Danke Vicky Rose super Beitrag.Vicky_Rose hat geschrieben: Do 16. Feb 2017, 08:54Wenn ich en femme unterwegs bin, habe ich mich auch des öfterern schon gefragt, wie ich von anderen Menschen wahr genommen werde. Jula Böge hat in ihrem Kugelartikel einiges auf den Punkt gebracht. Wenn das Gehirn auf den ersten Blick feststellt, das ist eine Frau, ist es für die Person auch eine Frau. Wir nehmen uns gar nicht die Zeit, genau hin zu schauen. Erst wenn erster Eindruck im Widerspruch mit weiteren Wahrnehmungen im Widerspruch steht, schaut man genauer hin. Dazu kommt, dass Menschen i.d.R. so sehr mit sich beschäftigt sind, dass sie überhaupt nicht hinschauen. Siehe auch https://de.wikipedia.org/wiki/Unaufmerk ... sblindheit.und somit glaube ich mittlerweile fest daran das wir relativ unauffällig sind wenn wir nicht allzu sehr aus der Norm fallen...
Wie Ulrike-Marisa schon schrieb, gibt es Frauen die sich äußerlich am Rande des Spektrums der üblichen Frauenmerkmale befinden. Das gilt für alle Körpermerkmale. Sie bewegen und verhalten sich, so wie sie es gelernt haben und wie es zu ihnen passt. Da unsere Sozialisation, auch wenn die Grenzen etwas verwischen, im Kern in die Geschlechter eingeteilt ist, lernen sie die Frauenrolle und das Selbstverständnis einer Frau. Dann werden sie als Frauen wahr genommen.
Und genau das fehlt uns (oder zumindest sehr vielen). Es mangelt uns nicht am Wunsch, sondern an einer tiefen Selbstverständlichkeit, die seit der Kindheit gelernt wurde. Wir müssen für das, was wir in uns spüren, hart arbeiten und darum kämpfen. Und trotzdem können wir nicht ganz diesen Zustand der Selbstverständlichkeit erreichen. Wenn wir in der Lage sind, unser Kopfkino (Adamsapfel, Körpergröße, Bartschatten, Brustkorb, etc.) auszublenden, sind wir schon ein ganzes Stück weiter.
Es ist nichts besonderes, als Frau durch die Welt zu gehen. Das macht die Hälfte der Weltbevölkerung so. Warum machen wir denn so einen Hype darum ? Erst wenn es nichts besonderes mehr für uns ist, en femme zu sein, haben wir unser Kopfkino ausgeschaltet und dann sind wir für uns und den Rest der Welt Frauen. Klar gibt es Merkmale, die unser "Geburtsgeschlecht" verraten und die manchmal auch entdeckt werden. Na und ? Wenn ich Weiblichkeit ausstrahle, werde ich auch so behandelt. Wenn wir uns aber ängstlich auf unsere "Defizite" konzentrieren, geben wir ihnen eine größere Bedeutung. Wir lenken unbewusst die Aufmerksamkeit Dritter auf diese Stellen.
hier möchte ich folgendes hinzufügen:
Ich kann nicht verstecken, was mein Freund da oben mir gegeben hat.
Aber ich kann selbstbewusst das leben, was ich bin, was ich fühle.
Ich habe den für mich besten Weg gefunden, Kopfkino aus und leben und Spass haben.
Gruss Jasmine