Hi Lilijana,
Du brauchst Dir keine Gedanken darüber zu machen das ich Dich falschverstehe. Kritik? - nur her damit.
Denn nur wenn man sich überhaupt austauscht, kann man differenzierte Betrachtungen anstellen und
Schlussfolgerungen ziehen. Soweit mal meine Theorie zur Kritikfestigkeit.
Aber wie Jasmin schon sagte, es ist ein interessantes Thema, was man durchaus konträr diskutieren
kann und auch sollte. Ich glaube wir sind auch grundsätzlich gar nicht so weit voneinander weg nur reden
wir wahrscheinlich irgendwie aneinander vorbei
Schauen wir zunächst einmal auf das Thema des Threads das da heist: "Tessas Lieblingsklamotten".
Was ich hier zeigen möchte, sind keine zur 08/15 Schablone des Mainstreams kompatiblen Komplettoutfits.
Nein, es sind einfach nur "Lieblingsklamotten" und eigentlich auch nur Einzelstücke. Wie Du selbst sagst,
hast Du "ein blaues Kleid" oder ein paar "knallende Heels" welche Du "leider zu nichts kombinieren kannst".
Nun frage ich Dich, hat Dir meim Kauf dieser Teile etwa Deine Rationalität einen Streich gespielt?
Nein, das hat sie nicht. Es gibt Dinge deren Besitz keinen tieferen Sinn machen, aber es ist trotzdem schön ist sie zu haben.
Nehmen wir eine modebewusste Durchschnittsfrau. Analysieren wir ihren Fundus und bilanzieren
nach der Häufigkeit der Verwendung. Gefühlt sind es ca. 40% uneingeschränkt kombinierbare Basics,
25% "Specials" mit geringerer "Tragepräsenz" aber ebenauch ein großer Teil den Frau mit Begeisterung
völlig überteuert kaufte, aber nie trug. Soviel mal dazu, das meiner Meinung nach nicht jedes "Lieblingsteil"
uneingeschränkt kombinierbar sein muss.
Zum zweiten und das ist sicherlich Dein Kerngedanke, ist es für "uns" wichtig möglichst unaufällig zu bleiben,
wenn wir vorhaben, uns unter das biologisch eindeutig auftredende Umfeld zu mischen. Wie in Deinem
Thread ja nachzulesen, ist es schon auffällig genug ein Kleid oder kürzeren Rock zu tragen (selbst als Biofrau)
und damit gegenüber der Masse eine besondere Aufmerksamkeit zu bewirken (zu provozieren?). Das gleich gilt
für das Thema "tönende" Absätze. Das Geräusch an sich hat schon Potential zum "genaueren Hinsehen",
aber "magnetisch" wir es erst, wenn die Höhe der Absätze über 7-8 cm liegt. Einem detaillierten Scan kannst
Du dich dann vermutlich kaum noch entziehen.
Mir ist natürlich klar, wo die Grenzen der Outfits liegen um "verdeckt" zu agieren, nämlich möglichst
knapp unterhalb der Wahrnehmungsschwelle welche die getragenen Stücke eindeutig auf der weiblichen
Seite verorten lässt. Das ist übrigens gar nicht so schwer. Schau dich um, was Durchschnittsfrau heute
im Alltag trägt...
Das Thema "Camouflageoutfits" steht natürlich auch bei mir auf der ToDo-Liste,
ist aber nicht Punkt 1. Da nicht jeder soviel Erfahrung hat, selbst abzuschätzen ob das zusammengestellte
Outfit geeignet ist, würde ich um einem Fehlgriff vorzubeugen im einfachsten Fall einen Modekatalog
hinzuziehen, und ein komplettes Outfit kaufen. Das kann von ganz einfachen Basics bis hin zur extravaganten
Abendgardarobe gehen. Für meinen erstes mal Outdoor wird es wohl diese Lösung werden. Aber viel interessanter ist es doch,
dem eigenen Individualismus zu folgen und sich auch an Dingen zu erfreuen, die nicht immer unbedingt eine
Multifunktionalität besitzen. Ob ich diese öffenlich trage, steht dann wiederum auf einem anderen Blatt.
LG Tessa.
Hat die Blume einen Knick, war der Schmetterling zu dick.
Wenn alle Stricke reißen, warst Du zu schwer für die Schaukel.