PASSING - NEIN DANKE?
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Anke
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PASSING - NEIN DANKE?

Post 1 im Thema

Beitrag von Anke »

Hallo,

unter dieser etwas provozierenden Überschrift möchte ich gerne einmal folgende Gedanken zur Diskussion stellen:

Mein Eindruck ist, dass es für die meisten ein selbstverständliches Ziel ist, ein möglichst gute Passing zu haben. Mir ging das lange Zeit genauso. Mal überspitzt formuliert: ich wollte so aussehen, dass ich möglichst nicht oder nur wenig auffalle und keiner denken kann, das ist eigentlich ein Mann.

Mittlerweile habe ich das für mich stark in Frage gestellt. Selbstverständlich möchte ich nach wie vor möglichst feminin und auch gut aussehen. Dabei geht es mir aber nicht mehr darum, von anderen "nicht durchschaut" zu werden. Vielmehr tue ich das für mich. Ich möchte hübsch und weiblich aussehen und es bereitet mir große Freude, wenn mir das einmal besonders gut gelingt. Es ist Ausdruck meiner Identität.

Ansonsten bin ich an dem Punkt angelangt, dass es für mich keine Rolle mehr spielt, ob mich jemand als Transsexuelle oder als Cis-Frau wahrnimmt. Wenn die Menschen es sehen, dann ist das für mich in Ordnung. Ich stehe zu dem was ich bin und wer ich bin, und möchte mich auf keinen Fall mehr verstecken. Auch nicht hinter einem guten Passing.

Das hat an dem was ich tue praktisch nichts geändert. Geändert hat sich ausschließlich meine innere Einstellung und Haltung.

Deshalb stelle ich die provozierende Frage, ob die Passing-Idee vielleicht grundsätzlich falsch, bzw. überholt ist.

Jetzt freue ich mich sehr auf die Beiträge, auch auf die, die mir widersprechen.

Liebe Grüße

Anke
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Lina
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Re: PASSING - NEIN DANKE?

Post 2 im Thema

Beitrag von Lina »

@Mittlerweile habe ich das für mich stark in Frage gestellt.

Das ist natürlich auch leicht und sinnvoll für jemanden mit einem guten Passing zu tun ...
Vivian Cologne
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Re: PASSING - NEIN DANKE?

Post 3 im Thema

Beitrag von Vivian Cologne »

Hallo Anke,

ich glaube, dass deine Anmerkungen einiges an Zündstoff beinhalten und durchaus gegenteilige Meinungen kommen. Mal sehen!

Was du beschreibst, ist wohl nur die ganz normale Entwicklung von Transfrauen in unserem Alter. Wir sind ja sozusagen die Spätberufenen. Mir erging es ähnlich, und folglich habe ich beim Lesen ab und zu genickt - hat ja keiner gesehen.

Als ich noch ängstlich um die Häuserecken schlich, war ich überzeugt, ohne dieses ominöse Passing geht gar nichts. Und gleichzeitig war ich frustriert, weil ich wusste, das wird nie was ...

Im Frühjahr 2014 wurde mir klar. dass ich den Schritt zur Vollzeitfrau gehen will und muss, um glücklich zu werden. Wochenlang habe ich mir ausgemalt, welcher Typ von Frau ich denn für "die da draußen" sein muss, um im Leben zu bestehen. Jeder Schritt nach draußen blieb eine Herausforderung. Sitzen die Haare? Ist der Eyeliner wieder schief? Starrt jemand auf meine krummen Beine, weil ich wieder einen zu kurzen Rock angezogen habe? Wie erreiche ich denn die 100 % Passing, die dafür anscheinend notwendig sind?

Mittlerweile habe ich dazugelernt. Ich Spätberufene werde nie das angehimmelte Nonplusultra erreichen. Was ist das überhaupt? Passing ist für mich zu einer Gesamtkonstruktion geworden. Das bin ich, eine Transfrau mit männlicher Vergangenheit. Wen das stört, soll es sagen - höflich. Dass es Menschen gibt, die es stört, kann jeder meinem Outing-Strategie-Thread entnehmen. Vom Wahn, als geborenes Weibchen durchzugehen, habe ich mich verabschiedet.

Aber: Natürlich tue ich viel dafür, weiblich zu erscheinen. Ich lasse lasern, trage teure Haare, gehe immer noch nicht völlig ungeschminkt aus dem Haus, überleg evor dem Kleiderschrank. Das tun viele Bio-Frauen mit einem ähnlichen Leben auch. Deren Weiblichkeit stellt keiner infrage, bei mir aber schon. Das ist ungerecht, aber so ist es eben. Doch der Aufwand hat Grenzen. Ich will authentisch bleiben, ich verstecke nichts, weder im Café noch im Bewerbungsgespräch. Wollte ich alles "verheimlichen", irgendetwas würde mich doch "verraten".

Gerade junge Transfrauen wollen oft das Maximum, so scheint es mir. In Foren, TV-Sendungen hören wir, dass sie nach der Transition "stealth" leben wollen, getarnt, unerkannt, eben 100 % Passing. Bewundernswert! Und damit werfen sie ihr ganzes bisheriges Leben fort? Vernichten alle Jugendfotos? Das muss jede selbst entscheiden. Der Leidensdruck, was den eigenen Körper betrifft, ist sehr unterschiedlich. Ich habe ih nie "gehasst", er gehörte immer zu mir. Nun schlucke ich sogar Hormone, um etwas anders auszusehen. Klar, das verbessert das "Passing" - siehe oben. Aber es ist für mich keine Religion mehr, insofern stimme ich dir zu.

Vivian
Andrea aus Sachsen
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Re: PASSING - NEIN DANKE?

Post 4 im Thema

Beitrag von Andrea aus Sachsen »

.
Als ich vor drei Jahren mich zum ersten Mal professionell schminken ließ, war ich überwältigt von dem guten Passing. So fühlte ich mich absolut wohl und alle Hemmungen, nach draußen zu gehen, waren mit einem Schlag verschwunden.
Auch wenn das für mich heute Routine ist, hat sich an meiner Einstellung nichts geändert. Ich brauche nach wie vor ein gutes Passing, um mich wohlzufühlen und mich ganz entspannt in der Öffentlichkeit bewegen zu können. Dass dem so ist, merke ich am deutlichsten, wenn nach einem langen Tag das Makeup allmählich an Frische verliert und einige männliche Gesichtszüge wieder durchkommen. Dann stellt sich bei mir ein gewisses Unwohlsein ein.
Für mich müsste die Überschrift lauten: Passing — nie ohne!
Viele Grüße
Andrea aus Sachsen
Anke
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Re: PASSING - NEIN DANKE?

Post 5 im Thema

Beitrag von Anke »

Hi Lina,

stimmt, da hast Du auf jeden Fall recht. Allerdings mache ich mir wenig Illusionen, von der Ferne und auf die schnelle nimmt es niemand wahr, im direkten Kontakt sieht die Welt völlig anders aus. Ich gehe mal schwer davon aus, dass es in diesem Fall 90 % merken.

Und natürlich kann ich nicht einfach von meiner Situation auf die von anderen schließen. Trotzdem wollte ich einfach mal eine Diskussion anregen.

Liebe Grüße

Anke
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conny
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Re: PASSING - NEIN DANKE?

Post 6 im Thema

Beitrag von conny »

hallo,

für mich strebe ich ein möglichst perfektes passing an, auch wenn ich nicht beabsichtige nach draußen zu gehen, weil ich mich dann in meiner rolle als frau wohl fühle. ich mag den chic.
die reaktion, oder besser nicht reaktion der leute die mich outdoor sehen zeigt, dass mir das passing offenbar einigermaßen gut gelingt.

ich denke aber, dass diese frage von cd und ts durchaus unterschiedlich gesehen werden kann, weil die wahrnehmung der eigenen rolle als "frau" unterschiedlich ist.

lg
conny
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Re: PASSING - NEIN DANKE?

Post 7 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Ich schließe mich voll Anke und Vivian an. Mir geht es darum, mich und meine Gefühle zu transportieren. Wenn andere Menschen mich als Frau identifizieren (ob erkannt oder nicht) und mich so behandeln, sind meine Wünsche erfüllt. Dafür brauche ich nicht perfektes Aussehen, sondern ein glaubwürdiges Auftreten.

Passing bedeutet für mich ein Dogma. Und die werden mir von anderen aufgezwungen. Zumindest glaube ich, dass ich mich so und so zu kleiden und zu verhalten hätte. Das ist eine Einschränkung, die ich nicht mehr akzeptieren will.

So rigoros das klingt, ist es doch erst im Wachsen. Ich versuche mir Schritt für Schritt davon zu erarbeiten. Vision wäre, ich kleide mich ganz ungezwungen, wie ich mich fühle und gehe so auf die Straße. Der einzige Bereich, den ich als wirklich problematisch erachte, ist die Arbeitsstelle, aber wer weiß ...
Viele Grüße
Vicky

Respekt ist nicht teilbar.
Anke
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Re: PASSING - NEIN DANKE?

Post 8 im Thema

Beitrag von Anke »

vr_61 hat geschrieben: Passing bedeutet für mich ein Dogma. Und die werden mir von anderen aufgezwungen. Zumindest glaube ich, dass ich mich so und so zu kleiden und zu verhalten hätte. Das ist eine Einschränkung, die ich nicht mehr akzeptieren will.
Hallo,

vielen Dank für die spannenden Beiträge. Schön, dass alle Meinungen vertreten sind.

Dogma ist für mich ein gutes Stichwort. Es ist eben dieser Gedanke, der mich daran stört. Für mich ist das Hineinwachsen in mein Frauenleben eine wirklich Befreiung. Diese Freiheit möchte ich mir nicht mehr nehmen lassen, auch nicht durch solche Dogmen.

@ Andrea: beim ersten professionellen Schminken ging es mir ganz ähnlich. Aber das Gefühl in mir sagte mir vor allem, ja, so möchte ich aussehen, so habe ich mir das immer erträumt. Mit anderen Worten: mir ist es wichtig gut geschminkt zu sein, aber nicht für ein gutes Passing.

@ Vivian: Das mein Posting Zündstoff beinhaltet ist mir bewusst und den Widerspruch habe ich natürlich erwartet. Interessant finde ich, dass Du und auch andere eine ganz ähnliche Entwicklung wie ich bei diesem Thema genommen haben.

@ Conny: Das ist ein interessanter Aspekt, der Spaß den Du hast, wenn Du es besonders gut hinbekommen hat und niemand reagiert. Allerdings habe ich bei mir festgestellt, dass auch an Tagen, wo das Make Up nicht ganz so perfekt ist, auch niemand reagiert. Kann schon sein, dass hier der Unterschied zwischen CD und TS eine Rolle spielt. Ich lebe das eben jeden Tag und kann mich dann nicht jedes mal perfekt stylen, manchmal muss es dann auch schnell gehen.

Vielleich noch ein paar Worte, warum ich diesen Thread eröffnet habe. Ich habe mir die Frage gestellt, welche Wirkung die Passing Idee auf die Akzeptenz von TS, CD und anderen hat. Im Einzelfall ist das vermutlich förderlich. Wenn ich gut gedresst und geschminkt bin, dann fällt es meinem Gegenüber sicher leichter das zu akzeptieren. Auf der anderen Seite wird so eine Norm erschaffen, die vielleicht nicht jeder erreichen kann oder auch will.

Liebe Grüße

Anke
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Ulrike-Marisa
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Re: PASSING - NEIN DANKE?

Post 9 im Thema

Beitrag von Ulrike-Marisa »

Moin,

...die vielleicht nicht jeder erreichen kann oder auch will...das ist es, was mich auch berührt. Ich bin ja nun schon mit 61 eher fortgeschrittenen Alters, wo manches nichts mehr recht bringen kann. So verzichte ich auf Teile von Passing. Kleidung fraulich ist immer ok, für umfangreiches Schminken und sonstige Maßnahmen habe ich gar kein Geld und auch keine rechte Zeit und auf dem Land auch keine Möglichkeiten wie Styling oder Lasern, das gibt es hier an der Küste und hinterm Deich nicht, erst in Hamburg wieder.. Lange Haare und etwas Augenbrauen nachziehen muss reichen - und das tut es dann auch im täglichen Leben. Ich bin so, qiw ich bin und wenn jemand etwas anderes in mir sehen möchte, dann darf er das. Ich möchte mich nicht irgendwelchern Dogmen unterwerfen, wie ich als Frau vielleicht auszusehen hätte. Ich versuche ganz natürlich zu bleiben, da fühle ich mich dann an wohlsten. Ja Wünsche gäbe es viele - aber da ist eben nicht immer alles machbar, was mich echt nervt, ist das ständige rasieren....

Liebe Grüße, Ulrike-Marisa ))):s
Zuletzt geändert von Ulrike-Marisa am Do 12. Feb 2015, 16:22, insgesamt 1-mal geändert.
Lina
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Re: PASSING - NEIN DANKE?

Post 10 im Thema

Beitrag von Lina »

Anke hat geschrieben:Hi Lina,

stimmt, da hast Du auf jeden Fall recht. Allerdings mache ich mir wenig Illusionen, von der Ferne und auf die schnelle nimmt es niemand wahr, im direkten Kontakt sieht die Welt völlig anders aus. Ich gehe mal schwer davon aus, dass es in diesem Fall 90 % merken.

Und natürlich kann ich nicht einfach von meiner Situation auf die von anderen schließen. Trotzdem wollte ich einfach mal eine Diskussion anregen.

Liebe Grüße

Anke

Wie ich von deinen Bildern schätze, würde ich das mit 90% nicht ganz glauben. Und wenn, dann ist es eine Frage der Körpersprache und der Stimme.

Ich hatte mich selber irgendwann damit abgefunden, dass "fast jeder es merken würde". Interessanterweise ist mein Passing, seit ich mich "damit abgefunden" hatte, nur immer besser geworden. Das ist nicht nur meine Einschäthung. Das sagen mir Freunde und Freundinnen auch, wenn wir irgendwie unterwegs sind. Was ist also das Geheimnis. Gut, ich bin natürlich besser im Schminken und Frisieren geworden, aber ich war schon recht gut, als ich mich zum ersten Mal auf die Straße traute - und das ist nun wirklich lange her. Das wird es also nicht sein. Wahrscheinlich ist es die natürlichere Körpersprache, die durch die Gelassenheit kommt - ich glaubte wirklich Jahrelang, dass die meisten mich readen würde, aber dass es ihnen so was von egal ist. Das glaubte ich bis ich irgendwan wieder zu Shoppingzeiten in der Stadt mit einer anderen T unterwegs war. (Die nach meiner Meinung ganz gut aussieht.) Da habe ich entdeckt, dass das Glotzen der Leute immer noch wie früher war. So wie es mir - wenn ich alleine oder mit Cis-Genders unterwegs bin äußerst selten erlebe.

Es ist also wahrscheinlich etwa wie Bruce Lee in der berühmten Folge von "Longstreet" (Titel: Jeet Kune Do - Way of the Intercepting Fist) sagt: Es reicht nicht, dass du nur trainierst um zu siegen. Du musst auch lernen zu verlieren - dann wird man gelassener und kann sich auf das Wesentliche konzentrieren.
Awake

Re: PASSING - NEIN DANKE?

Post 11 im Thema

Beitrag von Awake »

Passing ist für mich extrem wichtig. Warum? Ganz einfach, weil ich ein ganz normales Leben führen will. Von Anfang an stand für mich fest: Entweder ich habe die Chance normal auszusehen oder ... (keine Ahnung ob man hier offen über sowas schreiben kann/darf/soll).

Und zum Glück habe ich mittlerweile, was das angeht keine Probleme. Ich will gar nicht sagen, dass es für jeden ein KO-Kriterium darstellen muss, letztlich ist das meine ganz persönliche Einstellung. Und ich bewundere Menschen, die für sich sagen, dass sie sich trauen mit dem Wissen, dass ein einwandfreies Passing nur sehr schwer oder gar nicht erreichbar ist. Nur für mich wäre das keine Option. Obwohl es vermutlich sinnlos ist Aussagen darüber zu treffen, wenn man nie in der Situation war.
Franka
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Re: PASSING - NEIN DANKE?

Post 12 im Thema

Beitrag von Franka »

Natürlich wäre alles total easy, wenn man aussehen würde wie Heidi Klum, dann wäre gar kein Schminken nötig und alle Klamotten würden bestens sitzen.
Aber so ist es ja leider nicht. Daher sehe ich das, wie Anke. Ich muss mit mir zufrieden sein, dann sind es die anderen meistens auch. Das kann ganz ohne Schminke sein oder aber wie meistens in letzter Zeit mit etwas Make Up, aber sonst nix weiter. Jetzt war ich die ganze Woche in Frauenkleidern zur Arbeit und da kommen dann schon so "Anregungen", jetzt fehlt noch etwas Lippenstift und Kajal. Das würde mein Passing aber auch nicht besser machen.
Daher verzichte ich da meist drauf. Kommt aber auch einfach darauf an wieviel Zeit und Lust ich morgens dazu habe. Sich wohl zu fühlen ist meiner Meinung nach das Wichtigste.
Wir bekommen mit unserer Geburt das Leben geschenkt, doch viele von uns haben noch nicht einmal das Geschenkpapier abgemacht.
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Re: PASSING - NEIN DANKE?

Post 13 im Thema

Beitrag von Andrea aus Sachsen »

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Anke hat geschrieben:Mit anderen Worten: mir ist es wichtig gut geschminkt zu sein, aber nicht für ein gutes Passing.
Anke, diesen Satz verstehe ich leider nicht ganz. Wenn nicht fürs Passing, also für ein möglichst authentisches weibliches Aussehen, schminkst du dich sonst? Was heißt für dich eigentlich gut geschminkt?
Viele Grüße
Andrea aus Sachsen
Nadja Sarah
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Re: PASSING - NEIN DANKE?

Post 14 im Thema

Beitrag von Nadja Sarah »

Schminkroutine ist auch bei mir eingekehrt. Nach 3 Jahren denke ich darüber auch nicht mehr groß nach. Obwohl ich mich noch immer als CD bezeichnen möchte und nicht auf dem Weg zur Frau bin wie Du Anke und Du Vivian stelle ich auch fest, dass ich in ein Stadium eingetreten bin, da mir gutes Passing nicht mehr die Bedeutung hat, wie am Anfang als ich damit anfing nach draußen zu gehen. Das hat bestimmt auch mit der anfänglichen Unsicherheit zu tun, da möchte Frau Sicherheit und das bedeutet nicht unbedingt überall als Mann in Frauensachen aufzufallen. Unauffälligkeit beim Shoppen hilft viel über anfängliche Unsicherheit hinweg. Und dann kommt die Phase, da wird Dir klar, dass Du bei näherer Betrachtung immer als Mann erkannt wirst. Egal wie gut geschminkt, wie perfekt gestylt. Während ich früher geradezu darauf achtete wie mich andere Personen wahrnahmen, auf mich reagierten, ist mir das heute ziemlich egal. Ich achte nicht mehr darauf. Das führt einerseits zu mehr Selbstsicherheit, anderseits ist es auch spannend ganz bewusst anders zu sein als die Anderen. Ich genieße das sehr. Grundsätzlich denke ich, durchleben wir alle Entwicklungsphasen und diese Phasen sind im Leben immer zeitlich begrenzt und gehen über in neue Phasen.

Liebe Grüße Nadja
Claudia H.
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Re: PASSING - NEIN DANKE?

Post 15 im Thema

Beitrag von Claudia H. »

Wenn wir doch mal ehrlich zu uns sind dann ist es doch klar das die wenigsten von uns als Frau durch gehen.Nur weil keiner guckt oder was sagt heißt es noch lange nicht das sie nichts gemerkt haben.Mir war es eigentlich auch immer wichtig das ich nicht als Mann erkannt werde aber auf dem 2. oder 3. Blick falle ich ja doch auf.Macht aber nichts,denn durch selbstsicheres auftreten habe ich noch keine dummen Komentare gehört.Vieleicht mal,das ist ja ein Mann oder guck mal ne Transe.Sehe ich nicht als Anmache und kam auch sehr selten vor.Ich glaube so 3mal in den letzten 5 Jahren und ich bin fast täglich als Frau unterwegs.Die letzte Zeit gehe ich auch öfter mal ungeschminkt raus.Schei. was auf den Bartschatten,ist halt so.
Also würde ich mal für mich sagen das Passing am Anfang wichtig war und mit der Zeit immer unwichtiger geworden ist.
Liebe Grüße Claudia
Antworten

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