Moin,
...und der Mensch ist ein Gewohnheitstier - klingt hier etwas hart, ist aber so in Bezug auf religiöse Vorstellungen und Handlungsschemata, die wir von Kindesbeinen an aufgenommen haben. Da ist es schwer, von den gewohnten Bildern Abschied zu nehmen und Orientierung zu finden - auch durchaus für gläubige Menschen. Alles ist im Umbruch und auch die großen Kirchen sind Teil dieses Prozesses geworden, dem sie sich auch stellen müssen, sonst verschwinden sie möglicherweise in der Bedeutungslosigkeit, wenn sie keine Antworten auf anstehende Probleme und Fragen mehr geben können. Das betrifft natürlich insbesondere auch das Bild von Gott als Begriff dessen, was wir uns darunter vorstellen können. Ich bin keine Theologin und kann da auch keine Antworten geben, dazu sind andere besser in der Lage. Jeder Mensch vereint wie wir wissen weibliche und männliche Anteile in sich und da der Mensch von Gott als Vorstellung nach seinem Bilde erschaffen ist, dann muss Gott auch beide Anteile in sich vereinen. Diese Meinung ist sicher diskussionsbedürftig und sei als meine Meinung persönlich gekennzeichnet, so wie ich eben denke. Die Frage wird in Fachkreisen sicher weiter behandelt werden aber das ist wohl eher ein sehr langer Prozess, der gerade erst gefühlt in Gang gekommen ist. Wir werden sehen, was sich durchsetzen wird.
Schönen Tag, Ulrike-Marisa
