Gibt es nur tolerante Ehefrauen oder.....
Gibt es nur tolerante Ehefrauen oder..... - # 3

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exuserin-2016-12-21

Re: Gibt es nur tolerante Ehefrauen oder.....

Post 31 im Thema

Beitrag von exuserin-2016-12-21 »

Man(n) Plissi du schlimme!!! :shock:

Gibt schlimmeres,glaub mir ,und wenn es Spass macht ,alles Supi )):m :)p (yes)


Grüßle aus dem Schwobeländle Inge
Plisseedreher70
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Re: Gibt es nur tolerante Ehefrauen oder.....

Post 32 im Thema

Beitrag von Plisseedreher70 »

Danke für den Zuspruch, jetzt traue ich mich wieder aus dem Haus...
Grüßle aus dem wunderschönen Badner Land
Plissi
Bin Mann, bleibe Mann, aber festliche Glanzkleider überziehen ist für mich berauschend!
Alli
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Re: Gibt es nur tolerante Ehefrauen oder.....

Post 33 im Thema

Beitrag von Alli »

Nein, definitiv nicht! Ich bin nämlich so eine intolerante Ehefrau. Und ich bin hier beim Lesen im Forum immer sehr verwundert, wie viele tolerante Partnerinnen es zu geben scheint.
Ich bin auch zeitweise erschreckt, was sich Ehefrauen zum Tei bieten lassen und was Männer an Toleranz einfordern.
Wenn ein Mann am Anfang einer Beziehung die "Karten offen auf den Tisch" legt ist alles gut. So kann jede Partei vorher entscheiden, ob und wie man diesen Weg mitgeht. Ein Outing nach vielen Beziehungs- bzw Ehejahren empfinde ich wie ein Betrug, wie Fremdgehen und das über viele Jahre.
Ich möchte keinen Entmutigen, aber ich befürchte, es gibt weit weniger tolerante Ehefrauen als es hier im Forum beschrieben wird. Die sind hier nämlich gar nicht aktiv, weil sie sich mit der Thematik gar nicht erst versuchsweise auseinandersetzen.
Ich persönlich habe jetzt einige Monate versucht damit klar zu kommen. Je länger ich über all die vergangenen Ehejahre nachdenke, desto enttäuschter bin ich. Ich weiß noch nicht wie und ob es weitergeht. Ich erwische mich jedoch immer häufiger dabei, dass in meiner weiteren Lebensplanung mein Mann eine immer geringere Bedeutung bekommt. Kein gutes Zeichen, oder?
Viel Glück!
Anne-Mette
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Re: Gibt es nur tolerante Ehefrauen oder.....

Post 34 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,
Wenn ein Mann am Anfang einer Beziehung die "Karten offen auf den Tisch" legt ist alles gut. So kann jede Partei vorher entscheiden, ob und wie man diesen Weg mitgeht. Ein Outing nach vielen Beziehungs- bzw Ehejahren empfinde ich wie ein Betrug, wie Fremdgehen und das über viele Jahre.
Wenn Menschen auf die Welt kommen, dann sind ihre "Lebensbücher" nicht leer; viele Seiten sind schon beschrieben, aber sie sind nicht lesbar.

Viele, die erst einmal als Mann(als Frau) "eingebucht wurden" nach dem "Geburtsgeschlecht", haben sich in den ersten Jahren damit abgefunden; sie wussten es nicht anders.

Erst später konnten sie die Zeichen deuten und weitere Seiten im Lebensbuch selbst lesen und schreiben.

Insofern finde ich schwierig, von "Betrug" zu sprechen.

Gruß
Anne-Mette
Claudia60
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Re: Gibt es nur tolerante Ehefrauen oder.....

Post 35 im Thema

Beitrag von Claudia60 »

[quote="Alli"]Nein, definitiv nicht! Ich bin nämlich so eine intolerante Ehefrau. Und ich bin hier beim Lesen im Forum immer sehr verwundert, wie viele tolerante Partnerinnen es zu geben scheint.
Ich bin auch zeitweise erschreckt, was sich Ehefrauen zum Tei bieten lassen und was Männer an Toleranz einfordern.

Liebe Alli, liebe " Bio Frau "

Ich verstehe das eine Frau nach einem Outing besonders nach vielen Ehejahren sehr erschrocken ist. Aber gerade nach vielen glücklichen Ehejahren wo es auch immer Höhen und Tiefen gab konnte man die verschiedenen Probleme gemeinsam lösen. Warum kann man nicht in der Partnerschaft offen mit unserem "Anderestsein" umgehen. Man liebt seine Frau genauso wie früher, geht nicht fremd und nichts hat sich in der Partnerschaft geändert, zumindest in meinem Fall. Meine Frau weiss noch nichts von meiner weiblichen Seite! Glaube ich zumindest! Nach wie vor verstehen wir uns super. Soll nach einem Outing alles anderst sein nur weil man sich in Frauenkleidern wohl fühlt? Man kommt sich vor als hätte man ein Riesenverbrechen getätigt! Leider wird man als gestört oder sonst wie beurteilt. Was ist so schlimm daran wenn man eine weibliche Seite hat, die man sowieso nicht loswerden wird und kann. Habe ich mich von einem Moment zum anderen als Mensch verändert, wenn ich meiner Frau von meiner weiblichen Seite berichten würde. Mitnichten! (moin)

Liebe Gruesse, Claudia
exuserin-2016-12-21

Re: Gibt es nur tolerante Ehefrauen oder.....

Post 36 im Thema

Beitrag von exuserin-2016-12-21 »

Toll Claudi,
hätte ich nicht anders geschrieben ,der kleine Unterschied meine Frau liebt mich weiter und toleriert meine Weiblichkeit,sie bestimmt wann und ich kann toll damit leben . Heute am Sonntag darf ich den ganzen Tag Inge sein im Beisein meiner Frau und meine Kinder . Gestern war ich bis zum Abend nur ihr Mann und das gefällt ihr das ich das so mit ihr lebe .
Und sie liebt meine weibliche Seite auch als ihr Mann und die soll ich auch leben sagt sie ....Ich bin dann lieber und Einfühlsamer.... Wahnsinn

Liebe Grüße Inge
Lina
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Re: Gibt es nur tolerante Ehefrauen oder.....

Post 37 im Thema

Beitrag von Lina »

Hallo Alli,

in der Gewissheit, dass jetzt sich eine ganze Menge Leute hier wieder angepisst sein werden, gebe ich dir in fast allen Punkten Recht.
Einige sind Jahre lang einfach nicht ehrlich gewesen. Weder zu sich selbst noch zu ihren Partnerinnen. Ploetzlich haben sie dann ihr coming out, schleudern um sich mit neuen Begriffen, schmeissen der Partnerin ein Stapel Buecher zum Thema TG vor die Nase und glauben dann, sie muessen nur mit den Fingern schnappen und alles ist gut. Und im worst case Szenario schmeissen die das oben drauf auf den Haufen von Kommunikationstechnischen Problemen, die sie eh ueber die Jahre aufgebaut haben. - Und woher weiss ich, dass sie weitere Probleme in der Kommunikation haben? Klar; wenn die es nicht haetten waere frueher darueber geredet worden.
Und wenn es dann kracht, dann heisst es, die Partnerin sei intolerant.
Das habe ich ja nun zig-mal miterlebt.
Das Problem laesst sich vielleicht nicht mal loesen. Aber wenn es sich loesen laesst, dann wirklich auch nur wenn die Partner lernen, ehrlich und tiefgruendiger miteinander zu kommunizieren. Sozusagen zurueck zu "START" und erst das Hauptproblem loesen.
LG

Lina
HeikeL
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Re: Gibt es nur tolerante Ehefrauen oder.....

Post 38 im Thema

Beitrag von HeikeL »

Hallo Alli,

und was ist, wenn man erst nach 30 Ehejahren merkt, das da noch mehr in einem schlummert, als 'nur' der Mann, den meine Frau geheiratet hat?
Und was ist, wenn dein Mann einen Unfall oder ein anderes besonderes Erlebnis hat und hinterher nicht mehr der gleiche (köperlich/seelisch) ist?

Entschuldige, wenn ich so provokant reagiere, aber der Satz
Alli hat geschrieben:Ich bin auch zeitweise erschreckt, was sich Ehefrauen zum Tei bieten lassen und was Männer an Toleranz einfordern.
hat mich einfach umgehauen. Ich habe, aufgeschreckt durch entstehende Wünsche, 2 Tage gebraucht, um ansatzweise zu verstehen, was mit mir los ist. Sofort danach habe ich mit meiner Frau gesprochen. Ich habe auch keine Toleranz eingefordert. Meine Frau muss sich auch nichts bieten lassen. Wir haben gemeinsam unseren Weg erarbeitet - das ist nicht einfach in Schoss gefallen. Vielleicht bin ich damit auch nur ein Sonderfall.
Alli hat geschrieben:Ein Outing nach vielen Beziehungs- bzw Ehejahren empfinde ich wie ein Betrug, wie Fremdgehen und das über viele Jahre.
Die meisten Erlebnisse, die ich bisher gelesen/gehört habe, handeln von Menschen, die viele Jahre gebraucht haben, ihre Veranlagung zunächst mal für sich selbst zu aktzeptieren. Erziehung, Weltanschauung, Familie und Umwelt haben ihnen meistens nicht dabei geholfen, Sie waren eher Hindernis auf dem Weg zum eigenen Ich. Wenn 'man(n)' sich dann dem liebsten Menschen, den man hat, offenbart (hat auch was mit Vertrauen zu tun), ist das ein Schritt, der so viel Gewicht wie ein Ja-Wort vor dem Standesbeamten bekommen kann. In so fern, von 'Betrug' zu sprechen, halte ich für falsch. Es war einfach ein Reifeprozess nötig.
Oder mal anders herum gefragt: Bist noch die gleiche Persönlichkeit, die du zum Zeitpunkt euer Hochzeit warst? Hast du dich wirklich nicht im geringsten verändert? Und wenn doch, darf dein Mann dann auch entäuscht sein? Oder wäre es nicht besser, statt Entäuschung die Herausforderung zu sehen?

Und, nein, ich will dich nicht kritisieren. Vielleicht aber dazu anregen, auch andere Sichtweisen zu betrachten. Denn je länger ich über deinen Post nachdenke, um so mehr lese ich Wut und Enttäuschung daraus. Woher kommen die?

LG - Heike
Ich bin nicht so stromlinienförmig, wie andere mich gerne haben möchten.
Valerie Bellegarde
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Re: Gibt es nur tolerante Ehefrauen oder.....

Post 39 im Thema

Beitrag von Valerie Bellegarde »

Es gibt tolle Ehefrauen und es gibt auch tolerante. Tollerante gibt es aber nicht.
Sunny
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Re: Gibt es nur tolerante Ehefrauen oder.....

Post 40 im Thema

Beitrag von Sunny »

Ich denke, dass man das pauschal gar nicht wirklich sagen kann. Natürlich gibt es das Extrem der intoleranten Ehefrau genauso wie das Extrem des TG, der in seinem Outing ungewollt über seine Ehefrau hinwegtrampelt, aber die meisten liegen doch irgendwo in der großen Grauzone dazwischen.

Es kommt dabei auf viele Faktoren an:
- wurde der TG erwischt oder hat er sich selbst offenbart?
- kam es dazu nach kurzer Zeit oder nach langen Ehejahren?
- hat der TG schon lange bewusst heimlich seine Neigung ausgelebt oder alles direkt zur Sprache gebracht?
- kam die Offenbarung um die Heimlichkeiten zu beenden oder weil die männliche Rolle nicht mehr wie bisher gelebt werden kann?
- ist eine Transition geplant?
- bestehen sonstige Spannungen oder Probleme in der Beziehung?
- signalisiert der TG beim Outing ein langsames gemeinsames Erleben oder eher eine Befreiung, die im Rausch ausgelebt werden soll?
- setzt sich die Ehefrau mit dem Outing auseinander oder versucht sie es erstmal mit Vogel Strauß?

Das und noch vieles mehr ist in jedem Einzelfall verschieden und all diese Faktoren zusammen ergeben dann, was mit einer Beziehung passiert, sobald ein TG sich seiner Partnerin offenbart.

Wenn man genau hinsieht, kann man erkennen, dass es zumindest einige Faktoren gibt, die jeder TG selbst in der Hand hat um seine Ausgangsposition zu verbessern und die Chancen auf eine positive Lösung für alle zu erhöhen. Manches liegt aber auch allein bei der Partnerin und wiederum manches ist wohl auch einfach Schicksal.

Eigentlich bleibt nur, sich gut zu überlegen, was man will und sich entsprechend auf ein ggf. geplantes Gespräch vorzubereiten. Danach regiert das Prinzip Hoffnung, denke ich.

LG
Sunny
Frankas glückliche und stolze Bio-Ehefrau
exuserin-2016-12-21

Re: Gibt es nur tolerante Ehefrauen oder.....

Post 41 im Thema

Beitrag von exuserin-2016-12-21 »

(hs) (ap) Abby das hast du wunderbar beschrieben!! Danke dir!!

Inge
Claudia60
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Re: Gibt es nur tolerante Ehefrauen oder.....

Post 42 im Thema

Beitrag von Claudia60 »

ingedie2te hat geschrieben:Toll Claudi,
hätte ich nicht anders geschrieben ,der kleine Unterschied meine Frau liebt mich weiter und toleriert meine Weiblichkeit,sie bestimmt wann und ich kann toll damit leben . Heute am Sonntag darf ich den ganzen Tag Inge sein im Beisein meiner Frau und meine Kinder .

Liebe Grüße Inge

Liebe Inge,

ich beneide dich wie offen du deine Seite ausleben kannst. Ich für mich möchte zumindest nicht das meine erwachsenen Söhnen von denen einer noch bei uns wohnt, von meiner weiblichen Seite erfahren. Zu gross ist die Angst vor Unverständnis und meinem Schamgefühl gegenüber ihnen. Meiner Frau gegenüber bin ich die Offenbarung schuldig, aber der Zeitpunkt muss stimmen! (smili)

Liebe Gruesse, Claudia
Claudia60
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Re: Gibt es nur tolerante Ehefrauen oder.....

Post 43 im Thema

Beitrag von Claudia60 »

Abby hat geschrieben:Liebe Claudia,

nein, es gibt nicht nur tolerante Partnerinnen, wie bereits einige meiner Vorrednerinnen schrieben.

Wenn Du aus dem Forenstudium diesen Eindruck gewonnen haben solltest, dann trügt dieser. Das liegt zum Einen daran, dass man sich natürlich über jede Erfolgsgeschichte, jedes gelungene Coming out freut, diese positiven Erlebnisse besonders hervor hebt.

LG Abby

Liebe Abby,

dein Beitrag und deine Sichtweise finde ich sehr gut und spiegelt in etwa was ich auch selber so denke. Vor mir steht noch ein sehr grosser Bewältigungs Prozess. Es tut mir aber sehr gut mich hier im Forum auszutauschen um meinem seelischen Ventil ein wenig die Luft zu nehmen! Outen werde ich mich, nur muss ich mir genau überlegen wie, wo und wann! )))(:

Liebe Gruesse, Claudia
exuserin-2016-12-21

Re: Gibt es nur tolerante Ehefrauen oder.....

Post 44 im Thema

Beitrag von exuserin-2016-12-21 »

Hallo und Guten Abend Claudi,
es war für mich anfangs auch nicht einfach ,es kam so heftig das ich wochen/monatelang nur mit meinen Gefühlen beschäftigt war .Musst meine Vorstellung lesen ,dann hast du den Einstieg !!
Ich habe Termine platzen lassen und war nur noch auf BH-Suche ,Slips und Hemdchen ,versteckte alles und lebte alles heimlich ,aber das hielt nicht lange . Meine Frau fand einen versteckten BH und Feinstrumpfhose ,Slip und soweiter,sie hatte Angst und konnte die Sache nicht zuordnen weil zu derzeit waren wir 15Jahre verheiratet, (beachte bitte meine Vorstellung ,dann kannst du es zusammen fügen.Sie fand noch gefüllte Ballons mit Wasser was als BH -Einlage nützlich sein sollte.Ich lebte dieses jeden Tag heimlich sobald sich ein Fenster für mich aufgemacht hat. Ja, wir sprachen und redeten und ich musste letztendlich ihr versprechen damit aufzuhoeren ,wir schmissen alles weg weil meine Frau konnte es nicht sehen . Also ich kenne das verbrennen und das wegschmeißen deiner geliebten Sachen,ich versprach es und fühlte mich schlecht dabei ,weil ich wusste das ich es nicht halten würde ! Es war so stark das ich ab diesen Tag bekann meine Frau zu belügen.Ich lebte meine Leidenschaft in meinem Büro und ließ sie auch dort! Eines Tages als ich zum Mittag nach Hause fuhr ,ließ ich einen zarten BH mit viel Spitze an meinen Koerper und ein Jeans-T-shirt drüber .Wir haben zusammen zu Mittag gegessen und uns unterhalten ,ich räumte mein Geschirr beiseite und setzte mich wieder .Ich war kurz vor dem Aufbruch ins Büro und meine Frau umarmte mich ,sie zupfte ploetzlich an meinem Trägerhalter vom BH den sie ertastet hatte . Ja dann ging es richtig los!! Sie weinte ,kurz vor einem Nervenzusammenbruch und mir ging es auch nicht anders . Kurzer Austausch und ab ins Büro sich sammeln . Ich glaube das war der Tag meines Outings ,und das war nicht schoen!! Ich dachte die Welt bricht zusammen ,aber endlich war es raus !!! Total befreiend !!
Danach folgten ganz viele Gespräche ,Annäherung ,dann wieder Entfernung wieder Annäherung ,dann wieder Zusammenbruch von allem da ich zu schnell gallopiert war ,sodass ich meine Frau hinter mich lies und sie wahnsinnige Angsthatte ihren Mann zu verlieren. Das ist jetzt eine Zeitspanne von14 Monate !!
Heute läuft es toll ,weil meine Frau die Zeiten bestimmen darf und ich betone soll!! Wann ich Inge bin und wann ihr Mann !! Es klappt echt toll und wir sind uns sehr nah!
So liebe Claudi,auch du musst mal behutsam deine Hosen runterlassen ,mit allen Hindernisse die sich auftun ,aber es lässt sich händeln ,das ist meine feste Überzeugung.
Musst deine Kinder ja nicht einweihen ,ich sage mal vorerst und vor allem erst mal deine Frau auf deinen Weg mitnehmen ,den Rest wenn sie dich liebt (also Harmonie seit jeher mit kleine Ehestreitigkeiten)vorausgesetzt ,wird sie dich nicht verlassen ,aber ihr müsst euch arrangieren. Viel Mut und Glück wünsche ich dir liebe Claudi!!

(hs) (888) Inge
Zuletzt geändert von exuserin-2016-12-21 am Mo 29. Feb 2016, 13:03, insgesamt 1-mal geändert.
Lina
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Re: Gibt es nur tolerante Ehefrauen oder.....

Post 45 im Thema

Beitrag von Lina »

Ohne mich auf jemanden bestimmten festzunageln - weil andere ja auch schon was Ähnliches geäußert haben - aber die Frage, "ja, aber was wenn das nun eine Neigung ist, die erst nach 20 Jahren Ehe zum Vorschein kommt?" Und dann der vergleich mit dem Zusammenleben mit jemandem, der z.B. bei einem Unfall schwer behindert worden ist ...
Da kann ich nur sagen, ja, gut was wenn? Es gibt ja nun mal so viele Gründe, wie Leute sich verändern können und deshalb evtl. nicht mehr zusammen passen. Ich finde es absolut daneben, wenn immer die Part, die zuerst einsieht, dass es nicht mehr passt, sich schuldig fühlen soll. Nur finde ich den Vergleich auch total daneben. Niemand hat übernacht plötzlich eine weibliche Seite, die unbedingt ausgelebt werden muss. Wäre mir zumindest ganz neu, und selbst wenn rechne ich das zu den Seltenheiten.
Das steckt sonst immer eine längere Entwicklung dahinter. Nur, erlebt man hier im Forum gelegentlich ganz erschreckende Sachen. In einem anderen Thread fragte ich leicht sarkastisch jemanden, ob sie denn überhaupt mal mit Frauen redet - und bekam die Antwort, "Nein, warum sollte ich?" Ich halte das zwar für extrem, aber eine gewisse Tendenz in die Richtung, merke ich schon manchmal.
Es hätte z.B. manchmal mit einem einfachen, "weißt du, manchmal hätte ich mir schon gewünscht eine Frau zu sein", anfangen können. Das hätte bestimmt in vielen Fällen etwas auslösen können, wenn es 10 Jahre früher gekommen wäre.
Das setzt natürlich auch voraus, dass eine gewisse "Kommunikationskultur" vorhanden ist, wo die Partner auch mal wirklich miteinander über tiefere Sachen reden. Aber weshalb sonst ist man als Paar zusammen? Vernunftsehe? Guten Sex?
Und eine andere Sache - wie Inge sie beschreibt: Früher wollte die Partnerin sie en femme kaum sehen - jetzt: "Sieht eigentlich gar nicht so schlecht aus."
Ich weigere mich zu glauben, dass dies nur daran liegt, dass Inges Partnerin die Einstellung geändert hat - und ich glaube auch nicht, dass es daran liegt, dass Inge extrem viel anders aussieht. Natürlich wird sie sich auch verändert haben und auch viel über gutes Styling gelernt haben - wie ich und viele andere auch.
Vielmehr liegt es wahrscheinlich daran, dass Inge viel besser weiß, was sie in oder mit der Frauenrolle überhaupt anstellen will und macht dadurch auch einen viel netteren und natürlicheren Eindruck. Da sind wir also wieder in der Ecke der non-verbalen Kommunikation - etwas, was den meisten so selbstverständlich ist, dass sie nicht darauf achten und noch weniger wahrnehmen, wie sehr sie sich verändern können ... mehr Bewusstsein darüber, würde aber den Meisten mehr bringen als viele Worte oder die beurteilung, ob die Partnerin nun "tolerant" ist oder nicht.
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