Der Zorn in mir - aufs andere Geschlecht
Der Zorn in mir - aufs andere Geschlecht - # 2

Lebensplanung, Standorte
Michi
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Re: Der Zorn in mir „ aufs andere Geschlecht

Post 16 im Thema

Beitrag von Michi »

Hallo,

ja Viggy, ich finde ebenfalls nicht, dass Josephine gemeinschaftlich dafür auseinander genommen werden sollte, dass sie uns ihre Gedanken mitgeteilt hat.

Sollte man nicht erst mal hinterfragen, bevor man einen Stab über sie bricht? Wir als Transmenschen haben nun mal ein ganz anderes Verhältnis zur Weiblichkeit, und da gehe ich davon aus, dass man sich schon hineinversetzen kann, wenn entsprechende Gedanken aufkommen, anstatt direkt auf den Formulierungen herumzureiten. Nicht jede ist ein Akrobat der Worte, und selbst der hat mal einen schlechten Tag. :wink:

Michi
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Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
Michi
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Re: Der Zorn in mir „ aufs andere Geschlecht

Post 17 im Thema

Beitrag von Michi »

Elfy Adorabella hat geschrieben: Fr 27. Jan 2017, 14:06
Viggy hat geschrieben: Fr 27. Jan 2017, 13:40
Und wir Männer, die wir wollten? ... wir dürfen nicht.

Ich glaube so war das gemeint und ich kann Josephine da voll verstehen.
wer verbietet es denn euch? Niemand verweht es oder verbietet es euch, macht doch was ihr wollt und wie ihr es machen wollt. Nur bitte dann lebt auch mit den entsprechenden Konsequenzen, wie vielfältig die auch gestaltet sein mögen (Jobverlust, Familienverlust,
Widersprichst du dir da nicht selbst?

Am schwersten wiegen gerade die Verbote und Einschränkungen, die nicht ausgesprochen werden, sondern ausschließlich über drohende Konsequenzen und Nachteile wirken.
Denn dagegen kann man sich nicht wehren.

Wir alle sind unabhängig von unserer kleinen "Besonderheit" i.d.R. ganz normale soziale Wesen, denen ihr Umfeld Halt gibt, und ein Job, der das (Über-)Leben sicheren soll.
Was kann es also Schlimmeres geben, als dafür, dass man einfach nur so sein möchte, wie man eigentlich ist, vom Totalverlust bedroht ist? - Als Kinder lernen wir diese Bedrohung kennen, denn Kinder sind sehr gute Beobachter darin, wie Erwachsene untereinander umgehen, und sie sind oft gnadenlos, wenn es darum geht, das Beobachtete auszuprobieren, um so fürs Leben zu lernen. Das prägt uns mehr, als wir oft glauben.
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Johanna Dornal
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Re: Der Zorn in mir „ aufs andere Geschlecht

Post 18 im Thema

Beitrag von Johanna Dornal »

Mängel und Nachteile des Frauseins wären für mich aber ein schlagkräftiges Argument dafür, daß man es Ernst meint, als Frau leben zu wollen. Denn das gehört ja dazu, nicht nur das Kleidchen spazieren zu tragen.
Simone 65
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Re: Der Zorn in mir „ aufs andere Geschlecht

Post 19 im Thema

Beitrag von Simone 65 »

Zorn ist die falsche Reaktion. Als ich im letzten Jahr im August meine beiden Schwestern in Köln getroffen habe. Sie haben mich zum ersten mal als Simone kennengelernt. Im Hotel Santo saßen wir an der Bar,. Meine jüngste Schwester meinte, die einzige Frau bin ich. Ich habe mich die Beiden angenommen. Ich habe Sie geschminkt, bei der Jüngsten die Fingernägel gerichtet. So gut ich damals konnte. Die Jüngste hat auch noch ein Bolero von mir bekommen und sich gewundert das Er passt. Die Beiden haben kleine Kinder, keine Zeit für sich selber. Schade. Aber wer weiss, wie viele Frauen geht es auch so. Eine Simone die Zeit für sich hat.
Ich weiss ,ich bin ein Mensch und nur Das zählt.
Ich bin nur ein kleines Licht , aber ich leuchte .
Alle Menschen sollen mich sehen .
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Re: Der Zorn in mir „ aufs andere Geschlecht

Post 20 im Thema

Beitrag von susanneb »

Guten Morgen,

Manchmal lauf ich durch die Welt und bin wütend und verstehe das andere Geschlecht nicht.

Ich lauf durch mein Leben und ich sehe so viel Weiblichkeit, gekleidet in den Hosen, die für die Cowboys gemacht wurden.
Sie sind Frauen, sehen gut aus, könnten sich schick machen, und tun es doch nicht.

Dann kommt der Frust/Neid und ich wunder mich warum sie es nicht tun.

So hätte ich es beschrieben, und vielleicht ist es auch so gemeint.

Diese Frustgedanken habe ich nicht mehr, seitdem ich auf die Piste gehen. Ich fühle mich dann gut, und der Rest ist mir egal.

Bezüglich der Hässlichkeit, kenne ich den Spruch: schön ist nicht gleich schön, gefallen macht schön. Oder, Man kann sich nicht malen. Schöhnheit vergeht.

Ansonsten, leben und leben lassen. Es hilft nicht sich über andere, unbekannte Menschen zu ärgern. Und wie jemand über die Straße läuft ist doch seine Entscheidung. Sich wundern ist gestattet.

Josefine hat ihren Frust mal zu Papier gebracht, und gut ist. Ich hoffe, ihr geht es nach dem k... wieder gut.

LG
Susanne
Albert Einstein
Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind
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Re: Der Zorn in mir „ aufs andere Geschlecht

Post 21 im Thema

Beitrag von Drachenfrau »

Was Zorn und Wut betrifft, so ist das genau mein Thema. Denn auch ich lebe gerade mit Wut, ganz viel Wut.
Doch diese Wut ist uralt, ich denke mal über 40 Jahre aufgestaut. Dass diese dann sich nicht innerhalb von ein, zwei Monaten neutralisiert, sondern auch ihre Zeit braucht, sehe ich gelassen. Bin ich doch endlich froh, dass das unterdrückte endlich an die Oberfläche kommt und ich endlich damit mich beschäftigen kann.

Damit jetzt umzugehen, ist eine mächtige Herausforderung, denn ich muss aufpassen, dass, bringt eine Situation nun Wut hervor, nicht unschuldige darunter leiden und dann ist da aber auch das Wissen, dass ich mir mit Wut in erster Linie selbst Schaden zufüge.

Wenn Wut da ist, dann hilft es demjenigen nicht, gesagt zu bekommen, sie sei falsch oder schlecht. Denn die Wut hat ja einen Sinn. Sie will auf etwas aufmerksam machen und man ist eingeladen, sie sich anzusehen. Das gilt für alle Emotionen.

Es ist schon ein guter Schritt von Josephine gewesen, dies überhaupt einmal auszusprechend und es in unserer Gemeinde zu schreiben.
Die Wut hat eine Ursache und vielleicht hilft es, sich besser kennen- und verstehen zu lernen, wenn man nach dieser Ursache forscht. Sie kann ganz simple Ursachen haben.

Die Wut auf das andere Geschlecht kann nur eine Projektion sein.
Denn mir fällt dazu eine Frage ein, dass man transident lebt und spürt wie sehr man als Mann Frau ist, wie kann man da denn vom "anderen Geschlecht" sprechen? Betrifft es denn nicht auch die eigene Geschlechtsidentität?
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Re: Der Zorn in mir „ aufs andere Geschlecht

Post 22 im Thema

Beitrag von Aubergine »

...und in der ganzen Gefühlswelt wird doch eines glasklar: Der/die Zorn/Wut/Neid auf das andere Geschlecht.
Es stellt klar, dass trotz allen Gefühlen und Empfindungen da biologisch immer noch ein Mann empfindet und daher ist der Focus insofern auf das "andere Geschlecht" völlig berechtigt.

LG Aubergine
Dir geht's nicht gut? Du fühlst dich mies? So was kommt schnell mal vor.
Geteiltes Leid ist halbes Leid, ich leih dir gern mein Ohr.
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Re: Der Zorn in mir „ aufs andere Geschlecht

Post 23 im Thema

Beitrag von Jasmine »

Daenerys Targaryen hat geschrieben: Fr 27. Jan 2017, 12:00 Zorn auf das weibliche Geschlecht habe ich nicht. Auch nicht auf das männliche. Höchstens manchmal auf den Typen da oben, weil er mein zweites X-Chromosom verschusselt und mir dafür ein Y untergejubelt hat. :wink:
LG Daenerys
Hätte ich nicht besser ausdrücken können.
Vielleicht ist es so, weil ich seit 23 Jahren eine verständnisvolle Partnerin habe.

Gruss Jasmine
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