Interessanter Beitrag gestern auf N3...
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Stephanie
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Interessanter Beitrag gestern auf N3...
... über das Transgenderzentrum Hamburg im Zusammenhang mit einem Fallbeispiel.
Hallo,
gestern durch Zufall gesehen, als meine Frau die Sendung Visite im NDR Fernsehen sah.
http://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/T ... ng100.html
Ich finde, dass u.a. die Geschlechtumwandlung ganz gut dargestellt wurde.
Liebe Grüße
Steffi
Hallo,
gestern durch Zufall gesehen, als meine Frau die Sendung Visite im NDR Fernsehen sah.
http://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/T ... ng100.html
Ich finde, dass u.a. die Geschlechtumwandlung ganz gut dargestellt wurde.
Liebe Grüße
Steffi
Wäre ich schlank, würde euch das nur unnötig geil machen...
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Anne-Mette
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Re: Interessanter Beitrag gestern auf N3...
Moin,
leider wieder ein Filmbeitrag und eine Ankündigung auf der HP, die mir eher die Haare zu Berge stehen lassen.
Gruß
Anne-Mette
leider wieder ein Filmbeitrag und eine Ankündigung auf der HP, die mir eher die Haare zu Berge stehen lassen.
Ja, aber das unterstützen solche Beiträge auch noch.Sie leiden unter gesellschaftlichen Vorurteilen und der Angst, von ihren Partnern, Freunden und Familien abgelehnt zu werden, wenn sie sich offenbaren.
Irgendwie passt das für mich nicht richtig...Wer sich outet, kann Unterstützung in einem Transgender-Zentrum finden. Hier arbeiten Spezialisten verschiedener Fachrichtungen zusammen, um den Leidensdruck der Betroffenen zu lindern.
Gruß
Anne-Mette
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Dana
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Re: Interessanter Beitrag gestern auf N3...
Moin Moin
Das ganze macht für mich eher den Eindruck eines Werbefilms für das Transgenderzentrum Hamburg.
Aber trotzdem freue ich mich natürlich für Anouk, da sie es endlich geschafft hat.
Das ganze macht für mich eher den Eindruck eines Werbefilms für das Transgenderzentrum Hamburg.
Aber trotzdem freue ich mich natürlich für Anouk, da sie es endlich geschafft hat.
--- Ich bin nur verantwortlich für das was ich schreibe, nicht für das was Andere verstehen! ---
Liebe Grüße
Dana
Liebe Grüße
Dana
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Anne-Mette
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Re: Interessanter Beitrag gestern auf N3...
Moin,
Gruß
Anne-Mette
Ja, das ist natürlich richtigAber trotzdem freue ich mich natürlich für Anouk, da sie es endlich geschafft hat.
Gruß
Anne-Mette
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Lina
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Re: Interessanter Beitrag gestern auf N3...
Anne-Mette hat geschrieben:Moin,
leider wieder ein Filmbeitrag und eine Ankündigung auf der HP, die mir eher die Haare zu Berge stehen lassen.
Ja, aber das unterstützen solche Beiträge auch noch.Sie leiden unter gesellschaftlichen Vorurteilen und der Angst, von ihren Partnern, Freunden und Familien abgelehnt zu werden, wenn sie sich offenbaren.
Irgendwie passt das für mich nicht richtig...Wer sich outet, kann Unterstützung in einem Transgender-Zentrum finden. Hier arbeiten Spezialisten verschiedener Fachrichtungen zusammen, um den Leidensdruck der Betroffenen zu lindern.
Gruß
Anne-Mette
@Ja, aber das unterstützen solche Beiträge auch noch.
Und wie das denn?
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Anne-Mette
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Re: Interessanter Beitrag gestern auf N3...
Moin,
Gruß
Anne-Mette
Durch falsche Behauptungen und durch falsche Darstellung von transsexuellen Menschen.Und wie das denn?
Gruß
Anne-Mette
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Vivian Cologne
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Re: Interessanter Beitrag gestern auf N3...
Tja, fällt mir dazu was ein? Ich versuche es einmal.
Das ist ein Kurzbeitrag in einem Gesundheitsmagazin. Wo es sonst um Bandscheiben, Allergien, Hüften geht. Das komplexe Thema TS (der Begriff fällt kein einziges Mal) wird in 6 Minuten durchgenudelt. Wie ich finde, sehr klinisch, sehr klischeehaft. Anouk ist den "üblichen" Weg gegangen, den auch einige hier schon eingeschlagen haben. Also nicht sehr exotisch.
Aber es ist nicht der einzige Weg, um mit sich ins Reine zu kommen. Zweifel, ob das allein seligmachend ist, sind durchaus erlaubt, wie ich finde. Der Therapeut sagt mir zu viel "muss", das ist mir zuz viel Fremdsicht. Ich hätte mir mehr reflektierende Analyse von Anouk gewünscht. In fast allen Beiträgen der letzten Zeit fehlt mir das (dei BR-Reportage über Dorothea ausdrücklich ausgenommen).
Einen oder zwei Sätze zur Fragwürdigkeit der Gesetzgebung hätte ich mir schon gewünscht, und wieder wurden rechtlicher und medizinischer Teil vermischt, obwohl sie nix miteinander zu tun haben.
Kurz: Ich fühle mich (als Betroffene) mal wieder pathologisiert, einsortiert, bevormundet. Punkt. Ich weiß, dass mir das wieder Kritik einbringen wird.
Das Konzept ist übrigens nicht neu. Die Schweizer haben es vorgemacht (Rauchfleisch, Basel, ...). Aus rein praktischen Gründen hätte ich auch manchmal nur einen Ansprechpartner, statt von Pontius zu Pilates zu rennen. Aber hier hört sich das wieder so an: vorne im falschen Körper rein, hinten nach 18 Monaten wieder raus und fertig ist die Frau! Das ist mir zu einsilbig.
Vivian
Das ist ein Kurzbeitrag in einem Gesundheitsmagazin. Wo es sonst um Bandscheiben, Allergien, Hüften geht. Das komplexe Thema TS (der Begriff fällt kein einziges Mal) wird in 6 Minuten durchgenudelt. Wie ich finde, sehr klinisch, sehr klischeehaft. Anouk ist den "üblichen" Weg gegangen, den auch einige hier schon eingeschlagen haben. Also nicht sehr exotisch.
Aber es ist nicht der einzige Weg, um mit sich ins Reine zu kommen. Zweifel, ob das allein seligmachend ist, sind durchaus erlaubt, wie ich finde. Der Therapeut sagt mir zu viel "muss", das ist mir zuz viel Fremdsicht. Ich hätte mir mehr reflektierende Analyse von Anouk gewünscht. In fast allen Beiträgen der letzten Zeit fehlt mir das (dei BR-Reportage über Dorothea ausdrücklich ausgenommen).
Einen oder zwei Sätze zur Fragwürdigkeit der Gesetzgebung hätte ich mir schon gewünscht, und wieder wurden rechtlicher und medizinischer Teil vermischt, obwohl sie nix miteinander zu tun haben.
Kurz: Ich fühle mich (als Betroffene) mal wieder pathologisiert, einsortiert, bevormundet. Punkt. Ich weiß, dass mir das wieder Kritik einbringen wird.
Das Konzept ist übrigens nicht neu. Die Schweizer haben es vorgemacht (Rauchfleisch, Basel, ...). Aus rein praktischen Gründen hätte ich auch manchmal nur einen Ansprechpartner, statt von Pontius zu Pilates zu rennen. Aber hier hört sich das wieder so an: vorne im falschen Körper rein, hinten nach 18 Monaten wieder raus und fertig ist die Frau! Das ist mir zu einsilbig.
Vivian
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Vivian Cologne
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Re: Interessanter Beitrag gestern auf N3...
Ich trage heute ein lockeres Oberteil, deshalb kann mir da nichts platzen. Aber du hast natürlich völlig recht.
Beim Ansehen des Beitrags dachte ich dauernd, er sei schon etliche Jahre alt, aber das ist wohl das, was die entsprechende NDR-Redaktion dazu zu sagen hat. Und natürlich sind da Interessen im Spiel, der Behandler, der Kassen, der öffentlichen Haushalte.
Die Diskussion, ob wir am Ende, wenn alles Pathologisirende weggeräumt ist, alle medizinischen Maßnahmen selber bezahlen müssen, hatten wir hier auch schon. Ich bin da eher Pessimistin, aber ich weiß, dass es entsprechende Argumentationen gibt, beides miteinander zu vereinbaren.
Wo sind denn die Interessenvertreter? Sind wir das nicht in der Hauptsache selber? Wir sind so wenige, da ist die Schar derer, die sich für uns einsetzen, doch recht überschauber. Umso eher haben wir die Chance, uns selber einzubringen in den Prozess. Inwieweit ganz konkret bei mir die Kraft dafür reichen wird, an mehreren Fronten gleichzeitig zu kämpfen, vermag ich nicht vorherzusagen. Berufliches Fortkommen, private Beziehungen, mit sich selber zurechtkommen, das ist schon eine ganze Menge auf einmal.
Ich habe am Freitag mit der NRW-Gesundheitsministerin 90 Minuten gesprochen, das war ein Nachklang der Reportage bei "Christ und Welt". Sie gehört ganz bestimmt zu den Interessenvertretern, die ein offenes Ohr für uns haben. Aber es gibt auch andere.
Vivian
Beim Ansehen des Beitrags dachte ich dauernd, er sei schon etliche Jahre alt, aber das ist wohl das, was die entsprechende NDR-Redaktion dazu zu sagen hat. Und natürlich sind da Interessen im Spiel, der Behandler, der Kassen, der öffentlichen Haushalte.
Die Diskussion, ob wir am Ende, wenn alles Pathologisirende weggeräumt ist, alle medizinischen Maßnahmen selber bezahlen müssen, hatten wir hier auch schon. Ich bin da eher Pessimistin, aber ich weiß, dass es entsprechende Argumentationen gibt, beides miteinander zu vereinbaren.
Wo sind denn die Interessenvertreter? Sind wir das nicht in der Hauptsache selber? Wir sind so wenige, da ist die Schar derer, die sich für uns einsetzen, doch recht überschauber. Umso eher haben wir die Chance, uns selber einzubringen in den Prozess. Inwieweit ganz konkret bei mir die Kraft dafür reichen wird, an mehreren Fronten gleichzeitig zu kämpfen, vermag ich nicht vorherzusagen. Berufliches Fortkommen, private Beziehungen, mit sich selber zurechtkommen, das ist schon eine ganze Menge auf einmal.
Ich habe am Freitag mit der NRW-Gesundheitsministerin 90 Minuten gesprochen, das war ein Nachklang der Reportage bei "Christ und Welt". Sie gehört ganz bestimmt zu den Interessenvertretern, die ein offenes Ohr für uns haben. Aber es gibt auch andere.
Vivian
Zuletzt geändert von Vivian Cologne am Mi 17. Dez 2014, 18:35, insgesamt 1-mal geändert.
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Anne-Mette
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Re: Interessanter Beitrag gestern auf N3...
Moin,
leider werden viele Beiträge "interessant" gefunden, die nicht RTL-Trash-Niveau haben. Ich glaube, darin liegt eine Gefahr, weil immer noch viele Menschen solche Beiträge für "bare Münze" nehmen, wähend Beiträge der privaten Sender eher hinterfragt werden(?).
Ja - InteressenverteterInnen - wer sind die???
Viele Gruppen sind sich nicht "grün"- und Abgenzungen gegen andere Gruppen machen viel kaputt. Manchmal bin ich ratlos, wenn ich beantworten sollte, wer "uns" vertritt.
Gruß
Anne-Mette
leider werden viele Beiträge "interessant" gefunden, die nicht RTL-Trash-Niveau haben. Ich glaube, darin liegt eine Gefahr, weil immer noch viele Menschen solche Beiträge für "bare Münze" nehmen, wähend Beiträge der privaten Sender eher hinterfragt werden(?).
Ja - InteressenverteterInnen - wer sind die???
Viele Gruppen sind sich nicht "grün"- und Abgenzungen gegen andere Gruppen machen viel kaputt. Manchmal bin ich ratlos, wenn ich beantworten sollte, wer "uns" vertritt.
Gruß
Anne-Mette
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Vivian Cologne
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Re: Interessanter Beitrag gestern auf N3...
Ja, Anne-Mette, öffentlich-rechtlich heißt heute nicht mehr automatisch hohes journalistisches Niveau. Im Grunde ist der Beitrag auch nicht schlecht gemacht, es wurde recherchiert, Betroffene und Experten treten auf ... Dass einseitiger Quatsch verzapft wird, ist dann eine andere Sache.
Die Abgrenzung gegeneinander scheint tatsächlich ein besonderes Merkmal der Transszene zu sein. Wir spalten und spalten - und atomisieren uns damit selber. TG gegen TS, Non-OPs gegen OPs, TM gegen TF, TS gegen IS - schon die Abkürzungen zeigen doch, wie absurd das ist. Aber alles schon erlebt, auch hier im Forum.
Auch dies habe ich mit Barbara Steffens beredet. Zur Erklärung: Die NRW-Gesundheitsministerin und ich sind Schulkameraden, und der Termin war persönlicher und privater Natur. Ich als Betroffene, die ganz am Anfang des Weges durch den TS-Dschungel steht. Ich gehöre keinem Verband oder Verein an, aber das kann ja noch kommen. Den Trans-Bundesverband gibt es auch gar nicht, das ist erst im Entstehen. Niciole hat hier ja ausführlich über das Waldschlösschen-Treffen berichtet, das dieses Projekt anschieben wollte. Aus ihren Erzählungen habe ich mal wieder rausgehört, dass wir wirklich wenige sind, die Namen der Engagierten sind immer die gleichen (von G wie Güldenring bis Z wie Zwölfer).
Da ist also noch viel zu tun ...
Vivian
Die Abgrenzung gegeneinander scheint tatsächlich ein besonderes Merkmal der Transszene zu sein. Wir spalten und spalten - und atomisieren uns damit selber. TG gegen TS, Non-OPs gegen OPs, TM gegen TF, TS gegen IS - schon die Abkürzungen zeigen doch, wie absurd das ist. Aber alles schon erlebt, auch hier im Forum.
Auch dies habe ich mit Barbara Steffens beredet. Zur Erklärung: Die NRW-Gesundheitsministerin und ich sind Schulkameraden, und der Termin war persönlicher und privater Natur. Ich als Betroffene, die ganz am Anfang des Weges durch den TS-Dschungel steht. Ich gehöre keinem Verband oder Verein an, aber das kann ja noch kommen. Den Trans-Bundesverband gibt es auch gar nicht, das ist erst im Entstehen. Niciole hat hier ja ausführlich über das Waldschlösschen-Treffen berichtet, das dieses Projekt anschieben wollte. Aus ihren Erzählungen habe ich mal wieder rausgehört, dass wir wirklich wenige sind, die Namen der Engagierten sind immer die gleichen (von G wie Güldenring bis Z wie Zwölfer).
Da ist also noch viel zu tun ...
Vivian
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Anke
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Re: Interessanter Beitrag gestern auf N3...
Hallo,
dieses Aufspalten, Abgrenzen und Atomisieren macht mir wesentlich mehr Kopfschmerzen, als solch ein Filmbeitrag. Jedes Mal wenn so ein Beitrag erscheint, stürzen sich alle drauf und üben heftigste Kritik, die ja auch oft berechtigt ist.
Die spannende Frage ist jedoch, warum werden diese Beiträge nicht besser. Bei diesem Beitrag hatte ich den Eindruck, dass die Macher und dort vorkommenden Personen in bester Absicht gehandelt haben und versucht haben seriösen Journalismus zu machen. Trotzdem gibt es einige Passagen, die sind zum Haare ausreißen.
Nach meiner Überzeugung liegt das an uns selbst. Statt darüber nachzudenken, wie wir uns nach außen besser darstellen und unsere Themen und Anliegen besser transportieren können, streiten wir lieber weiter über Begriffe und Abgrenzungen, schaffen weitere Gräben und Hindernisse. Ich kenne einen Thread, da wird erbittert gestritten, ob LGBT* akzeptabel ist oder ob es zwingend LGBTTI heißen muss. So etwas macht mich rat- und fassungslos.
Wenn wir nach außen kein klares Bild abgeben, wie sollen Menschen, die davon nicht betroffen sind und auch keinen Kontakt zu Betroffenen haben, dies alles verstehen. Von außen sieht es eben so aus, als würde ein transsexueller Mensch sein Geschlecht wechseln und würde das einfach mal so aus freien Stücken tun. Außerdem habe die Menschen ihre eigenen Themen, Ängste, Sorgen und Nöte und nehmen uns eben nur am Rande wahr. Wenn ich dann aber mit solchen Menschen ins Gespräch komme und ihnen meine Situation schildere, dann habe ich die Erfahrung gemacht, dass sie (soweit das eben möglich ist) verstehen und Anteil nehmen. Dann wird ihnen klar, was das alles bedeutet und welch schwierigen Weg ein transsexueller Mensch geht.
Ich würde mich wirklich freuen, wenn all die Energie, die in den internen Diskussionen und Abgrenzungen verwendet und verschwendet wird dazu genutzt würde, unser Bild nach außen zurecht zu rücken.
Dazu brauchen wir den Mut zum Kompromiss, die Fähigkeit Gräben zu zuschütten und den Willen auf das schauen, was uns eint.
Liebe Grüße
Anke
dieses Aufspalten, Abgrenzen und Atomisieren macht mir wesentlich mehr Kopfschmerzen, als solch ein Filmbeitrag. Jedes Mal wenn so ein Beitrag erscheint, stürzen sich alle drauf und üben heftigste Kritik, die ja auch oft berechtigt ist.
Die spannende Frage ist jedoch, warum werden diese Beiträge nicht besser. Bei diesem Beitrag hatte ich den Eindruck, dass die Macher und dort vorkommenden Personen in bester Absicht gehandelt haben und versucht haben seriösen Journalismus zu machen. Trotzdem gibt es einige Passagen, die sind zum Haare ausreißen.
Nach meiner Überzeugung liegt das an uns selbst. Statt darüber nachzudenken, wie wir uns nach außen besser darstellen und unsere Themen und Anliegen besser transportieren können, streiten wir lieber weiter über Begriffe und Abgrenzungen, schaffen weitere Gräben und Hindernisse. Ich kenne einen Thread, da wird erbittert gestritten, ob LGBT* akzeptabel ist oder ob es zwingend LGBTTI heißen muss. So etwas macht mich rat- und fassungslos.
Wenn wir nach außen kein klares Bild abgeben, wie sollen Menschen, die davon nicht betroffen sind und auch keinen Kontakt zu Betroffenen haben, dies alles verstehen. Von außen sieht es eben so aus, als würde ein transsexueller Mensch sein Geschlecht wechseln und würde das einfach mal so aus freien Stücken tun. Außerdem habe die Menschen ihre eigenen Themen, Ängste, Sorgen und Nöte und nehmen uns eben nur am Rande wahr. Wenn ich dann aber mit solchen Menschen ins Gespräch komme und ihnen meine Situation schildere, dann habe ich die Erfahrung gemacht, dass sie (soweit das eben möglich ist) verstehen und Anteil nehmen. Dann wird ihnen klar, was das alles bedeutet und welch schwierigen Weg ein transsexueller Mensch geht.
Ich würde mich wirklich freuen, wenn all die Energie, die in den internen Diskussionen und Abgrenzungen verwendet und verschwendet wird dazu genutzt würde, unser Bild nach außen zurecht zu rücken.
Dazu brauchen wir den Mut zum Kompromiss, die Fähigkeit Gräben zu zuschütten und den Willen auf das schauen, was uns eint.
Liebe Grüße
Anke
Sentio ergo sum. - Ich fühle, also bin ich.
Les femmes sont fortes quand elles sont feminines. (Coco Chanel)
https://www.transcuisine.com
Youtube: https://www.youtube.com/channel/UCQc7XaiWBuzchBQTnGRv80g
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Lina
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Re: Interessanter Beitrag gestern auf N3...
Welche ganz konkret?Anne-Mette hat geschrieben:Moin,
Durch falsche Behauptungen und durch falsche Darstellung von transsexuellen Menschen.Und wie das denn?
Gruß
Anne-Mette
Deine Aussage kommt ja in diesem Kontext:
"Sie leiden unter gesellschaftlichen Vorurteilen und der Angst, von ihren Partnern, Freunden und Familien abgelehnt zu werden, wenn sie sich offenbaren."
Willst du denn sagen, dass die Darstellung unwahr ist?
(Der Sender heißt übrigens seit ca. 15 Jahren nicht mehr "N3".)
Rosi:
@Transgender-Zentrum: Abgesehen von diesem Begriff als solches klingt das irgendwie nach "Konzentrationslager".
Sag mal, geht's noch? Vor kurzem hatten wir auch den Quatsch hier mit der Zentralisierung der Behandlung von TG in Dänemark (als wäre Zentralisierung im Behandlungssystem ein Problem was nur TG betreffen würde) - und dann damit verlinkt eine Petition, die nicht im Geringsten mit dem Thema zu tun hatte.
Und im nächsten Moment wird irgend jemand wahrscheinlich über "die Medien" zetern - Stimmungsmache und reißerissche Wortwahl usw. Als würden nur Zeitungsredakteure sich daran schuldig machen.
Vivian Cologne
@Die Abgrenzung gegeneinander scheint tatsächlich ein besonderes Merkmal der Transszene zu sein. Wir spalten und spalten - und atomisieren uns damit selber. TG gegen TS, Non-OPs gegen OPs, TM gegen TF, TS gegen IS - schon die Abkürzungen zeigen doch, wie absurd das ist. Aber alles schon erlebt, auch hier im Forum.
Stimmt. So dämlich dürfen die Rechten im Europäischen Parlament weiter gerne sein. Wir sollten uns aber doch etwas schlauer verhalten.
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Anne-Mette
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Re: Interessanter Beitrag gestern auf N3...
Moin,
die "falschen Behauptungen" sind in mehreren Passagen des Ankündigungstextes vorhanden. Die werden durch "weitere Informationen" auch noch untermauert, sodass ich das Gefühl habe, dass jemand, derdie Informationsquellen zu Transsexualität sucht, falsch informiert wird.
Den Kontext habe ich wohl nicht recht deutlich gemacht oder Du hast mich falsch interpretiert...
Dann geht's weiter:
Und wem bei "Selbsthilfegruppen" nur
Leider kommt unter den weiteren Informationen dann der Artikel "Interviewmit Patricia", die ich sehr schätze*. Der Artikel- oder zumindest einige Teile - sollte(n) meiner Meinung nach aber unbedingt so weit im Archiv versteckt werden, dass er/sie nicht mehr gefunden wird/werden
Tut mir leid, ich bin nicht ganz konzentriert, weil eigentlich noch bei der Arbeit. Ich kann erst später nachbessern
Gruß
Anne-Mette
*das macht den Artikel leider nicht besser
die "falschen Behauptungen" sind in mehreren Passagen des Ankündigungstextes vorhanden. Die werden durch "weitere Informationen" auch noch untermauert, sodass ich das Gefühl habe, dass jemand, derdie Informationsquellen zu Transsexualität sucht, falsch informiert wird.
Den Kontext habe ich wohl nicht recht deutlich gemacht oder Du hast mich falsch interpretiert...
Es gibt in diesem Zusammenhang kein "gefühltes Geschlecht". Wenn jemand - eine Einzelperson - ein "gefühltes Geschlecht hat", dann ist das für mich in Ordnung, wenn ersie das so sagt. Die ganze Gruppe der transsexuellen Menschen als "diejenigen, bei denen das 'gefühlte Geschlecht' anders ist als das Geburtsgeschlecht" zu bezeichnen, wird höchstens den "neu eingeführten" und diskriminierenden Begriff der Geschlechtsdysphorie untermauern."Der Weg zum gefühlten Geschlecht ist lang"
Hormontherapien: Voraussetzung oder "Behandlung", die von den gesetzlichen krankenkassen bezahlt werden?Beides ist Voraussetzung dafür, dass spätere Operationen und Behandlungen von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden. Dazu gehören auch Hormontherapien. Sie ermöglichen die Angleichung sekundärer Geschlechtsmerkmale wie Haar- und Bartwuchs, Schrumpfen der Hoden und Wachsen der Brüste.
Das ist so ein "Allgemeinplatz"; das kann sicherlich für einige Menschen gesagt werden, aber ist auch keine Beschreibung für transsexuelle Menschen.Bereits im Kleinkindalter verkleiden sich viele Betroffene gern mit den Kleidern des anderen Geschlechts und fühlen sich darin wohler als in ihren eigenen Sachen.
Dann geht's weiter:
Also immer noch verkleiden? Auf die Transsexualität wird kein Bezug mehr genommen.Problematisch wird das oft erst in der Pubertät, wenn die Geschlechtsmerkmale nicht mehr zu übersehen sind. Wenn Transgender sich irgendwann offenbaren und zu ihrer Identität stehen, riskieren sie oft den Verlust der Partnerschaft, des Arbeitsplatzes und massive familiäre Probleme.
Wer sich outet? Also wir sind da immer noch beim "Verkleiden", um Transsexualität jedenfalls nicht...Wer sich outet, kann Unterstützung in einem Transgender-Zentrum finden. Hier arbeiten Spezialisten verschiedener Fachrichtungen zusammen, um den Leidensdruck der Betroffenen zu lindern.
Und wem bei "Selbsthilfegruppen" nur
einfällt, der hat auch das Thema "Selbsthilfegruppen" nicht verstanden und informiert falsch.Deshalb sollten sich Betroffene bei der Wahl der passenden Klinik Zeit lassen und sich sehr gründlich, zum Beispiel in Selbsthilfegruppen, informieren.
Leider kommt unter den weiteren Informationen dann der Artikel "Interviewmit Patricia", die ich sehr schätze*. Der Artikel- oder zumindest einige Teile - sollte(n) meiner Meinung nach aber unbedingt so weit im Archiv versteckt werden, dass er/sie nicht mehr gefunden wird/werden
Tut mir leid, ich bin nicht ganz konzentriert, weil eigentlich noch bei der Arbeit. Ich kann erst später nachbessern
Gruß
Anne-Mette
*das macht den Artikel leider nicht besser
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Stephanie
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Re: Interessanter Beitrag gestern auf N3...
'N Abend,
wenn dieser "interessante" Beitrag auf N3 (sorry, NDR) wirklich so grottenschlecht ist, warum wird der hier bis ins kleinste Detail zerschossen. Ist es da nicht sinnvoller dem NDR wiederzuspiegeln, was sie beim nächsten mal besser machen können? Die nötige Fachkompetenz setze ich hier im Forum einfach mal voraus. Ist doch nun wirklich nicht nötig, dass wir uns hier gegenseitig eines besseren belehren müssen.
Grüße
Stephanie
P.S. Und ja, ich selber bin bei solchen Themen noch etwas grün hinter den Ohren, jedenfalls passe ich beim nächsten mal besser auf, wenn ich vor lauter Begeisterung über irgendwelche "interessanten" Berichte die Realität vergesse.
wenn dieser "interessante" Beitrag auf N3 (sorry, NDR) wirklich so grottenschlecht ist, warum wird der hier bis ins kleinste Detail zerschossen. Ist es da nicht sinnvoller dem NDR wiederzuspiegeln, was sie beim nächsten mal besser machen können? Die nötige Fachkompetenz setze ich hier im Forum einfach mal voraus. Ist doch nun wirklich nicht nötig, dass wir uns hier gegenseitig eines besseren belehren müssen.
Grüße
Stephanie
P.S. Und ja, ich selber bin bei solchen Themen noch etwas grün hinter den Ohren, jedenfalls passe ich beim nächsten mal besser auf, wenn ich vor lauter Begeisterung über irgendwelche "interessanten" Berichte die Realität vergesse.
Wäre ich schlank, würde euch das nur unnötig geil machen...
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Re: Interessanter Beitrag gestern auf N3...
Moin,
nein, bitte nicht falsch verstehen, es war gut, dass Du den Link gepostet hast
Hier gibt es positive wie negative Meinungen dazu; und das ist auch vollkommen ok!
Wie gut, dass wir "unabhängig" sind und nicht eine Meinung haben müssen, weil wir der einen oder anderen Organisation angehören
Ich fühle mich nicht vertretungsberechtigt, dem NDR "unsere" Meinung mitzuteilen. Entweder wird die kontroverse Diskussion in der Öffentlichkeit wahrgenommen - oder nicht.
Gruß
Anne-Mette
nein, bitte nicht falsch verstehen, es war gut, dass Du den Link gepostet hast
Hier gibt es positive wie negative Meinungen dazu; und das ist auch vollkommen ok!
Wie gut, dass wir "unabhängig" sind und nicht eine Meinung haben müssen, weil wir der einen oder anderen Organisation angehören
Ich fühle mich nicht vertretungsberechtigt, dem NDR "unsere" Meinung mitzuteilen. Entweder wird die kontroverse Diskussion in der Öffentlichkeit wahrgenommen - oder nicht.
Gruß
Anne-Mette