Suizid - ein Tabuthema mal ausgesprochen
Suizid - ein Tabuthema mal ausgesprochen - # 3

Lebensplanung, Standorte

Hattet ihr schon einmal Suizidgedanken?

Ja, ich war deswegen schon in Behandlung
14
16%
Ja, aber ich schaffe es doch noch jedes Mal die Kurve
38
43%
Nein, noch nie
37
42%
 
Insgesamt abgegebene Stimmen: 89

Ian

Re: Suizid „ ein Tabuthema mal ausgesprochen

Post 31 im Thema

Beitrag von Ian »

Huhu Salmacis,

der Schritt ist denke ich bei jedem anders weit auseinander. Eben weil wir zwar ähnliches erleben, vergleichbares aber eben nie gleiches. Jeder erlebt es auf seine Art und daher ist es auf seine Art schlimm oder eben nicht so schlimm. Ich schätze wenn ich früher gewusst hätte und wenn einige früher wissen wo und wie ihnen geholfen werden kann, würde diese Hoffnungslosigkeit stark zurück gehen. Das Problem finde ich ist eben diese Unwissenheit. Klar wir kennen die Seelsorge am Telefon und ehrlich stellte ich mir damals einen gelangweilten Studenten vor, der sich einfach als Ohr zur Verfügung stellt und neben bei salopp gesagt ein Magazin liest. Ich konnte es mir nicht vorstellen, dass es helfen würde und jemand überhaupt interessiert. Ich finde allgemein muss viel mehr Aufklärung her was in solchen Lebenskrisen gemacht werden kann. Wo finde ich Hilfe? Wer kann mir helfen? Das Bild der Psychiatrie ist leider immer noch stark veraltet und die meisten glauben an sabbernde Verrückte. Die Offenen Depressionsstationen, die helfen wieder eine stabile Lebenslage zu bekommen, einen trainieren wie gehe ich mit Tiefs und dem Loch um werden viel zu wenig erwähnt. Ich wusste nicht das es sowas gibt, erst durch viele Umwege und über viele Menschen erfuhr ich davon. Sowas muss irgendwie früher greifbar sein und dann denke ich kann man vielen helfen, sich rechtzeitig auch aus dem Sumpf zu ziehen.

LG
Simone 65
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 2251
Registriert: Mi 9. Mär 2016, 09:05
Geschlecht: Ich bin ein Mensch
Pronomen: Frau
Wohnort (Name): Reichenbach an der Fils
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 1 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Suizid „ ein Tabuthema mal ausgesprochen

Post 32 im Thema

Beitrag von Simone 65 »

Hallo. Ich möchte das Thema wieder aktuell machen. Es gibt einige Neue hier. Ich bin auch neu und habe lange gesucht zum Thema Selbstmord. Ich stehe oft an der Bahnstrecke Stuttgart-Ulm und denke nach. LG Simone
Ich weiss ,ich bin ein Mensch und nur Das zählt.
Ich bin nur ein kleines Licht , aber ich leuchte .
Alle Menschen sollen mich sehen .
Anne-Mette
Administratorin
Beiträge: 27678
Registriert: Sa 24. Nov 2007, 18:19
Geschlecht: W
Pronomen: sie
Wohnort (Name): Ringsberg
Forum-Galerie: gallery/album/1
Hat sich bedankt: 218 Mal
Danksagung erhalten: 2531 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Suizid „ ein Tabuthema mal ausgesprochen

Post 33 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Guten Tag,

es ist die Frage, was Du mit dem Wiederaufnehmen des Themas bezweckst.

Es kommen leider keine neuen Aspekte, Fragen oder Gedanken, sondern fast Dein Standard-Satz:
Ich stehe oft an der Bahnstrecke Stuttgart-Ulm und denke nach
Einige UserInnen und ich haben Dir ganz konkrete Beratungsmöglichkeiten genannt; es ist an Dir, das in Angriff zu nehmen. Weil wir nicht wissen, wo Du wohnst, können wir weder vorbeikommen und Dich zu einer Beratungsstelle hintragen, noch jemanden vorbeischicken.

Wenn Du da stehst, um über einen Suizid nachzudenken, dann solltest Du auch über die Leute nachdenken, die in einem solchen Fall betroffen wären: Lokführer, Zugpersonal und Reisende, die u.U. Zeit ihres Lebens daran zu knabbern haben.

Komm doch bitte mal mit konkreten Fragen und Gedanken; dann ergibt sich vielleicht eine Diskussion, die Dir und anderen UserInnen weiterhilft.

Gruß
Anne-Mette
ab08
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 2160
Registriert: So 12. Feb 2012, 14:43
Geschlecht: Frau (TS bzw. IS)
Pronomen: sie
Wohnort (Name): Nürnberg
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 0
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Suizid „ ein Tabuthema mal ausgesprochen

Post 34 im Thema

Beitrag von ab08 »

Hallo,

da das Thema wieder aufgegriffen wurde, schaute ich nach, ob ich mich schon äußerte.
Im August 2012 antwortete ich http://www.crossdresser-forum.de/phpBB3 ... =30#p46094
Seitdem änderte sich bei mir einiges. -> Meine obigen Aussagen von 2012 bekräftige ich aber 2016 ausdrücklich!

Liebe Grüße
Andrea,

die seit 2004 auch in der Kinder & Jugendpsychiatrie unterrichtet, der also die Thematik nicht fremd ist...
Zu intensive "Leidensschilderungen" bitte vermeiden, denn es besteht bei dem Thema die Gefahr von "Kettenreaktionen".
Andererseits kann durch kompetente Fachleute meist geholfen werden.


Daher auch mein Tipp: Wenn nötig, professionelle Unterstützung!
FÜR: Respekt, Menschenrechte und eine gelebte, demokratische Zivilgesellschaft, die Minderheiten schützt
ERGO: Umfassende Bildung für alle, effektive Regeln in Alltag und Netz, eine gut ausgestattete Polizei/Justiz
Astrid
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 396
Registriert: Mi 22. Jan 2014, 17:58
Pronomen:
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 0
Kontaktdaten:

Re: Suizid „ ein Tabuthema mal ausgesprochen

Post 35 im Thema

Beitrag von Astrid »

Hallo Simone,

ich verfolge Deine Beiträge schon seit einer Weile und mir kommt es vor, als wenn Du - bitte entschuldige den Ausdruck - geradezu in Deinen Suizidgedanken schwelgst.

Ich kenne diese Situation. Ich war im November 2009 in einem ähnlichen Zustand, mit meiner Lebenssituation total unzufrieden, mit mir selbst und meinen Gefühlen total überfordert und dann dieser ständige Gedanke, einen "Neustart" herbeizuführen zu müssen. Suizid war dabei eine Option, die ich ich ernsthaft erwog.
Ohne es zu merken, begann mit diesen Suizidgedanken für mich eine psychische Abwärtsspirale, die über massive Schlafstörungen, Hörsturz und anderen körperlichen Symptomen, seit Wochen schon krankgeschrieben, dann schließlich Mitte Januar 2010 ihren absoluten Tiefpunkt erreichte, als ich an einem Freitagmorgen - seit fünf Nächten infolge komplett ohne Schlaf - nackt in der Duschwanne kniete und mit dem großen Küchenmesser in der Hand dem Ganzen ein Ende setzen wollte. Der Abschiedsbrief war geschrieben, meine Frau auf der Arbeit, ich war allein zu Haus. Allein diese Scheißangst vor dem Schmerz hat mich anfangs davon abgehalten, mir das Messer in die Brust zu rammen. Und dann kam mir irgendwie der Gedanke, wie absurd das alles doch war. Ich wollte so wie die Dinge für mich liefen nicht mehr weiterleben, aber eigentlich hing ich doch am Leben an sich.
Ich habe mir dann einen Ruck gegeben und meinen Hausarzt angerufen, der wiederum eine sofortige Einweisung in die psychiatrische Klinik veranlasste.
Das ist zwar nicht das was man unbedingt will, aber ich hatte in diesem psychischen Zustand keine andere Möglichkeit. Immerhin war ich erstmal vor mir selbst geschützt und durch die dort verabreichten Medikamente war erstmal diese irrsinnige Gedankenspirale durchbrochen. Ich blieb dann einige Wochen dort und erst nach insgesamt über einem halben Jahr war ich dann soweit, daß ich wieder arbeiten konnte.

Miese Stimmung und Suizidgedanken überkommen mich auch heute noch immer wieder mal. Das Trans*-Thema ist für mich halt alles andere als gelöst, auch wenn ich hier manchmal versuche, einen anderen Anschein zu erwecken.
Allerdings bin ich heute in guten, professionellen Händen von Psychiaterin und Therapeutin, die mir helfen, mein Leben selbst zum Besseren ändern zu können, auch wenn ich den Weg zu Fuß gehe, wo andere im Zug sitzen. Aber dennoch geht es auch für mich voran.

Was ich sagen will, Simone, ist ganz simpel: Dein Leben ist zu kostbar, um es an der Bahnstrecke Stuttgart-Ulm wegzuwerfen!
Ich kann mir auch nicht vorstellen, daß Du das wirklich willst. Wenn Du mit Deinem Leben nicht zufrieden bist, mußt und kannst Du es ändern! Einen leichten Weg haben wir doch alle nicht gehabt mit unserem Thema! Aber der Tod wird Dir auch kein besseres Leben bringen.

Allerdings, so denke ich, wirst Du das nicht allein schaffen. Wenn es mit Deinen Gedanken schon soweit gediehen ist, daß Du oft an dieser Bahnlinie stehst und auch hier im Forum immer wieder damit auf Dich aufmerksam machst, dann wird meiner Meinung nach auch eine Selbsthilfegruppe nicht das Richtige für Dich sein. Da brauchst Du fachärztliche Hilfe, möglichst unverzüglich. Auch Dein Hausarzt kann eine erste Anlaufstelle sein. Falsche Scham ist da nicht angebracht.

Aber den ersten Schritt mußt Du selbst machen, das kann Dir hier keiner abnehmen.
Also gib Dir bitte endlich den Ruck und tue das Richtige!

Ich verlasse mich auf Dich - Astrid
Marlene
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 549
Registriert: Di 12. Apr 2011, 12:50
Geschlecht: dazwischen
Pronomen:
Hat sich bedankt: 323 Mal
Danksagung erhalten: 111 Mal
Kontaktdaten:

Re: Suizid „ ein Tabuthema mal ausgesprochen

Post 36 im Thema

Beitrag von Marlene »

Hallo,

denke auch bitte bei Deinen Suizidgedanken an das arme Schwein von Lokführer, was Dich dann überfahren MUSS, weil er nicht mehr anhalten KANN!!! Ich bin selbst Lokführer eine zeitlang gewesen und weiß wie das da vorn einschlägt....

Gruß Marlene
colibri
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 161
Registriert: Mo 22. Apr 2013, 10:22
Geschlecht: androgyn
Pronomen:
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 30 Mal
Kontaktdaten:

Re: Suizid „ ein Tabuthema mal ausgesprochen

Post 37 im Thema

Beitrag von colibri »

Hallo zusammen!

Das Thema scheint ja doch eine Menge Leute zu berühren, eigentlich erschreckend. Mir sind diese Gedanken auch nicht unbekannt, aber es ist nie zu dem Versuch gekommen.
Die ursprüngliche Frage war ja auf Crossdressing/TV/TS bezogen, aber es gibt haufenweise andere Gründe. Bei mir war es einmal eine Krankheit, ein Virus, mit dem ich ein 3/4-Jahr lang krank war. Ich musste ständig stark husten, konnte keine Nacht schlafen, Schmerzen in der Brust vom Husten und tagsüber hustend arbeiten). Nach einem halben Jahr war ich so am Ende, dass ich über diese "Lösung" nachgedacht habe. Aber mein Glaube und die Verantwortung gegenüber der Familie hat das nicht zugelassen. Die Krankheit ist tatsächlich verschwunden.
Jetzt habe ich seit Acht Jahren ständig Kopfschmerzen. Die Ärzte haben bisher nichts gefunden, es ist mehr psychisch/berufsbedingt. Aufgrund meiner früheren Erfahrung sage ich mir "da musst du durch - und du kommst hindurch".

Viele Grüße,
colibri
rika
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 776
Registriert: Do 4. Sep 2014, 16:51
Geschlecht: unten Mann
Pronomen:
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 0
Kontaktdaten:

Re: Suizid „ ein Tabuthema mal ausgesprochen

Post 38 im Thema

Beitrag von rika »

Hallo Simone,

wir haben am Montag ja 2 x telefoniert und Du hast mir von Dir erzählt. Ich weiß selbst von den dunklen Gedanken, obwohl mir nachgesagt wird, dass ich ein lebensfreudiger Kontaktmensch bin. Die Medikamente haben sie aber sehr gut vertrieben.

Menschen, die den Suizid mit oder ohne Erfolg umsetzen, denken nicht an Andere und lösen damit schreckliche Situationen aus - siehe vorherige Beiträge. Zerlegte Körper, Wasserleichen oder Brandtote sind in unserer Vorstellungskraft nicht gespeichert.

Ich verstehe, dass die Sonntage nicht gut sind, da Dir die Decke auf den Kopf fällt. Vielleicht gibt es aber auch Spaziergänge nicht neben Bahnstrecken sondern in Städten oder der freien Natur. Falls Du in die ambulante therapeutische Behandlung gehst, was ich Dir sehr rate, wirst Du mit großer Sicherheit hören: täglich spazieren gehen, eine halbe Stunde reicht. Und es hilft wirklich! Mutter Natur nimmt Dich auf, bringt neue Gedanken und Ruhe. Wenn Du ein Antidepressivum bekommst, wirst Du Nebenwirkungen haben, die nicht wirklich lustig sind. Aber die Wirkung nach ca. 2 Wochen ist mehr als erstaunlich. Du wirst es über eine längere Zeit nehmen, aber es macht nicht süchtig. Das Mittel löst nicht Deine Probleme und ersetzt keinen Menschen zum Reden. Es verjagt die dunklen Gedanken indem es Fehlsteuerungen in Deinem Oberstübchen korrigiert. Und dann sind die Bahnschienen nur noch dazu da, um Züge rollen zu lassen )))(:

rika
Astrid
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 396
Registriert: Mi 22. Jan 2014, 17:58
Pronomen:
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 0
Kontaktdaten:

Re: Suizid „ ein Tabuthema mal ausgesprochen

Post 39 im Thema

Beitrag von Astrid »

Danke für Deinen Beitrag Rika!

Allerdings sollte man sich von den zu erwartenden Nebenwirkungen von Antidepressiva nicht verängstigen lassen.

Bei den Medikamenten, die üblicherweise verschrieben werden, sind die Nebenwirkungen durchaus kalkulierbar und tragbar.
Zu erwarten sind kurzfristig Magen/Darmprobleme, die aber meist nach ein paar Tagen verschwinden.
Mittelfristig ist bei bestimmten Medikamenten mit reversiblen Potenzproblemen zu rechnen. Sehr häufig tritt nach Monaten eine Gewichtszunahme ein, da das Hungergefühl stark gesteigert wird. Auch eine erhöhte Reizbarkeit kann häufig vorkommen.
Erst bei längerer Einnahme von mehr als 2 Jahren ist mit Veränderungern des Blutbildes zu rechnen. Wenn das Blut aber alle halbe Jahre kontrolliert wird, kann man das rechtzeitig erkennen. Weiterhin kann durch die Steigerung des Augeninnendrucks die Netzhaut geschädigt werden, was in der Tat nicht so toll ist.

Das sind so die wichtigsten Punkte, die ich aus eigener Erfahrung und der Erfahrungen von anderen nennen kann.
Nicht jedes Medikament wirkt bei jedem Patienten gleich negativ, sowie gleich positiv.
Ist aber erstmal das Richtige gefunden, ist die Besserung der psychischen Verfassung allerdings enorm, wie Rika ja auch schreibt.
Eine zusätzliche Gesprächstherapie ist aber unerlässlich!

Liebe Grüße - Astrid
Simone 65
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 2251
Registriert: Mi 9. Mär 2016, 09:05
Geschlecht: Ich bin ein Mensch
Pronomen: Frau
Wohnort (Name): Reichenbach an der Fils
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 1 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Suizid „ ein Tabuthema mal ausgesprochen

Post 40 im Thema

Beitrag von Simone 65 »

Hallo Rika. Unsere Gespräche am Ostermontag habe richtig abgelenkt. Nochmals danke. Ich werde beherzigen, was du mir gesagt hast. Ich werde mir Hilfe suchen. Die nächsten 4 Wochen habe ich von Sonntagabend bis Samstagfrüh nur Nachschicht. Da habe ich keine Zeit für dumme Gedanken. Da heißt es 6 Tage die Woche Aibeit. Dann in der erstem Maiwoche habe ich frei und möchte so gern dann Das machen, was ich Dir erzählt habe. Liebe Grüße Simone.
Ich weiss ,ich bin ein Mensch und nur Das zählt.
Ich bin nur ein kleines Licht , aber ich leuchte .
Alle Menschen sollen mich sehen .
Simone 65
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 2251
Registriert: Mi 9. Mär 2016, 09:05
Geschlecht: Ich bin ein Mensch
Pronomen: Frau
Wohnort (Name): Reichenbach an der Fils
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 1 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Suizid „ ein Tabuthema mal ausgesprochen

Post 41 im Thema

Beitrag von Simone 65 »

Liebe Rika. Ich habe heute Deinen Rat befolgt. Ich bin raus und nicht den Berg runter sonder 100 Stufen ( wird im Schwaben Stäfeles genannt) den Berg hoch. Habe ich lange nicht gemacht. Ich habe ein Platz wiederendeckt. Vielen Dank nochmal. Liebe Grüße Simone
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Ich weiss ,ich bin ein Mensch und nur Das zählt.
Ich bin nur ein kleines Licht , aber ich leuchte .
Alle Menschen sollen mich sehen .
Maryl

Re: Suizid „ ein Tabuthema mal ausgesprochen

Post 42 im Thema

Beitrag von Maryl »

Hallo Simone,
hallo alle anderen

diese Umfrage enthält die typischen Fehler einer angeblich repräsentativen Meinungsumfrage. Warum z.B. kann ich nur wählen zwischen einer erfolgreicher Behandlung und multiplen, jedoch nicht ausgeführten Suizidversuchen, sowie dem völligen Fehlens solches Gedanken? Was ist mit denen die ggf. eine einmalige Episode in Ihrem Leben hatten. Dieses Thema ist zu komplex um es in einer kurzen Umfrage allumfassend abhandeln zu können. Viel spannender wäre hier (heißt in diesem Kreise von Menschen, die beide Geschlechter in verschiedensten Formen vertreten) zu erfahren, welche Methode des Suizids sie für sich in Erwägung ziehen würden. Denn die Methodik der Selbsttötung ist klar geschlechtsspezifisch different. Männer wählen andere Wege als Frauen.

Bei dieser Umfrage vermute ich eher eine diskrete Form einer appelativen Suizidankündigung. Daher: Wenn du (der/die Initiator/in dieser Umfrage) dich mit dem Gedanken trägst, dich selber töten zu wollen, dann lass dir bitte professionell helfen!
Solltest du nur Spaß daran haben andere mit Deinen Suizidgedanken irgendwie schocken zu wollen, such dir ein anderes Hobby!
rika
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 776
Registriert: Do 4. Sep 2014, 16:51
Geschlecht: unten Mann
Pronomen:
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 0
Kontaktdaten:

Re: Suizid „ ein Tabuthema mal ausgesprochen

Post 43 im Thema

Beitrag von rika »

Hallo Maryl,

ich lese keinen Anspruch auf eine repräsentative Umfrage. Du hast recht, das Thema ist sehr komplex, nicht aber für Betroffene in der akuten Phase.

Die Schärfe und Wortwahl Deines letzten Satzes finde ich nicht hilfreich und erinnert mich an die eine oder andere Konversation, die ich in diesem Forum, in dem ich eigentlich gerne schreibe, schon gelesen habe.

rika
rika
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 776
Registriert: Do 4. Sep 2014, 16:51
Geschlecht: unten Mann
Pronomen:
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 0
Kontaktdaten:

Re: Suizid „ ein Tabuthema mal ausgesprochen

Post 44 im Thema

Beitrag von rika »

Ich möchte noch ergänzen, dass ich mich über die Reaktionen von Simone hier im Forum gefreut habe, will aber auch betonen, dass ich kein Psychologe bin und niemanden unter einer selbst bezogenen Käseglocke hegen kann. Wenn aber jemand darunter hervor kommen will, helfe ich gerne beim Anheben mit (hs)

rika
Lieschen
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 444
Registriert: So 17. Feb 2013, 22:23
Geschlecht: Mensch
Pronomen:
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 0
Kontaktdaten:

Re: Suizid „ ein Tabuthema mal ausgesprochen

Post 45 im Thema

Beitrag von Lieschen »

Hallo,

ich hatte vor 10 Monaten einen ziemlich schlimmen Schicksalsschlag zu verkraften. Damals und bis heute haben mir die kleinen Bücher von Dr. Croos-Müller (Ärztin und Psychotherapeutin) sehr geholfen:
http://www.amazon.de/Kopf-hoch-%C3%9Cbe ... bc?ie=UTF8
http://www.amazon.de/Nur-Mut-Das-kleine ... bc?ie=UTF8
http://www.amazon.de/Viel-Gl%C3%BCck-%C ... bc?ie=UTF8

Dies sind auf die Schnelle nur Amazon-Links. Da ich Amazon nicht mag, habe ich sie in unserer örtlichen Buchhandlung bestellt. Sonst schliessen demnächst auch die Buchhandlungen.

Die Bücher sind mit 9,99 Euro sehr preiswert. Und sie sind nett gemacht mit lieben Bildern. Sie sind so aufgebaut, dass auf der linken Seite gesagt wird, was mensch tun kann (z. B. bei Angstattacken). Auf der rechten Seite wird dann sehr anschaulich erklärt, wie die Tricks funktionieren. Im allgemeinen geht es so, dass wir unser Gehirn austricksen. Indem wir schnell etwas tun, was es beschäftigt und so gar nicht erst "auf dumme Gedanken" kommt.
Mein Lieblingstrick ist, sich auf ein Bein zu stellen. Dann sind 50% des Gehirns schon mal damit beschäftigt, die Balance zu halten. Und die anderen 50% mache ich damit platt, dass ich das Alphabet rückwärts aufsage. Oder das Einmaleins. Und weil ich elendig gut Kopfrechnen kann, nehme ich meist das 1x43 oder sowas. Das wird dann auf einem Bein stehend rückwärts aufgesagt....

Tschüs,
Lieschen ("860, 817, 774, 731, 688, 645, ......")
An die Rausgemobbten und/oder Ausgeschlossenen, die hier evtl. (nur) noch still mitlesen (Hugo, Darialena, Breakfast@Tiffany, ingedie2te u. A.): bitte schreibt mir doch kurz, in welchen Foren ihr euch jetzt aufhaltet.
lieschen-77ätgmx.de
Antworten

Zurück zu „Körper - Gefühle - Empfindungen“