Was ist daran gut, ein Mann zu sein?
Was ist daran gut, ein Mann zu sein? - # 2

Lebensplanung, Standorte
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blauschnee
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Re: Was ist daran gut, ein Mann zu sein?

Post 16 im Thema

Beitrag von blauschnee »

Hallo Andrea,
Deine Vermutung trifft es sehr gut, ich habe mich mit meiner auch etwas schwer getan. Was Du da nennst, trifft es schon sehr gut.
Der Drang in die weibliche Rolle zu schlüpfen -- ich vermute, wenn er zeitweise nur schwächer aber trotzdem vorhanden ist, würde das dann heisßen, daß er trotzdem da ist? Auch wenn man in dieser Zeit dann nicht dem Drang nachgibt?
Bei "du Gelegenheiten, dich zu verwandeln, ungenutzt lässt, weil dir gerade nicht danach ist." könnte ich mir aber auch bei einigen transidenten Menschen vorstellen, dass sie Möglichkeiten ungenutzt lassen, weil z.B. die Zeit zu kurz ist, sie in einem seelischen Tief sind oder Nachteile fürchten.
Diese beiden Punkte von Dir geben mir am meisten zum Denken, die anderen Sachen kann ich für mich ziemlich eindeutig beantworten. Dieses komische, deplazierte Gefühl in solchen Männerrunden kennen bestimmt noch mehr hier ^^ Und viele der sonst genannten Vorteile sind relativ profan, oder treffen nicht auf mich zu.

Hallo Nathalie, ich vermute, dass so etwas nicht jeden Tag passiert, aber wenn dann doch mal die Notwendigkeit gegeben ist, Du vielleicht schon dementsprechend reagierst. Vielleicht sogar unbewusst :)

Liebe Grüße
blauschnee
Lipstick-Lady
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Re: Was ist daran gut, ein Mann zu sein?

Post 17 im Thema

Beitrag von Lipstick-Lady »

Corinna hat geschrieben:Ist es nicht wunderschön, mit einer Frau Sex zu haben?
Klamotten sind doch nicht alles, oder?
Sicher, Klamotten sind nicht alles. Aber ist Sex alles?

Guter Sex ist schon toll. Aber rein zeitlich macht das - wie Blauschnee schon feststellte - nur einen kleinen Teil unseres Lebens aus. In den westlich-amerikanisierten Ländern müssen Männer dazu noch die Forderungen der Frauen erfüllen. Sonst gibt es keinen Sex. Schließlich sitzen Männer mit ihrem i.allg. höheren Sextrieb am kürzeren Hebel. In anderen Kulturen wird (wie auch früher in Europa) wird eine Religion installiert, die die Frauen in Schach hält. Nicht wenige unserer muslimischen Mitbürger halten die westliche Gesellschaft für einen einzigen, großen Puff. Da ist wohl was dran. Aber am schlimmsten war das alles in 70er Jahren. Inzwischen hat sich auch viel verbessert.

Zu dieser Thematik empfehle ich "Der dressierte Mann" von Esther Vilar sowie "Tussikratie" von Theresa Bäuerlein und Friederike Knüpling. Literatur, die verdrängungsorientierte Männer zugegebenerweise eher nicht begeistert.
Corinna hat geschrieben:Es sind doch nicht Kleidungsstücke, die einen Menschen zu Mann oder Frau machen?!?
Das ist doch alles Verkleidung und Täuschung...
Offenbar doch bis zu einem gewissen Grad. Sonst würden sich nicht so viele über unsereinen aufregen.
Nathalie hat geschrieben:... ich bin ein Mann und sehe mich auch künftig nicht anders, trotzdem ...
Man kann natürlich mit seinem subjektiven Empfindungen und Gefühlen argumentieren. Aber eine Antwort darauf erübrigt sich.

LG, Lipstick-Lady
Zuletzt geändert von Lipstick-Lady am Mi 26. Nov 2014, 11:40, insgesamt 1-mal geändert.
*~Laura~*
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Re: Was ist daran gut, ein Mann zu sein?

Post 18 im Thema

Beitrag von *~Laura~* »

Ich stelle mir hier zunächst mal die Frage, bevor man beantworten kann, was daran gut ist, was ist denn ein Mann in den Augen der Thread-Erstellerin überhaupt, sprich, wie ist das definiert? Über das alleinige Geschlechtsmerkmal kann ja eigentlich schon mal nicht sein, da dann viele hier auch keine "Frau" wären, es aber für sich -trotz des Anhängsels etc.- so betrachten.

LG,
*~Laura~*
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Re: Was ist daran gut, ein Mann zu sein?

Post 19 im Thema

Beitrag von blauschnee »

Hallo Laura,

mit Männern meine ich im Prinzip alle, die sich mit ihrer Männlichkeit identifizieren. Da hier im Forum sehr wenige "ganz normale" Männer unterwegs sind, aber dafür doch einige, die gerne Mann sind, aber auch ihre weibliche Seite ausleben, rechne ich natürlich mit ihren Antworten. Wahrscheinlich haben diese Männer sich viel häufiger Gedanken darüber gemacht, als ein Mann, der nicht diese Gefühle in sich hat. Im Prinzip meine ich also mit Männern alle, die Mann bleiben wollen, egal was sie darüberhinaus ausleben.

Liebe Grüße
blauschnee
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Re: Was ist daran gut, ein Mann zu sein?

Post 20 im Thema

Beitrag von blauschnee »

Hallo Jana, kannst du auch sagen, was dich dazu bringt, dich pudelwohl zu fühlen?

Liebe Grüße
Blauschnee
Andrea aus Sachsen
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Re: Was ist daran gut, ein Mann zu sein?

Post 21 im Thema

Beitrag von Andrea aus Sachsen »

.
blauschnee hat geschrieben:Der Drang in die weibliche Rolle zu schlüpfen -- ich vermute, wenn er zeitweise nur schwächer aber trotzdem vorhanden ist, würde das dann heisßen, daß er trotzdem da ist? Auch wenn man in dieser Zeit dann nicht dem Drang nachgibt?
Diese Frage zielt wohl darauf ab, wo hier eine Grenze zu ziehen wäre. Da möchte ich mich nicht festlegen. Meine Testfragen sollen nur als Anhaltspunkt und nicht zur Entscheidungsfindung dienen.
blauschnee hat geschrieben:Bei "du Gelegenheiten, dich zu verwandeln, ungenutzt lässt, weil dir gerade nicht danach ist." könnte ich mir aber auch bei einigen transidenten Menschen vorstellen, dass sie Möglichkeiten ungenutzt lassen, weil z.B. die Zeit zu kurz ist, sie in einem seelischen Tief sind oder Nachteile fürchten.
Auch das ist Auslegungssache. Was ist überhaupt eine ungenutzte Gelegenheit? "Wenig Zeit" oder "Nachteile befürchten" wären für mich in diesem Sinne gar keine Gelegenheit.
Ich selbst kann das auch schlecht beurteilen, weil ich jede meiner Testfragen mit nein antworten müsste, mit einer Ausnahme, dass ich es bequemer finde, mich als Mann nicht täglich schminken zu müssen. Andere können offenbar mehrere Wochen ohne CD leben, ohne an "Entzugserscheinungen" zu leiden.
Wenn es danach ginge, müsste ich mein Profil jetzt in Transident ändern.
Viele Grüße
Andrea aus Sachsen
Tatjana_59
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Re: Was ist daran gut, ein Mann zu sein?

Post 22 im Thema

Beitrag von Tatjana_59 »

[quote="Jana01"]Wäre ich kein Mann, dann wäre ich nicht mit meiner Frau verheiratet und es gibt nichts Schöneres als Sex mit der eigenen Ehefrau zu haben ;) Allerdings bin ich kein typischer Mann, ich hab viel mehr Mädels im Freundeskreis, mit denen verstehe ich mich besser. Ich mag nicht saufen oder abhängen gehen, ich brauche keine Prollo-Sprüche bringen, ich bin sowieso klassischer Musiker mit einer etwas anderen Seele.... das finde ich oftmals bei Frauen wieder. Aber ansonsten fühle ich mich als Mann pudelwohl ;)[/

Was bin ich? Ich definiere mich als Frau, bin aber ja mit meiner Frau verheiratet.
Ich gebe dir recht, mit der eigenen Frau Sex zu haben ist einfach wundervoll, aber macht das das Mann sein aus?
Ich habe zwar das gehängsel zwischen den Beinen, mein Geschlecht befindet sich allerdings im Kopf, und das ist weiblich.

Gruß Tatjana
Der Kopf denkt und gibt Rat.
Das Bauchgefühl gibt Rat.
Doch das Herz spricht, höre auf dein Herz!
*~Laura~*
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Re: Was ist daran gut, ein Mann zu sein?

Post 23 im Thema

Beitrag von *~Laura~* »

blauschnee hat geschrieben:Hallo Laura,

mit Männern meine ich im Prinzip alle, die sich mit ihrer Männlichkeit identifizieren. Da hier im Forum sehr wenige "ganz normale" Männer unterwegs sind, aber dafür doch einige, die gerne Mann sind, aber auch ihre weibliche Seite ausleben, rechne ich natürlich mit ihren Antworten. Wahrscheinlich haben diese Männer sich viel häufiger Gedanken darüber gemacht, als ein Mann, der nicht diese Gefühle in sich hat. Im Prinzip meine ich also mit Männern alle, die Mann bleiben wollen, egal was sie darüberhinaus ausleben.

Liebe Grüße
blauschnee
Okay, das macht es -wenngleich auch nur etwas- klarer. Oder vielleicht habe nur ich das Problem, Männlichkeit außerhalb des Klischee-Rahmens festmachen zu können. Wenn Du magst, kannst Du ja mal ein paar erklärende Worte zu Deinem Verständnis von Männlichkeit schreiben?

LG,
*~Laura~*
blauschnee
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Re: Was ist daran gut, ein Mann zu sein?

Post 24 im Thema

Beitrag von blauschnee »

Hallo Andrea,
ja, das war mein Problem, dass genau diese beiden Fragen irgendwie Auslegungssache sind. Offenbar ist es wirklich nicht leicht, auf solche Fragen eine Antwort zu finden. Auch wenn Deine Fragen nicht zur Entscheidungsfindung dienen, sie helfen dabei aber trotzdem ein wenig, weil man sich Gedanken manchen muss.

Hallo Laura,
ich muss gestehen, daß ich mein Verständnis von Männlichkeit nicht so gut erklären kann, weil ich mir darüber bisher nie so große Gedanken gemacht habe. Mir ging es bisher eigentlich immer nur um die Weiblichkeit, deswegen wollte ich das Thema mal von der männlichen Seite beleuchten. Ich wollte versuchen herauszufinden, was ich verlieren würde, wenn ich mich auf den Weg zum Frausein begeben würde. Ob es da vielleicht irgendetwas gibt, an das ich nicht gedacht habe und bereuen würde. Oder Ob es Gründe gibt, doch lieber ein Mann bleiben zu wollen.
Ich versuche trotzdem mal mein Verständnis von Männlichkeit zu beschreiben, ohne bei Wikipedia u.a. nachzulesen. Mir geht es dabei im Prinzip um die männliche Geschlechtsidentität, mit deren Lebensweise, ihren Lebenszielen, ihren Ansichten und Vorlieben. Darum richtete sich meine Frage vorallem an die, die einzig diese Geschlechtsidentität oder zusätzlich zu anderen haben. Aber letztendlich jeden, der da irgendwie fachkundig ist :)

Liebe Grüße
Blauschnee
*~Laura~*
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Re: Was ist daran gut, ein Mann zu sein?

Post 25 im Thema

Beitrag von *~Laura~* »

Hallo Blauschnee,

das habe ich bereits vermutet - da auch Deine erste Antwort bereits sehr vage blieb, wie nun auch die zweite zwar ausdrückt, in welchen Bereichen sich "Männlichkeit" ausdrücken kann, jedoch nicht, wie. Sprich, was sind denn für Dich männliche Lebensweisen, Lebensziele, Ansichten usw.? Das wäre zunächst interessant zu wissen, ehe man Dir konkret antworten kann.
LG,
*~Laura~*
Lina
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Re: Was ist daran gut, ein Mann zu sein?

Post 26 im Thema

Beitrag von Lina »

Corinna hat geschrieben:Ist es nicht wunderschön, mit einer Frau Sex zu haben?
Klamotten sind doch nicht alles, oder?
Es sind doch nicht Kleidungsstücke, die einen Menschen zu Mann oder Frau machen?!?
Das ist doch alles Verkleidung und Täuschung...
In der Verbindung von Mann und Frau in der Penetration spürt doch jede/r, was sich gut und richtig anfühlt... In dieser Nacktheit voreinander zu stehen, läßt doch die wirkliche Persönlichkeit erkennen - alles andere ist 'Kopfkino'
"glaube nicht alles, was Du denkst" ....
Was in der Nacktheit an Anziehung und Wohlgefühl da ist, das ist doch letztlich wahr...
Fühlt sich ein Mann nicht wohl mit seinem Penis und nicht angezogen von (s)einer Frau - ok, dann sollte er/sie etwas ändern... Ansonsten ist doch alles gut, finde ich!
Sex mit einer Frau kann man ja haben, egal wie. Mann, Frau, T-Frau, T-Mann, Intersexuell. Das ist ja nun wirklich kein Argument.

Und was wenn eine T-Frau sich sogar mit dem externen Klitoris abgefunden hat oder sich sogar wohl fühlt - und die Partnerin oder der Partner auch? Es gibt viel mehr als du dir vorstellst.
blauschnee
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Re: Was ist daran gut, ein Mann zu sein?

Post 27 im Thema

Beitrag von blauschnee »

Hallo Laura,
männlichkeit war vielleicht auch das falsche Wort dafür, vielleicht lieber männliche Identität. Wahrscheinlich finde ich nicht die ganz richtigen Worte dafür, es ist dieses das erste mal, dass ich mich in einem Transgender-Forum angemeldet habe und schreibe. Ich kann eigentlich gar nicht sagen wie sich Männlichkeit ausdrücken kann, von den Klischees mal abgesehen, die möchte ich da auch nicht bemühen.
Ich wollte mit meiner Frage im Prinzip ungefähr das herausfinden. Was derjenige am Besitz einer männlichen Identität schätzt, und warum er es schätzt.
Ich selbst lege nicht viel Wert darauf, mich mit meinem Verhalten als Mann zu beweisen, ich lehne sowas größtenteils ab.
Mit Mann meinte ich die soziale Identität "Mann", mit der man von anderen als solcher erkannt und behandelt wird/werden will. Das kann also für Bio-Männer, Crossdresser oder FzM-TS zutreffen, vielleicht auch noch für mehrere. Die beste Zielgruppe für diese Frage wären wohl Bio-Männer, die auch keine weibliche Seite in sich haben, aber die wird es hier zu wenig geben und sie werden sich über solche Sachen auch nur selten Gedanken gemacht haben. Oder um es aus einer anderen Perspektive zu betrachten, ich hatte nach etwas gesucht, das einem verwehrt bliebe, wenn man sich zur Transition entschliessen sollte und worüber man sich vorher Gedanken machen sollte, ob es gut ist, das quasi zurückzulassen.

Es kamen ja sehr viele pragmatische Gründe, vielleicht auch einige Gründe aus Rücksicht zu anderen Menschen (zu Sohn, Frau), aber nur sehr wenig, was der eigenen Seele entspringt (wie intrinsische Gründe). Wahrscheinlich ist es sogar unmöglich, diese Frage überhaupt so zu beantworten, wie ich es mir erhofft habe.


Lina, das gleiche habe ich mir auch gedacht, aber ich wollte das nicht so hart und konkret formulieren. Aber ich schliesse mich Dir da an, denn so einfach kann man es sich da nicht machen.


Liebe Grüße
Blauschnee
Lea Michele
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Re: Was ist daran gut, ein Mann zu sein?

Post 28 im Thema

Beitrag von Lea Michele »

Hallo ihr Lieben
Ich war immer gern ein Mann, es gibt viele Vorteile diesem Geschlecht anzugehören im Sozialen wie im Beruf.
Hatte aber auch einmal eine lustige Begebenheit: Ich war mit meinen beiden Töchtern wo sie ein und zwei Jahre alt waren in der Stadt unterwegs und meine kleine Tochter musste gewickelt werden, aber wohin. Also ab in ein Kaufhaus in den Wickelraum, ihr hättet einmal die Blicke der Frauen sehen sollen, wie ich in der Damentoilette stand und mein Kind wickelte. Da sieht man einmal das es auch Gegebenheiten gibt nur auf Frauen ausgelegt sind.
Mein Inneres glaube ich ist schon von Anfang an weiblich gewesen.
Ich möchte eine Frauen sein mit allen drum und dran, wie Hochzeit, Schwangerschaft (das mit dem Kinder bekommen ist zwar unmöglich, aber einer meiner größten Sehnsüchte) und einfach Leben. Die Benachteiligungen die uns durch die männliche Gesellschaft entstehen, denen sollte man engentreten aber doch Frau bleiben.
LG Lea Michele
Auf dem Weg endlich so zu sein wie ich mich fühle❣️
LanaX
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Re: Was ist daran gut, ein Mann zu sein?

Post 29 im Thema

Beitrag von LanaX »

Hallo,

zunächst gehts bei Männern wirklich schneller auf dem Klo. Außerdem ist es klasse, dass man sich eben auf einer
ekligen Toilette nicht hinsetzen muss fürs kleine Geschäft ;)

Weitere Punkte, die mir aus meiner Sichtweise einfallen:

Als Mann ist es z.B. wesentlich einfacher, sich für eine Frau heiß anzuziehen als umgekehrt! Ein Slip oder ne Boxer (oder gleich nichts), bisschen den Bauch eingezogen und ein nettes Parfum und fertig ;) Bei einer Frau kann da auch gern mal Corsage, Strapse, vielleicht High Heels und Make-up zusammenkommen, was wesentlich mehr Aufwand und Zeit kostet. Gleiches gilt eigentlich ebenso für Anlässe außerhalb des Schlafzimmers ;)

Als Frau bin ich sehr anspruchsvoll, was mein Äußeres angeht. Die Menge der Auswahl an verschiedenen Kleidungsstücken ist im Frauensortiment (meiner Meinung nach)
sehr viel umfangreicher. Das finde ich (Lana) einerseits sehr gut und spannend. Als Mann bin ich dann aber doch sehr froh, dass ich mit ner schicken Jeans, T-Shirt und
vielleicht ner Strickjacke (wenn es kalt ist) gut angezogen bin.

Und teilweise wird doch von der Damenwelt heute ein gewisser Stil erwartet. Das ist echt ne Menge Arbeit! Und was da an Geld drauf geht... Durch meine weiblich Seite habe ich großen Respekt vor stilsicheren Frauen (ich meine nicht die überdrehten...) ;)

Außerdem ist es schon entspannter nachts als Mann allein durch die Straße zu laufen. Und es ist ein schönes Gefühl eine Frau in die kräftigen Arme zu nehmen
und zu sehen, wie sie sich dort wohlig einkuschelt :) (das geht umgekehrt auch aber nur bedingt, da Frauen nunmal meist kleiner sind)

Männern wird auch meist nicht blöd hinterher gepfiffen. Ich denke als attraktive Frau kann es schon sehr nervig werden ab und an.

Ein weiterer Punkt: Männer frieren weniger!

Und Männer lösen Probleme oft direkter als Frauen und damit meine ich nicht gleich die Fäuste ;)
Unter Kumpels brüllt man sich dann im Ernstfall vielleicht mal an und dann ist auch wieder gut!

Und nicht zuletzt bin ich nicht böse, dass Männer keine Regelblutungen bekommen oder
ein Kind gebären müssen ;)

Und noch ein Kommentar, welche Vorteile die (temporäre) Frau im Mann hat?

Ich kann durch die Frau in mir nachvollziehen, warum meine Freundin sich über einen
neuen Eyeliner freut oder warum sie noch ein spezielles Paar Schuhe braucht. Und
beim Shoppen ist es doch auch schön, wenn man(n) da 2h länger durchhält.
Da strahlen aber die Augen der Freundin, bei einem verständnisvollen Freund (der
sich dafür ja aber gar nicht anstrengen muss) und das zahlt sich aus in einer Beziehung.
Ich sag nur: Happy wife, happy life, da ist was dran ;)

Zuletzt noch ein Grund, der bei mir auch dazu geführt haben könnte, dass sich Lana entwickelt hat
(ich bin mir noch nicht sicher, woher meine weibliche Seite kommt):

Ich bin generell neugierig und möchte wissen "was die Welt im Innersten zusammen hält".
Dieses Zitat aus Goethes Faust begleitet mich seit meiner Schulzeit. Und dazu gehört für mich
auch das Verständnis der "Damenwelt" (soweit es einem Mann eben möglich ist).

Dabei habe ich entdeckt, dass ich entspanne, wenn ich Lana ab und zu herauslasse und natürlich
dabei auch immer wieder ein paar neue Dinge über mich und die Welt dazu lerne!

Vielleicht hilft dir das als Anregung ;)
Ich wünsche dir auf jeden Fall ganz viel Glück und Erfolg bei der Selbstfindung!

Liebe Grüße
Lana
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Re: Was ist daran gut, ein Mann zu sein?

Post 30 im Thema

Beitrag von LanaX »

kleiner Nachtrag:

@blauschnee: Ich studiere übrigens auch Elektrotechnik ;)

@Corinna: Ich stimme dir beim Thema Kopfkino völlig zu
"Glaube nicht alles, was du denkst" triffts ins Schwarze!
Danke dafür :)
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