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Ich muss zugeben, Joe Cockers Tod hat mich getroffen. Jeder von uns hat Künstler, die während des eigenen Lebens einmal wichtig waren. Insofern geht mit ihnen auch immer ein Teil unseres eigenen Lebens. Das ist wohl der Grund, warum wir traurig sind, wenn Menschen sterben, die wir in der Regel gar nicht persönlich kennen.
Lange war beim mir Joe Cocker unter ferner liefen einsortiert. Ich wusste, dass er sein Leben intensiv lebte und nicht immer gerade gesund wirkte. Umso überraschter war ich, als ich ihn 2010 im mittelnorwegischen Hamar live sehen konnte. Unglaublich vital, mit großartiger Stimme, zog er die Menschen auf der grünen Wiese am Seeufer in seinen Bann. Eine wahrlich magische Nacht im nordischen Dämmerlicht.
Bei jedem seiner Songs dachte ich seitdem an diesen Abend zurück. Ein Großer ist von uns gegangen.
das gehört auch für mich zu den traurigsten Nachrichten des Jahres.
Ich kann mich gut daran erinnern, wie ich ihn zum ersten Mal im Woodstock Film gesehen habe. Das war einfach unglaublich. Einige Jahre später hatte ich das Glück ihn live zu erleben, einfach unvergesslich. Jedem Song den er angefasst hat, hat er Tiefe und Emotionalität gegeben, wie nur er es konnte.
Wie es der Zufall wollte hatte ich heute noch eine Gesangstunde und um ihm zu Gedenken haben wir nochmal "With A Little Help From My Friends" gesungen. Am Ende hatten wir beide die Tränen in den Augen stehen.
So einen wie ihn wird es wohl kaum wieder geben.
Liebe Grüße
Anke
Sentio ergo sum. - Ich fühle, also bin ich.
Les femmes sont fortes quand elles sont feminines. (Coco Chanel)