mental und körperlich damit umzugehen und beschließt der Frau zu helfen. Wie hoch sind ihre Überlebenschancen nun?
Und Deine ? Das kann böse ins Auge gehen, denn Schläger sind nicht selten trainiert ... Da ist ein Notruf schon deutlich besser und lautstark darauf aufmerksam machen... So, wie es von der Polizei in jedem Kurs empfohlen wird.
Vicky_Rose -»
@1. Ich mache keine Kampfspiele. Ich mag Sport, sogar sehr. Aber Kampfspiele machen mir keinen Spaß. Im Gegenteil. Ich habe dafür auch keinen Instinkt.
Genau das ist je eben der Grund zu meiner Frage. Die ist aber immer noch unbeantwortet. Warum halten es Leute in der heutigen westlichen welt es für so völlig undenkbar, dass man auch als Erwachsener Spaß and Kampfspiele haben kann? Gut, in Deutschland wird es eher mit Desinteresse begegnet. Es gibt auch Länder, wo fast verlangt wird, dass man sich dafür rechtfertigen muss.
Michelle_Engelhardt -»
@Jetzt ist der Anführer aber ein Schrank von 2 Meter und Du ein Püppchen von 1,65m in Mini und Heels. Wenn Du dann nicht gewisse Erfahrungen und Techniken drauf hast, siehts düster aus
Ja, wenn und wenn. War er ein Schrank von 2 Meter? Ist der Anführer immer ein Schrnk von 2 m? Wo steht geschrieben, dass ein Schrank von 2 m nicht von jemandem von 1m65 nicht auch mittelschwer, schwer oder wenn nötig tödlich verletz werden kann. Oder einfach genügend, um dass man entkommen kann. Außerhalb von Kampfsportveranstaltungen werden Kämpfe nicht unbedingt von den Größten oder Tüchtigsten gewonnen. Die werden in der Regel von dem Gewonnen, der zuerst die größte Gewaltbereitschaft zeigt und die Mittel besitzt, diese umzusetzen. A propos Heels, was glaubst du, dass so ein Absatz mit den Phalanges Proximales oder den Metatarsalia Knochen anstellen kann?
lilijana
@ Das ist die Lösung: Auf Gewalt, antworte ich mit noch mehr Gewalt!
Sarkasmus ein oder aus - es gibt Situationen wo ein konsequenter Gegenangriff die wirklich pragmatische Lösung ist. Die Lösung ist aber nicht mehr Gewalt sondern Gewalt im richtigen Moment.
Vicky_Rose
@ Ich brauche bloß keine Gewalt und keine Konfrontation mit anderen Menschen.
Wie auch immer das gement ist: Ich finde es fast verdächtig wenn jemand so argumentiert, wo gar nicht die Rede von Konfrontationen suchen war. Das erinnert mich an einem Gespräch in einerr Tai Chi Gruppe: Da war auch eine die ähnlich argumentiert hat, bla. bla. man kann alles ohne Gewalt lösen etc. Später, in einem anderen Kontext erwähnte jemand, dass in seiner Wohnung eingebrochen wurde. Kaum drei Minuten später, dieselbe Dame malt aus, dass wenn sie so einen Typ bei einem Einbruch in ihrer Wohnung, dann würde sie ...(Gewaltausübung jeglicher Art) ... als Sache der Selbstverständlichkeit. Du must mir entschuldigen, aber ich habe einfach die Erfahrung über die Jahre gemacht, dass manche Haltungen, die ausgedrückt werden, nicht immer besonders tief stecken.
Vicky_Rose
@Was nützt da Kampfsport ? Ich brauche keinen Kampfsport, um meine Panik zu kontrollieren.
Ich auch nicht. Ich brauche einige solide Fähigkeiten, die mir ermöglichen mit einfachen Mitteln oder Handkraft jemanden ausreichend weh zu tun, falls nötig auch Töten, damit er mir oder andere nicht verletzt. Das ist so einfach wie eis aussieht und sehe keinen Grund ein Riesen Geschwafel über Philosophie in den Kampfkünsten usw. Das hat keinerlei sportliche Aspekte, was ich mache. Ich habe keine Zeit für Zierkrams, Regelwerke, coole Prüfungen. Also sage ich es kurz und direkt, worum es geht.
Alles was ich trainiere ist direkt, einfach und kampfbezogen. Ich habe einfach schon in Kindesalter festgestellt, dass es Leute gibt, die sich éinbilden, dass nur weil sie größer und stärker sind oder ihre Klique hinter sich haben, mit anderen Menschen tun können, was sie wollen. Ich habe, aber auch schon damals entschieden, mir das nicht gefallen zu lassen. Und das muss ich in der Regel auch nicht.
Mina
@Genau, und die anderen der Gruppe stehen daneben und gucken zu wie Du den Boss verprügelst?? Ist das so schwer zu verstehen? Solche Schläger haben keine Gangsterehre, das kennt man nur aus dem Kino. Die treten Dich nieder ehe Du zum ersten Schlag ausgeholt hast. Wieder das Beispiel: Dominik Brunner!
Es kann sein, dass eine fest zusammengezimmerte Gruppe, wie z.B. eine Gruppe HA mit Brudersolidarität reagieren, so wie du dir vorstellst. Aber die sind ja nach eigener Aussage selber nur 1%. Wann bist du übrigens von solchen als T jemals angemacht worden? Meine persönliche Erfahrung: Mein erstes Kennenlernen mit der LGBT-Welt habe ich einem Outlaw-Biker zu verdanken.
Und die Anderen? Wie oft hast du eigentlich so eine Situation selber erlebt? Es gibt immer ein Alphatier in einer Gruppe - so - jetzt ist meine zwei Fragen an dich - Warum ist er der Alpha? Und warum ist es nicht einer von den Anderen? War er vielleicht draufgängerischer und dominanter als die Anderen? Rennen die Anderen ihm also hinterher, weil die weniger Mutig und weniger draufgängerisch sind?
Ich will dich nicht Phantasielos nennen, weil deine Kino-Phantasien sind ja wild genug. Aber offensichtlich hast du nicht ausreichend Phantasie um dir so eine Situation vorzustellen, wie die wirklich ab geht. Erstens muss man gar nicht alle bekämpfen. Meistens. Man muss nur die bekämpfen, die einen schnellen Abgang verhindern. Wer dann hinter kommt, da werden einige schneller sein als andere - man muss sich also gar nicht mit allen auf einmal beschäftigen. Meistens. Und wenn doch, da weiß ich doch aus eigener Erfahrung wie schnell der Kampfgeist der Gruppe verschwinden kann, wenn der Alpha schon blutend auf dem Boden liegt und sie mit sich entscheiden sollen wer als nächster versuchen soll. Hättest du an ihrer Stelle Lust den zweiten Versuch zu machen, wenn dein Alpha auf dem Boden liegt und sich erst mal nicht bewegt? ... Nee, die auch nicht. Die konkrete Situation: Eine Gruppe Leute haben den Abend durch mehrmals Probleme gemach. Wir sind nur zu zweit an der Tür, haben die eigentlich hinauseskortiert gehabt. Es geht wieder los Kollege mit einem Beschäftigt. Alphatier und einige andere werfen sich auf einen Stammgast der eigentlich helfen wollte. Ich greife mir Alpha - 5-8 cm größer, wesentlich schwerer und schnellere Reflexe als erwartet, rutscht mir aus dem Griff. Es gibt jeglichen Grund, anzunehmen, dass er ein Messer ins Spiel bringen kann. Ich nehme also keine Chancen, mache ihn gründlich KO. - Und dann? Plötzlich Ruhe im Karton. Keiner will in meiner Nähe sein. Kollege hat inzwischen seinen unter Kontrolle. So viel Loyalität herrscht auf der Welt.
Anderes Beispiel 6-8 Typen wollen jemanden verprügeln - zufälligerweise den Chef - Ich und mein Kollege dazwischen. Ich sage ihnen, dass sie ihn gerne verprügeln dürfen, sie müssen aber erst an mir vorbei - ich kann euch zwar nicht alle stoppen, aber der Erste der versucht er wird das Ende vom Kampf nicht mit erleben ...
Hättest du, MIna, Lust unter den Prämissen, anzufangen? ... DIE Jungs auch nicht.
Die Taktik kann tatsächlich aufgehen und tut oft - Alpha ausschalten, und nein die Anderen kommen nicht automatisch hinterher. Man muss aber die Psychologie so einer Gruppe schnell und recht gut einschätzen. Ein bisschen Glück haben hilft auch.
Elizabeth
@Überraschungsmoment, man kämpft nur mit einem, und wird so nicht von hinten die Treppe runtergeschubst.
Ja - Überraschung ist megawichtig. Genau so wichtig ist Entschlossenheit. Die müssen sofort merken, dass dies ein Griff ins Klo sein kann, dass jemand hier sich teuer verkaufen will.
Simone65
@Ich habe gemerkt , wenn ich selbstbewusst auftrete passiert nichts. Das soll nicht heißen , das mir auch manchmal mulmig wird ...
Nur ein Idiot hat nie Angst. Und das mit selbstbewusst stimmt 100%. Kennt man auch aus der Tierwelt in vielen Variationen. Der Vogel, der Lustig weiter zwitschert, während er gejagt wird, entkommt viel eher als die, die schweigen - der Versuch, sie zu fangen wird vom Greifvogel früher eingestellt.
Was ich auch Bemerkt habe: Statistiken besagen, dass sowas wie 25-30% aller Schwule irgendwann Aufgrund ihrer Orientierung Gewaltopfer waren. Als ich seinerzeit den Selbstverteidigungskurs im SchwulLesbischen Sportverein "Startschuss" führte, hatte ich oft telefonische Anfragen, von Gewaltopfern. Die sind nie zum Training erschienen. Und ven denen die tatsächlich kamen, war kein Einziger je Opfer von Gewalt im öffentlichen Raum gewesen. Warum wohl? Muss wohl mit Selbstvertrauen zu tun haben.
Ich habe selber Situationen erlebt, wo etwas in meiner Körpersprache schon jemand eingeschüchtert hat. Meine Frau sagt, dass mein Blick innerhalb von Sekundenbruchteile von "lieb und freundlich" zu "ALARM" wechseln kann - sie versteht gut, dass Leute dann Angst bekommen. Ich habe das selber nie gesehen. Nur die Reaktionen. Ich bin 176 und wiege um die 67 kg. An meiner "überwältigenden" Größe wird es nicht liegen.
Ulrike-Marisa
@ Da ich mit 170 nicht so groß bin, kann ich mit Kämpfertypen sowieso nicht mithalten und kämpfe auch nicht mit Messern - also vermeiden, wenn es geht.
Vermeiden, wenn es geht, ja, natürlich hat jemand was anderes behauptet? Und wenn es nicht geht? Was mich tierisch an dem Argument nervt ist, dass der Thread damit anfängt, dass jemand in einer Situation ist, die sich vielleicht zu einer bedrohlichen Situation entwickeln kann, und den Rückzieher gemacht hat. Andere berichten von tatsächlich gefährlichen Situationen, die sie sich nicht selber ausgesucht hat. Und dann kommt jemand und sagt, dass man es vermeiden soll, wenn es geht. JA, natürlich hat jemand was anderes behauptet?
Kämpfertypen? Der "Kämpfertyp", den wir zu Besuch hatten - der vom verlinkten Video - IST 170 cm. Was willst du überhaupt mit "Kämpfertyp" sagen? Wenn du und ich auch nicht mit ihm oder mit seinem genauso kleinen und viel älteren Onkel nicht mit halten können, dann liegt es jedenfalls nicht an der Größe.
Mit Messern Kämpfen? Ist ja egal womit, solange es funktioniert und so lange man dadurch überlebt und gesund bleibt. Wie man mit einem Messer und mit einer Taschenlampe oder eine Haarbürste unterscheidet sich von der Technik her nur geringfügig. Es wäre eine simple Sache, einen Angreifer mit einer Haarbürste schlimm zu verletzen. Fast zu einfach. Wenn die Politiker wüssten, wie einfach, würden sie die Dinger verbieten.
Hallo Lina . Du hast ja viel geschrieben und geantwortet.
Kampfsport? Ich habe bei der NVA Selbstverteidigung gelernt. Ich konnte ein Holz durchschlagen. Ich möchte , ich will und musste auch nicht davon gebrauch machen.
Ich hatte vor einiger Zeit ein Traum ( Eis gab ein Bericht , wie eine Trans .... vor ein Auto gestossen wurde ) , ich träumte, das passiert mir . Ich verteidigte mich , ich raste aus , ich kann nicht aufhören, ich töte ihn . Niemand kann mich aufhalten.
Das will ich nicht . Ich bin grösser wie Du , habe auch mehr Kilo .
Ich vermeide brenzlige Situationen.
Ich will nur in Frieden leben . LG Simone.
Ich weiss ,ich bin ein Mensch und nur Das zählt.
Ich bin nur ein kleines Licht , aber ich leuchte .
Alle Menschen sollen mich sehen .