Das ist (leider) eine Lehre aus Erfahrung. Du hast natürlich Recht, so sollte es sein, alle gemeinsam, möglichst vielfältig und in eine Richtung. Doch so sieht es in der Realität nicht aus. Schlussendlich kommen leider auch Geld, Einfluss, Geltung, Prestige etc. ins Spiel und da hört dann doch so manches mal die Vernunft auf. Es gibt ungute Beispiele, die ich gerne bei einem Kaltgetränk persönlich aber nicht hier öffentlich erzählen könnte. Das passiert auch oft nichteinmal aus böser Absicht, aber es passiert und dann lähmt es eine große Gruppe für lange Zeit, wenn es denn mal passiert. Ein Stichwort ist hier auch Änterhäufung - wir haben daher in der Satzung auch das ausdrückliche Verbot, dass ein Vorstand des BV nicht auch Vorstand in einem LV sein darf. Auch dies aus schlechter Erfahrung. Wenn immer die gleichen Personen die entscheidenden Stellen besetzen, dann führt das zu Einseitigkeit - bewusst oder nicht spielt keine Rolle, es passiert.Amanda72 hat geschrieben:Hallo
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Ich dachte bei dem bisher gelesenen, dass nicht nur alle am selben Strick, sondern auch auf der selben Seite des Stricks ziehen. Den Passus von wegen dass keiner die Oberhand gewinnt, macht auf mich nicht den Eindruck von Einigkeit.
Das werden alle ganz sicher tun. Doch die Erfahrungswelt und das Erleben ist für die jeweiligen Personen selbst ganz anders als für Dritte. Ich möchte mir nicht anmaßen genaue Auskunft über das Gefühlsleben und den Weg von Transmännern geben zu können. Ich habe diese Erfahrung einfach nicht. Daher ist es wichtig sicherzustellen, dass zumindest die größten Gruppen auf jeden Fall direkt vertreten sein werden.Amanda72 hat geschrieben: Für die Kommunikation nach Aussen macht es sicher Sinn, wenn man mehrere Trans-Sorten als Ansprechpartner hat. Jedoch würde ich von jedem einzelnen Vorstandmitglieds eines Dachverbands erwarten, dass er sich für alle Sorten gleichermassen einsetzt und nicht die seine bevorzugt.
Das ist eine gute Frage. Primär richtet sich der Verband natürlich an Personen, Gruppen und Institutionen aus Deutschland, da wir auch primär innerhalb Deutschlands die Interessen der Mitglieder vertreten wollen. Mitarbeit oder Unterstützung jeglicher Form ist aber ganz sicher von allen Seiten erwünscht und es wird auch ganz sicher immer wieder einen Austausch geben. Ich bin mir sicher, dass der Verband dann, wenn er formal handlungsfähig ist, z.B. auch bei TGEU Mitglied werden wird, die ja auch nicht nur in Deutschland arbeiten. Persönlich bin ich am Wochenende bei der Trans*Tagung in Bern, da ich vom Transgender Network Swizerland einige Personen kenne und sehr schätze, mit denen ich mich gerne austausche. Mal sehen, was die Zukunft diesbzgl. alles bringen wird. Schlussendlich sind einige Themen nicht auf Deutschland begrenzt, d.h. wir werden auch mit dem Europäischen Ausland zusammenarbeiten müssen. Wie das dann ablaufen kann, ich habe noch keinerlei IdeeAmanda72 hat geschrieben: Persönlich würde mich noch interessieren, ob es für jemanden wie mich, der nicht in Deutschland zu Hause ist möglich wäre Mitglied zu werden, ob es überhaupt Sinn machte und weswegen es Sinn machte.
Liebe Grüsse
Amanda
Liebe Grüße
nicole