Welche Probleme bewegen euch noch? Pflege!
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Anne-Mette
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Welche Probleme bewegen euch noch? Pflege!

Post 1 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,

ja, mal abseits von Trans- und Intersexualität, Crossdressing, DWT...

Und mal ganz abgesehen vom Wetter (smili)

Bei uns ist so ein "fliegender Übergang". Die Kinder sind noch mit Ausbildungsthemen beschäftigt, aber gut dabei.
Sorgen machen mir im Moment unsere Mütter und andere, ältere Angehörige. Aus diesem Grund beschäftige ich mich in der letzten Zeit viel häufiger mit Fragen zur Pflege und mit der Frage: "was kannst, solltest, musst Du tun?"

Als wir Freitag vom Konzert zurückgekommen sind, wollte ich nicht gleich ins Bett. Auf Phoenix entdeckte ich einen Film, der mich noch mehr ins Grübeln gebracht hat:
"Als Palliativ-Ärztin begleitet Petra Anwar Menschen auf dem Weg in den Tod. Sie versucht Sterbenden Schmerzen zu nehmen und ermöglicht ihren Patienten einen würdevollen, und oft erlösenden Abschied im Kreise ihrer Familien. Dafür nimmt sie, neben langen Fahr- und Arbeitszeiten, selber große seelische Belastung auf sich. Als Medizinerin sieht sie sich nicht nur als Stütze für den Sterbenden, sondern auch für die Angehörigen".

http://www.phoenix.de/content/phoenix/d ... 2013-10-26

Natürlich sollte man nicht gleich ans Sterben denken (?) - aber das Thema ist mir in den letzten Jahren doch näher gekommen, als die Jahre zuvor.


Gruß
Anne-Mette
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Re: Welche Probleme bewegen euch noch?

Post 2 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,
Und da suche ich nach Ursachen
Ja, es wäre schön, dazu etwas mehr zu erfahren.

Gruß
Anne-Mette
Pauline

Re: Welche Probleme bewegen euch noch?

Post 3 im Thema

Beitrag von Pauline »

Hallo Anne-Mette,

ein nachdenkliches Thema.
Ja, auch ich trage einen ganzen Sack von Problemen mit mir herum. Wer nicht.
Aber letztendlich interressiert es doch die anderen Menschen nicht wirklich; jede hat ihr Päckchen zu tragen, wie man
so schön sagt; unter jedem Dach ist ein Ach.

Zum Thema Pflege, das Dich berührt hat, kann ich aus meiner Erfahrung raten: Übernimm NIE die Pflege eines Angehörigen. Du gehst daran
zugrunde! Das wird Dir jede/r Mitarbeiter/in von Pflegediensten bestätigen. Meine ganze Familie hat mit intensivem Einsatz zu verhindern
versucht, dass meine Schwiegermutter bei zunehmender Demenz und multimorbide ins Pflegeheim kam. Meine Frau hatte ihr irgendwann
versprochen "Du kommst nicht ins Heim". Der Kampf dauerte ca. 1 Jahr mit sehr vielen 24-Stunden-Einsätzen.

Dann waren wir ALLE physisch und psychisch am Ende. Meine Familie ist fast daran zerbrochen. Die Schwiegermutter lebt nun glücklich und zufrieden
in ihrem Heim und weiss von den ganzen Vorkommnissen nichts mehr.

DA sein, präsent sein für den Angehörigen, Hilfe bringen, Pflege organisieren JA.
Aber selbst pflegen bis zur Selbstaufgabe, NEIN!

To Help Others, First You Must Help Yourself!

LG Pauline ---)))
Kerstin
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Re: Welche Probleme bewegen euch noch?

Post 4 im Thema

Beitrag von Kerstin »

Hallo Pauline
Pauline hat geschrieben:.....
DA sein, präsent sein für den Angehörigen, Hilfe bringen, Pflege organisieren JA.
Aber selbst pflegen bis zur Selbstaufgabe, NEIN!
....
So einfach ist es aber auch nicht. Mein Vater hätte sich gerade in den letzten zwei/drei Jahren von einer Fremden nicht helfen lassen.
Andernseits mußte er schon für zwei Wochen ins Heim - in kurz pflege - um friedlich sterben zu können.

Es spielen so viele Faktoren mit, das man die Frage:"selber pflegen oder ins Heim?" nicht pauschal beantworten kann.


LG Kerstin
Ich brauche Informationen - eine Meinung bilde ich mir selbst.
Pauline

Re: Welche Probleme bewegen euch noch?

Post 5 im Thema

Beitrag von Pauline »

Kerstin hat geschrieben: So einfach ist es aber auch nicht. Mein Vater hätte sich gerade in den letzten zwei/drei Jahren von einer Fremden nicht helfen lassen.
Andernseits mußte er schon für zwei Wochen ins Heim - in kurz pflege - um friedlich sterben zu können.

Es spielen so viele Faktoren mit, das man die Frage:"selber pflegen oder ins Heim?" nicht pauschal beantworten kann.
Hallo Kerstin

Nein, so einfach ist das wirklich nicht. Da hast Du natürlich recht. Jeder Fall ist anders und die Handelnden sind andere.
Es steht außer Frage, dass man geistig klare Angehörige so lange wie möglich zu Hause selbst pflegen sollte, wenn der
Pflegeumfang es zulässt.

Mein Fehler in meinem Posting oben war, dass meiner Empfehlung zum Nichtpflegen durch Angehörige der Hinweis auf
starke und fortschreitende DEMENZ fehlte.
Wenn man in solcher Situation als Angehöriger einfach weitermacht, um eine Einweisung ins Heim zu verhindern,
endet es gewöhnlich in einem Disaster.

Danke Kerstin, dass Du mich darauf hingewiesen hast.

LG Pauline
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Re: Welche Probleme bewegen euch noch?

Post 6 im Thema

Beitrag von conny »

Pauline hat geschrieben:Hallo Anne-Mette,

ein nachdenkliches Thema.
Ja, auch ich trage einen ganzen Sack von Problemen mit mir herum. Wer nicht.
Aber letztendlich interressiert es doch die anderen Menschen nicht wirklich; jede hat ihr Päckchen zu tragen, wie man
so schön sagt; unter jedem Dach ist ein Ach.

Zum Thema Pflege, das Dich berührt hat, kann ich aus meiner Erfahrung raten: Übernimm NIE die Pflege eines Angehörigen. Du gehst daran
zugrunde! Das wird Dir jede/r Mitarbeiter/in von Pflegediensten bestätigen. Meine ganze Familie hat mit intensivem Einsatz zu verhindern
versucht, dass meine Schwiegermutter bei zunehmender Demenz und multimorbide ins Pflegeheim kam. Meine Frau hatte ihr irgendwann
versprochen "Du kommst nicht ins Heim". Der Kampf dauerte ca. 1 Jahr mit sehr vielen 24-Stunden-Einsätzen.

Dann waren wir ALLE physisch und psychisch am Ende. Meine Familie ist fast daran zerbrochen. Die Schwiegermutter lebt nun glücklich und zufrieden
in ihrem Heim und weiss von den ganzen Vorkommnissen nichts mehr.

DA sein, präsent sein für den Angehörigen, Hilfe bringen, Pflege organisieren JA.
Aber selbst pflegen bis zur Selbstaufgabe, NEIN!

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LG Pauline ---)))
hallo pauline,

ich kann deine pauschale schlußfolgerung keinesfalls so stehen lassen, es kommt immer auf den einzelfall an!
als meine mutter mit über 90 aufgrund körperlicher gebrechen nicht mehr in ihrem zu hause bleiben konnte, haben wir sie zu uns ins haus geholt.
alle möglichen menschen haben uns gesagt, "wie könnt ihr nur". für viele ist das abschieben in ein heim anscheinend alterntivlos, wenn es auch anders ginge.
man ist einfach nicht bereit, sein leben für den alten menschen zu ändern und einen teil der fürsorge zurückzugeben, die man selbst jahrelang erfahren hat.
ich will das hier nicht weiter ausführen, aber die gut drei jahre des zusammenlebens mit teilweiser hilfe durch einen pflegedienst haben wir nicht bereut.

lg
Saskia.shewulf
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Re: Welche Probleme bewegen euch noch?

Post 7 im Thema

Beitrag von Saskia.shewulf »

Hallo

Sehr schweres Thema ich kann nur die Erfahrung mit meinen Großeltern beschreiben die mittlerweile schon seit über 15 Jahren tot sind.
Meine Fam. hat sie solange wie möglich im eigenen Haus selber gepflegt alle Onkel ,Tanten ,Vettern und Cousinen haben sich daran beteiligt.
später kam ein mobiler Pflegedienst dazu .Meine Großmutter starb im eigenen Haus sie wurde 94 Jahre alt .Der Großvater hatte danach
keinen Lebenswillen mehr.Er kam ins Pflegeheim das letzte Jahr war grauenhaft für ihn dort. leider ging es aber nicht anders .
Wie meine Geschwister und ich das Lösen werden oh je ich weis es nicht......aber wir werden sicher auch versuchen die Eltern möglichst
lange bei uns zu halten.

Ansonsten hoffe ich den Winter gut zu überstehen diese Uhrumstellung macht mir keine Freude! :? :wink:


Lg Saskia (flo)
Wer keinen Mut zum träumen hat
-hat keine Kraft zum Kämpfen
Exuser-2014-02-18

Re: Welche Probleme bewegen euch noch?

Post 8 im Thema

Beitrag von Exuser-2014-02-18 »

Saskia.shewulf hat geschrieben: Ansonsten hoffe ich den Winter gut zu überstehen.....
Ja... ich glaube, diese Empfindung haben wohl viele.
Wenn ich mir vorstelle, die gleiche Helligkeit und die gleiche Wärme gibt es wahrscheinlich erst in fünf Monaten wieder, also so Mitte März.

Und dann gibt es ja noch das Phänomen "Winterdepression".
Am Besten Winterschlaf machen und im März erst wieder aufwachen, wie die Murmeltiere.

elgetina ))):s

PS... zum Thema Altenpflege habe ich auch meine Erfahrungen, es ist eine fürchterliche Zwickmühle, in der man da steckt.
conny
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Re: Welche Probleme bewegen euch noch?

Post 9 im Thema

Beitrag von conny »

Mona Schwindt hat geschrieben: Klar ist immer der Einzelfall zu sehen, aber ich denke, das schließt der Beitrag von Pauline grundsätzlich nicht aus.

Das macht es hier im Forum so schwer einen Beitrag zu bringen, wie im Leben muss er in allen Richtungen ausdiffrenziert sein, sonst eckt man an.

Gruß Mona
(flo)
sorry mona,

in ihrem ersten beitrag schrieb pauline
"Zum Thema Pflege, das Dich berührt hat, kann ich aus meiner Erfahrung raten: Übernimm NIE die Pflege eines Angehörigen"

das hat sie in ihrem zweiten beitrag korrigiert und damit ist es ok.

lg
conny
Anne-Mette
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Re: Welche Probleme bewegen euch noch?

Post 10 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,

ich habe den Phoenix-Film nun als YouTube-Film entdeckt:






Ich fand die Ansätze, die in dem Film diskutiert werden, sehr gut.

Leider waren praktische Erfahrungen in meinem Umkreis mit Homecare Berlin nicht so, wie ich es mir vorgestellt habe.

Gruß
Anne-Mette
Exuserin-2015-08-11

Re: Welche Probleme bewegen euch noch?

Post 11 im Thema

Beitrag von Exuserin-2015-08-11 »

Das Problem habe ich mit meiner Frau auch,erst Schwiegervater mit Demenz 2 Jahre umsorgt ,dann nach 2 Jahren Schwiegermutter immer betreut. Als es nicht mehr in Ihrer häuslichen Umgebung ging , blieb nur ein Heim als Lösung übrig.Nun sind wir leider die schlimmen Kinder ,die nichts mehr Erben dürfen,obwohl gar nichts da ist.Es schreibt eine verwunderliche Ilektra.
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