Liebe Salmacis,
vorab ganz herzlichen Dank für den Thread
Im Grunde sollte jede das tun, was ihr wichtig ist und was sie
vor sich selbst verantworten kann.
Wir sollten zu uns und unseren Taten stehen und uns selber bejahen. Ein Zurückrudern ist schwer, oft unmöglich.
Natürlich machen wir im Laufe des Leben Fehler und bereuen manches, aber auch das gehört zu uns.
==> In eigener Sache: Stets kam ich mit vielen Menschen zusammen. Über Jahrzehnte segelte ich dabei unter falscher Flagge. Seit 7 Jahren zeige ich den Mitmenschen nun die echte Person. Ansonsten änderte sich nix. Sämtliche Kontakte (Arbeitsstellen, Berufverbände, Sportvereine etc.) waren somit gezwungen, sich "umzugewöhnen". In unserer bipolaren Welt (M-F) ist das für manche schwer. Andererseits kann
ich das "Vorleben" nie verleugnen. Mehr als die Hälfte des Lebens (über 50 Jahre) spielte ich Theater, so wissen es viele.
(Trotz der Größe des "Netzes" bin ich mir nicht sicher, ob bei mir im RL mit über 10 000 nicht momentan noch mehr als im Netz sind.)
==> Für mich persönlich gilt ergo: Eine Löschung würde keinen Sinn machen und ich freu mich sogar darüber, dass Aussagen stehen bleiben. (Bin halt Lehrerin

)
Auch aus meinen Fehlern können andere lernen. Genauso freu ich mich, wenn ehemalige Schüler, die nun unterrichten, Kindern Zusammenhänge beibringen, die sie bei mir lernten.
Aussagen bestehen also nach meinem Tod fort, das finde ich gut. So lebte ich nicht umsonst. (+ Mir ist Wissenschaft wichtig. So kann ich mir vorstellen, den toten Körper der Forschung zur Verfügung zu stellen. Das gleiche gilt für Aussagen. Vielleicht hilft es Betroffenen und verkleinert Wissenslücken bzgl. TS/IS.)
Ganz liebe Grüße
ab
P.S. Bei facebook und co. bin ich nicht und war ich nie. ==> Die Entscheidung traf ich bewußt. Aber ... es kann sich ändern
Nachtrag:
Da einige hier mich persönlich/bzw. per Klarnamen/ kennen, vermute ich, dass sich mein Ableben rumsprechen würde. Da das RL bei mir überwiegt, mach ich mir da keine Gedanken.
FÜR: Respekt, Menschenrechte und eine gelebte, demokratische Zivilgesellschaft, die Minderheiten schützt
ERGO: Umfassende Bildung für alle, effektive Regeln in Alltag und Netz, eine gut ausgestattete Polizei/Justiz