Lina hat geschrieben:
Dann wäre die sinnvollere Trennung doch eher - ein Raum mit Pissoirs und ein Raum mit geschlossenen Kabinen.
Genau.
Lina hat geschrieben:
Aber wer sagt, dass Männer kein Problem mit "Draufglotzern" haben? Achte mal darauf, wie sie sich platzieren, wenn schon jeman da ist.
Dass das bei allen so ist, sagt ja keiner. Wer generell Probleme mit "Draufglotzern" hat, dem hilft dann aber ja auch die Geschlechtertrennung der Räumlichkeiten nicht (spielt daher in dieser Argumentation keine Rolle). Solche Männer können ja wie gesagt auch in die Kabine gehen.
Anne-Mette hat geschrieben:
sicherlich hat sich die Trennung der Toiletten nach Geschlechtern auch durchgesetzt, weil Frauen ein Schutzbedürfnis angemeldet haben.
Ob das so ist, weiß ich nicht. Aber es erscheint mir irgendwie sehr willkürlich. Übergriffe können überall stattfinden, nicht nur auf dem Klo. Warum ist ausgerechnet dort das Schutzbedürfnis so hoch? Wie gesagt, die Kabinen sind doch abschließbar. Und die Gefahr, einem Rüpel im Vorraum bei den Waschbecken zu begegnen, ist nicht größer, als einem Rüpel z. B. im Fahrstuhl, auf dem Parkplatz oder überall sonst zu begegnen, wo es eng/undurchsichtig ist und man relativ ungestört vor Beobachtern ist. (Ich hoffe, jetzt habe nicht auch noch dafür gesorgt, dass es demnächst nach Geschlechter getrennte Fahrstühle gibt). Ich finde hier das was Marielle gesagt hat sehr richtig. Nur weil rein statistisch Frauen häufiger Opfer von Übergriffe werden, kann man doch einfach alle Frauen ausklammern und sie in allen Lebenslagen in extra Räume verpflanzen. Natürlich weiß ich, dass genau das häufig so gemacht wird, aber was ist denn das für eine Art? Das wird doch der Sache nicht gerecht - was ist denn bitte für eine Gleichberechtigung? Außerdem ist es in diesem speziellen Fall auch noch äußerst schlecht umgesetzt, da nicht nur die Männer von den Frauentoiletten verbannt sind, sondern auch umgekehrt, wofür das Schutzbedürfnis-Argument aber wohl nicht mehr greifen dürfte.