Der Islam unterstützt uns nicht
Der Islam unterstützt uns nicht - # 4

ab08
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Re: Der Islam unterstützt uns nicht

Post 46 im Thema

Beitrag von ab08 »

vr_61 hat geschrieben:Zum Thema Islam gibt es einen sehr interessanten Vortrag auf YouTube ...
Herzlichen Dank, liebe Vicky,
für die Verlinkung dieses interessanten, kompetenten Vortrags.
Vera F. Birkenbihl kannte ich bisher nicht. Eine intelligente Frau! (yes)

Liebe Grüße
Andrea
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ExUserIn-2026-04-08
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Re: Der Islam unterstützt uns nicht

Post 47 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Auch der Atheismus basiert auf Glauben. Nämlich dem Glauben, dass da nichts ist. Das konnte auch noch niemand beweisen.

Sogar die Wissenschaft basiert auf Glauben. Das Fundament sind Axiome, die beweislos angenommen werden. Auf diesen baut sich dann das ganze wissenschaftliche Gerüst auf.

Und es gibt die Wahrheit, die keiner kennt, da jeder die Welt durch seine eigenen Brille wahrnimmt. Wir machen uns die Welt, wie wir sie haben wollen. Die eigene Brille unterliegt unseren willentlichen Möglichkeiten. Ich schaue en femme in den Spiegel und was sehe ich ? Eine Frau ! Eine Selbsttäuschung par Excellence, denn ich bin körperlich ein Mann, der sich als Frau sehen möchte.

Wir müssen sehr, sehr vorsichtig sein, was wir als wahr annehmen. Es sind persönliche Wahrheiten. Deshalb kann ich nur über mich sprechen und nicht was manche Menschen denken.
Muslime scheinen wir in einer weit größeren Zahl gläubig zu sein, als das bei Christen mittlerweile der Fall ist
Das kann ich so nicht bestätigen. Bei vielen Christen sieht man es vielleicht nicht so sehr, weil sie nicht jede Woche in die Kirche gehen. Das verlangt das Christentum auch nicht. Christentum hat sehr viel mit christlichen Werten zu tun. Und die leben zum großen Teil auch die Atheisten, die bei uns leben. Zumindest Eckwerte davon.
Viele Grüße
Vicky

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Re: Der Islam unterstützt uns nicht

Post 48 im Thema

Beitrag von Vivian Cologne »

Frau Birkenbihl ist richtig gut. Danke für den Link! In den ersten 10 Minuten war schon eine Menge Kopfwäsche für eine so naive Humanistin wie mich.

Den Rest spare ich mir für den Abend auf.

Vivian
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Re: Der Islam unterstützt uns nicht

Post 49 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Leider war sie es. Sie ist 2011 gestorben. Im Video hört man sie schon kräftig schnaufen.

Ganz allgemein sind Ihre Vorträge sehr spannend, z.B. der über Männer und Frauen. https://www.youtube.com/watch?v=PNmumMFx8l4 Aber das ist ein anderes Thema.
Viele Grüße
Vicky

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Sylvia
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Re: Der Islam unterstützt uns nicht

Post 50 im Thema

Beitrag von Sylvia »

Vivian Cologne hat geschrieben:Hallo Sylvia,

Du hast mich missverstanden. Ich finde auch, dass die Diskussion darüber absolut nicht obsolet ist. Es gibt genügend Anlässe dafür, auch hier im Forum.

Für mich hat sich diese Konstruktion, also Religion allgemein, quasi überlebt und gehört ins Geschichtsbuch. Weil sich dr Humanismus in der Welt durchgesetzt hat.

Kritische Leser werden anmerken, dass dies ein naiver Traum einer Atheistin ist. Genau so ist es. Das Leben ist eben kein Wunschkonzert. Wir müssen es gestalten. Das kann mit oder ohne Religion geschehen.

Vivian
Hallo Vivian,

ich glaube, dass ich Dich schon richtig verstanden habe. Aber vielleicht habe ich mich missverständlich ausgedrückt. Für Dich hat sich das Konstrukt Religion überlebt. Geschenkt, für mich auch. Der nächsten Aussage würde ich allerdings so nicht zustimmen. Der Humanismus hat sich in Deinem und in meinem Denken durchgesetzt. Und bei vielen, vielen anderen Menschen. Aber er hat sich nicht flächendeckend so sehr durchgesetzt, dass wir die Diskussion über Religion und vor allem über ihr Potenzial zur Fundamentalisierung von Menschen beenden könnten.
vr_61 hat geschrieben:
Muslime scheinen wir in einer weit größeren Zahl gläubig zu sein, als das bei Christen mittlerweile der Fall ist
Das kann ich so nicht bestätigen. Bei vielen Christen sieht man es vielleicht nicht so sehr, weil sie nicht jede Woche in die Kirche gehen. Das verlangt das Christentum auch nicht. Christentum hat sehr viel mit christlichen Werten zu tun. Und die leben zum großen Teil auch die Atheisten, die bei uns leben. Zumindest Eckwerte davon.
Vielleicht war "gläubig" als Begriff unscharf. Ich meinte das schon in einem fundamental-gläubigen Sinne. Ich bin überzeugt, dass wir die Diskussion über Islamisierung nicht hätten, wenn es innerhalb dieser Religionsgemeinschaft nicht eine weit heftigere fundamentalistische Strömung gäbe, als das im modernen Christentum oder im modernen Judentum der Fall ist. Ein Erlebnis, wie es der Ausgangspunkt dieses langen und interessanten Threads war, ist Ausdruck eines solchen Fundamentalismus und sollte ernst genommen werden, anstatt mit dem langweiligen Verweis auf die berühmten "Einzelfälle" vom Tisch gewischt zu werden.

Über das Bedrohungspotenzial, dass aus fundamentalistischer Auslegung islamischer Prinzipien erwächst, muss genauso gesprochen werden, wie über das Bedrohungspotenzial, dass rechts- und links(!)extreme Kreise für eine offene Gesellschaft und gerade auch für besondere Gruppen wie CD, Transmenschen etc. darstellen. Mir ist da insgesamt zu viel political correctness im Spiel, die niemandem weiterhilft, sondern eher neue Probleme schafft bzw. vorhandene verschärft.

LG,
Sylvia
ExUserIn-2026-04-08
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Re: Der Islam unterstützt uns nicht

Post 51 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Ja, es geht auch um Politik. Die westliche Gesellschaft ist auf beiden Augen und auf allen Hühneraugen blind, wenn es darum geht zu erkennen, wo und wann diese Gesellschaft diese Welt zu ihren Zwecken ausbeutet und dabei Millionen von Menschen mit den Füßen tritt. Der Terrorismus hat seinen Ursprung in wesentlichen Teilen in unserem Verhalten. Ich halte es für korrekt, darauf hinzuweisen.

Soviel zur political correctness.
Über das Bedrohungspotenzial, dass aus fundamentalistischer Auslegung islamischer Prinzipien erwächst, muss genauso gesprochen werden,
Wir reden ständig darüber. Wenn man den Fernseher einschaltet, wird man sofort damit konfrontiert. Was sollen denn die ausgebeuteten Arbeiter sagen, die in Bangladesh unter erbärmlichsten Bedingungen unsere Kleidung zusammen nähen ? Übrigens sind die allermeisten davon zumindest nominell dem Islam angehörig. Wer hat den mit bewusst gelogenen Argumenten im Irak Krieg geführt ?

Ich hatte inden 80er Jahren Gelegenheit mit einem Wirtschaftsattache in Tunesien zu sprechen. Er vertrat die Meinung, dass es nicht in "unserem" (im Sinne der deutschen Vertretung) Sinn wäre, für eine Verbesserung im Lande zu sorgen. Im Gegenteil, man unterstütze die herrschende Diktatur solange sie "uns" dienlich ist.

Wie sollen den Menschen denn noch reagieren, wenn sie überall seit Generationen massiv den kürzeren ziehen ?

Damit man nicht mich nicht falsch versteht. Ich heiße die Terrorakte nicht gut. Im Gegenteil, sie sind zu verurteilen. Auch finde ich intolerante Haltungen ebenso wenig tragbar.

Ich meine, unsere westliche Gesellschaft sollte endlich aufhören, sich selbstgefällig, arrogant und ignorant zu verhalten. Wie ist das mit unserem Grundgesetz ?

Artikel 1

(1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.

(2) Das Deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt.
Dann sollte man beginnen, das Fundament dafür zu legen. Und dazu kann Jeder und Jede beitragen, in dem das gemeinsame Gespräch, also auch das Zuhören im Mittelpunkt steht. Wir haben hier eine Menge Dinge anzuerkennen und nicht immer nur auf die Anderen zu zeigen und zu behaupten sie seien die Bösen. Letzteres schafft nur Gräben und auf Dauer Eskalation.

Ich will niemanden von Schuld freisprechen, schon gar nicht Gewalttäter. Die gibt es zuhauf auf allen Seiten. Ich vermute, Gewalt wollen die allermeisten nicht, auch auf allen Seiten.

Frieden schaffen wir nicht mit Wegsehen, Schweigen, Vorwürfen, Vorurteilen oder gar Gewalt. Für mich ist der nahe Osten das Gleiche in "klein". Warum gibt es dort keinen Frieden ? Wer hat denn seit über 60 Jahren ein Interesse, dass die Verhältnisse in der Schwebe bleiben ?
Viele Grüße
Vicky

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Lina
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Re: Der Islam unterstützt uns nicht

Post 52 im Thema

Beitrag von Lina »

LaraC hat geschrieben:
Lina hat geschrieben:Das hast du immer noch nicht beantwortet.
Ich dachte, ich wäre ziemlich ausführlich in meiner Antwort gewesen... Also nochmal in kurz:
Wenn du dir ein intelligentes und differenziertes Urteil bilden möchtest, musst du dafür entsprechende Informationen sammeln. Da führt kein Weg dran vorbei. Dich zwingt natürlich niemand, dir eine sinnvolle Meinung zu bilden. Wenn du keine Lust hast, dir die Informationen zu besorgen, dann bleiben dir zwei Möglichkeiten. Entweder du siehst ein, dass du zu wenige Informationen hast und fällst einfach kein Urteil. Das ist nichts Schlimmes, sondern eher lobenswert. Man darf ruhig mal die Klappe halten, wenn man keine Ahnung hat. Es gibt ganz viele Themen, wo es mir so geht. Oder du bist zu faul, die Infos zu sammeln, willst aber trotzdem jemanden oder etwas verurteilen. Dann ist es einfach ein Vorurteil. Und warum Vorurteile schlecht sind, brauche ich dir hoffentlich nicht mehr zu erklären.

tl;dr: Aus einer einzigen Begegnung mit einem Moslem Rückschlüsse über den ganzen Islam zu ziehen ist dumm, da es sich um ein Vorurteil handelt.
Nein, du hattest es nicht beantwortet und hast es auch immer noch nicht beantwortet.
Es hat nichts damit zu tun, ob ich Lust habe Informationen zu sammeln oder nicht, was ich ja offensichtlich immer - und auch gerade in diesem Moment tue. Ich versuche z.B. dir welche aus der Nase zu ziehen.

Der Punkt ist, dass es kompletter Schwachsinn und Zeitverschwendung ist wild nach Informationen zu suchen, die es mit höchster Wahrscheinlichkeit nicht gibt. Es stehen ein paar Typen und propagieren etwas - z.B. ihre Religion. Sie haben die Freiheit das positivste Bild von dem darzustellen, was sie propagieren. Entweder tun sie das in eigenem Interesse oder sie tun es nicht weil sie dazu zu blöd sind. Die gehören zu einer Organisation, die ohnehin über Jahrhunderte u.a. einen Höchstmaß an Frauenfeindlichkeit an den Tag gelegt hat. Und du meinst ich kann mir nur einen intelligenten und differenzierten Eindruck von denen mache, indem ich wild recherchiere und hinterfrage, ob die vielleicht doch LGBT-freundlich sind - mit weilcher Wahrscheinlichkeit, dass ich fündig werde? Wo ich in derselben Zeit was hätte machen können, welche wichtigere Informationen finden können, wichtige Informationen an andere weitervermitteln können?

Nur in der wagen Hoffnung, dass die Typen, die einen negativen Eindruck von ihrer Sache vielleicht lernen einen positiveren Eindruck von ihrer Sache zu vermitteln? Was, wenn es nichts Positives zu finden gibt? Vielleicht wollen die keinen positiven Eindruck vermitteln. Das kann doch nie mein Problem sein. Vielleicht sind sie auch selber dafür verantwortlich - hast du mal daran nachgedacht?
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