Eine Frage an alle TS und die, die es werden (wollen) ;)
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Lebensplanung, Standorte
Salmacis
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Eine Frage an alle TS und die, die es werden (wollen) ;)

Post 1 im Thema

Beitrag von Salmacis »

Ein provokanter Titel, ich weiß, aber das soll so ;) Ich bin ja auch provokant :D

Hallo erstmal,

also wie ja schon viele wissen habe ich nun einen Überweisungsschein im Täschchen mit der Verdachtsdiagnose "Transsexualismus". Als ich hier vor X Jahren herkam wusste ich für mich ich bin ein Mann und ich trage gern Frauenkleider. Irgendwann wusste ich, dass ich ein Mann bin, der aber auch gern als Frau wahrgenommen wird. Inzwischen weiß ich irgendwie gar nichts mehr so richtig.
Ich weiß, dass nichts bestand hat, bzw. nicht zwingend.

Ich weiß gar nicht wie ich ab Donnerstag in die Therapie rein gehe. Was soll ich ihm sagen? Mal so mal so? Möchte ich eine Frau sein? Keine Ahnung, aber Mann? Auch nicht so wirklich.
Irgendwie bin ich ratlos und ich habe Angst die Zeit des Therapeuten und auch meine eigene zu verschwenden.

Wie lief es denn bei euch ab? Wusstet ihr von Anfang an "das ist genau mein Weg und ich muss ihn so und so gehen" oder gab es auch Millionen Möglichkeiten und Wege für euch?

Danke und Liebe Grüße :)
Ellen1975
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Re: Eine Frage an alle TS und die, die es werden (wollen) ;)

Post 2 im Thema

Beitrag von Ellen1975 »

Hallo Salmacis,

weiß heißt schon provokant. Wobei von werden wollen kann eben meist nicht die Rede sein, sondern ist man bereit es zu akzeptieren dass es so ist. Aber gut, dass soll jetzt hier nicht unbedingt Thema werden. Du hast eher danach gefragt wie es bei uns/mir angefangen hat und wie ich es der Therapeutin gesagt habe ? Ob Du Frau sein möchtest oder nicht .. die Entscheidung liegt eigentlich gar nicht in Deiner Hand.

Selbst wenn Du den Weg nicht gehst, aber innerlich Frau bist - wirst Du dann immer noch Frau sein. Man kann es eben nicht ein und ausschalten wie man es möchte. Es lässt sich nur eine Zeit lang verdrängen. Und somit kommen wir zur mir. Ich selbst hab schon vor der Schulzeit unbewusst eindeutige Signale an mein Umfeld gegeben. War es doch normal und die Geschlechterrollen noch nicht so festgelegt. Mit zunehmenden Alter wurde es dann problematisch für mich. Ich begann mich zu hassen - nicht als Person - sondern mein Äußeres. Das was ich im Spiegel sah war ich einfach nicht.. und die Pubertät gab mir dann den Rest. Das damals Unvermeidbare eben. Hinzu kam, dass ich durch meine "Andersartigkeit" das perfekte Mobbing-Opfer war. Und so fing ich an mir einen Schutzschild aufzubauen. Man könnte auch sagen, ich zeigte mein Gefühle etc. niemanden mehr.

Zwar kam es immer wieder mal hoch.. ich schaffte es aber immer mich irgendwie unter Kontrolle zu bekommen. Der tiefe Wunsch innen drin und die Zerrissenheit blieb immer. Crossdresser etc. brachten mich zwar immer wieder aus dem Konzept aber ich kam über die Runde. So dass ich zum Schluß nur noch der Meinung war ich wäre eben einfach anders als alle anderen. Na ja, dann kam letztes Jahr der große Knall ... und das kannst Du so Wort wörtlich nehmen. Es schlug mich für mehrere Monate aus der Bahn und ich musste sehen, wie ich mit dem Ganzen klar komme. Ich hatte eben auch viele viele "Flashbacks" die die Dinge aus der Vergangenheiten wieder hochspülten.

Kurz vor einer schweren Depression begriff ich, dass es so nicht weiter geht .. Entweder ich stehe zu mir und gehe das Risiko ein, dass mein ganzes bestehende Umfeld zerbricht oder ich zerbreche selbst. Wer weiß wo ich geendet wäre. Also begann ich mich zu outen. Ich muss vielleicht noch sagen, dass das Thema Crossdressing etc. bei mir immer nur eine unter geordnete Rolle spielte und ich es ebene meist nur in extrem Situationen in denen ich halt gesucht habe gemacht habe. Na ja, auf jeden Fall wusste ich erst ab da, dass dies mein Weg ist und sein muss.

So war es dann auch nicht verwunderlich dass ich bereits zum Erstgespräch im April dann nur noch als Frau kam. Eine andere Alternative gibt es eben für mich nicht. Vor allem habe ich selbst gemerkt wie ausgeglichener und zufriedener ich mit meinem Leben jetzt bin. Ich würde sagen einfach die Lebensfreude hat bei mir Einzug gehalten. Das ich es viel früher hätte haben können, ist dabei zweitrangig.

Nun aber mal wieder zu Dir und Deinem Therapeuten .. In erster Linie musst Du für Dich selbst herausfinden, wer oder was Du bist .. Dein Therapeut wird Dir dabei helfen das zu erkennen. Daher glaube ich nicht, dass die Zeit dort umsonst ist. Selbst wenn dabei raus kommt, dass Du so wie es ist für Dich ganz gut fährst, dann ist es so. Der Weg einer Transition muss eben nicht für alle das Ziel sein. Wie sage ich immer so gern. Es gibt nicht nur schwarz und weiß, sondern ganz ganz viele Grautöne dazwischen.

Ich hoffe ich konnte Dir ein wenig mit meinen Ausführungen helfen?

Liebe Grüße
Ellen
Willst Du in Frieden mit dir selbst leben, versuche nicht mehr zu sein, als du bist, aber sei das, was du bist, ganz. - Richard Wagner
Anni
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Re: Eine Frage an alle TS und die, die es werden (wollen) ;)

Post 3 im Thema

Beitrag von Anni »

Hallo Salma )))(:

... nu machst Du es Dir selber wieder schwerer , als es ist :?

Meine Meinung :

Es ist gut , sich Gedanken über sich selbst zu machen (smili) Zuviel aber eben auch wieder nicht :((a

Wir - und auch DU - sollten endlich aufhören , uns selber in ein stereotypes Korsett zu zwängen , oder uns zwängen zu lassen :!:

Wie sagte mein Kollege im Auto heute zu mir ? : Heute biste aber wieder voll die Diva :lol: - Aber das ist okay (smili)

Ja klar - es gibt auch Tage , da komm ich gut als Mannsweib daher :lol:

Was ich damit sagen will , ist , das ich genau DAS bin , wonach ich mich gerade fühle - mal ganz und gar Frau mit Aufhübschen und Allem , was dazu gehört
und manchmal die " graue Maus " , die nicht weiter auffällt , manchmal die Kumpeline mit Macho - Gehabe ( Reste meiner Sozialisierung :mrgreen: ) und an wieder anderen Tage will ich erst gar nicht wissen , was ich bin :P

Mir ist es inzwischen völlig Wurscht , ob die Leute in mir nun den femininen Kerl sehen , oder aber das Mannsweib - ich habe es mir - ja , zugegeben in sehr langer Zeit - abgewöhnt , irgend welchen Rollen zu entsprechen .

Ich weiß aber auch , das es Menschen gibt , die DAS brauchen , sich in genau definierten Rollen wieder zu finden --- zum Selbstschutz ? Weil es sooo viel einfacher ist ???

Du hast nun eine Verdachts - Diagnose auf TS und sollst Hilfe bekommen ...

Vielleicht solltest Du dich selbst erst einmal von den allgemein darunter verstandenen stereotypen Ansichten , was TS denn nun ist , oder sein soll , oder sein muß , frei machen .

Ich mach mich jetzt mal nackelig :lol: :

Was bin Ich in meinen Augen ??? :shock: ... tief in meinem Inneren eine Frau , biologisch und äußerlich wäre ich gerne eine Frau - also bin ich TS :!:

Heißt DAS nun , ich muß Hormone nehmen , ich muß mich unters Messer legen , ich muß mich outen und jedes Klischee erfüllen ???
sonst bin ich ja keine richtige TS ???

Lass Dir helfen , bleib aber Du selbst und versuche nicht Dein Leben danach aus zu richten , wie Andere Dich gerne sehen wollen - die sind Deiner
nicht Wert , denn Die machen es sich zu einfach :!:

LG und Daumen drückt

die freche Anni
Der einzige Mensch, der sich vernünftig benimmt, ist mein Schneider. Er nimmt jedesmal neu Maß, wenn er mich trifft, während alle anderen immer die alten Maßstäbe anlegen in der Meinung, sie paßten auch heute noch. George Bernard Shaw
Aurora Luna

Re: Eine Frage an alle TS und die, die es werden (wollen) ;)

Post 4 im Thema

Beitrag von Aurora Luna »

Also ich kann nur von mir sprechen aber ich weiß ganz genau was ich bin und deshalb gehe ich zum psych damit er mich mich ein Stück weiter bringt zu mir selbst...und damit ich es besser verdauen kann das andere ein Problem mit mir in der Form wie ich gerade bin und mit meinem Wandel haben.( Familie)
Bianca D.
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Re: Eine Frage an alle TS und die, die es werden (wollen) ;)

Post 5 im Thema

Beitrag von Bianca D. »

Moin Salma,

dem bisherigen Tenor kann ich mich nur anschließen: sei du selbst und höre auf dein Gefühl! Sehr gut hat es Ellen beschrieben,besser hätte ich es auch nicht erklären können.
Um kurz zu mir zu kommen: Ich habe vor meinem ersten Therapiegespräch schon gewußt,was ich bin,eigentlich schon 40 Jahre vorher,nur nicht den Mut gehabt, und ich hatte eine Idee,welchen Weg ich gehen wollte. Das habe ich meinem Psych so auch mitgeteilt.
Das kann für dich aber nicht der Maßstab sein,denn du bist eine eigene Persönlichkeit mit eigenen Vorstellungen. Teile die deinem Psych mit, und er wird dir helfen,deinen individuellen Weg zu gehen. Er kann dich aber nicht auf das Gleis setzen,das must du selber tun.

LG Bianca
Ick wees nüscht,kann nüscht,hab aba jede Menge Potenzial
Victoria
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Re: Eine Frage an alle TS und die, die es werden (wollen) ;)

Post 6 im Thema

Beitrag von Victoria »

Hallo Salmacis,

geh ganz entspannt zu deinem Therapeuten. Schildere im deine Gefühle und was du sein möchtest. Er wird schon den richtigen Weg für dich finden.

Ich hatte heute auch meinen ersten Termin. Was habe ich mir einen Kopf gemacht :roll: .

Und was ist passiert, ein ganz lockeres Eingangsgespräch, wo wir uns beide kennengelernt haben und er mir schon meinen Weg vorgezeichnet hat.
Die ganze Angst, ich müßte mein ganzes Inneres ausstülpen war vollkommen unbegründet. Er hat sich alle wichtigen Punkte notiert, für unsere weiteren Gespräche.
Und ich freue mich schon darauf, ihn wieder zu treffen!

Also Kopf hoch, Brust raus, alles wird gut. :)

LG
Victoria (flo)
Auf Regen folgt immer Sonnenschein
Salmacis
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Re: Eine Frage an alle TS und die, die es werden (wollen) ;)

Post 7 im Thema

Beitrag von Salmacis »

Hallo ihr Lieben (ja ich schäre euch alle über einen Kamm, und zwar positiv) :D

Danke für euren Zuspruch. Es tut gut zu hören, dass man mit der eigenen Unsicherheit nicht alleine ist. Es ist aber auch gar nicht so simpel sich einfach mal nichts zu denken. Irgendwelche Gedanken schießen einem ja doch immer durch den Kopf. Aber hey, wie ihr schon sagt, ich muss es auf mich zukommen lassen.
Morgen nach 10 ist dann denke ich schon der "schlimmste Teil" geschafft :P
ChristinaF
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Re: Eine Frage an alle TS und die, die es werden (wollen) ;)

Post 8 im Thema

Beitrag von ChristinaF »

Für den morgigen Tag erstmal ganz viel Gutes. Ich kann mir vorstellen, dass du bis zum Eintritt ins Zimmer noch über tausend Gedanken grüblen und nachdenken wirst. Und das ist ja ganz normal. Im innersten sagt dir dein Herz und Gefühl ja sicher, was du endlich willst. Und ich finde, dass du das dann auch im Gespräch mit dem Therapeuten einbringen wirst.
So wie dir ist es wohl den meisten TS ergangen. Anfangs bohrende Fragen, immer wiederkehrende Sätze "Mache ich es auch richtig?" '"Wie gehts weiter?" War bei mir ähnlich.
Aber trotzdem war die erste Sitzung für mich ausschlaggebend dafür, zu erkennen, dass ich eigentlich eine Frau bin und kein Weg daran vorbeiführen wird. Und dieser Kenntnis schloss sich auch die Ärztin an.
Also Köpfchen hoch und toi, toi, toi. (he) (he)
Liebe Grüße
Chrissie
Cybill
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Re: Eine Frage an alle TS und die, die es werden (wollen) ;)

Post 9 im Thema

Beitrag von Cybill »

Victoria hat geschrieben:Hallo Salmacis,

geh ganz entspannt zu deinem Therapeuten. Schildere im deine Gefühle und was du sein möchtest. Er wird schon den richtigen Weg für dich finden.

...

Um Himmels Willen! Nein!


Solltest Du einen Therapeuten haben, der so ist , dann schnell weg! Du bist die Hauptperson in der Nummer und es geht nur darum, dich zu unterstützen.

Oder war man/frau/trans* sich hier nicht einig, dass unsere Dispositionen nicht therapierbar sind?

-Cy
Scio quid nolo! - Ich weiß was ich nicht will!

Im Übrigen: Ich bin nicht hauptberuflich transsexuell!
Joe95
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Re: Eine Frage an alle TS und die, die es werden (wollen) ;)

Post 10 im Thema

Beitrag von Joe95 »

Cybill hat geschrieben:...Oder war man/frau/trans* sich hier nicht einig, dass unsere Dispositionen nicht therapierbar sind?...
Versteh ich jetzt nicht.
Ich dachte immer das gerade die Probleme, die sich aus - ich formuliere es mal möglichst allgemein - unserem "Anderssein" ergeben, überhaupt der Grund für eine Therapie sind.
Einfach ausgedrückt:
Keiner kann was dran ändern wer oder was du bist, aber bei den Problemen, die sich daraus ergeben, muss doch professionelle Hilfe möglich sein, oder?
Sei vorsichtig mit deinen Wünschen, sie könnten in Erfüllung gehen.
Natürlich ist das wahr, es steht doch im Internet!

Du hast ne Frage, brauchst Rat oder Hilfe?
Ohren verleih ich nicht, aber anschreiben darfst du mich jederzeit...
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Re: Eine Frage an alle TS und die, die es werden (wollen) ;)

Post 11 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Hallo Salmacis,
Als ich hier vor X Jahren herkam wusste ich für mich ich bin ein Mann und ich trage gern Frauenkleider. Irgendwann wusste ich, dass ich ein Mann bin, der aber auch gern als Frau wahrgenommen wird. Inzwischen weiß ich irgendwie gar nichts mehr so richtig.
Ich weiß, dass nichts bestand hat, bzw. nicht zwingend.
Deine "Gedanken" kann ich aus meiner Sicht ganz gut verstehen. Meine Entwicklung ist eine ähnliche und ich fühle auch eine Verunsicherung, weil nichts mehr Sicherheit zu geben vermag, weil ich mir selber unsicher bin. Ich beschäftige mich schon lange und recht intensiv mit mir selber, aber ich sehe im Rückblick immer nur Veränderungen in meiner Sichtweise auf mich als TG. Ich wusste früher nicht, ob ich ein Mann bin. Ich wusste nur, dass mich das, was als "männlich" galt, nicht gerecht werden konnte und in vielen Dingen auch nicht wollte. Aber als Frau konnte ich mich auch nicht sehen.

Heute weiß ich, dass ein Mann wesentlich mehr Facetten leben kann, als die Klischees hergeben. Ich muss mich vor allem nicht nach Sichtweisen anderer Menschen ausrichten. Ich habe viele Bilder von mir en femme gemacht und sehe auch an ihnen, dass es viel selbstverständlicher für mich geworden ist, mich als Frau zu sehen, ja auch teilweise der Wunsch besteht, mich als solche zu sehen. Macht mich das schon zur Frau ? ich versuche, diesen Gedanken immer mehr zuzulassen und die inneren Widerstände abzubauen. Es geht mir darum, dass sich das gefühlte Geschlecht "von innen heraus" frei und ohne Zwänge entwickeln kann.
Wie lief es denn bei euch ab? Wusstet ihr von Anfang an "das ist genau mein Weg und ich muss ihn so und so gehen" oder gab es auch Millionen Möglichkeiten und Wege für euch?
Ich sehe für mich nicht, dass es Millionen von Wege gibt. Das ist nur eine theoretische Größe. Ich bin überzeugt, es gibt einen, vielleicht auch mehrere Wege, mein Leben in Zufriedenheit zu gestalten. Was mMn schädlich ist, sind die Zwänge, denen man sich selber unterwirft. Mann, Frau, TS, CD, TV was auch immer, sind auch nur Rollen, wenn man meint, das sie einem "Kodex" entsprechen müssen. Ich suche mir einen Weg, der zu mir passt, im Büro bin ich Mann (die Diskussionen wären mir zu mühsam), aber ich bin gerne als Frau zuhause oder auch draußen unterwegs.

Es gibt für mich einen Unterschied zwischen der "Rolle Frau" und dem eigenen Empfinden als "Frau". Das muss sich nicht widersprechen. Aber vor allem letzteres ist sicher unterschiedlich zu geborenen Frauen, die einen anderen Körper haben und anders sozialisiert sind.

Wer aber sagt, dass mein Empfinden besser oder schlechter ist ?
Viele Grüße
Vicky

Respekt ist nicht teilbar.
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Re: Eine Frage an alle TS und die, die es werden (wollen) ;)

Post 12 im Thema

Beitrag von Salmacis »

Also der erste Termin war und alles lief gut :)
Ich habe jetzt erstmal eine Überweisung zum Genetiker und Fragebögen, die ich bis zur nächsten Sitzung ausfüllen soll. Es war ungewohnt, denn ab dem Moment ab dem ich die Überweisung abgab wurde ich nur noch mit "Frau ..." angeredet. Meine nächsten Schritte führen mich jetzt zum Genetiker. Da ich wohl an sich recht weiblich wirke möchte er bei mir eine Intersexualität ausschließen.
Und dazu gab es noch 5 Fragebögen, hui :o
ChristinaF
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Re: Eine Frage an alle TS und die, die es werden (wollen) ;)

Post 13 im Thema

Beitrag von ChristinaF »

Na Mädl, hat doch geklappt. Hab heute schon an dich gedacht und mir Gedanken gemacht, wie's dir so ergehen wird. Also Glückwunsch. Wieder ein Schritt in die richtige Richtung. (moin)
Lg
Chrissie
Anke
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Re: Eine Frage an alle TS und die, die es werden (wollen) ;)

Post 14 im Thema

Beitrag von Anke »

Hallo Salmacis,

auch wenn ich deinen Thread etwas spät bemerkt habe, möchte ich ein paar Sätze dazu schreiben.

Diese Phasen des Zweifels und der Unsicherheit haben sehr viele hinter sich. Für mich selbst war wichtig, dass ich auf mich selbst gehört habe und die Impulse von außen zwar wahr- und aufgenommen habe, mir dabei aber auch nichts habe einreden lassen. Und egal welche Untersuchungen mit dir angestellt werden und was das Ergebnis der Fragebögen ist, am Ende kommt es auf dich und dein eigenes Empfinden an. Und wenn das eine Weile braucht, bis da für dich Klarheit herrscht, dann dauert das eben. Darin liegt auch eine Chance, nämlich die, dass Du dich selbst besser kennen lernst und viel über dich selbst erfährst. Also nur Mut bei der Erforschung deines Ichs. Die Stimme, die am Ende zählt ist deine eigene.

Schön, dass dein erster Termin gut gelaufen ist. Die Geschichte mit dem Ausschluss der Intersexualität ist übrigens ein Standard. Solltest Du irgendwann mal eine VÄPÄ oder eine HET anstreben, dann taucht das meist auch wieder auf, deshalb ist es wichtig, dass Du die Ergebnisse auch bekommst und zu deinen Unterlagen nimmst.

Wäre schön, wenn Du hier weiter berichtest. Seit ich hier bin, habe ich deine Entwicklung verfolgt und freue mich sehr, dass Du dich der Sache stellst. Alles Gute weiterhin.

Liebe Grüße

Anke
Sentio ergo sum. - Ich fühle, also bin ich.

Les femmes sont fortes quand elles sont feminines. (Coco Chanel)

https://www.transcuisine.com

Youtube: https://www.youtube.com/channel/UCQc7XaiWBuzchBQTnGRv80g
ab08
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Re: Eine Frage an alle TS und die, die es werden (wollen) ;)

Post 15 im Thema

Beitrag von ab08 »

Hallo Salmacis,

jetzt meld ich mich auch mal. Kein richtiger Beitrag, sondern eigentlich nur, um Dir alles, alles Gute zu wünschen.
Im Gegensatz zu Anke bemerkte ich den Thread zu Beginn und las begeistert mit.
Denn, ich stellte fest, dass die Antworten so gut und ausgewogen waren, dass mir keine Ergänzung einfiel. :oops:
Im Grunde war alles gesagt, daher schrieb ich vorher hier gar nix... das ist mir nun aber doch zu wenig.
Daher bevor ich jemand namentlich raushebe. Ähnlich wie alle anderen seh ich, altes Mädchen, es auch.
Zweifel sind, besonders am Anfang, normal, aber wenn Du auf Dich selbst hörst, liegst Du meist richtig. :wink:

Ganz liebe Grüße
Andrea
FÜR: Respekt, Menschenrechte und eine gelebte, demokratische Zivilgesellschaft, die Minderheiten schützt
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