Ich finde Katharina hat sich da in etwas reingesteigert.
Die Schweizer Bahn würde ich grundsätzlich nicht als transgenderfeindlich einordnen, sonst hätte sie die Beförderung verwehrt. Das ist schon mal eine andere Hausnummer als einen Datencheck durchzuführen, ob du auch die richtige Person bist. Der Schaffner hat nur seinen Job gemacht und seine Pflicht erfüllt. Vielleicht hättest du rückzu noch größeren Ärger bekommen. Als Schaffner würde ich mir ehrlich gesagt auch keinen Bären aufbinden lassen, wenn mit ein phenotypischer Mann gegenüber steht/sitzt, der behauptet, er sei eine Frau bzw. dass das sein Ausweis sei. Ich würde da auch erstmal einen Check durchführen und ihn darauf hinweisen. Zumal du auch eine "Testperson" sein könntest. Wär der Schaffner seiner nicht Pflicht nicht nachgekommen, hätte er größeren Ärger bekommen, als was die Sache mit deinem Namen wert gewesen wäre.
Aber die Bahn hat sich entschuldigt und deinen Ausweis für das Halbtax-Abo nun unter meinem weiblichen Vornamen Katarina ausgestellt. Vielleicht hättest du dich vorher richtig mit der Bahn auseinander setzen sollen, was dazu alles nötig ist, bevor du los schreist und Diskriminierung rufst.
Bei dem Museumswärter finde ich auch nichts verwerfliches. Gut, er war vielleicht etwas unschicklich oder taktlos, nachdem er dich beim zweiten mal Monsieur nannte. Aber ganz ehrlich. Ihm deswegen Transfeindlichkeit zu unterstellen, geht doch etwas zu weit. Menschen lesen Menschen und leiten das Gender daraus ab. Deine männlichen Anteile überwiegen deinen weiblichen, wobei nur die Kleidung das Bild verrückt. Ich kenne dich aus dem Nachbarforum. Wenn ich dich sehen und nicht kennen würde, wärst du für mich einfach ein Crossdresser aber kein Transgender. Transgender optimieren bissl mehr, dass man wenigstens den Eindruck hat, dass nach ihrem empfundenen Geschlecht angepsrochen werden möchten. Aber sei beruhigt, manchen burschikosen Mädels geht aus auch oft so, dass sie in männlicher Form angesprochen oder als Junge verwechselt werden, obwohl sie sich als Frau fühlen

Zu mir sagen auch einige Leute junge, gute Frau zu mir. Am Anfang habe ich immer korrigiert, dass ich keine Frau bin, aber das haben die mir nicht abgenommen. "Ähh komm, du bist doch eine Frau" "du willst doch schon gern was weibliches darstellen". Was soll ich machen? Wenn sie damit glücklich sind, dass ich eine Frau bin, dann bin ich es. auch gut. Du siehst, dass geht auch in andere Richtung, obwohl man das gar nicht unbedingt oder immer möchte.

Aber ich verwende auch biss mehr Stilmittel, wie Schminke etc, als du. Menschen sortieren die Leute nach Erfahrungswerten in Geschlechter ein und nicht als was man innerlich fühlt. Das hat mit Schubladen nichts zu tun. Schublade wäre es, wenn dich der Mann als Tunte oder als schwul kategorisiert hätte. Hat er aber nicht. Er hat dich höflich nach deinem Geburtsgeschlecht angesprochen.
"Geschlechtsneutrale Anrede" Äh....ja....glaubst du ehrlich, dass sich der Otto-normal Bürger mit geschlechtsneutraler Linguistik beschäftigt? Was wäre denn deiner Meinung nach eine genderneutrale Anrede? Schweden hat das hen. Aber der deutschsprachige Raum? Es zeigt, dass du dich noch nie wirklich in der Transszene bewegt hast, sonst wüsstet du, wie sich einige untereinander ansprechen. sier wäre zum Beispiel eine Form. Du kannst aber nicht erwarten, dass dich ein "Normalo" mit sier oder xier anspricht. Der wird dich doof angucken und sich das Lachen verkneifen. Tut mir leid, isso. Und das waren ja wirklich "sanfte" Probleme. Richtige Transsexuelle haben weitestgehendst oft größere Probleme als du. Du kannst noch im Notfall deine Kleidung ablegen. Und da denkst du ernsthaft darüber nach, auf's Damen-WC zu gehen, wo du schon bei diesem Vorfall down warst? Wobei mir nicht erschließt, warum du das Damen-WC bevorzugen willst.
Einzig, worüber man diskutieren konnte, war mit der Handtasche. Wobei ich nicht weiß, wie groß deine Handtasche oder wars eine Umhängetasche? gegenüber gängigen Damenhandtaschen war. Ansonsten nimm das nächste mal eine Clutch oder sowas mit. Heimgereist wäre ich wegen so einer Lappalie nicht. Weißt du was ich gemacht hätte? Ich hätte die Tasche in das Schließfach gesteckt und gut. Das musste ich auch letztens im Museum tun - egal ob Mann oder Frau, damit man mit dem Gurt oder der Tasche selber nicht an den Maschinen und Ausstellungstücken hängen bleibt. Vermutlich war das öfter schon passiert.
LG